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Alles klar, Amerika? Archiv

281 Episoden
30 Minuten
In die hektische Diplomatie zur Ukraine kommt durch angebliche abgehörte Telefonate zwischen Unterhändlern der USA und Russlands zusätzliche Aufregung. 

Für Diskussionen sorgte ein etwa fünfminütiges Telefonat vom 14. Oktober, das die Nachrichtenagentur Bloomberg als Transkript veröffentlichte. Darin spricht Witkoff mit Juri Uschakow, dem aussenpolitischen Berater von Kremlführer Wladimir Putin. Er gibt ihm offenbar Tipps, dass man Trumps Ohr mit Lob für dessen Frieden in Gaza erreichen könne. Tatsächlich scheint Putin die Ratschläge in einem Telefongespräch mit Trump am 16. Oktober aufgenommen zu haben.

Dagegen gilt Marco Rubio im Ukrainedossier, zumindest aus europäischer Sicht, eher als Stimme der Vernunft. Der US-Aussenminister ist Moskau gegenüber kritisch eingestellt und gehört zu jenen Stimmen in der Regierung Trump, die eine Kapitulation der Ukraine wie auch einen Diktatfrieden ablehnen. Dass die Gespräche in Genf zu einer Überarbeitung von Trumps Ukraineplan führten, wird auch Rubio zugschrieben. Besonders auffällig war seine Kommunikation, als er betonte, dass es in Genf grossartige Fortschritte gegeben habe. 

Trump erreicht aber auch direkte Kritik. Der republikanische Senator Mitch McConnell warnte davor, das Opfer unter Druck zu setzen und den Aggressor zu belohnen.

Weshalb hat Trump seinen Ukraineplan gerade jetzt lanciert? Worum geht es ihm dabei, um Geschäfte, um den Friedensnobelpreis oder doch um Frieden? Und welche Rolle spielen Unterhändler Witkoff und Aussenminister Rubio? Darüber unterhält sich Christof Münger, Leiter des Ressorts International, mit USA-Korrespondentin Charlotte Walser in einer neuen Folge des Podcasts «Alles klar, Amerika?»

Produktion: Jacqueline Wechsler

Trumps Ukraineplan:

Jetzt zeigt sich, wo die USA wirklich stehen

«Als würde er von Russland bezahlt»: Selbst Republikaner attackieren Witkoff

Gegenvorschlag: Zuerst Krieg beenden, danach über Territorien sprechen

Aussenpolitische Chaostage: Wie die USA Verwirrung stifteten

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1 Stunde 23 Minuten
Donald Trump ist vor gut einem Jahr erneut zum US-Präsidenten gewählt worden und ist zurück im Weissen Haus. Seither baut er Amerika um. Seine Anhängerinnen und Anhänger glauben ans «Goldene Zeitalter», das Trump bei seinem zweiten Amtsantritt ausgerufen hat. Andere Stimmen fürchten um die internationale Ordnung, die Ukraine oder die Demokratie.

Wichtiger Teil von Trumps Aussenpolitik sind die Zölle. Davon betroffen ist auch die Schweiz. Unterdessen ist Bewegung in die Sache gekommen: Nicht mehr 39 Prozent, sondern nur noch 15 Prozent Zoll erheben die USA neu auf Waren aus der Schweiz. Dafür soll die Schweiz 200 Milliarden Dollar in den investieren.

Hat sich die Schweiz richtig verhalten im Umgang mit dem US-Präsidenten? Ist die Demokratie in den USA tatsächlich gefährdet, weil Donald Trump seit seinem Amtsantritt durchregieren kann, ohne auf Widerstand zu stossen? Und prägt Trump eine Epoche, oder ist er umgekehrt eher ein Phänomen unserer Zeit, in der viele Gewissheiten verloren gegangen sind?

