#36: 11 Klassiker, die man gelesen haben muss
vor 5 Jahren
Suhrkamp espresso mal anders: Für diese Spezialfolge haben wir
unsere Lektorinnen und Lektoren und unseren Verleger Jonathan
Landgrebe gebeten, heimliche und weniger heimliche Klassiker
vorzustellen, die man unbedingt gelesen haben sollte.
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Beschreibung
vor 5 Jahren
Suhrkamp espresso mal anders: Für diese Spezialfolge haben wir
unsere Lektorinnen und Lektoren und unseren Verleger Jonathan
Landgrebe gebeten, heimliche und weniger heimliche Klassiker
vorzustellen, die man unbedingt gelesen haben sollte. Wir haben
tief in die Schatztruhe gegriffen, fast in Vergessenheit geratene
Meisterwerke gefunden und sicherlich auch den einen oder anderen
großen Klassiker, der schon bekannt sein dürfte.
Die Jahre von Annie Ernaux ist ein moderner Klassiker, der 2008
erstmals in Frankreich erschien. In dem Buch erkundet die große
französische Autorin das eigene Selbst und stellt dabei anhand von
Fotografien, Liedzeilen und Werbeanzeigen bestimmte Episoden aus
ihrem Leben in einen gesamtgesellschaftlichen Zusammenhang.
Auf der Plaça del Diamant von Mercè Rodoreda ist ein Klassiker der
katalanischen Literatur, in dem die Lebensgeschichte der jungen
Frau Colometa geschildert wird, die im Spanischen Bürgerkrieg ihren
Mann verliert und dadurch gezwungen ist, ihr Leben in die eigene
Hand zu nehmen.
Im Dezember 1991 erkrankte Isabel Allendes Tochter Paula schwer und
fiel ins Koma. Das Schicksal ihrer Tochter wurde für lsabel Allende
zur schwersten Prüfung ihres Lebens. Um die Hoffnung nicht zu
verlieren, schrieb sie, der Tochter zur Erinnerung um sich selbst
zur Tröstung, mit Paula ihr persönlichstes und intimstes
Buch.
In Eine Jugend erzählt Patrick Modiano die Geschichte eines jungen
Paares Mitte der sechziger Jahre. Nachdem beide auf schwere Zeiten
zurückblicken, in denen sie von Menschen ausgenutzt wurden, fassen
sie eine Entscheidung, die ihr ganzes Leben verändern wird.
Ein Baum wächst in Brooklyn von Betty Smith erschien 1943 in den
USA und eroberte die Bestsellerlisten im Sturm. Der Roman über ein
Mädchen, das gegen alle Hindernisse anliest, ist eine Geschichte
erfüllt von Lebenslust und Kraft, beseelt von der Euphorie über das
Sein.
Der historische Roman Die Verlobten von Alessandro Manzoni,
erstmals erschienen im Jahr 1827, erzählt vor dem Hintergrund einer
politisch bewegten Zeit die Geschichte eines Liebespaars im Jahr
1630 in Mailand, deren Heirat durch Intrigen, Kriege, Aufstände und
die Pest über Jahre verhindert wird.
In Wittgensteins Neffe schildert Thomas Bernhard auf ungewohnt
warmherzige Weise die Freundschaft zu Paul Wittgenstein und führt
dabei seine Autobiographie, die Beschreibung seiner Kindheit und
Jugend in fünf Bänden, weiter in die Jahre 1967 bis 1979.
1984, der dystopische Klassiker von George Orwell, in dem er das
düstere Szenario eines totalitären Überwachungsstaats zeichnet,
wurde von Eike Schönfeld in ein neues und zeitgemäßes Deutsch
übersetzt.
Tante Julia und der Schreibkünstler gilt als einer der berühmtesten
Romane der lateinamerikanischen Literatur. Nobelpreisträger Mario
Vargas Llosa erzählt in dem Buch eine rasante Liebes- und
Gesellschaftskomödie voll lebensklugem Witz.
In Die Autonauten auf der Kosmobahn beschreiben Carol Dunlop und
ihr Mann Julio Cortázar, die zu dem Zeitpunkt bereits sterbenskrank
sind, ihre letzte Reise mit dem VW-Bus von Paris nach
Marseille.
