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Hörgang Archiv
329 Episoden
28 Minuten
Wie kann man Hautkrebs früh erkennen, wirksam behandeln – und im besten Fall verhindern? In dieser Folge spricht Prof. Dr. Christoph Höller über die häufigsten Formen von Hautkrebs, woran man gefährliche Veränderungen erkennt und wie richtige Vorsorge funktioniert. Außerdem: eine medizinische Innovation mit Zukunft – ein genetisch verändertes Herpesvirus, das Tumorzellen zerstört und das Immunsystem anfeuert. Ein Gespräch voller Wissen, Präventionstipps und spannender Forschungsergebnisse.
18 Minuten
Rund 40 Millionen Menschen weltweit leiden an rheumatischem Fieber – mehr als an HIV. Doch diese Krankheit wäre vermeidbar, behandelbar – und oft heilbar. Genau hier setzt die internationale Organisation Cardiac Surgery Inter-Society Alliance (CSIA) an. Herzchirurg Prof. Bruno Podesser, Vizepräsident der CSIA, erklärt im Podcast, wie durch nachhaltige chirurgische Mentorenprogramme in Ländern wie Mosambik oder Ruanda medizinische Eigenständigkeit geschaffen wird. Statt kurzfristiger "Fly-in-Missionen" begleitet die CSIA lokale Ärzteteams langfristig, etwa durch Trainings, Fellowships und monatliche Fallbesprechungen im „Heart Team“. Ziel ist es, nicht nur zu operieren, sondern Know-how zu hinterlassen – etwa wie bei der ersten Doppel-OP an einem Tag im Spital von Maputo oder der erfolgreichen Ausbildung in komplexen Techniken wie der modifizierten Pental-Operation. Doch dafür braucht es mehr als Zeit: Equipment, Logistik, Schulungen für das gesamte OP-Team – bis hin zur Bedienung der Herz-Lungen-Maschine. Die CSIA agiert dabei als Brückenbauer zwischen Mentor- und Menteekrankenhäusern, unterstützt von großen Fachgesellschaften. 2026 sollen zwei weitere Länder in Afrika hinzukommen. Wer spenden möchte, findet die Infos in den Shownotes. Und wer glaubt, Zeit sei keine Währung – dem beweist die CSIA das Gegenteil. Jetzt reinhören und mithelfen, Herz für Herz.
23 Minuten
Wenn in einer Familie plötzlich mehrere Menschen früh an Krebs erkranken, stellt sich schnell die Frage: Ist das noch Schicksal – oder liegt es in den Genen? In dieser Hörgang-Episode spricht Medizinjournalistin Johanna Wolfsberger mit Prof. Dr. Jochen Geigl, einem der führenden Experten für erbliche Tumorerkrankungen in Österreich. Er erklärt, warum junge, gesunde Frauen zur genetischen Beratung kommen, was hinter Begriffen wie BRCA, Lynch-Syndrom und Penetranz steckt – und wie moderne Genanalysen Leben retten können.
18 Minuten
Ein Mord. Ein Herzstich. Eine Autopsie. In dieser besonderen Sommerfolge begeben wir uns mit Pathologie-Professor Dr. Roland Sedivy und dem Chefredakteur der Ärztewoche, Raoul Mazhar, an einen der geschichtsträchtigsten Orte Wiens: die Kapuzinergruft. Dort, wo Kaiserin Elisabeth – besser bekannt als Sisi – ihre letzte Ruhe fand, wird der gewaltsame Tod der Monarchin neu aufgerollt – aus pathologischer, historischer und menschlicher Sicht. Was geschah wirklich am Quai du Mont-Blanc in Genf, als der Anarchist Luigi Lucheni seine improvisierte Waffe zückte? Wie konnte ein einziger, kaum sichtbarer Stich eine Kaiserin töten? Warum ließ sich Franz Joseph gegen den Habsburgerbrauch auf eine Teilobduktion ein – und was verraten uns die erhaltenen Protokolle über Sisis Gesundheitszustand? Sedivy rekonstruiert die Verletzung, erklärt die tödliche Herzbeuteltamponade und schildert eindrucksvoll, wie die Obduktion ablief – direkt im Bett der Kaiserin. Eine Episode, die Medizin, Geschichte und Emotion vereint – und die tragischen letzten Stunden einer Ikone ins rechte Licht rückt. Jetzt reinhören – in den Hörgang, den Podcast von Springer Medizin, mit freundlicher Unterstützung der Danube Private University. Ein Podcast wie eine Zeitreise – beklemmend, spannend und einzigartig.