Darüber hat sich Christof Münger, Leiter des Ressorts International, mit der renommierten Amerika-Expertin Claudia Brühwiler von der Universität St. Gallen unterhalten. Und zwar für einmal nicht im Podcast-Studio von Tamedia, sondern im ausverkauften Kraftwerk in Zürich. Ebenfalls auf der Bühne war Fabian Fellmann, der frühere USA-Korrespondent des Tages-Anzeigers. Zugeschaltet aus den USA waren die regelmässigen Gäste im USA-Podcast: Tina Kempin Reuter, Professorin für Politikwissenschaft in Birmingham Alabama, Charlotte Walser, USA-Korrespondentin in Washington D.C., und Martin Kilian, Podcaster in Charlottesville, Virginia.

Produktion: Jacqueline Wechsler und Noah Fend

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34 Minuten
Eben erst feierte Trump das Einknicken von 8 demokratischen US-Senatoren als grossen Durchbruch. Der Shutdown endete, und das zu seinen Bedingungen. Nun haben Amerikanische Medien am Mittwochvormittag Lokalzeit über die neue Wende im Fall Epstein berichtet.

Demokratische Abgeordnete im Repräsentantenhaus hatten brisante E-Mails des verstorbenen Sexualstraftäters Jeffrey Epstein veröffentlicht. Diese legen nahe, dass Trump mehr über Epsteins Missbrauchsring wusste, als bisher eingestanden.

Unbestritten ist, dass Trump und Epstein einst gut befreundet waren. Davon will Trump nichts mehr wissen. Der 79-jährige Präsident feiert aber nach wie vor gerne und liebt den Prunk, wie die neue Dekoration seines Büros im Weissen Haus zeigt. 

An Halloween lud Trump zu einer rauschenden Great-Gatsby-Party ein, benannt nach dem Roman von F. Scott Fitzgerald, der vor 100 Jahren erschienen ist und in den goldenen 1920er-Jahren spielt. 

«The Great Gatsby» nehme Trumps Amerika vorweg, schrieb die amerikanische Literaturwissenschaftlerin Sarah Churchwell in der «Financial Times». 

Sieht sich Donald Trump als eine Art «Great Gatsby» seines eigenen Goldenen Zeitalters? Was hat es mit seinem Goldfimmel auf sich? Wie wirkt sich das Ende des Shutdowns aus, auf die Demokratische Partei wie auf die USA überhaupt? Darüber unterhält sich Christof Münger, Leiter des Ressorts International, mit dem langjährigen USA-Korrespondenten Martin Kilian in einer neuen Folge von «Alles klar, Amerika?» Kilian lebt in Charlottesville, Virginia.

Produzentin: Jacqueline Wechsler

Podcastfolge zum Thema (Publikation: Juli 2025):

Die Causa Jeffrey Epstein hat Donald Trump eingeholt: Was nun?

Artikel zum Thema: 

Neue Epstein-E-Mails belasten Trump schwer

Demokraten lenken ein, um Shutdown zu beenden

«Trump ist bereit, hungernden Kindern zu schaden, um seinen Willen durchzusetzen»

Trumps goldener Schriftzug erinnert an ein Möchtegern-Luxushotel

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23 Minuten
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Es war nur ein kleiner Wahltag in den USA. Aber im Amerika des Donald Trump werden selbst lokale Wahlen und Urnengänge zum Grossereignis. So hat der US-Präsident den nun gewählten künftigen Bürgermeister von New York City als Kommunisten – und sich selbst als «besser aussehend» bezeichnet . Er werde dafür sorgen, dass nur noch das Minimum an Bundesgeldern nach New York fliesse.

Die Retourkutsche kam in Mamdanis Siegesrede. Direkt an den Präsidenten gerichtet, sagte Mamdani: «Donald Trump, weil ich weiss, dass Sie am Fernsehen zuschauen: Drehen Sie lauter!» New York werde eine Stadt der Einwanderer bleiben, betonte Mamdani angesichts von Trumps Ausschaffungsprogramm.

