Podcaster
Episoden
25.02.2026
29 Minuten
Donald Trump stellte mit seiner Rede zur Lage der Nation einen
Rekord auf – er sprach mehr als eine Stunde und 45 Minuten. Diese
Rede ist in der Regel die am besten vorbereitete und
ausgefeilteste Ansprache eines Präsidenten. Tatsächlich wich
Trump ungewohnt selten vom Skript ab. Ganz gezügelt hat er seine
Neigung zu Abschweifungen allerdings nicht: Mit den
demokratischen Abgeordneten im Saal, die sich weigerten, dem
Präsidenten zu applaudieren, lieferte er sich einen
Shouting-Match, wie die Amerikaner sagen, ein Schreiduell.
Wie üblich rühmte sich Trump vor allem selbst. Die Wirtschaft
laufe wie nie, er habe acht Kriege beendet, und eine neue
Weltordnung sei etabliert. «Dies ist das Goldene Zeitalter
Amerikas.» Daran ändere auch der schlechte Entscheid des Obersten
Gerichts nichts, das seine bisherige Zollpolitik für illegal
erklärt hatte.
Was sagte Trump zu seiner Zollpolitik, und was heisst das für die
Schweiz? Wie reagierte er auf die Kritik an den steigenden
Lebenshaltungskosten, die sogenannte Affordability Crisis? Und
was sagte Trump in Richtung Teheran angesichts des militärischen
Aufmarschs im Nahen Osten?
Darüber unterhält sich Christof Münger, Leiter des Ressorts
International, mit Tina Kempin Reuter in einer neuen Folge des
USA-Podcasts «Alles klar, Amerika?». Politikwissenschaftlerin
Kempin Reuter wohnt, lehrt und forscht in Birmingham, Alabama.
Produzentin: Jacky Wechsler
Mehr zum Thema
Trumps Rede zeigt, wie stark er geschwächt ist
Wer und was hinter dem «Black People Aren’t Apes!»-Schild
steht
Trump wütet, die Republikaner skandieren «U-S-A!» – und ein
Demokrat wird abgeführt
«Er hat gelogen»: Die Ex-CIA-Agentin, die gegen Donald Trump
anredete
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18.02.2026
41 Minuten
Es lief schon besser für Donald Trump. Seine Umfragewerte sind
tief. Und, was ihn besonders ärgern dürfte: Viele Amerikanerinnen
und Amerikaner bewerten die Amtsführung Joe Bidens rückblickend
positiver als jene des amtierenden Präsidenten. Dabei ist Biden
alt und krank und nicht mehr im Amt. Es geht auch nicht um ein
mögliches Comeback, sondern um einen direkten Leistungsvergleich
zwischen den beiden Amtszeiten. (Lesen Sie hier unsere Analyse zu
Trumps Baisse.)
Fast die Hälfte der Amerikaner bezeichnen Präsident Trump in
einer neuen Umfrage, die für die Republikaner voller Warnsignale
für die Zwischenwahlen ist, als «korrupt», «rassistisch» und
«grausam». Das berichtet das US-Portal «Axios». Dieser Befund
könnte eine Folge des rücksichtslosen Vorgehens der ICE-Beamten
in Minneapolis sein, durch das eine Amerikanerin und ein
Amerikaner getötet wurden.
Noch offen ist, ob sich die aktuelle Kritik an Trump auf die
Kongresswahlen am 3. November auswirken wird. Obwohl sein
Name auf keinem Stimmzettel steht, hat der US-Präsident den
Wahlkampf eröffnet, indem er vor einem Sieg der Demokraten
warnte. Gleichzeitig hat der Einpeitscher der Maga-Bewegung und
frühere Trump-Berater Steve Bannon angekündigt, dass bei den
Midterms ICE-Beamte vor den Wahllokalen aufmarschieren werden, um
Unbefugte an der Stimmabgabe zu hindern, «damit uns nie mehr eine
Wahl gestohlen wird».
Wie versucht Donald Trump aus der gegenwärtigen Baisse
herauszukommen? Hat er den Epstein-Skandal überstanden, oder
kommt da noch mehr raus? Und geht es im November gar um den
Fortbestand der amerikanischen Demokratie? Darüber unterhält sich
Christof Münger, Leiter des Ressorts International, mit dem
langjährigen USA-Korrespondenten Martin Kilian. Kilian lebt in
Charlottesville, Virginia.
Produzent: Noah Fend
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11.02.2026
31 Minuten
«Wir werden uns an die Namen jener erinnern, die in den Strassen
ovn Minneapolis starben», singt Bruce Springsteen in seinem
Protestsong, den er Ende Januar als Antwort auf die ICE-Einsätze
in Minneapolis veröffentlicht hat. Eine gute Woche später wurden
in Los Angeles die Grammys verliehen. Moderator Trevor Noah
spottete über Trump, mehrere Künstlerinnen und Künstler nutzten
die Bühne bei ihrer Dankesrede für politische Statements.
«Niemand ist illegal auf gestohlenem Land», sagt zum Beispiel
Billy Eilish.
In der Nacht auf Montag folgte schliesslich die mit politischer
Symbolik gespickte Superbowl-Halbzeitshow des puerto-ricanischen
Superstars Bad Bunny. Und irgendwo dazwischen hielten Donald
Trump und Rapperin Nicky Minaj Händchen und drückten ihre
gegenseitige Unterstützung und Bewunderung aus.
