Episoden

Mentale Stärke in der Grundausbildung – so bereiten wir Neue auf das Einsatzleben vor
07.01.2026
29 Minuten
Einleitung: Fachlich top – mental oft unvorbereitet Die Grundausbildung vermittelt Wissen, Abläufe und Sicherheit. Was häufig fehlt, ist die psychische Vorbereitung auf das Feuerwehrleben. Nicht nur auf Einsätze, sondern auf Dienstrealität, Teamkultur, Verantwortung und dauerhafte Belastung. Zwei Einstiegstypen, zwei blinde Flecken Neue starten meist aus zwei Richtungen: als Quereinsteiger oder aus der Jugendfeuerwehr übernommen. Beide bringen Stärken mit. Beide haben Risiken, die in der Ausbildung oft nicht thematisiert werden. Quereinsteiger: Motivation ohne Orientierung Quereinsteiger sind häufig hochmotiviert, kennen aber die informellen Regeln nicht. Typische Fragen bleiben unausgesprochen: Wie funktioniert Kommunikation in der Einheit? Wann darf ich nachfragen? Wie gehe ich mit Fehlern um, ohne meinen Platz zu verlieren? Ohne psychische Orientierung entsteht Unsicherheit, Anpassungsdruck und die Angst, negativ aufzufallen. Übernahme aus der Jugendfeuerwehr: Rollenwechsel unter Druck Wer aus der Jugendfeuerwehr kommt, kennt die Organisation, erlebt aber einen harten Übergang. Aus Lernen wird Verantwortung. Aus Zuschauen wird Entscheiden. Dieser Rollenwechsel erzeugt Druck, selbst bei fachlich starken Kräften. Wenn mentale Vorbereitung fehlt, entsteht Überforderung statt Wachstum. Warum mentale Vorbereitung Teil der Grundausbildung sein muss Feuerwehrdienst bedeutet langfristige Belastung: Verantwortung, Fehlerkultur, Erwartungsdruck und Teamdynamik. Wenn psychische Vorbereitung dem Zufall überlassen wird, steigen Risiken für Frust, Rückzug und Ausstieg. Fazit: Technik reicht nicht Mentale Stärke ist keine Zusatzoption. Sie ist Voraussetzung für Stabilität, Teamfähigkeit und langfristiges Engagement. Wer neue Kräfte wirklich halten will, muss psychische Vorbereitung fest in der Grundausbildung verankern.
Mehr
Frohes neues Jahr wünschen Hermann und Carina
31.12.2025
22 Minuten
Neujahr für Einsatzkräfte Der Jahreswechsel ist oft laut, schnell und voll. Gerade für Einsatzkräfte lohnt es sich, kurz innezuhalten und genau das wollen wir mit unseren kleinen Reflektionsfragen erreichen. Drei Fragen, die wirklich etwas bewegen können, wenn man sie sich ehrlich beantwortet: Stelle dir folgende Fragen: • Welche Situation in diesem Jahr hat mich wirklich geprägt, vielleicht stärker, als ich es mir eingestehen möchte? • Wo warst ich stark, nicht im Sinne von funktionieren, sondern im Sinne von "menschlich" bleiben? • Was darf im alten Jahr bleiben, damit ich leichter und klarer in das neue starten kann? • und die Abschlussfrage (+1): Woran möchte ich Ende des nächsten Jahres erkennen, dass dieses Jahr gut für mich war? Wir vom gesamten Einsatzleben-Podcast- und Brand Punkt Team wünschen dir und euch einen grandiosen, >reflektierten< Jahreswechsel und bleibt gesund!!! Eure Carina, euer Hermann & Team :-) Prost Neujahr!
Mehr
Süßer die Glocken nie klingen…und der Piepser auch!
24.12.2025
34 Minuten
Weihnachten in BOS Familien ist anders Kerzenschein, Familie, Dankbarkeit. Und dann geht der Piepser. In vielen Familien mit Feuerwehr, Rettungsdienst oder Katastrophenschutz ist das Realität. Zwischen Fürsorge, Pflichtgefühl und dem Wunsch, einfach nur Familie zu sein. Wenn Schuldgefühle und Stress heimlich mitfeiern Der Einsatz reißt jemanden raus. Zurück bleiben Partner, Kinder, Eltern. Oft mit Sorge, manchmal mit Frust. Und wer wieder heimkommt, bringt häufig Adrenalin, Kopfkino und Unruhe mit. Genau dort entstehen Missverständnisse und Streit. Nicht, weil jemand böse Absicht hat. Sondern weil die Situation emotional anspruchsvoll ist. Warum Dankbarkeit allein nicht reicht Wertschätzung ist wichtig. Aber sie löst das Problem nicht. Es braucht Struktur, Klarheit und einfache Mini Strategien, die realistisch funktionieren. Nicht theoretisch, sondern alltagstauglich. Drei kleine Hilfen für Weihnachten und jede andere Familienzeit 1. Der 90 Sekunden Übergang nach dem Einsatz Nach der Rückkehr bewusst stoppen. Drei bewusste Atemzüge. Wahrnehmen, was noch arbeitet. Kurz benennen, was gerade gut tut. Erst dann zurück in die Situation. 