23 Minuten
Vegan leben – gesund oder gefährlich? Diese Frage stellen sich immer mehr Menschen, die auf tierische Produkte verzichten wollen. In dieser Sommerfolge unseres Podcasts Hörgang sprechen wir mit dem Allgemeinmediziner und überzeugten Veganer Dr. Markus Kolm über die Möglichkeiten und Grenzen einer rein pflanzlichen Ernährung. Kolm räumt mit Mythen auf, erklärt, worauf Veganer:innen besonders achten sollten – und was bei Arztbesuchen oft schiefläuft. Wie deckt man den Bedarf an Eisen, Kalzium oder Omega-3-Fettsäuren? Welche Rolle spielen Nahrungsergänzungsmittel – und wie erkennt man sinnvolle Produkte im Supermarktregal? Wir beleuchten, ob Kinder, Schwangere und Stillende vegan leben können, welche Laborwerte regelmäßig kontrolliert werden sollten und wie eine ausgewogene vegane Ernährung tatsächlich aussehen muss, um gesund zu bleiben. Dr. Kolm berichtet aus der Praxis, nennt konkrete Tipps – und zeigt auf, warum pflanzenbasierte Ernährung in der Krankheitsprävention und Therapie längst angekommen ist. Eine Folge für alle, die sich bewusster ernähren wollen – oder einfach mitreden möchten, wenn’s um Tofu, B12 und Gesundheit geht. Jetzt reinhören – in den Hörgang, den Podcast von Springer Medizin, mit freundlicher Unterstützung der Danube Private University.
23 Minuten
Die Ordination überfüllt, die Nerven dünn, das Verständnis am Limit: Diese Sommerfolge unseres Hörgang-Podcasts geht dorthin, wo es weh tut – zu den wachsenden Spannungen im Gesundheitssystem. Gemeinsam mit Kommunikationsexpertin und Trainerin Britta Blumengrohn sprechen wir über das, was oft unausgesprochen bleibt: Wut, Frust, emotionale Erschöpfung – auf beiden Seiten. Die Pandemie hat die Lage verschärft. Patienten kommen gereizt, Ärzte sind überarbeitet, Pflegekräfte am Rand der Belastbarkeit. Die Kommunikation zwischen Gesundheitsprofis und Patienten wird zur Zerreißprobe. Wie konnte es so weit kommen? Was läuft schief – und was können wir ändern? Blumengrohn bringt Erfahrungen aus Trainings mit Ärzt:innen, Pflegeteams und Primärversorgungszentren mit. Sie erzählt, warum das System selbst krank macht, wie kleine kommunikative Werkzeuge Großes bewirken können – und weshalb ein einziger gut gewählter Satz manchmal mehr heilt als jede Therapie. Diese Episode ist ein Weckruf – ehrlich, emotional und lösungsorientiert. Ideal für alle, die im System arbeiten oder darin behandelt werden. Also: für uns alle.