Während Mamdani dem linken Flügel der Demokratischen Partei angehört, triumphierten in den Bundesstaaten Virginia und New Jersey zwei moderate Demokratinnen. Mit Abigail Spanberger, einer ehemaligen CIA-Agentin, erhält Virginia erstmals eine Gouverneurin. In New Jersey setzte sich Mikie Sherill, früher Helikopterpilotin in der U. S. Navy, gegen den Republikaner Jack Ciattarelli durch. Schliesslich erhielt Gavin Newsom, der Gouverneur von Kalifornien, ein klares Votum dafür, die Wahlkreise im wirtschaftsstärksten US-Bundesstaat neu zu ziehen. 

Die Demokraten haben diesen kleinen Wahltag also gewonnen. Aber was heisst das jetzt für die Partei? Hat sie nun ein Rezept, um Donald Trump und seine Maga-Bewegung zu stoppen? Kann der Wahlkampf von Zohran Mamdani gar als Vorbild dienen? Oder bleibt die Demokratische Partei zerrissen zwischen einem linken und einem moderaten Flügel? Und wie hat Trump auf den Erfolg der Demokraten reagiert? Darüber unterhält sich Christof Münger, Leiter des Ressorts International, mit USA-Korrespondentin Charlotte Walser in einer neuen Folge des USA-Podcasts «Alles klar, Amerika?».

Produzentin: Jacqueline Wechsler

Artikel zum Thema: 

Was die Demokraten vom neuen New Yorker Bürgermeister lernen können

«Wir können Trumps Präsidentschaft beenden»: Gavin Newsom schlägt zurück

Zohran Mamdani: «Donald Trump, ich habe vier Wörter für dich»

Demokratinnen gewinnen in Virginia und New Jersey

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27 Minuten
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US-Präsident Trump hat mit martialischer Sprache die Stärke der US-Marine beschworen. Der amerikanische Matrose sei bereit, die Feinde «zu zerschmettern, zu versenken, zu zerstören und auszulöschen», sagte er in einer Rede bei einem Truppenbesuch auf einem Flugzeugträger des US-Marinestützpunkts Yokosuka nahe Tokio. Kein Feind werde auch nur davon träumen, Amerikas Marine zu bedrohen. 

Ohne Venezuela zu erwähnen, dürfte sich der US-Präsident vor allem an dessen Diktator Nicolás Maduro gewandt haben. Trump wies in seiner Rede auf die Drogentransporte mit Schnellbooten hin, die die USA gestoppt hätten. Am Dienstag haben die US-Streitkräfte weitere vier Schiffe versenkt, die mutmasslich Drogen transportierten, wie die «Washington Post» berichtete. Dabei seien 14 Personen getötet worden, teilte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth mit. Seit Anfang September wurden bei solchen Aktionen unter anderem vor Venezuelas Küste insgesamt 60 Personen getötet.

Geht es Donald Trump mit seiner Politik gegenüber Venezuela nur um den Kampf gegen den Drogenhandel, oder verfolgt er auch politische Absichten? Wie steht es um Washingtons Verhältnis zu anderen lateinamerikanischen Staaten wie Kolumbien, Brasilien oder Argentinien? Und erlebt die Monroe-Doktrin dank Trump ein Revival als «Donroe»-Doktrin, wie es bereits heisst? Darüber unterhält sich Christof Münger, Leiter des Ressorts International, mit Charlotte Walser, der Korrespondentin des «Tages-Anzeigers» in Washington, in einer neuen Folge von «Alles klar, Amerika?».

Produzent: Noah Fend

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31 Minuten
Sie waren bunt, manche farbig gekleidet, einige trugen Tierkostüme, viele brachten Schilder, Plakate Flaggen. Und in der Summe waren sie vor allem etwas: ziemlich zahlreich. Am vergangenen Samstag protestierten am «No Kings»-Day mehrere Millionen Menschen in verschiedenen Amerikanischen Städten gegen Donald Trump.

Es ist nicht der erste Protest unter dem Motto «No Kings». Bereits im Februar, im April und im Juni gab es solche Anlässe. Doch so gross wie diesen Samstag waren sie noch nie.

