Ist die Rente noch zu retten?
vor 4 Jahren
1997 sagte der damalige Arbeitsminister im Kabinett von Helmut
Kohl, Norbert Blüm, den mittlerweile ebenso legendären wie falschen
Satz „Die Rente ist sicher!“. Besser, er rief den Satz erregt, denn
zuvor hatte Rudolf Dressler, Präsidiumsmitglied und Sozi
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Beschreibung
vor 4 Jahren
Episode 044
Seit Jahrzehnten kennen die Justierungen an der
Rentenversicherung nur eine Richtung: Zu Lasten der Versicherten
und künftigen Rentner. Lediglich die von Hubertus Heil
verfechtete Respektrente kommt den Arbeitnehmerinnen und
Arbeitnehmern zugute, die ihr Leben lang beitragspflichtig waren.
An die Grundprobleme des Rentensystems und eine -seit Jahrzehnten
überfällige- große Rentenreform traut sich aber niemand energisch
heran. Insbesondere nicht in Wahlkampfzeiten, denn mit der
Aussicht auf eine Pflichtversicherung für „Alle“ und höhere
Abgaben macht man sich weder bei Selbständigen und Freiberuflern,
noch bei Beamten Freunde. Dabei zeigt ein Blick nach Österreich,
dass ein gesetzliches Rentensystem genau dann funktionieren und
deutlich attraktiver sein kann. Außerdem lassen sich die, dennoch
notwendigen, hohen Transferleistungen aus dem steuerfinanzierten
Staatshaushalt deutlich besser rechtfertigen, wenn arbeitnehmende
Bürger in der Gesamtheit zur Versichertengemeinschaft
gehören.
Doch eine große Rentenreform erscheint so herausfordernd, dass
sie zwar immer wieder mal debattiert aber dann wieder zu den
Akten gelegt wird. Das vermeintlich „reiche“ Deutschland leistet
sich lieber Altersarmut und flaschensammelnde Senioren.
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