34 Minuten
Sommer, Sonne, Hörerlebnis! In unserer Sommer-Edition holen wir eine besondere Folge aus dem Archiv – zeitlos relevant, wissenschaftlich fundiert und persönlich inspirierend: ein Gespräch über das Geheimnis eines langen, gesunden Lebens mit dem Molekularbiologen Slavin Stekovic. Wir alle wollen alt werden – aber bitte bei guter Gesundheit. Stekovic erklärt, warum Altern kein Schicksal ist, sondern eine Frage des Lebensstils. Schon ab dem 30. Lebensjahr beginnt unser Körper messbar abzubauen – was wir tun können, um dem gezielt entgegenzuwirken, erfahren wir in dieser Episode. Von Muskelaufbau über Autophagie bis zur Rolle der Psyche und Meditation: Es sind keine Wundermittel, sondern konkrete, machbare Schritte, die den Unterschied machen können. Stekovic räumt auf mit Mythen, erklärt verständlich molekulare Prozesse und gibt praktische Tipps: Warum Frauen länger leben, weshalb Bewegung ein Stoffwechsel-Booster ist und wieso weniger manchmal mehr ist – auch beim Sport. Eine inspirierende Folge für alle, die nicht nur lange leben, sondern jung bleiben wollen. Perfekt für einen Spaziergang mit Kopfhörern – oder den Liegestuhl mit Aussicht.
23 Minuten
Hören ist Leben – und Hörverlust betrifft weltweit mehr Menschen als viele ahnen. In dieser Folge des Podcasts „Hörgang MedUni Wien“ sprechen wir mit Prof. Dr. Christoph Arnoldner, Leiter der traditionsreichen HNO-Klinik der MedUni Wien und international anerkannter Experte für Otologie und Schädelbasischirurgie. Er gibt spannende Einblicke in aktuelle Forschungsprojekte, die das Hören von Grund auf revolutionieren könnten. Ein Hoffnungsträger ist der Wirkstoff AC-102, der in Wien mitentwickelt wurde und derzeit in einer europaweiten klinischen Studie getestet wird. Anders als Cortison schützt er nicht nur vor Entzündungen, sondern bewahrt gezielt die empfindlichen Synapsen im Innenohr – ein Gamechanger bei akutem Hörsturz. Doch die Forschung geht weiter: Gentherapie bei angeborener Taubheit, die erstmals betroffenen Kindern das Hören ermöglicht, und innovative Cochlea-Implantate, die immer besser das Restgehör erhalten, zeichnen ein neues Bild zukünftiger Therapieformen. Arnoldner betont den translationalen Ansatz: Von der Petrischale bis ans Patientenbett – Forschung soll wirken, nicht nur publiziert werden. Außerdem geht’s um das unterschätzte Gesundheitsrisiko Freizeitlärm und warum Hörprävention bereits in jungen Jahren beginnen sollte. Diese Folge ist ein Muss für alle, die besser hören – oder besser verstehen wollen, wie Hören funktioniert.
33 Minuten
Wie gelingt es einer europäischen Fachgesellschaft, global Wirkung zu entfalten? Und welche Rolle spielt Österreich dabei ? In dieser Folge des „Hörgang“-Podcasts spricht Prof. Dr. Daniel Aletaha,oberster Rheumatologe an der MedUni Wien und Past-Präsident der Europäischen Rheuma-Gesellschaft (EULAR), über die internationalen Herausforderungen für sein Fach – und über konkrete Initiativen, die in seiner Amtszeit ins Leben gerufen wurden. Im Gespräch mit Medizinjournalist Volkmar Weilguni erläutert Aletaha, wie der sogenannte „Equity Fund“ oder die Plattform „MyEULAR“ auf Bildung, Versorgung und Wissenstransfer in unterversorgten Regionen abzielen – und warum Patientenorganisationen stärker in Entscheidungen eingebunden werden müssen. Außerdem gibt er Einblicke in bahnbrechende Forschungsvorhaben zur Bildgebung mittels KI und zur Optimierung bestehender Medikamente. Ein weiteres Highlight: die Plattform Preferrix, die Patienten außerhalb von Studienzentren Zugang zu klinischen Studien verschafft. Aktuelle Themen wie Mikrobiomforschung, Umweltfaktoren, Schmerztherapie und Schwangerschaft bei rheumatischen Erkrankungen werden beleuchtet. Ein tiefgehender Blick in eine Fachrichtung im Wandel – mit starkem österreichischem Fußabdruck auf internationaler Bühne.
