Podcaster
Episoden
30.01.2026
9 Minuten
Der Rechnungshof unterzog sich im vergangenen Jahr selbst einer
Prüfung – einer Peer Review – durch den Deutschen
Bundesrechnungshof und das National Audit Office des Vereinigten
Königreiches. Heute wurde diese Peer Review gemeinsam mit dem
Tätigkeitsbericht 2025 des Rechnungshofes veröffentlicht. Die
Ergebnisse waren Thema im Podcast „Trust“ mit
Rechnungshof-Präsidentin Margit Kraker.
„Ich bin sehr stolz darauf, dass der Österreichische Rechnungshof
von international renommierten Prüfinstitutionen geprüft wurde“,
so Kraker im Podcast. Man habe sich „schwere Peers“ ausgesucht
und auch das Thema, das geprüft wurde, sei nicht einfach für den
Rechnungshof, nämlich sein Kernprodukt: der Prüfprozess. Die
Peers haben dem Rechnungshof attestiert, eine „sehr starke
Prüfinstitution“ zu sein, „die ihr breit gefächertes Mandat
vollumfänglich ausüben kann und das zu hoher Qualität“, so
Kraker.
Keine Institution sei für sich genommen jemals fertig in der
Entwicklung, sondern entwickle sich weiter, so Kraker. „Diese
Bereitschaft zur Innovation, das ist auch das, worauf ich Wert
lege.“
Da gehe es beispielsweise um die Frage, wie der Rechnungshof
seine Verfahren vereinfachen und dadurch auch schneller werden
könne. Aber auch darum, wie neue Technologien eingesetzt werden
könnten sowie darum, „Innovation im Prüfprozess aufzugreifen“.
Der Rechnungshof werde sich in den nächsten zwei Jahren damit
beschäftigen, die Empfehlungen der Peers umzusetzen, „auf unsere
Art und Weise“, so Kraker, und „so wie es in unser Rechtsgefüge
passt“.
Kraker verwies darauf, dass der Rechnungshof auf das Zutun
Anderer angewiesen sei: bei der Frage, wie seine Empfehlungen
umgesetzt werden. Es gelte, noch „konsequenter zu werden in der
Nachverfolgung der Umsetzung unserer Empfehlungen“, sagte die
Rechnungshof-Präsidentin. Dazu brauche es die Parlamente: den
Nationalrat, die Landtage, auf Gemeindeebene auch die
Gemeinderäte. „Und es ist wichtig, dass hier ernsthaft mit
unseren Empfehlungen gearbeitet wird“, so Margit Kraker.
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12.12.2025
16 Minuten
Anlässlich des heute veröffentlichten Berichts zur ärztlichen
Versorgung im niedergelassenen Bereich ist eine neue Folge von
"Trust – Der Podcast aus dem Rechnungshof" erschienen. Darin
nimmt Rechnungshof-Präsidentin Margit Kraker umfassend Stellung
zu drängenden Herausforderungen in diesem Bereich.
Handlungsbedarf aus finanzieller Sicht
So besteht für die Österreichische Gesundheitskasse (ÖKG)
einerseits aus finanzieller Hinsicht "echter Handlungsbedarf".
Margit Kraker: "Obwohl die Pensionist:innen-Beiträge zur
Krankenversicherung erhöht wurden, gibt es weiterhin keine
nachhaltige Finanzierung der Österreichischen Gesundheitskasse.
Die Reserven sind praktisch aufgebraucht und weiterhin werden
hohe Defizite prognostiziert."
Flächendeckende Versorgung im ambulanten Bereich
Handlungsbedarf gibt es andererseits bei der medizinischen
Versorgung. "Versorgungspolitisch geht es weiterhin um die
Vermeidung nicht notwendiger Spitalsaufenthalte, eine vermeidbare
Sterblichkeit sowie um eine flächendeckende Versorgung im
ambulanten Bereich. Und wir brauchen Transparenz", sagt
Rechnungshof-Präsidentin Margit Kraker.
