Alles klar, Amerika? Archiv
281 Episoden
34 Minuten
Am Freitag wollen der US-Präsident und Wladimir Putin in Alaska über eine mögliche Friedenslösung in dem seit rund dreieinhalb Jahren andauernden russischen Angriffskrieg in der Ukraine verhandeln.
Nicht eingeladen zum Gipfel sind der direkt betroffene ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und die europäischen Alliierten. Sie befürchten deshalb, dass sich Trump auf einen Deal mit Putin einlässt, der die Souveränität der Ukraine beendet, und versuchen bis zuletzt, auf Trump einzuwirken. Eine Herausforderung, da nicht klar ist, wie der US-Präsident aktuell zu Putin steht.
Auch die Schweiz hat das sprunghafte Gebaren Donald Trumps kennen gelernt. Der langjährige USA-Korrespondent Martin Kilian bezweifelt, dass die Schweiz mit ihren vernünftigen Vorschlägen überhaupt eine Chance hatte, den Zollhammer von 39 Prozent abzuwenden. Vielmehr hätte Bundespräsidentin Karin Keller-Sutter etwas völlig Verrücktes ins Spiel bringen müssen. Wohlbemerkt: Kilian meint das ausdrücklich nicht als Witz. Der langjährige USA-Kenner sieht darin die einzige erfolgversprechende Taktik bei diesem Präsidenten.
Wie kann man Einfluss nehmen auf Donald Trump, wenn überhaupt? Was ist vom Gipfel in Alaska zu erwarten respektive zu befürchten? Und was haben die von Demokraten geführten Städte wie Washington D.C., Chicago oder Los Angeles falsch gemacht und damit Trump eine Steilvorlage geliefert? Darüber unterhält sich Christof Münger, Leiter des Ressorts International, mit Martin Kilian in Charlottesville, Virginia, im USA-Podcast von Tamedia.
Produzentinnen: Mirja Gabathuler und Jacqueline Wechsler
Links zur Folge:
Donald Trump und die Zölle: Ein Cartoon zum Lachen
Wenn die Europäer diesmal einknicken, sind sie verloren
So wollen Europas Staatschefs Trump beeinflussen
Was Putin von Trump will: Der vorgetäuschte Tausch
Was Trumps Idee des «Gebietstauschs» bedeutet
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Nicht eingeladen zum Gipfel sind der direkt betroffene ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und die europäischen Alliierten. Sie befürchten deshalb, dass sich Trump auf einen Deal mit Putin einlässt, der die Souveränität der Ukraine beendet, und versuchen bis zuletzt, auf Trump einzuwirken. Eine Herausforderung, da nicht klar ist, wie der US-Präsident aktuell zu Putin steht.
Auch die Schweiz hat das sprunghafte Gebaren Donald Trumps kennen gelernt. Der langjährige USA-Korrespondent Martin Kilian bezweifelt, dass die Schweiz mit ihren vernünftigen Vorschlägen überhaupt eine Chance hatte, den Zollhammer von 39 Prozent abzuwenden. Vielmehr hätte Bundespräsidentin Karin Keller-Sutter etwas völlig Verrücktes ins Spiel bringen müssen. Wohlbemerkt: Kilian meint das ausdrücklich nicht als Witz. Der langjährige USA-Kenner sieht darin die einzige erfolgversprechende Taktik bei diesem Präsidenten.
Wie kann man Einfluss nehmen auf Donald Trump, wenn überhaupt? Was ist vom Gipfel in Alaska zu erwarten respektive zu befürchten? Und was haben die von Demokraten geführten Städte wie Washington D.C., Chicago oder Los Angeles falsch gemacht und damit Trump eine Steilvorlage geliefert? Darüber unterhält sich Christof Münger, Leiter des Ressorts International, mit Martin Kilian in Charlottesville, Virginia, im USA-Podcast von Tamedia.
Produzentinnen: Mirja Gabathuler und Jacqueline Wechsler
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Donald Trump und die Zölle: Ein Cartoon zum Lachen
Wenn die Europäer diesmal einknicken, sind sie verloren
So wollen Europas Staatschefs Trump beeinflussen
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32 Minuten
Alle Infos zum erwähnten Kombi-Abo-Angebot von Tages-Anzeiger und New York Times: amerika.tagesanzeiger.ch
Der Golf von Maine erwärmt sich schneller als fast jede andere Ozeanregion. Es handelt sich um ein 93’000 Quadratkilometer grosses Gewässer, wie «National Geographic» schreibt. Es liegt an der Ostküste Nordamerikas und erstreckt sich von Cape Cod in Massachusetts bis in die kanadische Provinz New Brunswick und begrenzt die Küstenlinien von New Hampshire, Maine und Nova Scotia in Kanada.
Das Meer ist hier besonders überfischt und leidet unter dem Klimawandel. Hummer sind Kaltwasserarten, die nur in einem engen Temperaturbereich zwischen 12 und 18 Grad gedeihen. Noch macht die Hummerfischerei 80 Prozent des gesamten Fischereiwerts im US-Bundesstaat Main aus, 400 Millionen Dollar pro Jahr.
In den vergangenen drei Jahrzehnten ist die Wassertemperatur im Golf jedoch um 1,8 Grad gestiegen, wie Forscher des Gulf of Maine Research Institute errechnet haben. Hummer wandern deshalb nach Norden oder in tiefere, kühlere Gewässer ab. Das vermindert die Fortpflanzung, da Hitze Stress verursacht.
Von den Veränderungen betroffen sind nicht nur die Hummer. Schwärme von Fischen ziehen weiter in den Norden, wo es kälter ist. Meeresschildkröten wiederum verpassen es, rechtzeitig für den Winter in den Süden aufzubrechen, Wale finden kein Plankton mehr. Die Crevetten sind fast alle eingegangen, wie der «Tages-Anzeiger» vor einigen Jahren berichtete.
Die Fangsaisons für Hummer sind inzwischen wenig vorhersehbar, wie Tina Kempin Reuter im neuen USA-Podcast berichtet, auch weil sogar vor der Küste Neuenglands Hurrikans auftreten. Die Politikwissenschaftlerin hat ihre Sommerferien bei Verwandten in Maine verbracht, seit Generationen Hummerfischer. Nun musste die Familie ihr Hummergeschäft teilweise abstossen. Auch weil die Hummerfischerei in Verruf geraten ist, da sich Glattwale oft in den Fangseilen verheddern und vom Aussterben bedroht sind.