Gerade hält die Politik Einzug auf den grossen Bühnen der
US-Popkultur. Was bedeutet das? Welche Wirkung hat die Popmusik
(haben die Popmusikerinnen und -musiker) noch? Und ist das der
Anfang von etwas Grösserem?
Tina Kempin Reuter, Politikwissenschaftlerin an der University of
Alabama at Birmingham, hostet jedes Jahr eine kleine
Superbowl-Party bei sich zu Hause. Jetzt spricht sie darüber, was
die Halbzeitshow von Bad Bunny über den aktuellen Zustand der
US-Politik aussagt – in einer neuen Folge des USA-Podcasts «Alles
klar, Amerika?».
Host: Noah Fend
Produzentin: Jacky Wechsler
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04.02.2026
32 Minuten
Der Aktenberg zu Jeffrey Epstein, den das US-Justizministerium
letzte Woche veröffentlicht hat, ist gigantisch. Er umfasst über
3,5 Millionen Seiten Dokumente, 2000 Videos und 180’000 Bilder.
Seit Freitag sind sie öffentlich zugänglich, aufgeschaltet auf
der Website des Justizministeriums. Der ehemalige Prinz Andrew,
Ex-Präsident Bill Clinton, Elon Musk, Steve Bannon, Donald Trump
– und sogar die Schweizer SVP tauchen darin auf. Die einen
häufiger als die andern.
Während die einen wegen ihrer Verbindung zum verurteilten
Sexualstraftäter Jeffrey Epstein ihren Titel verlieren
(Nicht-mehr-Prinz Andrew) oder sich einer strafrechtlichen
Untersuchung stellen müssen ( Ex-Botschafter Peter Mandelson),
haben die neuen Veröffentlichungen für US-Präsident Donald Trump
vorerst keine konkreten Folgen. Er taucht in den Akten zwar über
38’000-mal auf, zum Teil auch im Zusammenhang mit schwerwiegenden
Missbrauchsvorwürfen. Doch dabei handelt es sich um
Beschuldigungen, teils um anonyme Aussagen. Belege dafür gibt es
keine.
Was zeigen die neu veröffentlichten Akten wirklich? Was nicht?
Welche Teile blieben bisher unveröffentlicht? Und kommt da noch
mehr?
USA-Korrespondentin Charlotte Walser ordnet die neuen
Veröffentlichungen aus den Epstein-Akten in einer neuen Folge des
USA-Podcasts «Alles klar, Amerika?» ein und sagt, was man weiss,
was offenbleibt – und wie es weitergeht.
Host: Noah Fend
Produzentin: Jacqueline Wechsler
Artikel und Links zum Thema:
Wie die Schweizer SVP in den Epstein-Files landete
Infos zu den neu veröffentlichten Akten (mit dem im Podcast
erwähnten Bild von Ex-Prinz-Andrew)
Kommentar: Die Opfer haben es verdient, dass Epsteins Welt
endlich schonungslos ausgeleuchtet wird
Jetzt doch: Bill und Hillary Clinton sagen über ihre
Verbindungen zu Epstein aus
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28.01.2026
33 Minuten
Angeblich will die Regierung Trump einen Teil der ICE-Beamten aus
Minneapolis abziehen. Trotzdem kommt es weiterhin zu illegalen
Übergriffen der US-Einwanderungsbehörde. Kürzlich wollten
ICE-Agenten das ecuadorianische Konsulat in Minneapolis ohne
Genehmigung betreten. Ein in den sozialen Medien verbreitetes
Video des Vorfalls zeigt den Vorfall. Unterdessen hat Ecuadors
Aussenministerin Gabriela Sommerfeld Rosero bei der US-Botschaft
eine förmliche Beschwerde eingereicht.
Carrie Booth Walling ist Politikwissenschaftlerin in Minneapolis.
«Es fühlt sich an, als lebe man unter Besatzung», sagt sie in der
neuen Folge des USA-Podcasts «Alles klar, Amerika?».
Tina Kempin Reuter, Professorin in Birmingham, Alabama, ordnet
die Aussagen ihrer Kollegin Carrie Walling ein. Die Ereignisse in
Minneapolis, der gewaltsame Tod von Renée Good und Alex Pretti
oder der Vorfall im ecuadorianischen Konsulat ergeben ein Bild
davon, wie sich die Macht in den USA neu organisiert. Regeln
zählten immer weniger, Entscheidungen würden immer stärker
personalisiert, sagt sie.
Im ersten Jahr seiner zweiten Amtszeit hat Donald Trump also
nicht einfach Politik gemacht – er hat die Art verändert, wie
Politik gemacht wird. Sind die USA auf dem Weg in eine
Autokratie? Welche Strategie verfolgt die Regierung Trump? Wie
hängen Innen- und Aussenpolitik zusammen? Und zeigt der
Widerstand der Bürgerinnen und Bürger Wirkung? Darüber unterhält
sich Christof Münger, Leiter des Ressorts International, mit Tina
Kempin Reuter bei «Alles klar, Amerika?».
Produktion: Jacqueline Wechsler
Mehr zum Thema
Kommentar von Charlotte Walser: Die ICE-Agenten sind ausser
Kontrolle
Der Fall Pretti in Minneapolis
Der Feldherr muss weichen: Ändert Trump jetzt seinen Kurs?
Sie kämpfen mit Trillerpfeifen gegen Trumps Polizeitruppe,
dann wird der nächste Tote gemeldet
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Über diesen Podcast
Die Tamedia-Korrespondenten berichten über Politik und Alltag in
Amerika. Während und abseits der Präsidentschaftswahlen.
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