Stadt der Engel, das letzte große Buch der 2011 verstorbenen
Christa Wolf, erzählt in einer Art autobiographischer Prosa von
einem Menschenleben, das drei deutschen Staats- und
Gesellschaftsformen standhält, von einer Auseinandersetzung mit
der eigenen Geschichte und von der Kunst, sich zu erinnern.
Die Bücher der Folge:
Annie Ernaux, Die Jahre:
unsere Lektorinnen und Lektoren und unseren Verleger Jonathan
Landgrebe gebeten, heimliche und weniger heimliche Klassiker
vorzustellen, die man unbedingt gelesen haben sollte. Wir haben
tief in die Schatztruhe gegriffen, fast in Vergessenheit geratene
Meisterwerke gefunden und sicherlich auch den einen oder anderen
großen Klassiker, der schon bekannt sein dürfte.
Die Jahre von Annie Ernaux ist ein moderner Klassiker, der 2008
erstmals in Frankreich erschien. In dem Buch erkundet die große
französische Autorin das eigene Selbst und stellt dabei anhand von
Fotografien, Liedzeilen und Werbeanzeigen bestimmte Episoden aus
ihrem Leben in einen gesamtgesellschaftlichen Zusammenhang.
Auf der Plaça del Diamant von Mercè Rodoreda ist ein Klassiker der
katalanischen Literatur, in dem die Lebensgeschichte der jungen
Frau Colometa geschildert wird, die im Spanischen Bürgerkrieg ihren
Mann verliert und dadurch gezwungen ist, ihr Leben in die eigene
Hand zu nehmen.
Im Dezember 1991 erkrankte Isabel Allendes Tochter Paula schwer und
fiel ins Koma. Das Schicksal ihrer Tochter wurde für lsabel Allende
zur schwersten Prüfung ihres Lebens. Um die Hoffnung nicht zu
verlieren, schrieb sie, der Tochter zur Erinnerung um sich selbst
zur Tröstung, mit Paula ihr persönlichstes und intimstes
Buch.
In Eine Jugend erzählt Patrick Modiano die Geschichte eines jungen
Paares Mitte der sechziger Jahre. Nachdem beide auf schwere Zeiten
zurückblicken, in denen sie von Menschen ausgenutzt wurden, fassen
sie eine Entscheidung, die ihr ganzes Leben verändern wird.
Ein Baum wächst in Brooklyn von Betty Smith erschien 1943 in den
USA und eroberte die Bestsellerlisten im Sturm. Der Roman über ein
Mädchen, das gegen alle Hindernisse anliest, ist eine Geschichte
erfüllt von Lebenslust und Kraft, beseelt von der Euphorie über das
Sein.
Der historische Roman Die Verlobten von Alessandro Manzoni,
erstmals erschienen im Jahr 1827, erzählt vor dem Hintergrund einer
politisch bewegten Zeit die Geschichte eines Liebespaars im Jahr
1630 in Mailand, deren Heirat durch Intrigen, Kriege, Aufstände und
die Pest über Jahre verhindert wird.
In Wittgensteins Neffe schildert Thomas Bernhard auf ungewohnt
warmherzige Weise die Freundschaft zu Paul Wittgenstein und führt
dabei seine Autobiographie, die Beschreibung seiner Kindheit und
Jugend in fünf Bänden, weiter in die Jahre 1967 bis 1979.
1984, der dystopische Klassiker von George Orwell, in dem er das
düstere Szenario eines totalitären Überwachungsstaats zeichnet,
wurde von Eike Schönfeld in ein neues und zeitgemäßes Deutsch
übersetzt.
Tante Julia und der Schreibkünstler gilt als einer der berühmtesten
Romane der lateinamerikanischen Literatur. Nobelpreisträger Mario
Vargas Llosa erzählt in dem Buch eine rasante Liebes- und
Gesellschaftskomödie voll lebensklugem Witz.
In Die Autonauten auf der Kosmobahn beschreiben Carol Dunlop und
ihr Mann Julio Cortázar, die zu dem Zeitpunkt bereits sterbenskrank
sind, ihre letzte Reise mit dem VW-Bus von Paris nach
Marseille.
Stadt der Engel, das letzte große Buch der 2011 verstorbenen
Christa Wolf, erzählt in einer Art autobiographischer Prosa von
einem Menschenleben, das drei deutschen Staats- und
Gesellschaftsformen standhält, von einer Auseinandersetzung mit
der eigenen Geschichte und von der Kunst, sich zu erinnern.
Die Bücher der Folge:
Annie Ernaux, Die Jahre:
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