Für Donald Trump ist der Klimawandel ein Schwindel. Wie sehen das die Hummerfischer in Maine? Wie wirkt sich Trumps Zollpolitik auf die Hummerindustrie aus? Und wie schmeckt der Hummer am besten? Darüber unterhält sich Christof Münger, Leiter des Ressorts International, mit Tina Kempin Reuter in einer neuen Folge von «Alles klar, Amerika?».
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Das Meer ist hier besonders überfischt und leidet unter dem Klimawandel. Hummer sind Kaltwasserarten, die nur in einem engen Temperaturbereich zwischen 12 und 18 Grad gedeihen. Noch macht die Hummerfischerei 80 Prozent des gesamten Fischereiwerts im US-Bundesstaat Main aus, 400 Millionen Dollar pro Jahr.
In den vergangenen drei Jahrzehnten ist die Wassertemperatur im Golf jedoch um 1,8 Grad gestiegen, wie Forscher des Gulf of Maine Research Institute errechnet haben. Hummer wandern deshalb nach Norden oder in tiefere, kühlere Gewässer ab. Das vermindert die Fortpflanzung, da Hitze Stress verursacht.
Von den Veränderungen betroffen sind nicht nur die Hummer. Schwärme von Fischen ziehen weiter in den Norden, wo es kälter ist. Meeresschildkröten wiederum verpassen es, rechtzeitig für den Winter in den Süden aufzubrechen, Wale finden kein Plankton mehr. Die Crevetten sind fast alle eingegangen, wie der «Tages-Anzeiger» vor einigen Jahren berichtete.
Die Fangsaisons für Hummer sind inzwischen wenig vorhersehbar, wie Tina Kempin Reuter im neuen USA-Podcast berichtet, auch weil sogar vor der Küste Neuenglands Hurrikans auftreten. Die Politikwissenschaftlerin hat ihre Sommerferien bei Verwandten in Maine verbracht, seit Generationen Hummerfischer. Nun musste die Familie ihr Hummergeschäft teilweise abstossen. Auch weil die Hummerfischerei in Verruf geraten ist, da sich Glattwale oft in den Fangseilen verheddern und vom Aussterben bedroht sind.
Für Donald Trump ist der Klimawandel ein Schwindel. Wie sehen das die Hummerfischer in Maine? Wie wirkt sich Trumps Zollpolitik auf die Hummerindustrie aus? Und wie schmeckt der Hummer am besten? Darüber unterhält sich Christof Münger, Leiter des Ressorts International, mit Tina Kempin Reuter in einer neuen Folge von «Alles klar, Amerika?».
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37 Minuten
Seit 2021 war Fabian Fellmann unser USA-Korrespondent. Jetzt kehrt er zurück. Die Zeit, die er in den USA erlebt hat, war ziemlich einzigartig. Allein im vergangenen Jahr: Donald Trump kehrte auf die politische Bühne zurück, er musste vor Gericht erscheinen und wurde beinahe erschossen. Sein Rivale, Präsident Joe Biden, musste sich aus dem Kampf um seine Wiederwahl zurückziehen. Auf die Schnelle wurde Kamala Harris neue Kandidatin der Demokraten, scheiterte aber klar.
Donald Trump ist seit einem halben Jahr zurück im Weissen Haus. Und er hat nicht übertrieben, als er im Wahlkampf ankündigte, dass er Washington umkrempeln würde. Er hat bereits 174 präsidiale Dekrete erlassen, mehr als jeder andere Präsident seit Franklin D. Roosevelt. Unterdessen werden in den USA Leute verhaftet, die in einem Park einen Joint rauchen oder ein Bier trinken.
Trump setzt gleichzeitig alles daran, um Joe Bidens Hinterlassenschaft in schlechtem Licht erscheinen zu lassen. Tatsächlich ist dessen Bilanz zwiespältig. Er hielt zwar die Nato zusammen, als Putin in der Ukraine einfiel, und er unterstützte Kyjiw mit Waffen made in USA. Auch ernannte er die erste schwarze Richterin am Obersten Gericht und investierte in die marode Infrastruktur.
Doch die Teuerung war hoch, die Einwanderung ebenfalls, und die Kriminalität stieg zwischenzeitlich stark. Das hat Korrespondent Fellmann am eigenen Leib erfahren, als er vor seinem Haus überfallen und sein Auto gestohlen wurde. (Hören Sie hier nochmals die Podcast-Folge, in der Fabian Fellmann den Überfall schildert.)
Wie ist diese Geschichte eigentlich ausgegangen? Sitzt der Täter im Gefängnis? Welche Trump-Wählerinnen und -Wähler sind Fellmann von seinen Reportagereisen in Erinnerung geblieben? Wie bilanziert er das erste halbe Jahr Trump, auch anhand der Fellmann-Skala zur trumpschen Disruption? Und was war sein Highlight in vier Jahren Washington?
Darüber unterhält sich Christof Münger, Leiter des Ressorts International, mit Fabian Fellmann bei dessen letztem Auftritt als USA-Korrespondent im Podcast «Alles klar, Amerika?».
Produzent: Noah Fend
Links zur Folge:
Podcast über den Überfall, den Fabian Fellmann erlebt hat
Einführung in die Fellmann-Skala zur trumpschen Disruption
Fabian Fellmanns Reportage von Trumps erster Wahlkampfveranstaltung: «Endzeitstimmung mit Donald Trump»
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Donald Trump ist seit einem halben Jahr zurück im Weissen Haus. Und er hat nicht übertrieben, als er im Wahlkampf ankündigte, dass er Washington umkrempeln würde. Er hat bereits 174 präsidiale Dekrete erlassen, mehr als jeder andere Präsident seit Franklin D. Roosevelt. Unterdessen werden in den USA Leute verhaftet, die in einem Park einen Joint rauchen oder ein Bier trinken.
