Darf es noch eine Corona App für uns sein?
vor 5 Jahren
In Sachen Digitalisierung-Bemühungen sorgen die föderalen
Strukturen und Verantwortlichkeiten für eine Vielzahl von Apps und
wenig Integration. Von digitalen Bürgerdiensten bis hin zur
Katastrophen-Warn-Apps gibt es kein zentrales Werkzeug mit hoher
Funkt
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Beschreibung
vor 5 Jahren
Episode 013
Eine wirklich zukunftsweisende Digitalstrategie sollte wohl
bundesweit einheitlich sein sollte. Das betrifft auch die
Digitalisierung von Bildung und Unterricht. Und das ist eindeutig
ein Paradigmenwechsel gegenüber unserer politischen und
verwaltungstechnischen, föderalen Struktur. Wenn man jetzt nicht
nur kritisieren will, sind viele unserer Probleme mit
Infrastruktur und Digitalisierung diesem Umstand geschuldet –
denn eine notwendige Debatte über eventuelle
Kompetenzübertragungen wurde nie ernsthaft fort- oder zu Ende
geführt. Insofern ist es logisch, dass jedes Patchwork-Element
dieser sehr heterogenen und teilweise trennunscharfen
Verantwortungsmatrix auch bei Digitalthemen individuell
entscheiden will. Man könnte also versöhnlich sagen, dass Corona
einfach zu früh kam. Zu früh für schlagkräftige digitale
Werkzeuge. Auch was die Nutzung von KI-Lösungen angeht, weil die
Ethik-Diskussion da ja auch noch ganz am Anfang steht.
Andererseits kann man natürlich sagen, dass Corona einfach nur
wie durch ein Brennglas deutlich macht, wo wir notwendige
Initiativen und Investitionen einfach jahrelang verschleppt
haben. Wir müssen zumindest jetzt die Lehren daraus ziehen und
uns den Realitäten stellen. Und verstehen, dass digitale Services
ebenso wenig wie das Internet mit regionalen Konzepten brillieren
können. Es muss niemand Angst um den heiligen Gral „Föderalismus“
haben, wenn bestimmte Themen und Verantwortlichkeiten zeitgemäß
und im Sinne der Zukunftsfähigkeit neu sortiert werden. Oder?
Eine spannende 20-Minuten-Debatte zum Wochenauftakt.
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