Welche Zukunft hat Afghanistan?

Welche Zukunft hat Afghanistan?

vor 4 Jahren
Der seit Jahren angekündigte Abzug des US-Militärs und seiner Verbündeten aus Afghanistan hat zur erwarteten Machtübernahme durch die Taliban geführt. Aber deutlich schneller als von den Politik-Strategen vorhergesagt landesweit, auch in der Hauptstadt Ka
30 Minuten
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Beschreibung

vor 4 Jahren

Episode 049 


In Afghanistan kämpfen seit Jahrzehnten Gotteskrieger und
Fundamentalisten, Clan- und Stammesfürsten, Söldner und
Drogenhändler, die sich allesamt nicht für einen
Ost-West-Konflikt und Stellvertreter-Kriege interessieren,
sondern opportunistisch wechselseitige Bündnisse eingehen. Die
Geschichte Afghanistans ist durchzogen von den Kämpfen der
Paschtunen gegen die jeweiligen persischen und indischen
Herrscher, von russischer Expansionspolitik zur Zarenzeit und vor
allem britischen Kolonialinteressen. Es gibt zahllose Stämme und
weitere Ethnien wie die Tadschuken. Neben religiösen Konflikten
dominieren innerhalb der absoluten Mehrheit der Menschen mit sehr
konservativer Islamauslegung doch primär die Stammesinteressen.


Die von den USA ehemals unterstützten Guerilla-Kämpfer der
Mudschaheddin wurden als Widerstandskämpfer gegen die Sowjetarmee
gefeiert und wurden später mit Osama Bin Laden, Al-Quaida und den
Ereignissen um 9/11 zum Bumerang und Trauma. Und auch die Taliban
werden ebenso als erzkonservative Gotteskrieger gefürchtet wie
als Widerstandskämpfer verehrt oder als Bündnispartner
akzeptiert. Je nach Perspektiv- und Interessenslage. 


Und auch die Rolle des Nachbarlandes Pakistan, die Rolle Quatars
und Saudi Arabiens darf nicht außer Acht gelassen werden. Nicht
zuletzt geht es neben Religion und Geopolitik auch um den
Drogenhandel und um wertvolle Bodenschätze.
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