Trump setzt gleichzeitig alles daran, um Joe Bidens Hinterlassenschaft in schlechtem Licht erscheinen zu lassen. Tatsächlich ist dessen Bilanz zwiespältig. Er hielt zwar die Nato zusammen, als Putin in der Ukraine einfiel, und er unterstützte Kyjiw mit Waffen made in USA. Auch ernannte er die erste schwarze Richterin am Obersten Gericht und investierte in die marode Infrastruktur.
Doch die Teuerung war hoch, die Einwanderung ebenfalls, und die Kriminalität stieg zwischenzeitlich stark. Das hat Korrespondent Fellmann am eigenen Leib erfahren, als er vor seinem Haus überfallen und sein Auto gestohlen wurde. (Hören Sie hier nochmals die Podcast-Folge, in der Fabian Fellmann den Überfall schildert.)
Wie ist diese Geschichte eigentlich ausgegangen? Sitzt der Täter im Gefängnis? Welche Trump-Wählerinnen und -Wähler sind Fellmann von seinen Reportagereisen in Erinnerung geblieben? Wie bilanziert er das erste halbe Jahr Trump, auch anhand der Fellmann-Skala zur trumpschen Disruption? Und was war sein Highlight in vier Jahren Washington?
Darüber unterhält sich Christof Münger, Leiter des Ressorts International, mit Fabian Fellmann bei dessen letztem Auftritt als USA-Korrespondent im Podcast «Alles klar, Amerika?».
Produzent: Noah Fend
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38 Minuten
Eigentlich würde Donald Trump gerade gerne feiern. Sich selbst, seine Regierung, seine Erfolge. Seit sechs Monaten ist er nun im Amt. Doch Trump ist in Bedrängnis, vielleicht so stark wie noch nie seit seinem zweiten Amtsantritt.
Grund dafür ist der Fall Jeffrey Epstein. Donald Trump würde am liebsten gar nicht mehr darüber reden, aber in den USA prägt die Debatte die Schlagzeilen seit Wochen. Der Sexualstraftäter aus New York nahm sich 2019 in seiner Gefängniszelle das Leben. Seither kursieren zahlreiche Thesen rund um sein Leben und rund um seinen Tod.
Trump und sein Umfeld zum Beispiel behaupteten jahrelang, Epstein habe eine Liste mit zahlreichen bekannten Mittätern geführt. In diesem Zusammenhang deutete Trump auch an, sämtliche Akten zum Fall Epstein veröffentlichen zu wollen, sollte er erneut ins Weisse Haus gewählt werden.
Anfang Juli tönte es plötzlich anders: Eine solche Liste existiere nicht, und es würden auch keine weiteren Unterlagen aus den Ermittlungen gegen Epstein veröffentlicht, hiess es von Donald Trumps Regierung. Worauf ihm harsche Kritik aus seiner eigenen Basis entgegenschlug.
Wie kam es überhaupt zu dieser hitzigen Diskussion um die Epstein-Akten? Warum geht es um mehr als um ein paar eigenartige Verschwörungserzählungen? Und was bedeutet es für Trump, dass seine Kritiker jetzt aus dem eigenen Lager stammen?
In einer neuen Folge des USA-Podcasts «Alles klar, Amerika?» ordnet der langjährige USA-Korrespondent Martin Kilian die aktuellen Debatten in der Causa Jeffrey Epstein ein und sagt, ob sie Donald Trump langfristig schaden könnten.
Host: Noah Fend
Mehr zum Thema:
Kommentar zum Fall Epstein: Der populistische Instinkt hat Donald Trump offensichtlich verlassen
«Wunderbares Geheimnis»: Nachricht an Jeffrey Epstein bringt Donald Trump in Erklärungsnot
Epstein-Akten: Trump bläst zum verzweifelten Gegenangriff – und will Obama im Gefängnis haben
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Grund dafür ist der Fall Jeffrey Epstein. Donald Trump würde am liebsten gar nicht mehr darüber reden, aber in den USA prägt die Debatte die Schlagzeilen seit Wochen. Der Sexualstraftäter aus New York nahm sich 2019 in seiner Gefängniszelle das Leben. Seither kursieren zahlreiche Thesen rund um sein Leben und rund um seinen Tod.
Trump und sein Umfeld zum Beispiel behaupteten jahrelang, Epstein habe eine Liste mit zahlreichen bekannten Mittätern geführt. In diesem Zusammenhang deutete Trump auch an, sämtliche Akten zum Fall Epstein veröffentlichen zu wollen, sollte er erneut ins Weisse Haus gewählt werden.
Anfang Juli tönte es plötzlich anders: Eine solche Liste existiere nicht, und es würden auch keine weiteren Unterlagen aus den Ermittlungen gegen Epstein veröffentlicht, hiess es von Donald Trumps Regierung. Worauf ihm harsche Kritik aus seiner eigenen Basis entgegenschlug.
Wie kam es überhaupt zu dieser hitzigen Diskussion um die Epstein-Akten? Warum geht es um mehr als um ein paar eigenartige Verschwörungserzählungen? Und was bedeutet es für Trump, dass seine Kritiker jetzt aus dem eigenen Lager stammen?
In einer neuen Folge des USA-Podcasts «Alles klar, Amerika?» ordnet der langjährige USA-Korrespondent Martin Kilian die aktuellen Debatten in der Causa Jeffrey Epstein ein und sagt, ob sie Donald Trump langfristig schaden könnten.
Host: Noah Fend
Kommentar zum Fall Epstein: Der populistische Instinkt hat Donald Trump offensichtlich verlassen
«Wunderbares Geheimnis»: Nachricht an Jeffrey Epstein bringt Donald Trump in Erklärungsnot
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26 Minuten
Es ist keine fünf Monate her: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyi sitzt im Oval Office neben Donald Trump. Und er kann kaum einen Satz sagen. Der US-Präsident staucht ihn zusammen, massregelt ihn wie einen kleinen Schulbuben. Er sollte mehreren russischen Forderungen nachgeben, um den Krieg zu beenden.
Das war Ende Februar.
Jetzt, Mitte Juli, sitzt Nato-Generalsekretär Mark Rutte auf demselben goldenen Sessel im selben Oval Office. Und Trump klingt plötzlich ganz anders: Er droht Putin mit 100 Prozent Zöllen und schickt neue Raketen in die Ukraine.
