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Episoden

1 Stunde 6 Minuten
Unser Gast ist diesmal der Schriftsteller Luca Kieser. Schon mit seinem Debüt "Weil da war etwas im Wasser" wurde er unter anderem für den Deutschen Buchpreis nominiert, auch der Coming-of-Age-Roman "Pink Elephant" war bei Kritik und Publikum sehr erfolgreich. "Simsalabim, Simon Brenner" heißt nun sein neuer, dritter Roman, der die Geschichte eines verdeckten Ermittlers in der linken, studentischen Szene erzählt und auf einem wahren Fall aus dem Jahr 2010 basiert. Wir haben mit ihm über die realen politischen Hintergründe und seinen persönlichen Bezug zu dieser Geschichte gesprochen, über seinen verdeckten Recherche- und Schreibprozess, über Wolf Haas und andere Referenzen, über Wanzen, miteinander in Konflikt geratene Identitäten und das literarische Spiel mit Verwandlungen.
51 Minuten
Kann es einen Menschen zweimal geben? In der neuen Podcastfolge ist Autorin Johanna Sebauer zu Gast. Nach ihrem Debütroman "Nincshof" und der mehrfach ausgezeichneten Erzählung "Das Gurkerl" erscheint mit Popóm ihr zweiter Roman – und genau darüber hatten wir die Freude, schon kurz vor dem Erscheinen des Buches sprechen zu dürfen. Popóm erzählt mit leisem Humor, Melancholie und einem feinen Gespür für die Absurditäten des Lebens von Identität, Sehnsucht und der Angst vor Verlust. Im Mittelpunkt steht der Ende zwanzigjährige Hendrik, der eines Abends in einem Kiosk einem älteren Mann begegnet und sofort die unerschütterliche Gewissheit hat, dass dieser Mann er selbst ist. Fasziniert und zunehmend besessen versucht Hendrik, den Fremden wiederzufinden und ihn davon zu überzeugen, dass er er ist. Gleichzeitig gerät sein Alltag aus den Fugen und Hendrik verliert sich immer stärker in der Suche nach einer Erklärung für das Unfassbare. Ein Gespräch über große Fragen, kleine Zufälle und die Möglichkeiten eines anderen Lebens.
1 Stunde 7 Minuten
Lyrikinfluencerin und Lyrikaktivistin - zwei Bezeichnungen, die einem in den Sinn kommen, wenn man die Tätigkeiten von Siljarosa Schletterer zusammenzufassen versucht. Sie studierte Literatur- und Musikwissenschaft und lebt als freie Autorin und Literaturvermittlerin in Innsbruck. Dort organisiert sie das alljährlich im Juni stattfindende internationale Lyrikfestival W:ORTE mit, ist Vorstandsmitglied der IG Autorinnen Autoren Tirols, moderiert, organisiert, inspiriert - und nicht zuletzt schreibt sie auch: 2022 erschien ihr erster Gedichtband, "azur ton nähe - flussdiktate", 2025 "entschämungen. körperkantate", beide bei Limbus. Sie hat sich und ihr Wirken dem Ziel verschrieben, die Lyrik einem breiten Publikum zugänglich zu machen - dazu hat sie 2025 das Format der Lyriksprechstunde auf Instagram ins Leben gerufen, das wir - Rebekka und Irene - in dieser Podcastfolge aufgreifen wollen. Entstanden ist ein Gespräch rund um Poesie, Lesen und Schreiben, gespickt mit eigenen Gedichten und Lyrikempfehlungen und abgeschlossen durch das “Trakl-Orakel”. Was das ist? Hört selbst.
60 Minuten
Zum ersten "Buchgeburtstag", ein Jahr nach dem Erscheinen ihres vielbeachteten Debütromans "Am Samstag gehen die Mädchen in den Wald und jagen Sachen in die Luft" sprechen wir in dieser Folge mit Fiona Sironic. Der Roman führt uns in eine nahe Zukunft, in der die Klimakrise eskaliert ist: Wälder brennen, Tierarten verschwinden, Wasser wird zur knappen Ressource. Im Zentrum steht die 15-jährige Era, die am Rand eines Waldes lebt und obsessiv das Aussterben von Vogelarten dokumentiert. Gleichzeitig verfolgt sie online das Leben der Schwestern Maja und Merle, die als Kinder von Influencer-Müttern aufgewachsen sind – und nun versuchen, ihre vollständig dokumentierte Vergangenheit auszulöschen, indem sie Datenträger im Wald sprengen. Während sich eine ganze Generation gegen ihre digitale Vereinnahmung auflehnt, entwickelt sich zwischen Era und Maja eine Liebesgeschichte. Rebekka und Irene haben mit Fiona über ihre Arbeitsweisen und über digitale Identität und Überdokumentation gesprochen, über das Sammeln und Archivieren ihrer Figur Era und die Zerstörungswut von Maja, über Klimakatastrophen, Rückzugsorte, aber auch über Tauben und Kakapos und die Frage, wie all das in diesem Roman zusammenfindet.
47 Minuten
Spätestens seit ihrem Erfolgsroman “Ich nannte ihn Krawatte” ist Milena Michiko Flašar aus der deutschsprachigen Literaturlandschaft nicht mehr wegzudenken. Ihre Bücher verhandeln auf literarisch raffinierte Weise Themen wie Vergänglichkeit und Tod, Einsamkeit und unerfüllte Sehnsüchte. Bei einer Tasse japanischem Tee sprechen wir mit der Autorin über ihre neuesten Bücher - und das sind gleich drei: “Der Hase im Mond” versammelt surreal-fantastische “japanische Geschichten”, in denen nicht nur eine Füchsin und mehrere Doppelgänger*innen eine Rolle spielen. Außerdem geht es um die beiden Essays “Sterben lernen auf Japanisch” und “Gedankenspiele über die Einsamkeit”, anhand derer uns die Autorin über Persönliches wie auch über ihr Schreiben und ihre Beziehung zu Japan, dem Schauplatz ihrer Bücher, erzählt. Die Folge ist in freundlicher Kooperation mit dem Literaturhaus am Inn entstanden.
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Über diesen Podcast

Im Literaturpodcast Auf Buchfühlung geht es einmal im Monat um all das, was Literatur ist und all das, was Literatur kann. Wir sprechen mit Autorinnen und Autoren, besuchen literarische Veranstaltungen und berichten über Literaturpreise und -festivals, Buchmessen, literarische Cafés, Poetry Slams… eben über alles, was das literarische Leben in Österreich und auch darüber hinaus spannend macht.
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