Grundlagen des Buddhismus - Was unterscheidet Tatkraft vom
Aktionismus? Ist energisches Handeln eine spirituelle Praxis? Was
ist Tatkraft im Buddhismus? Willst du eine Situation oder gar dein
Leben verbessern, musst du etwas tun. Aber: Durch Handeln kannst du
die Situation auch verschlechtern. Es geht also darum, das Richtige
zu tun. Im Sinne des Buddhismus zeigt sich die Heilsfähigkeit der
Tatkraft als Kampf auf vier Feldern: als Kampf zur Vermeidung, als
Kampf zur Überwindung, als Kampf zur Entfaltung und als Kampf zur
Erhaltung. [A IV.14] Alle vier Kämpfe werden im Buddhismus als
heilende Tatkraft verstanden. Ihr steht die Fähigkeit zur
meditativen Sammlung gegenüber. In einem angestrebten
Gleichgewichtszustand zwischen beiden, wird die Tatkraft nicht
unbegrenzt gesteigert, sondern in ein ausgewogenes Verhältnis zum
Herzensfrieden gebracht. Die Lehre des Buddha zeigt eine
spirituelle Praxis mit ethischem Verhalten, Herzensfrieden und
Weisheit. Sie führt bis zur Erwachung aus einem trüben Lebenstraum.
Diese Lehren wurden in den Traditionen des Theravada und Mahayana
aber auch durch andere Schulen des Buddhismus übermittelt und
bilden heute zunehmend die Grundlage moderner Spiritualität. Prof.
Dr. Meinhard Knoll „Nach meiner aktiven Zeit in Forschung und Lehre
auf dem Gebiet der Sensorik (künstliche Sinne) konzentriere ich
mich auf die natürlichen Sinne und das damit verbundene
Bewusstsein. Ich studiere das Naviga-tionstraining im
Bewusstseinsraum nach der Lehre des historischen Buddha, wie sie im
Pali-Kanon überliefert ist." Die diesem Beitrag zugrunde liegenden
Zitate des Buddha aus dem Pali-Kanon: A.IV.13 Die vier rechten
Kämpfe I - 3. Padhāna Sutta „Vier rechte Kämpfe gibt es, ihr
Mönche. Welche vier? Da erzeugt, ihr Mönche, der Mönch in sich den
Willen, nicht aufgestiegene üble, unheilsame Dinge nicht aufsteigen
zu lassen; er strebt danach, setzt seine Willenskraft ein, spornt
seinen Geist an und kämpft darum. Er erzeugt in sich den Willen,
aufgestiegene üble, unheilsame Dinge zu überwinden; er strebt
danach, setzt seine Willenskraft ein, spornt seinen Geist an und
kämpft darum. Er erzeugt in sich den Willen, nicht aufgestiegene
heilsame Dinge aufsteigen zu lassen; er strebt danach, setzt seine
Willenskraft ein, spornt seinen Geist an und kämpft darum. Er
erzeugt in sich den Willen, aufgestiegene heilsame Dinge zu
festigen, nicht schwinden zu lassen, sondern sie zu Wachstum und
voller Entfaltung zu bringen; er strebt danach, setzt seine
Willenskraft ein, spornt seinen Geist an und kämpft darum.“ A.IV.14
Die vier rechten Kämpfe II - 4. Saṃvara Sutta „Vier Kämpfe gibt es,
ihr Mönche. Welche vier? • Den Kampf zur Vermeidung, • den Kampf
zur Überwindung, • den Kampf zur Entfaltung, • den Kampf zur
Erhaltung.
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