Was passiert da gerade? Was bedeutet das für den weiteren Verlauf des Kriegs in der Ukraine? Und kann man Trumps Kursänderung trauen?
USA-Korrespondent Fabian Fellmann ordnet die neuste Entwicklung von Trumps Ukraine-Politik ein – in einer neuen Folge des täglichen Podcasts «Apropos».
Host: Philipp Loser
Produzent: Noah Fend
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Das war Ende Februar.
Jetzt, Mitte Juli, sitzt Nato-Generalsekretär Mark Rutte auf demselben goldenen Sessel im selben Oval Office. Und Trump klingt plötzlich ganz anders: Er droht Putin mit 100 Prozent Zöllen und schickt neue Raketen in die Ukraine.
Was passiert da gerade? Was bedeutet das für den weiteren Verlauf des Kriegs in der Ukraine? Und kann man Trumps Kursänderung trauen?
USA-Korrespondent Fabian Fellmann ordnet die neuste Entwicklung von Trumps Ukraine-Politik ein – in einer neuen Folge des täglichen Podcasts «Apropos».
Host: Philipp Loser
Produzent: Noah Fend
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32 Minuten
Vor der Party am Freitag soll die Sache erledigt sein, Donald Trump hat es entsprechend eilig. Am 4. Juli feiern die USA mit Feuerwerk und Grillfesten ihre Unabhängigkeit – der Präsident will bis dahin sein Budget durch den Kongress gebracht haben, sein «One Big Beautiful Bill», wie er das entsprechende Gesetz nennt.
Ein Kernstück des Gesetzes ist die dauerhafte Verlängerung von Steuererleichterungen aus Trumps erster Amtszeit. Finanziert werden sollen diese unter anderem durch Einschnitte bei Sozialleistungen – ein Punkt, der bei den Demokraten auf heftige Kritik stösst. Der demokratische Minderheitsführer im Senat, Chuck Schumer, etwa monierte, dass aufgrund des Gesetzes Millionen Amerikaner ihre Krankenversicherung verlieren würden.
Der Senat billigte Trumps «grosses, schönes Gesetz» nach einer nächtlichen Marathonsitzung mit hauchdünner Mehrheit. Zwar hatte das Repräsentantenhaus der Vorlage bereits in einer früheren Fassung zugestimmt. Doch weil der Senat Änderungen einbrachte, muss das Gesetz nun erneut durch die andere Kongresskammer. Erst danach kann es dem Präsidenten zur Unterzeichnung vorgelegt werden.
Weshalb nennt Trump sein Gesetz «One Big Beautiful Bill»? Weshalb müssen wir uns auch in der Schweiz darum kümmern? Und was riskieren jene republikanischen Angehörige des Kongresses, die das Gesetz ablehnen? Darüber unterhält sich Christof Münger, Leiter des Ressorts International, mit Fabian Fellmann, USA-Korrespondent in Washington D.C., in einer neuen Folge des Podcasts «Alles klar, Amerika?».
Produktion: Noah Fend und Jacqueline Wechsler
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Der Senat billigte Trumps «grosses, schönes Gesetz» nach einer nächtlichen Marathonsitzung mit hauchdünner Mehrheit. Zwar hatte das Repräsentantenhaus der Vorlage bereits in einer früheren Fassung zugestimmt. Doch weil der Senat Änderungen einbrachte, muss das Gesetz nun erneut durch die andere Kongresskammer. Erst danach kann es dem Präsidenten zur Unterzeichnung vorgelegt werden.
Weshalb nennt Trump sein Gesetz «One Big Beautiful Bill»? Weshalb müssen wir uns auch in der Schweiz darum kümmern? Und was riskieren jene republikanischen Angehörige des Kongresses, die das Gesetz ablehnen? Darüber unterhält sich Christof Münger, Leiter des Ressorts International, mit Fabian Fellmann, USA-Korrespondent in Washington D.C., in einer neuen Folge des Podcasts «Alles klar, Amerika?».
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26 Minuten
US-Geheimdiensterkenntnissen zufolge, über die die «New York Times» und CNN berichteten, könnten die US-Angriffe das iranische Atomprogramm möglicherweise nur um wenige Monate zurückgeworfen haben. Donald Trump widersprach dieser Einschätzung am Mittwoch während des Nato-Gipfels in Den Haag.
Der US-Präsident sprach von «Fake News» und betonte, man habe die Atomanlagen «vollständig zerstört». In Den Haag sagte er vor Journalisten: «Ich glaube, es war eine totale Auslöschung.» Er sprach von einer «perfekten Operation». Den beiden Medien CNN und «New York Times» unterstellte er, die Regierung schlecht aussehen lassen zu wollen.
Gemäss einer Umfrage von CNN lehnen 56 Prozent der US-Bürger die Angriffe ab, 79 Prozent befürchten eine Eskalation, bei der amerikanische Zivilisten und Soldaten zu Schaden kommen könnten. Eine Haltung, die auch bei Trumps Anhängerinnen und Anhängern stark verbreitet ist: Ihr Idol hatte versprochen, dass die sogenannten Forever-Wars, die nie enden wollenden Kriege mit US-Beteiligung, vor allem im Nahen Osten, zu beenden, und vor allem keine neuen zu beginnen. Entsprechend äusserte sich Trump vor seinem Abflug nach Europa: «Wir haben zwei Länder, die so lange und so hart gekämpft haben, dass sie nicht wissen, was zum Teufel sie da tun.»
In Den Haag kündigte Trump neue Gespräche zwischen den USA und dem Iran an. «Vielleicht unterzeichnen wir ein Abkommen, ich weiss es nicht.» Trump sagte weiter, er sei eigentlich nicht sonderlich an der Wiederaufnahme von Verhandlungen mit dem Iran interessiert. «Es ist mir egal, ob ich ein Abkommen habe oder nicht», betonte der US-Präsident. «Sie werden es sowieso nicht tun», sagte Trump mit Blick auf ein mögliches Streben des Iran nach einer Atomwaffe. «Die haben genug.»