Auch den ausständigen einheitlichen Gesamtvertrag für alle
Vertragsärztinnen und Vertragsärzte der ÖGK bringt sie zur
Sprache: "Es müssen die notwendigen Leistungen von der
Versicherung österreichweit einheitlich angeboten und abgegolten
werden. Und wie kommt man zu einem Gesamtvertrag? Da kommt man
nur hin, wenn man faktenbasiert handelt und wenn man gegenseitige
Ressentiments hintanstellt. Ressentiments, die es gibt von Seiten
der Ärztekammern und Ressentiments, die es gibt von Seiten der
Österreichischen Gesundheitskasse. Ich wünsche mir, dass wir
endlich einen Schritt weiterkommen. Gegenseitige Blockaden
bringen gar nichts, denn es geht um das Ziel.“
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15.09.2025
9 Minuten
In der heute veröffentlichten Folge von "Trust - Der Podcast aus
dem Rechnungshof" spricht sich Rechnungshof-Präsidentin Margit
Kraker für eine Strukturreform aus. "Es geht jetzt um Sparen UND
Strukturreformen. Da ermutige ich die Bundesregierung, hier nicht
nachzulassen sondern Nägel mit Köpfen zu machen", sagt
Rechnungshof-Präsidentin Margit Kraker.
"Der Staat muss die eigenen Kosten reduzieren. Es ist wichtig,
bei den Verhandlungen über die Gehälter für öffentlich
Bedienstete gute Ergebnisse zu erzielen. Ich bin überzeugt, dass
öffentlich Bedienstete stets für den Staat denken", so Kraker.
Gleichzeitig sollte "jetzt der strukturelle Wandel" eingeleitet
werden: "Wir müssen uns unsere Wettbewerbsfähigkeit wieder
erarbeiten." "Gemeinsam das Richtige tun"
Rechnungshof-Präsidentin Margit Kraker: "Der strukturelle Wandel
gelingt nur, wenn Bund, Länder und Gemeinden gemeinsam das
Richtige tun. Da geht es nicht um Machtaufteilung sondern um
sinnvolle zweckmäßige Aufgabenverteilungen".
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09.04.2025
15 Minuten
In der heute veröffentlichten Folge von "Trust - Der Podcast aus
dem Rechnungshof" spricht sich Rechnungshof-Präsidentin Margit
Kraker für eine Staatsreform aus.
"Wenn wir jetzt den Spardruck in Österreich haben und vor Augen
geführt bekommen, wenn wir wissen, dass es Zeit zum Handeln ist,
dann müssen wir auch Tabus in Österreich berühren und an Tabus
herangehen. Das heißt also, wir brauchen eine Staatsreform um die
Abläufe im Staat zu verbessern", sagt Rechnungshof-Präsidentin
Margit Kraker.
"Reform des föderalen Aufbaus"
Man müsse "zu einer echten Reform kommen, zu einer Reform
unseres föderalen Aufbaus in Österreich oder zu einer Reform des
Verständnisses von Föderalismus: Verstehe ich unter Föderalismus
jeder kann machen, was er für richtig hält, geradezu im
Förderungsbereich oder verstehe ich unter Föderalismus, dass jede
Gebietskörperschaft ihre Kernaufgaben erfüllt. Und wie definiere
ich Kernaufgaben neu, in der heutigen Zeit, in einer Zeit, wo
sich gesellschaftliche Anforderungen verändern", so die
Rechnungshof-Präsidentin.
"Nägel mit Köpfen machen"
Sie appelliere "an alle Stellen, dass man hier wirklich Nägel mit
Köpfen macht, dass man die Dinge aufgreift und dass wir
versuchen, effizienter zu werden, auch besser zu werden", sagt
Kraker. Es gelte "Qualität für die Zukunft zu sichern und die
Finanzierungsströme in Österreich und die Verantwortlichkeiten zu
reduzieren."
