Bringt Jesus zwangsläufig Spaltung und Zwist?

Bringt Jesus zwangsläufig Spaltung und Zwist?

"Meint ihr, ich sei gekommen, Friede zu bringen?" (20. So/C)
15 Minuten

Beschreibung

vor 6 Jahren

Es ist eine herausfordende und Aussage, wenn Jesus
klarstellt: „Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen!“,
sondern im Gegenteil, mit ihm wird Unfrieden und Spaltung in die
Welt und sogar mitten in die Familie kommen. Drastische Beispiele
fügt Jesus an: wo fünf zusammenleben, wird der Riss mitten
hindurch gehen und der eine wird sich gegen den anderen wenden,
es werden Gruppierungen entstehen und der Zwist hält Einzug. Wie
geht das zusammen mit dem, was wir von Jesus immer wieder hören?
Dass er als der Friedefürst bezeichnet wird, dass er seinen
Jüngern „seinen Frieden hinterlassen“ hat und dass der Gruß nach
der Auferstehung immer lautet: „Friede - Friede - Friede sei mit
euch!“? 


Wo Jesus eintritt scheiden sich einerseits die Geister,
wird aber auch andererseits in uns geschieden, was für und was
noch gegen ihn ist. Und so wie es am Anfang der Schöpfung war,
wird durch die Scheidung und durch die Spaltung aus dem Chaos
Kosmos und es tritt  durch die Spaltung in uns und unter uns
klarer hervor, was noch nicht göttlicher Kosmos, was noch nicht
Wahrheit und Heiligkeit ist.


(20. Sonntag, Lesejahr C)



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