Was waren die Motive hinter dem Militärschlag gegen den Iran? Was sagt der Waffenstillstand über Trumps Einfluss im Nahen Osten aus? Und wie reagieren die Mitglieder des US-Kongresses? Darüber unterhält sich Christof Münger, Leiter des Ressorts International, mit Tina Kempin Reuter, Politikwissenschaftlerin in Birmingham, Alabama, in einer neuen Folge des USA-Podcasts «Alles klar, Amerika?».
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Gemäss einer Umfrage von CNN lehnen 56 Prozent der US-Bürger die Angriffe ab, 79 Prozent befürchten eine Eskalation, bei der amerikanische Zivilisten und Soldaten zu Schaden kommen könnten. Eine Haltung, die auch bei Trumps Anhängerinnen und Anhängern stark verbreitet ist: Ihr Idol hatte versprochen, dass die sogenannten Forever-Wars, die nie enden wollenden Kriege mit US-Beteiligung, vor allem im Nahen Osten, zu beenden, und vor allem keine neuen zu beginnen. Entsprechend äusserte sich Trump vor seinem Abflug nach Europa: «Wir haben zwei Länder, die so lange und so hart gekämpft haben, dass sie nicht wissen, was zum Teufel sie da tun.»
In Den Haag kündigte Trump neue Gespräche zwischen den USA und dem Iran an. «Vielleicht unterzeichnen wir ein Abkommen, ich weiss es nicht.» Trump sagte weiter, er sei eigentlich nicht sonderlich an der Wiederaufnahme von Verhandlungen mit dem Iran interessiert. «Es ist mir egal, ob ich ein Abkommen habe oder nicht», betonte der US-Präsident. «Sie werden es sowieso nicht tun», sagte Trump mit Blick auf ein mögliches Streben des Iran nach einer Atomwaffe. «Die haben genug.»
Was waren die Motive hinter dem Militärschlag gegen den Iran? Was sagt der Waffenstillstand über Trumps Einfluss im Nahen Osten aus? Und wie reagieren die Mitglieder des US-Kongresses? Darüber unterhält sich Christof Münger, Leiter des Ressorts International, mit Tina Kempin Reuter, Politikwissenschaftlerin in Birmingham, Alabama, in einer neuen Folge des USA-Podcasts «Alles klar, Amerika?».
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34 Minuten
In Teheran herrschen Panik und Verwirrung. Israel hat die Einwohnerinnen und Einwohner der iranischen Hauptstadt vor weiteren Angriffen gewarnt. Der Konflikt zwischen den beiden Ländern dauert bereits den fünften Tag an. Autos voller Menschen, die auf der Flucht sind, warteten in kilometerlangen Schlangen vor Tankstellen. Auf den Strassen ausserhalb der Stadt herrschte Stau, wie Nachrichtenagenturen berichteten.
Donald Trump doppelte auf seiner Social-Media-Plattform nach und forderte die Zivilisten in Teheran auf, das Land zu verlassen: «Der Iran darf keine Kernwaffen haben», schrieb der US-Präsident. Er fordert vom Iran die «bedingungslose Kapitulation», eine Formel, die an den Zweiten Weltkrieg erinnert. Ausserdem drohte er, den obersten Führer des Landes, Ayatollah Ali Khamenei, ins Visier zu nehmen, da er ein leichtes Ziel sei. Der Präsident rühmt sich auch, die vollständige Kontrolle über den iranischen Luftraum zu haben.
Wann ist ein allfälliger amerikanischer Luftangriff auf den Iran zu erwarten? Kann Trump mit der Zustimmung seiner Anhänger und Anhängerinnen rechnen, falls er in den Krieg eingreift, obwohl er versprochen hat, ein Friedensstifter zu sein? Ist es ein Kalkül des Präsidenten, offenzulassen, ob er den Befehl zum Angriff gibt? Oder ist Donald Trump einfach impulsiv und unberechenbar?
Darüber unterhält sich Christof Münger, Leiter des Ressorts International, in einer neuen Folge von «Alles klar, Amerika?» mit Martin Kilian, dem früheren USA-Korrespondenten und heutigen Podcaster in Charlottesville, Virginia.
Produktion: Laura Bachmann
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Wann ist ein allfälliger amerikanischer Luftangriff auf den Iran zu erwarten? Kann Trump mit der Zustimmung seiner Anhänger und Anhängerinnen rechnen, falls er in den Krieg eingreift, obwohl er versprochen hat, ein Friedensstifter zu sein? Ist es ein Kalkül des Präsidenten, offenzulassen, ob er den Befehl zum Angriff gibt? Oder ist Donald Trump einfach impulsiv und unberechenbar?
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27 Minuten
Die Woche von Donald Trump steht ganz im Zeichen von Tarnfarben. Zuerst schickte er fast 5000 Soldaten nach Los Angeles, wo Proteste gegen seine Migrationspolitik stattfanden, sowohl Reserveeinheiten der Nationalgarde als auch Kampftruppen der Marines. Dann hielt er im riesigen Armeestützpunkt Fort Bragg eine Brandrede vor uniformierten Truppen. Und am Samstag feiert er seinen 79. Geburtstag mit Kampfpanzern, Kampfhelikoptern und Kampfjets. 45 Millionen Dollar lässt er sich die Parade kosten, die erste in Washington seit 34 Jahren.
Die Faszination für Militärparaden und Uniformen erwarb Donald Trump in den Teenager-Jahren, als sein Vater den ungezogenen Sohn in ein Internat steckte, eine Militärschule in New York. In seiner Funktion als Präsident nutzt er die Soldaten nun aber zu einer Machtdemonstration. Demonstranten bezeichnet er als Invasoren, als Besatzer, militärische Begriffe, er droht ihnen mit harter Repression.
Was führt der Präsident im Schilde, indem er die Marines gegen den Willen der zivilen Behörden nach Los Angeles schickt? Versucht der US-Präsident gerade in autoritärer Weise seine Macht auszubauen? Missbraucht er die Soldaten, wie ihm Gavin Newsom vorwirft? Und wie geht es jetzt weiter?
Darüber diskutieren Christof Münger, Ressortleiter International des Tages-Anzeigers, und Fabian Fellmann, USA-Korrespondent in Washington in der neusten Ausgabe des Podcasts «Alles klar, Amerika?».