Die Proteste blieben friedlich, auch in Portland und Chicago, wo seit einiger Zeit Einsätze der Migrationsbehörde ICE und die Präsenz der Nationalgarde zu reden geben. Donald Trump und seine Regierung liessen die Proteste zwar gewähren, liess es sich aber nicht nehmen, auf Social Media seinen Unmut darüber kundzutun: In einem KI-Video sieht man, wie Trump mit Königskrone in einem Kampfjet einen Protest überfliegt und Fäkalien über die Demonstrierenden regnen lässt.

Sind die «No Kings»-Proteste der Beweis, dass die US-Demokratie eben doch noch funktioniert? Wer gehört den Protesten überhaupt an? Wie reagieren die Republikaner darauf? Und was ist dieser wachsenden Bewegung zuzutrauen?

Das erklärt US-Korrespondentin Charlotte Walser in einer neuen Folge des USA-Podcasts «Alles klar, Amerika?». Sie ist zu Gast bei Philipp Loser, der ausnahmsweise Christof Münger vertritt.

Produzent: Noah Fend

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31 Minuten
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Live-Aufzeichnung von «Alles klar, Amerika?» ein Jahr nach der Trump-Wahl: Am 19. November 2025 im Kraftwerk in Zürich. Alle Infos dazu findet Ihr hier: tagesanzeiger.ch/allesklar

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US-Präsident Donald Trump zeigt keine Zweifel, dass Frieden einkehren wird im Nahen Osten. Gleichzeitig will Trump die Hamas entwaffnet sehen – notfalls auch unter dem Einsatz von Gewalt. Ein sogenanntes Board of Peace, eine Art Verwaltungsrat für den Frieden mit dem Vorsitzenden Donald Trump, soll die Oberhoheit über den Gazastreifen übernehmen. Dieses Board of Peace wiederum soll ein Komitee einsetzen, das konkret und vor Ort für den Wiederaufbau des Gazastreifens zuständig wäre. Heissen soll diese Organisation «Gaza International Transitional Authority», der internationale und palästinensische Experten angehören sollen.

Im Gespräch für den Chefposten der «Gaza International Transitional Authority» ist unter anderen Tony Blair, der frühere britische Premierminister. Blair hat Nahosterfahrung, er war nach seiner Amtszeit Sondergesandter des Nahostquartetts – bestehend aus den USA, der EU, der UNO und Russland. Ausserdem kann Blair als Friedensstifter einen Erfolg vorweisen: Er war massgeblich am Karfreitagsabkommen in Nordirland beteiligt und wurde mit Lorbeeren für sein diplomatisches Verhandlungsgeschick überhäuft, als er sich mit dem irischen Premier Bertie Ahern und US-Präsident Bill Clinton auf den Friedensprozess in Nordirland einigte.

Allerdings ist Blair nicht unumstritten: Sein Handicap ist, dass er 2003 vehement für den Irakkrieg eingetreten ist und die Lüge von Saddam Husseins Massenvernichtungswaffen als Wahrheit verbreitet hat. Die Ernennung des Briten Blair für diesen Posten hätte ausserdem einen kolonialistischen Beigeschmack, da Palästina einst britisches Mandatsgebiet war, was nicht nur palästinensische Kritiker monieren.

Was braucht es, damit aus dem Waffenstillstand im Gazastreifen ein Friede im Nahen Osten wird? Kann man mit einer Terrororganisation wie der Hamas überhaupt verhandeln? Und könnte das Karfreitagsabkommen von Nordirland als Blaupause für den Friedensprozess dienen? Darüber unterhält sich Christof Münger, Leiter des Ressorts International, mit Tina Kempin Reuter, Professorin für Politikwissenschaft in Birmingham, Alabama, in einer neuen Folge des USA-Podcasts «Alles klar, Amerika?».

Produzent: Noah Fend

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37 Minuten
Die Nationalgarde ist jetzt auch in Chicago und in Portland, Oregon. Und die jüngsten Entsendungen von Nationalgardisten in demokratische Städte werden wohl nicht die letzten sein. Kürzlich hat Präsident Trump hochrangige US-Militärs auf einen «Feind aus dem Innern» eingeschworen, den man «rasch bekämpfen müsse».