15 Minuten
In dieser Episode des Hörgang-Podcasts zum Pride Month spricht Prof. Dr. Igor Grabovac von der MedUni Wien über gesundheitliche Ungleichheit und Diskriminierung im medizinischen System – insbesondere gegenüber queeren und obdachlosen Menschen. Grabovac schildert, wie ihn seine Erfahrungen als Medizinstudent und seine Arbeit im AKH Wien zur Sozialmedizin brachten. Er berichtet von struktureller und institutioneller Diskriminierung, etwa wenn Trans-Personen nicht mit ihren gewählten Pronomen angesprochen oder notwendige medizinische Leistungen vorenthalten werden. Zudem thematisiert er die drastisch schlechtere gesundheitliche Lage von obdachlosen Menschen, deren Lebenserwartung um 20–30 Jahre geringer ist. Krebserkrankungen sind in dieser Gruppe bis zu fünf Mal häufiger, Prävention jedoch kaum zugänglich. Gründe dafür sind mangelnde Sozialversicherung, fehlende niederschwellige Angebote und digitale Hürden. Im EU-Projekt Cancerless wurde daher ein Modell mit Health Navigators entwickelt, das den Zugang zur Krebsvorsorge verbessern soll. Grabovac betont die Bedeutung von ganzjähriger Sichtbarkeit und Ausbildung medizinischer Fachkräfte im Umgang mit marginalisierten Gruppen. Sichtbarkeit allein reiche nicht – es brauche strukturelle Veränderungen im Gesundheitssystem. Der Pride Month sei zwar wichtig für Aufmerksamkeit, aber nachhaltiger Wandel müsse das ganze Jahr über erfolgen.
23 Minuten
Die EuroPerio11 in Wien markierte einen historischen Moment für die Parodontologie. Über 10.000 Teilnehmer aus mehr als 100 Ländern strömten in die Messe Wien, um die neuesten Erkenntnisse zu diskutieren, sich zu vernetzen und eines der absoluten Highlights mitzuerleben: die Live-Operationen. Erstmals wurden Eingriffe direkt aus der Zahnklinik der SFU übertragen – ein logistisches und technisches Meisterstück. Die Nähe zur Kongresshalle ermöglichte es den Operateuren sogar, Minuten später ihre Eingriffe live auf dem Podium zu analysieren. Neben innovativer Chirurgie standen Themen wie personalisierte Zahnmedizin, interdisziplinäre Therapieansätze und das orale Mikrobiom im Fokus. Auch KI in der Diagnostik, Prävention durch Ernährung und der Wunsch nach einer stärkeren Sichtbarkeit der Parodontologie wurden intensiv diskutiert. Hardy Haririan, Generalsekretär der Österreichischen Gesellschaft für Parodontologie, spricht von der „intensivsten Woche seiner Karriere“ – und einer einmaligen Chance, sein Fachgebiet ins Rampenlicht zu rücken. Nach der EuroPerio ist vor der EuroPerio: In drei Jahren trifft sich die Fachwelt in München.
19 Minuten
Was tun, wenn ein Kind sagt: „Ich bin kein Mädchen – oder kein Bub“? In einer Zeit, in der Identität heftig diskutiert wird, braucht es vor allem eines: Verständnis. Psychologin Dr. Diana Klinger spricht mit Medizinjournalistin Johanna Wolfsberger über das Aufwachsen jenseits binärer Geschlechterrollen, über Ängste, Fakten und wie echte Unterstützung aussieht – für Kinder, Eltern und Fachleute.
30 Minuten
In diesem Podcast beleuchten wir, was Pneumokokken sind und für welche Bevölkerungsgruppen sie eine Gefahr darstellen können. Wir gehen der Frage nach, bei welchen Erkrankungen man besonders wachsam sein muss und warum eine Pneumokokken-Impfung guten Schutz gewährt. Experten im Studio sind Priv.-Doz. Dr. Daniela Schmid, Leiterin der Abteilung für Infektionsdiagnostik und Infektionsepidemiologie am Zentrum für Pathophysiologie, Infektiologie und Immunologie der Medizinischen Universität Wien und Priv.-Doz. Dr. Arschang Valipour, Vorstand der Abteilung für Innere Medizin und Pneumologie an der Klinik Floridsdorf und Privatklinik Döbling in Wien. Durch die Sendung führt Volkmar Weilguni.