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Die Faszination für Militärparaden und Uniformen erwarb Donald Trump in den Teenager-Jahren, als sein Vater den ungezogenen Sohn in ein Internat steckte, eine Militärschule in New York. In seiner Funktion als Präsident nutzt er die Soldaten nun aber zu einer Machtdemonstration. Demonstranten bezeichnet er als Invasoren, als Besatzer, militärische Begriffe, er droht ihnen mit harter Repression.
Was führt der Präsident im Schilde, indem er die Marines gegen den Willen der zivilen Behörden nach Los Angeles schickt? Versucht der US-Präsident gerade in autoritärer Weise seine Macht auszubauen? Missbraucht er die Soldaten, wie ihm Gavin Newsom vorwirft? Und wie geht es jetzt weiter?
Darüber diskutieren Christof Münger, Ressortleiter International des Tages-Anzeigers, und Fabian Fellmann, USA-Korrespondent in Washington in der neusten Ausgabe des Podcasts «Alles klar, Amerika?».
Produzent: Noah Fend
Fabian Fellmann im täglichen Podcast «Apropos»: Soldaten stehen in Los Angeles – wie aussergewöhnlich ist die Situation?
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38 Minuten
Elon Musk und Donald Trump waren in den letzten Monaten scheinbar unzertrennlich. Letzten Herbst trat Musk auf Trumps Wahlkampfrallys auf, hüpfte auf Bühnen herum und pumpte ziemlich viel Geld in Trumps Kampagne.
Einmal gewählt, machte Trump den Tech-Multimilliardären Musk zu seinem wichtigsten Berater und zum Leiter seiner neu geschaffenen Enffizienz-Behörde Doge. Als solcher hat er zehntausende Staatsangestellte gefeuert, Ämter aufgelöst, Budgets gekürzt. Auf einer Bühne schwang er im Februar sinnbildlich eine Kettensäge, die ihm Argentiniens Präsident Javier Milei überreicht hatte.
Was lange aussah wie die Geschichte einer Polit-Bromance, entpuppte sich in den letzten Wochen aber als die Geschichte einer zunehmenden Entfremdung: Seinen Firmen geht es schlecht, privat steht er vor verschiedenen Problemen und in Trumps Kabinett zettelte er zuletzt immer mehr Konflikte an. Letzten Freitag ist er nach 134 Tagen abgetreten.
Was hat er in dieser Zeit erreicht? Was nicht? Was bleibt von seinem Ausflug in die Politik? Und kommt es jetzt noch zum grossen Zerwürfnis mit Donald Trump?
Der langjährige USA-Korrespondent Martin Kilian zieht in einer neuen Folge des Podcasts «Alles klar, Amerika?» eine Bilanz in fünf Kapiteln.
Host: Noah Fend
Produzentin: Laura Bachmann
Mehr zum Thema:
Er war Trumps «first buddy»: Warum Elon Musk das Weisse Haus verlässt
Zum Abschied gibts für den «Dogefather» einen goldenen Schlüssel
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Was lange aussah wie die Geschichte einer Polit-Bromance, entpuppte sich in den letzten Wochen aber als die Geschichte einer zunehmenden Entfremdung: Seinen Firmen geht es schlecht, privat steht er vor verschiedenen Problemen und in Trumps Kabinett zettelte er zuletzt immer mehr Konflikte an. Letzten Freitag ist er nach 134 Tagen abgetreten.
Was hat er in dieser Zeit erreicht? Was nicht? Was bleibt von seinem Ausflug in die Politik? Und kommt es jetzt noch zum grossen Zerwürfnis mit Donald Trump?
Der langjährige USA-Korrespondent Martin Kilian zieht in einer neuen Folge des Podcasts «Alles klar, Amerika?» eine Bilanz in fünf Kapiteln.
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38 Minuten
Er erwähnte ihn bereits in seiner Antrittsrede: Donald Trump kündigte am 20. Januar an, den Mount Denali in Alaska wieder in Mount McKinley umzutaufen, benannt nach dem 25. US-Präsidenten. Diese Ankündigung betraf nicht nur die Geografie, sondern indizierte, was Trump vorhat in seiner zweiten Amtszeit.
William McKinley, von 1897 bis 1901 im Weissen Haus, verfolgte eine imperiale Politik, die von territorialer Expansion geprägt war. Damals traten die USA in die Weltpolitik ein. McKinley baute die Seestreitkräfte aus und führte 1898 die USA in den Spanisch-Amerikanischen Krieg, den «splendid little war», den «herrlichen kleinen Krieg». Die Vereinigten Staaten besetzten unter McKinley ausserdem die Philippinen, Puerto Rico und Guam und annektierten das Königreich Hawaii, womit sie zu einer Kolonialmacht wurden.
Was verbindet Donald Trump mit William McKinley? Ist Trump eine Figur aus dem 19. Jahrhundert, die gleichzeitig auf Bitcoins und künstliche Intelligenz setzt? Und was sind die Folgen für die amerikanische Aussenpolitik und den Rest der Welt, wenn sich der 47. US-Präsident am 25. orientiert? Darüber unterhält sich Christof Münger, Leiter des Ressorts International, mit Martin Kilian in Charlottesville, Virginia, in einer neuen Folge des USA-Podcasts «Alles klar, Amerika?».
Produzent: Noah Fend
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30 Minuten
Joe Biden ist schwer krank. Aber wie lange schon? Und wie kann es sein, dass ein US-Präsident, umgeben von den besten Ärzten des Landes, plötzlich die Diagnose Krebs im fortgeschrittenen Stadium erhält? Diese Frage treibt die Amerikanerinnen und Amerikaner um. Und wie immer, wenn es keine einleuchtende Erklärung gibt für ein dramatisches Ereignis, verbreiten sich Verschwörungstheorien. Vor allem, wenn sie vom US-Präsidenten persönlich verbreitet werden.
Wurden die Amerikanerinnen und Amerikaner tatsächlich belogen? Versuchen Trump und die Maga-Leute Bidens Krankheit politisch auszuschlachten? Und was bedeutet das alles für die Demokraten? Darüber unterhält sich Christof Münger, Leiter des Ressorts International, mit USA-Korrespondent Fabian Fellmann in einer neuen Folge von «Alles klar, Amerika?».