Der Machtkampf zwischen Präsident Donald Trump und einigen demokratisch regierten Staaten spitzt sich weiter zu. Das trifft auch auf den politischen Diskurs zu. Der Ton wird aggressiver, seit dem Attentat auf Charlie Kirk noch mehr als bereits zuvor.

Hinter der scharfen Rhetorik, aber auch hinter dem resoluten Vorgehen gegen demokratisch regierte Städte und Staaten oder gegen vermeintlich kriminelle Ausländer steckt neben Donald Trump selbst vor allem ein Mann: Stephen Miller. Der stellvertretende Stabschef und Berater Trumps im Weissen Haus vertritt radikale Positionen – und gilt als präziser Stratege.

Wer ist dieser Stephen Miller? Wofür steht er? Was hat er vor? Und was hat er mit den aktuellen Ereignissen in den USA zu tun?

Das erklärt der langjährige USA-Korrespondent Martin Kilian in einer neuen Folge des USA-Podcasts «Alles klar, Amerika?»

Host: Noah Fend

Produktion: Sara Spreiter

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35 Minuten
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US-Präsident Donald Trump hat einen Zusammenhang zwischen der Einnahme von Schmerzmitteln in der Schwangerschaft und Autismus propagiert – ohne dafür Beweise vorzulegen. Frauen sollten gemäss dem US-Präsident während der Schwangerschaft auf den Wirkstoff Acetaminophen verzichten. Acetaminophen ist im Schmerzmedikament Paracetamol enthalten, das in den USA unter dem Markennamen Tylenol bekannt ist.

Warum ist das Thema Autismus für den Präsidenten so wichtig? Was hat es mit dem Anstieg von Autismus-betroffenen Kindern in den USA auf sich? Was mit Trumps Erklärungen dazu? Und warum ist das für uns überhaupt wichtig?

Das erklärt Tina Kempin Reuter, Professorin für Politikwissenschaften an der University of Alabama at Birmingham, in einer neuen Folge des USA-Podcasts «Alles klar, Amerika?».

Host: Noah Fend

Produzentin: Jacqueline Wechsler

Artikel zum Thema:

Trump warnt vor Paracetamol in der Schwangerschaft – ohne Beweise vorzulegen

Verursacht Paracetamol wirklich Autismus? Das sagt die Wissenschaft

Podcast «Apropos» zu Robert Kennedy Jr.: Der Impfgegner, der zum Heiler der USA werden will

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37 Minuten
Nach dem Attentat auf Charlie Kirk ist Amerika in Aufruhr. Donald Trump lancierte eine Offensive gegen alle, die mit den Aussagen des ermordeten rechten Aktivisten nicht einverstanden sind. Der stellvertretende Stabschef des Weissen Hauses, Stephen Miller, sagte, die Regierung werde die «heimische Terrorbewegung» zerschlagen, die hinter dem Attentäter stecke. 

Trump-Berater Miller wirft dem linken Lager des weiteren «organisierte Aufstände, organisierte Strassengewalt und organisierte Kampagnen zur Entmenschlichung und Verunglimpfung» von Andersdenkenden in den USA vor. Die Regierung macht die Linke – der Präsident spricht von «Abschaum» – generell für die Eskalation der politischen Gewalt verantwortlich. 

Aber stimmt das wirklich? Was macht die aktuelle Atmosphäre so gefährlich? Was war in den 1960er-Jahren anders, als die USA ebenfalls von einer Welle der politischen Gewalt überrollt wurden? Und wie wird es nun weitergehen mit den Vereinigten Staaten? Darüber unterhält sich Christof Münger, Leiter des Ressorts International, mit USA-Kenner Kilian, der in Charlottesville, Virginia, vor dem Mikrofon sitzt.

Produzent dieser Folge ist Noah Fend.

Hier geht es zur im Podcast erwähnten Statistik des Cato-Instituts.