"Ich glaube, dass wir zielgerichtet und wirksam dafür arbeiten
müssen, dass die Steuermittel gut eingesetzt werden, und dass wir
diese Steuermittel für die Menschen in Österreich verwenden, dass
sie ihnen zugutekommen und dass wir zeitgemäß arbeiten", sagt
Rechnungshof-Präsidentin Margit Kraker.
Im Podcast zeigt Rechnungshof-Präsidentin Margit Kraker
exemplarisch für die Bereiche Bildung, Gesundheit und Förderwesen
auf, wie Reformen angegangen werden könnten. Auch die öffentliche
Verwaltung selbst nimmt sie in die Pflicht: "Auch die
Verwaltungen müssen reformbereiter werden. Sie müssen von sich
aus Vorschläge machen, wenn Sie das Gefühl haben, dass gewisse
Instrumentarien nicht mehr die Wirkung erzeugen", sagt Kraker.
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31.01.2025
11 Minuten
Rechnungshof-Präsidentin Margit Kraker: "Unsere Arbeit ist darauf
ausgerichtet, das Vertrauen in den Staat zu stärken"
"Im Grunde ist unsere ganze Arbeit darauf ausgerichtet, das
Vertrauen in den Staat zu stärken und das Vertrauen in die
Demokratie zu stärken. Wir achten auf diesen Staat", sagt
Rechnungshof-Präsidentin Margit Kraker in der aktuellen Folge von
"Trust" – Der Podcast aus dem Rechnungshof. Diese wurde
anlässlich der Veröffentlichung des Tätigkeitsberichts 2024
aufgenommen. Darin gibt der Rechnungshof einen umfassenden
Überblick über seine Arbeit.
"Wir prüfen das gesamte staatliche Handeln, das finanzielle
Folgen hat. Und das sind vielfältige Lebensbereiche, vielfältige
Themenbereiche. Das reicht von der Bildung über die Gesundheit
bis hin zum Klimaschutz, die Raumordnung, im Bereich des Wohnens,
im Bereich der Energie. Der Rechnungshof ist auch eine Fundquelle
für Sachverhalte, wenn man sich hier einen Überblick verschaffen
will, was die öffentliche Hand in Österreich macht", sagt Kraker
über die Aufgaben des Rechnungshofes.
Der Rechnungshof wolle einen Beitrag dazu leisten, "dass es
möglich ist, dass wir in Österreich einen Konsens finden über
schwierige Herausforderungen der Zukunft", so Kraker. Zu
diesen Herausforderungen zähle "sicher auch die Frage, wie wir
zukünftig mit der Förderpolitik umgehen. Was wir uns eigentlich
im Staat leisten können, was wir uns leisten wollen, was wir uns
leisten müssen und wie wir die Leistungen des Staates
finanzieren."
"Für den Rechnungshof ist es außer Streit, dass es notwendig ist
für Österreich und eigentlich aus Gründen der Selbstachtung auch
notwendig ist, dass wir die europäischen Fiskalregeln dann
mittelfristig auch wieder einhalten können. Das versteht sich
eigentlich für einen Staat, der gut aufgestellt ist wie der
österreichische, von selbst", sagt Kraker.
Zudem müsse vorgesorgt und investiert werden. "Wir brauchen einen
Handlungspfad, der besteht aus einem Mix an Reformen und
Investitionen. Und wir müssen gut aufgestellt sein für den Fall,
dass wir wieder mit Katastrophen konfrontiert sind."
Abschließend versicherte Rechnungshof-Präsidentin Kraker, "dass
der Rechnungshof auch in schwierigen Zeiten ganz konsequent
weiterarbeiten wird. Wir werden die Verwaltung auch weiterhin auf
Zukunftstauglichkeit, auf Fairness und Transparenz hin
überprüfen."
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Über diesen Podcast
Weit mehr als nur die Zahlen. Mit Margit Kraker, Präsidentin des
Rechnungshofes.
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