Produzent: Noah Fend
Mehr zu diesem Thema:
Der Prostatakrebs von Joe Biden wird politisch
Kommentar: Die Attacken von Bidens Gegnern sind niederträchtig
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36 Minuten
US-Präsident Trump tourt durch die Golfregion. Er hat seinen Nahosttrip nach dem Besuch in Saudiarabien in Katar fortgesetzt – begleitet von der Kontroverse um ein geplantes millionenschweres Geschenk des reichen Golfstaates. Katars Emir empfing den amerikanischen Präsidenten mit protokollarischem Pomp in der Hauptstadt Doha. Trump sprach von einer «sehr loyalen, grossartigen und schönen Freundschaft».
Umstritten ist, ob diese Freundschaft zu weit geht. Hintergrund sind Berichte, wonach die Familie des Emirs dem US-Präsidenten ein luxuriöses Flugzeug im Wert von etwa 400 Millionen Dollar schenken will – eine Maschine vom Typ Boeing 747, die zur Präsidentenmaschine Air Force One aufgerüstet werden soll. Die Frage ist, ob dies rechtlich zulässig und moralisch vertretbar wäre. Trump verteidigt das Vorhaben seit Tagen vehement.
Generell scheinen sich die politischen Interessen der USA mit den privaten der Trump-Familie zu vermischen. Trumps Sohn Eric war kurz vor seinem Vater in die Region gereist und hat angekündigt, dass in verschiedenen Golfstaaten mehrere Trump-Towers geplant seien, etwa in Riad, allenfalls in Oman oder in Dubai, einem «Spielplatz für einen Entwickler» von Immobilien, wie Trump Jr. in einem Interview sagte.
Inzwischen regt sich im US-Parlament bei den Demokraten Widerstand gegen die Pläne Trumps, vor allem was das Flugzeug aus Katar betrifft, das luxuriös ausgestattet werden soll. Auch bestehen ernsthafte Sicherheitsbedenken, da die Air Force One eine fliegende Kommandozentrale ist, von der aus der US-Präsident den Einsatz von Atomwaffen anordnen kann.
Während Trump die Machtbefugnisse seines Amtes ausreizt, hadern die Demokraten weiterhin mit der Wahlniederlage im vergangenen November. Damit nicht genug: Der CNN-Journalist und Buchautor Jake Tapper schreibt in seinem Buch «Hybris: Verfall, Vertuschung und Joe Bidens verhängnisvolle Entscheidung», das demnächst erscheint, wenig Schmeichelhaftes über den ehemaligen Präsidenten. Dessen Gesundheitszustand sei weit schlechter gewesen als von seiner Familie und dem Weissen Haus dargestellt.
Trump scheint sein Amt für Geschäftsinteressen zu nutzen. Gab es das schon mal in diesem Ausmass? Was will er mit seiner Reise in die Golfregion erreichen? Und was blüht den Demokraten wegen des Buchs von Jake Tapper über den Gesundheitszustand von Joe Biden?
Darüber unterhält sich Christof Münger, Leiter des Ressorts International, mit Martin Kilian, dem früheren USA-Korrespondenten des «Tages-Anzeigers», in einer neuen Folge von «Alles klar, Amerika?». Kilian lebt in Charlottesville, Virginia, von wo aus er die US-Politik eng verfolgt.
Produktion: Mirja Gabathuler
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Umstritten ist, ob diese Freundschaft zu weit geht. Hintergrund sind Berichte, wonach die Familie des Emirs dem US-Präsidenten ein luxuriöses Flugzeug im Wert von etwa 400 Millionen Dollar schenken will – eine Maschine vom Typ Boeing 747, die zur Präsidentenmaschine Air Force One aufgerüstet werden soll. Die Frage ist, ob dies rechtlich zulässig und moralisch vertretbar wäre. Trump verteidigt das Vorhaben seit Tagen vehement.
Generell scheinen sich die politischen Interessen der USA mit den privaten der Trump-Familie zu vermischen. Trumps Sohn Eric war kurz vor seinem Vater in die Region gereist und hat angekündigt, dass in verschiedenen Golfstaaten mehrere Trump-Towers geplant seien, etwa in Riad, allenfalls in Oman oder in Dubai, einem «Spielplatz für einen Entwickler» von Immobilien, wie Trump Jr. in einem Interview sagte.
Inzwischen regt sich im US-Parlament bei den Demokraten Widerstand gegen die Pläne Trumps, vor allem was das Flugzeug aus Katar betrifft, das luxuriös ausgestattet werden soll. Auch bestehen ernsthafte Sicherheitsbedenken, da die Air Force One eine fliegende Kommandozentrale ist, von der aus der US-Präsident den Einsatz von Atomwaffen anordnen kann.
Während Trump die Machtbefugnisse seines Amtes ausreizt, hadern die Demokraten weiterhin mit der Wahlniederlage im vergangenen November. Damit nicht genug: Der CNN-Journalist und Buchautor Jake Tapper schreibt in seinem Buch «Hybris: Verfall, Vertuschung und Joe Bidens verhängnisvolle Entscheidung», das demnächst erscheint, wenig Schmeichelhaftes über den ehemaligen Präsidenten. Dessen Gesundheitszustand sei weit schlechter gewesen als von seiner Familie und dem Weissen Haus dargestellt.
Trump scheint sein Amt für Geschäftsinteressen zu nutzen. Gab es das schon mal in diesem Ausmass? Was will er mit seiner Reise in die Golfregion erreichen? Und was blüht den Demokraten wegen des Buchs von Jake Tapper über den Gesundheitszustand von Joe Biden?
Darüber unterhält sich Christof Münger, Leiter des Ressorts International, mit Martin Kilian, dem früheren USA-Korrespondenten des «Tages-Anzeigers», in einer neuen Folge von «Alles klar, Amerika?». Kilian lebt in Charlottesville, Virginia, von wo aus er die US-Politik eng verfolgt.