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17 Minuten
Die Menge auf dem Campus der Utah Valley University in Orem jubelt. «USA, USA, USA!» Hunderte sind gekommen, um Charlie Kirk zu hören. Der rechte Politaktivist ist zu einer der wichtigsten konservativen Stimmen im Maga-Lager geworden. Vor allem für die Jungen.

Nach etwa 20 Minuten, Kirk sprach gerade über Gender, trifft ihn ein Schuss am Nacken. Der Präsident persönlich, Donald Trump, vermeldet danach Kirks Tod.

Wer war Charlie Kirk? Was bedeutet das Attentat auf ihn in der aktuellen politischen Situation in den USA? Ist es der Dammbruch, den viele rechte Kommentatoren darin sehen? Oder bloss ein weiteres trauriges Kapitel in der blutigen politischen Geschichte der USA?

USA-Korrespondentin Charlotte Walser ordnet den Mord an Charlie Kirk ein – in einer neuen Folge des täglichen Podcasts «Apropos».

Host: Philipp Loser

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22 Minuten
Chicago bleibt im Visier von Donald Trump. Der US-Präsident hat erneut den Bürgermeister und den Gouverneur des umliegenden Bundesstaats Illinois gegen sich aufgebracht: Er verbreitete kürzlich eine mit künstlicher Intelligenz erstellte Grafik, die die Skyline der demokratisch regierten Millionenstadt zeigt und in Gestaltung und Wortwahl an «Apocalypse Now» erinnert, einen Film über den Vietnamkrieg. Auf der von Trump verbreiteten Grafik steht zu lesen: Chicago sei davor, herauszufinden, warum das US-Verteidigungsministerium in «Kriegsministerium» umbenannt wurde.

Was Chicago allenfalls bevorsteht, ist in Washington bereits Alltag: Die Soldaten der Nationalgarde sind präsent und auch bewaffnet. Trump hat sie exakt an dem Tag in die Hauptstadt beordert, als unsere neue Amerika-Korrespondentin Charlotte Walser in die USA einreiste. Anfänglich musste sie die Soldaten noch suchen, inzwischen seien sie überall.

Was waren die ersten Eindrücke in Washington D.C.? Verströmen die Soldaten der Nationalgarde ein Gefühl von Sicherheit, oder wirken sie bedrohlich? Und hat die neue USA-Korrespondentin bereits eine Stammbeiz in der amerikanischen Hauptstadt? Darüber unterhält sich Christof Münger, Leiter des Ressorts International, mit Charlotte Walser bei ihrer Premiere bei «Alles klar, Amerika?».

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Angesichts der Militärparade in Peking zum 80. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs in Asien äusserte sich auch Donald Trump. Der US-Präsident schrieb auf Truth Social direkt an den chinesischen Machthaber Xi Jinping: «Bitte richten Sie Wladimir Putin und Kim Jong-un meine herzlichsten Grüsse aus, während Sie sich gegen die Vereinigten Staaten von Amerika verschwören.»

Der russische Kriegsherr und der nordkoreanische Diktator gehörten zu den 26 geladenen ausländischen Staats- und Regierungschefs. «Keiner der drei Staatschefs hat auch nur im Entferntesten an so etwas gedacht», antwortete Putins aussenpolitischer Berater Juri Uschakow.

Tatsächlich verheimlichten weder Xi noch Putin oder Kim, dass sie sich als Verbündete sehen, und bekundeten das zum Teil in Reden. Der Gedenktag in Peking wie auch der vorangegangene Gipfel der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO) in der Hafenstadt Tianjin gerieten zu Autokraten-Treffen. Die Herrscher von Kuba über den Iran und Belarus bis zu Myanmar verbindet ein tiefer Antiamerikanismus.

Ist es dem chinesischen Machthaber Xi Jinping mit den Grossgipfeln in Tianjin und Peking gelungen, die antiwestliche Allianz zu stärken? Wie sieht Donald Trump seine Rolle? Überhaupt, wie hat sich die US-Aussenpolitik in seiner Amtszeit bisher entwickelt? Und ist Trump nun ein grosser Stratege oder ein diplomatischer Amateur?