27 Minuten
In dieser Episode tauchen die Intensivmedizinerin Dr. Eva Schaden und die Palliativmedizinerin Prof. Dr. Eva Katharina Masel von der MedUni Wien in ein Thema ein, das im hektischen Krankenhausalltag oft im Verborgenen bleibt – die klinische Ethik. Wie trifft man Entscheidungen an der heiklen Grenze zwischen medizinischem Können und menschlichem Dürfen? Die beiden Ärztinnen verdeutlichen, dass Ethik keine abstrakte Theorie für den Elfenbeinturm ist, sondern eine täglich gelebte Praxis – in intensiven Gesprächen, sorgfältigen Abwägungen und dynamischen Teamprozessen. Besonders auf Intensivstationen, wo technologische Möglichkeiten und Grenzsituationen aufeinandertreffen, ist ethische Reflexion unerlässlich, um individuelle Therapiewege zu finden. Die Medizinerinnen schildern, wie klinische Ethikberatung funktioniert: als strukturierter Raum für interdisziplinären Dialog – nicht als von außen auferlegte Entscheidung, sondern als Unterstützung zur Selbstklärung. In schwierigen Situationen, etwa bei der Änderung von Therapiezielen oder bei Kommunikationsproblemen mit Angehörigen, eröffnet sie neue Perspektiven und entlastet die Teams. Neben Fachwissen sind Haltung, Empathie und Dialogbereitschaft von entscheidender Bedeutung – Ethik als tägliche Verantwortung. Der Wunsch der beiden Expertinnen: Ethikkompetenz soll so selbstverständlich werden wie medizinisches Know-how – und die Beratung irgendwann nur noch für die besonders kniffligen Fälle gebraucht werden. Ein Gespräch über Würde, Verantwortung – und das Menschsein in der modernen Medizin.
20 Minuten
Anlässlich des Welt-MS-Tages am 30. Mai gewährt Prof. Dr. Michael Khalil, Neurologe an der MedUni Graz, Einblicke in die neuesten Entwicklungen bei der Behandlung der Multiplen Sklerose (MS). In Österreich leben etwa 13.500 Menschen mit dieser chronisch-entzündlichen Erkrankung des zentralen Nervensystems – und die Zahl steigt stetig. Ein zentrales Thema ist der therapeutische Paradigmenwechsel: Neue Studien plädieren für den frühzeitigen Einsatz hocheffektiver Therapien, um die Krankheitsaktivität bereits in der Anfangsphase effektiv zu unterdrücken. Diese Strategie – „hit hard and early“ genannt – zeigt langfristig positive Effekte, wirft jedoch auch Fragen zu Nebenwirkungen und dem Langzeitmanagement auf. Parallel dazu gewinnen Biomarker und verbesserte Messparameter an Bedeutung, um Krankheitsverläufe individueller zu prognostizieren und Therapien maßzuschneidern. Das Ziel ist es, die Präzisionsmedizin auch im MS-Bereich zu etablieren. Neben medikamentösen Ansätzen rückt der Lebensstil stärker in den Fokus. Studien aus Schweden zeigen, dass regelmäßiger Fischkonsum mit einem milderen Krankheitsverlauf einhergehen kann. Auch Bewegung, Nichtrauchen und eine gesunde Ernährung haben einen positiven Einfluss auf den Verlauf der MS. Neue Hoffnung weckt auch ein Forschungsergebnis aus Graz: Im Tiermodell konnte gezeigt werden, dass Vitamin D antioxidative Effekte in der Spätphase der MS hat – ein vielversprechender Ansatz, der weitere Studien erfordert. Nicht zuletzt ermöglichen neue Technologien wie Künstliche Intelligenz eine präzisere Auswertung der wachsenden Datenmengen im MS-Management. Khalil betont: Die Versorgung von MS-Patienten ist im Wandel.