2. Drei Bremsen für Eskalation Kurz Pause statt direkt reagieren. Ich Botschaften statt Vorwürfe. Und klare, ruhige Sätze statt langen Diskussionen. 3. Ein einfacher Heiligabend-Plan Vorher kurz darüber sprechen, was sein kann. Wer was braucht. Was machbar ist. Und was nicht. Das nimmt Druck raus und schützt Beziehungen. Gemeinschaft bleibt der wichtigste Schutzfaktor Niemand braucht Perfektion. Aber ehrliche Worte, Verständnis und kleine Schritte machen Weihnachten stabiler. Für Einsatzkräfte. Für Familien. Für dieses besondere Miteinander. Mit diesem kleinen Weihnachts-Antistress-Strategieplan entlasen wir euch nun in das bevorstehende Weihnachtsfest. Das gesamte Brand Punkt Team wünscht euch allen eine wunderbare Weihnachtszeit und auf dass ihr alle wohlbehalten aus euren Einsätzen zurückkehrt! Euer Hermann, Carina und Team
Mehr
Nach dem Einsatz: Warum Weglaufen keine Lösung ist
17.12.2025
27 Minuten
Nach dem Einsatz... und dann? Raus aus der Kluft, unter die Dusche, zurück ins normale Leben. Für viele Einsatzkräfte ist das der einzige Wunsch nach einer Belastungslage. Gleichzeitig sitzt der Einsatzleiter noch da mit Verantwortung auf den Schultern: Fürsorgepflicht, Haftung, Arbeits- und Gesundheitsschutz. Zwei Welten, ein Konflikt Auf der einen Seite Führungskräfte, die absichern, dokumentieren und auffangen müssen. Auf der anderen Seite Einsatzkräfte, die keine Lust auf Pflichtnachbesprechungen oder emotionale "Zwangsrituale" haben. Beide wollen eigentlich dasselbe: dass es gut weitergeht. Beide reden oft aneinander vorbei. Gut gemeint ist oft schlecht gemacht Viele Maßnahmen nach dem Einsatz sind fachlich gedacht aber manchmal schlecht umgesetzt. Standardisierte Nachbesprechungen ohne Fingerspitzengefühl bewirken oft genau das Gegenteil: Widerstand, Abwehr, Rückzug. Verantwortung ohne Übergriffigkeit In dieser Folge geht es um Führung, die nicht kontrolliert, sondern eher schützt. Und um Einsatzkräfte, die ihre eigenen Grenzen erkennen, ohne wegzudrücken oder zu bagatellisieren. Was du aus der Folge mitnimmst: • Warum „Passt schon“ kein verlässlicher Zustand ist. • Welche Denkfehler Führungskräfte immer wieder machen. • Wie Fürsorge funktioniert, ohne zu bevormunden. • Wie du Belastung wahrnimmst, bevor sie dich einholt.
Mehr
Feuerwehr trifft Rettungsdienst - wie geht’s uns eigentlich miteinander?
10.12.2025
31 Minuten
Feuerwehr trifft Rettungsdienst – Wie geht es uns eigentlich miteinander? Im Einsatz greifen Abläufe und Entscheidungen oft wortlos ineinander. Feuerwehr und Rettungsdienst funktionieren, zumindest im Einsatz. Aber wie sieht es dahinter wirklich aus? Zwischen Kooperation und Konflikt Wir sprechen offen über Spannungen zwischen den “Roten” und den “Weißen”: über Klischees, Reibungspunkte, Funkdisziplin, Zuständigkeiten und über das, was passiert, wenn Hierarchien aufeinandertreffen. Wenn Rollen aufeinanderprallen Was macht es mit jungen Einsatzkräften, wenn sie sich zwischen zwei Welten bewegen? Was passiert, wenn Respekt fehlt oder Kommunikation scheitert? Es geht nicht nur um Probleme. Wir schauen auch dorthin, was gut läuft: • gemeinsame Ausbildung • ehrlicher Austausch • Führung auf Augenhöhe • klare Rollen statt Zuständigkeitsgerangel Diese Folge liefert konkrete Impulse für mehr Verständnis, bessere Zusammenarbeit und weniger Reibung im Einsatz. Wenn du Feuerwehrler und/oder Rettungsdienst-Mensch bist oder in der Leitstelle arbeitest, ist diese Folge für dich.
Mehr

