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Beschreibung
vor 3 Jahren
Jakob Wassermann wurde vergessen. Er war „einer der
meistgelesenen Erzähler der Weimarer Republik“ (Marcel
Reich-Ranicki). Über zwanzig Romane, zahlreiche Erzählungen,
Novellen, Dramen und kulturhistorische Essays hat er
hinterlassen. Thomas Mann nannte ihn einen „Weltstar des Romans“.
Auch sein Bruder Heinrich schwärmte über den
Schriftstellerkollegen: „Hätte es vor ihm den Roman nicht
gegeben, er wäre der Mann gewesen, ihn zu erfinden“. Heute ist
Wassermann nahezu vergessen, obwohl sein Ruf, die „Trägheit des
Herzens“ zu überwinden, für Gerechtigkeit und Toleranz
einzutreten, so aktuell wie in den 1920er Jahren ist. …
Von Manfred Orlick
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