Zeichen & Zeiten: Gaito Gasdanow – „Nächtliche Wege“
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Beschreibung
vor 2 Jahren
eine Rezension von Constanze Matthes
Nicht nur Debüts und Neuerscheinungen bekannter Autoren sorgen
Jahr für Jahr für gespannte Aufregung. Erwartungsvoll schaue ich
immer wieder in die Vorschauen mit der Hoffnung auf
Wiederentdeckungen. Welche Schätze in den vergangenen Jahren
gehoben werden konnten und welche Folgen sie auf den Buchmarkt
haben, wären wohl ein interessantes Thema für eine
wissenschaftliche Arbeit; wenn es sie vielleicht nicht schon
gibt. 2012 trat ein Autor ins Rampenlicht, dessen Werke nach und
nach wieder ins Bewusstsein gebracht worden sind: der russische
Schriftsteller Gaito Gasdanow (1903-1971), der den
neuerlichen Ruhm und die breite Rezeption, die bis heute anhält
allerdings nicht mehr erleben durfte. …
Constanze Matthes, ich bin Journalistin und
leidenschaftliche Leserin. Die Liebe zu den Büchern begann im
zarten Alter von vier, fünf Jahren, als meine Mutter mich zum
ersten Mal in die kleine Bücherei unseres Dorfes mitnahm. Wenige
Jahre später schleppte ich die Bücher dann stapelweise allein
nach Hause. In der Schule las ich stets die Pflichtlektüre und
war meinen Mitschülern ein gern gesehener Gesprächspartner, um
den Inhalt des zu lesenden Buches in der Pause vor der
Deutschstunde zu erzählen. Sollte man an dieser Stelle „verraten“
sagen?
Nach dem Abitur und einem Auslandsaufenthalt in Norwegen
studierte ich im Hauptfach Germanistik mit Schwerpunkt
Literaturwissenschaft. Allerdings las ich dann nicht immer die
Pflichtlektüre der mehrseitigen Lektüreliste und besuchte viel
eher die wunderbare Bibliothek des Deutschen Literaturinstituts.
Vor allem dann, wenn meine Mitbewohnerin den Koffer-Fernseher
über das Wochenende wieder nach Hause mitnahm. Noch heute bin ich
„fernseherlos“ und investiere vielmehr meine Zeit in große und
kleine Geschichten, dicke und dünne Bücher.
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