Über diesen Podcast

Einsatzkräfte sind auch nur Menschen? Ja, so ist es und genau darum geht es im Einsatzleben-Podcast. Mit Servus, Hallo und Guuude, begrüßt euch der gebürtige Hesse Hermann Zengeler seit über 300 Folgen jeden Mittwoch und berichtet über seine Erfahrungen aus über 40 Jahren Einsatzzeit. Er teilt mit den Hörern und Hörerinnen sein Wissen als Experte für Resilienzstärkung, Motivationserhalt und als Konflikt- und Krisenmanager für Hilfsorganisationen. Gemeinsam mit der Redaktions- und Produktionsleitung werden spannende Themen recherchiert und aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln beleuchtet, mit dem Ziel, das Thema "mentale Gesundheit im Einsatzkontext" zu enttabuisieren und einen echten Mehrwert für die Hörer und Hörerinnen zu schaffen. Und was sollen wir sagen: Volltreffer! Mittlerweile hat sich der Podcast zum erfolgreichsten Podcast im Einsatzwesen in der Kategorie mentale Gesundheit entwickelt. Welche Ängste und Nöte haben Einsatzkräfte, vor während und nach ihren Einsätzen? Wie gehen Hilfskräfte mit Eskalationsphänomenen, Gewaltproblematiken und Anfeindungen um? Wie lernt man mit Stress umzugehen und seine Motivation zu schützen? Wie schafft man es wieder als Team zu funktionieren und richtig zu kommunizieren? Wie kann man schlimme Einsatzbilder und mentale Krisen überstehen und was lernt man trotz aller Wut, Angst, Ekel und Hass Positives daraus? All diese Fragen finden ihre Antworten in den unterschiedlichen Episoden. Dazu holt sich Hermann immer wieder Interviewpartner hinzu, die selbst einiges aus ihrem Einsatzleben zu berichten haben und Experten diverser Gebiete rund um das Thema MEHR MENSCH im Einsatzwesen. Werde Teil unserer stetig wachsenden Einsatzleben-Podcast-Community und abonniere den kostenfreien Podcast (verfügbar auf allen gängigen Podcast-Apps). Hilf uns dabei die Botschaft des Einsatzleben-Podcasts zu verbreiten, teile die Folgen, empfehle den Podcast weiter und hinterlasse eine 5-Sterne Bewertung. Hast du einen bestimmten Themenwunsch oder hast du vielleicht eine Einsatzstory zu erzählen, die zum Thema passt? Schreibe uns gerne eine Nachricht an kontakt@brand-punkt.de. Homepage: https://www.brand-punkt.de Facebook: https://www.facebook.com/brandpunktcoaching/ https://www.instagram.com/brand_punkt/

Kommentare (0)

Lade Inhalte...

Abonnenten

15
15