Literaturkritik.de: Gerhard Stadelmaier – Deutsche Szenen
10 Minuten
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Beschreibung
vor 3 Jahren
eine Rezension von Nora Eckert
Jagd auf den Zeitgeist. Gerhard Stadelmaier lässt uns in
„Deutsche Szenen“ wissen, was ihm so alles sauer aufstößt, und
verliert sich gern in Kleinlichkeitskram
Gerhard Stadelmaier war lange Zeit Chef-Theaterkritiker der
Frankfurter Allgemeinen Zeitung und löste damals den
kongenialen Georg Hensel ab. Er zählte bald zur Riege der
„Großkritiker“, die es heute so wohl nicht mehr gibt, abgesehen
davon, dass das naturgemäß (hier passt Thomas Bernhards
Lieblingswort wie bestellt) eine rein männliche Veranstaltung
war. Ja, seine Kritiken vermisse ich durchaus, aber noch mehr die
Zeit, in der eine Theaterkritik im Essayformat erscheinen konnte,
für die beispielsweise ein Benjamin Henrichs in
der ZEIT berühmt-berüchtigt war.
Das ZEIT-Feuilleton ist, nebenbei bemerkt, inzwischen so
mickrig geworden, dass ich mir Mühe geben muss, es nicht
versehentlich zu überblättern. Nicht dass ich mich damals auf
Stadelmaiers Urteil hätte verlassen können, aber seine
Wortschöpfungen waren oft die reinste Lust.
Jagd auf den Zeitgeist. Gerhard Stadelmaier lässt uns in
„Deutsche Szenen“ wissen, was ihm so alles sauer aufstößt, und
verliert sich gern in Kleinlichkeitskram
Gerhard Stadelmaier war lange Zeit Chef-Theaterkritiker der
Frankfurter Allgemeinen Zeitung und löste damals den
kongenialen Georg Hensel ab. Er zählte bald zur Riege der
„Großkritiker“, die es heute so wohl nicht mehr gibt, abgesehen
davon, dass das naturgemäß (hier passt Thomas Bernhards
Lieblingswort wie bestellt) eine rein männliche Veranstaltung
war. Ja, seine Kritiken vermisse ich durchaus, aber noch mehr die
Zeit, in der eine Theaterkritik im Essayformat erscheinen konnte,
für die beispielsweise ein Benjamin Henrichs in
der ZEIT berühmt-berüchtigt war.
Das ZEIT-Feuilleton ist, nebenbei bemerkt, inzwischen so
mickrig geworden, dass ich mir Mühe geben muss, es nicht
versehentlich zu überblättern. Nicht dass ich mich damals auf
Stadelmaiers Urteil hätte verlassen können, aber seine
Wortschöpfungen waren oft die reinste Lust.
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