Darüber unterhält sich Christof Münger, Leiter des Ressorts International, mit dem langjährigen USA-Korrespondenten Martin Kilian in Charlottesville, Virginia. Produzent dieser Folge ist Noah Fend.

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US-Präsident Donald Trump hat den Aufbau einer spezialisierten Einheit innerhalb der Nationalgarde angeordnet, die zur «Wahrung von Sicherheit und Ordnung» in Washington eingesetzt werden soll. Das Verteidigungsministerium müsse die Truppe umgehend aufstellen, ausbilden und ausrüsten, heisst es in dem Erlass. Zudem sollen landesweit Nationalgardisten für einen schnellen Einsatz gegen «zivile Unruhen» bereitstehen – einschliesslich einer ständig verfügbaren Eingreiftruppe.

Trump kündigte gleichzeitig an, die Nationalgarde auch in andere Städte zu entsenden, die von Demokraten regiert werden. Besonders abgesehen hat er es offenbar auf Chicago, eine demokratische Hochburg im Bundesstaat Illinois. Dessen Bürgermeister Brandon Johnson lehnt solche Massnahmen als «undemokratisch und verfassungswidrig» ab. 

Was bezweckt Donald Trump mit dem Einsatz der Nationalgarde? Geht es tatsächlich um Sicherheit, oder verfolgt der US-Präsident eine politische Agenda? 

Tina Kempin Reuter, Professorin für Politikwissenschaft, erläutert in der neuen Folge des USA-Podcasts «Alles klar, Amerika?» die unklare rechtliche Basis, auf der Trumps Erlasse zur Nationalgarde beruhen. Und sie berichtet, wie es mit der Kriminalität aussieht in Birmingham, Alabama, ihrer Heimatstadt und weshalb schlechte Quartiere über Jahrzehnte schlecht bleiben. 

Host: Christof Münger

Produzent: Noah Fend

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US-Präsident Donald Trump hat kurz nach Amtsantritt per Dekret verfügt, dass das nationale Bildungsministerium abgeschafft werden soll. Er will die Hoheit über Bildungsfragen vollständig den amerikanischen Bundesstaaten überlassen. Ausserdem bekämpft Trump – wie im Wahlkampf versprochen – die Diversitätsprogramme, die viele seiner Anhängerinnen und Anhänger ablehnen. Die Schule ist deshalb eine Kulturkampfzone.

Die Bildung ist in den USA seit langem ein politisches Streitthema. Die Republikaner möchten vermehrt Privatschulen fördern, die Demokraten treten für die öffentlichen Schulen ein. Eltern stehen vor der Wahl, ob sie ihre Kinder in eine öffentliche oder private Schule schicken sollen. Sofern sie sich diese Wahl überhaupt leisten können: Private Schulen sind teuer, bis zu 50’000 Dollar im Jahr. Aber auch bei den öffentlichen Schulen gibt es grosse Qualitätsunterschiede. Wohlhabende Gegenden profitieren von höheren Steuereinnahmen und haben deshalb besser ausgestattete Schulen.

Welche Werte ein Kind in der Schule vermittelt bekommt, hängt deshalb auch davon ab, wo es zur Schule geht: In einem Bundesstaat, der von Demokraten geführt wird, werden eher liberale Inhalte vermittelt, während in einem republikanischen Staat konservative Sichtweisen dominieren.

Tina Kempin Reuter, Professorin für Politikwissenschaft in Birmingham, Alabama, ist Mutter von zwei schulpflichtigen Kindern. In der neuen Folge von «Alles klar, Amerika?» berichtet sie, was Trumps Bildungspolitik für Auswirkungen hat, ob sie ihre Buben in eine öffentliche oder private Schule schickt und wie ihr älterer Sohn den ersten Schultag erlebt hat. Gastgeber im neuen USA-Podcast von Tamedia ist Christof Münger, Leiter des Ressorts International.

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