Produktion: Mirja Gabathuler
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34 Minuten
Die Museen in der amerikanischen Hauptstadt Washington sind weltberühmt – allen voran die kostenlosen Einrichtungen der Smithsonian Institution. Aus aller Welt besuchen Touristen das Air-and-Space-Museum oder das Museum of the American Indian.
Präsident Donald Trump ist weniger begeistert. Die «unangemessene Ideologie» der Museen, wie er es nennt, gefällt ihm gar nicht. Dort würden «gezielte Versuche» unternommen, die Geschichte umzuschreiben, so Trump. Verantwortlich macht er eine «revisionistische Bewegung», eine Bewegung also, die bestehende historische Darstellungen ändern möchte. Etwa jene zur Sklaverei oder jene zur Vertreibung der amerikanischen Ureinwohner.
Ende März schrieb Trump deshalb in einem Erlass: «Das unvergleichliche Erbe unserer Nation, das Freiheit, die Rechte des Einzelnen und das Glück der Menschen vorantreibt, wurde als rassistisch, sexistisch, unterdrückerisch oder anderweitig unrettbar mit Makeln behaftet dargestellt.» Neben den Museen will er auch auf die Lehrpläne der Schulen und die Forschungsschwerpunkte von Universitäten Einfluss nehmen.
Ausserdem will Trump anlässlich des 250. Geburtstags der Streitkräfte mit einer grossen Militärparade in Washington ein neues historisches Bewusstsein wecken. Die Parade soll am 14. Juni stattfinden – dieser Tag ist auch Trumps 79. Geburtstag. In der amerikanischen Hauptstadt sind Militärparaden – anders als in Moskau, Teheran oder Pyongyang – jedoch unüblich.
Was bezweckt Trump mit der angestrebten Umschreibung der amerikanischen Geschichte? Wie soll die Sklaverei umgedeutet werden? Und was hält Trump von Martin Luther King, dem Bürgerrechtler und Träger des Friedensnobelpreises? Darüber unterhält sich Christof Münger, Leiter des Ressorts International, mit Tina Kempin Reuter, Politikwissenschaftlerin in Birmingham, Alabama, in einer neuen Folge von «Alles klar, Amerika?».
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Präsident Donald Trump ist weniger begeistert. Die «unangemessene Ideologie» der Museen, wie er es nennt, gefällt ihm gar nicht. Dort würden «gezielte Versuche» unternommen, die Geschichte umzuschreiben, so Trump. Verantwortlich macht er eine «revisionistische Bewegung», eine Bewegung also, die bestehende historische Darstellungen ändern möchte. Etwa jene zur Sklaverei oder jene zur Vertreibung der amerikanischen Ureinwohner.
Ende März schrieb Trump deshalb in einem Erlass: «Das unvergleichliche Erbe unserer Nation, das Freiheit, die Rechte des Einzelnen und das Glück der Menschen vorantreibt, wurde als rassistisch, sexistisch, unterdrückerisch oder anderweitig unrettbar mit Makeln behaftet dargestellt.» Neben den Museen will er auch auf die Lehrpläne der Schulen und die Forschungsschwerpunkte von Universitäten Einfluss nehmen.
Ausserdem will Trump anlässlich des 250. Geburtstags der Streitkräfte mit einer grossen Militärparade in Washington ein neues historisches Bewusstsein wecken. Die Parade soll am 14. Juni stattfinden – dieser Tag ist auch Trumps 79. Geburtstag. In der amerikanischen Hauptstadt sind Militärparaden – anders als in Moskau, Teheran oder Pyongyang – jedoch unüblich.
Was bezweckt Trump mit der angestrebten Umschreibung der amerikanischen Geschichte? Wie soll die Sklaverei umgedeutet werden? Und was hält Trump von Martin Luther King, dem Bürgerrechtler und Träger des Friedensnobelpreises? Darüber unterhält sich Christof Münger, Leiter des Ressorts International, mit Tina Kempin Reuter, Politikwissenschaftlerin in Birmingham, Alabama, in einer neuen Folge von «Alles klar, Amerika?».
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44 Minuten
Seit Donald Trump zum zweiten Mal US-Präsident ist, hat er in rasantem Tempo das Land umgepflügt. Er versucht, Privatuniversitäten unter seine Kontrolle zu bringen, er hat die europäische Sicherheitsarchitektur untergraben, er hat die Welthandelsordnung auf den Kopf gestellt.
Nach 100 Tagen im Amt ist es Zeit für eine erste Bilanz. In einem Interview im Oval Office mit ABC und an einer Rallye im Wahlkampfstil in Michigan hat Trump selbst seine Politik als durchschlagenden Erfolg gefeiert. Aber ist sein Vorgehen wirklich Ausdruck von Entschlossenheit, wie es seine Anhänger sehen?
Hält der Republikaner seine Wahlversprechen ein, bei denen er vor allem das Ende der Teuerung versprach? Wie disruptiv sind seine Reformen in der Bildungslandschaft, bei der Einwanderung und in der Wirtschaftspolitik wirklich? Was bedeutet das für die Demokratie der Vereinigten Staaten und ihre Sister Republic, die Schweiz?
Und wie fühlt sich das alles im amerikanischen Alltag unter Donald Trump an? Darüber diskutieren Tina Kempin Reuter, Professorin für Politikwissenschaft an der Universität von Alabama at Birmingham, und Fabian Fellmann, USA-Korrespondent des «Tages-Anzeigers», in der jüngsten Ausgabe des Podcasts «Alles klar, Amerika?», produziert von Mirja Gabathuler.
Kapitel in diesem Podcast:
00:00 Intro
06:37 Trump und die Wissenschaft
15:13 Trump und die Migration
17:45 Trump und die Medien
20:13 Trump und die Wirtschaft
30:47 Trump und die Aussenpolitik
35:03 Trump und die Schweiz
39:56 Q+A: Trump und die Demokraten
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Hält der Republikaner seine Wahlversprechen ein, bei denen er vor allem das Ende der Teuerung versprach? Wie disruptiv sind seine Reformen in der Bildungslandschaft, bei der Einwanderung und in der Wirtschaftspolitik wirklich? Was bedeutet das für die Demokratie der Vereinigten Staaten und ihre Sister Republic, die Schweiz?
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