#digdeep - Neues aus der digitalen Welt
Alles zur Digitalisierung aus Wissenschaft und Wirtschaft.
Podcaster
Episoden
29.01.2026
50 Minuten
n dieser Folge sprechen wir mit Anna Kopp, Director Microsoft
Digital Germany, über eine der zentralen Fragen unserer Zeit: Wie
bringen wir technologische Innovation – insbesondere KI und Agenten
– sinnvoll mit menschlicher Arbeit zusammen? Anna blickt auf über
20 Jahre bei Microsoft zurück und beschreibt eindrucksvoll, wie
sich Arbeit seit der Pandemie verändert hat: mehr Meetings, mehr
E-Mails, mehr Komplexität – bei gleichbleibenden Zielen. Wir
diskutieren, warum KI für viele Wissensarbeiter inzwischen
unverzichtbar ist, wo ihre Grenzen liegen und weshalb Governance,
Datenqualität und Unternehmenskultur entscheidender sind als
einzelne Tools. Ein besonderer Fokus liegt auf Agentic AI: Was
Agenten heute schon leisten, warum sie eher wie neue Kolleginnen
und Kollegen als wie Apps zu verstehen sind und weshalb Unternehmen
jetzt lernen müssen, mit Tausenden von Agenten strukturiert
umzugehen. Anna erklärt, warum gute Daten die Grundlage jeder
KI-Nutzung sind und weshalb Innovation immer von echten Problemen
ausgehen sollte – nicht von Technologiebegeisterung allein. Wir
sprechen außerdem über digitales Mindset, Lernkultur, Verantwortung
der Geschäftsführung und darüber, warum Transformation ohne Zeit
zum Nachdenken nicht funktionieren kann. Eine Folge über
Technologie – und vor allem über Menschen. Darum geht es in dieser
Folge: Die Rolle von KI in der Arbeitswelt Mensch vs. Maschine: Die
Zukunft der Arbeit Agenten und ihre Rolle in der Unternehmenswelt
Governance und Sicherheit in der digitalen Welt Teamarbeit und
Ergebnisse Kultur und Lernumgebung Digitales Mindset und
Transformation Innovationsansätze und Problemlösungen
Zusammenarbeit zwischen Mensch und KI
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15.01.2026
37 Minuten
In dieser Folge geht es nach Las Vegas: Wir berichten live von der
CES, der weltweit größten Messe für Consumer-Elektronik – und
inzwischen auch eine der Leitmessen der globalen
Automobil-Industrie. Für Auto-Fans war auf der diesjährigen CES
wenig zu beobachten – könnte man meinen. Denn die meisten
Hersteller verzichteten auf große Stände und Fahrzeugvorstellungen.
Sehr spannend ist aber dennoch, was unter der Motorhaube passiert.
Und da bahnen sich weitere große Disruptionen an. Zentrales Thema
war der Perspektivwechsel: Weg von sichtbaren Gimmicks, hin zu den
strukturellen Grundlagen moderner KI. Hardware wird zunehmend
Commodity, der eigentliche Wettbewerb verlagert sich auf
Trainingsdaten, Simulationsumgebungen, Reasoning-Modelle und
skalierbare Infrastrukturen. Die wichtigste KI-Anwendung im Auto
bleibt dabei das automatisierte Fahren. Besonders spannend ist
dabei der Umgang mit dem „Longtail“ – jenen seltenen, aber
sicherheitskritischen Situationen, die autonome Systeme heute noch
vor große Probleme stellen. Und hier hilft die KI der KI, wie die
spannende Keynote von NVIDIA-Gründen Jen-Hsun Huang aufzeigte. Das
große Leitmotiv der CES war Physical AI: Nach der Sprache erobern
nun KI-Modelle auch die dreidimensionale Welt und kombinieren
Sprache, Bilder, 3D und Aktionen. Humanoide Roboter können sich wie
Menschen bewegen, wenngleich es mit dem gesunden Menschenverstand
noch etwas hapert. Aber eines ist klar: autonome Fahrzeuge werden
nur eines von vielen physischen KI-Endgeräten sein, und unsere Welt
wird um viele technische Mitbewohner reicher werden. Wie wir uns in
dieser neuen Wohngemeinschaft wohl gemeinsam arrangieren werden?
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25.12.2025
55 Minuten
In dieser Folge nehmen wir uns gemeinsam mit dem Soziologen Armin
Nassehi die vielleicht wichtigste Frage unserer Zeit vor: Warum
wissen wir so genau, was sich ändern muss – und scheitern dennoch
regelmäßig an der Umsetzung? Wir starten mit der Diagnose einer
kollektiven Transformationsmüdigkeit. Klimawandel, Digitalisierung,
geopolitische Verschiebungen – die Ziele sind formuliert, die
Probleme benannt, die Dringlichkeit unbestritten. Und doch passiert
gefühlt zu wenig. Armin zeigt, dass dieses Gefühl kein
individuelles Versagen ist, sondern tief in den Strukturen moderner
Gesellschaften verankert liegt. Dabei müssen wir klar zwischen
Organisationen und Gesellschaften unterscheiden. Unternehmen
funktionieren, weil sie die „Fiktion der Steuerbarkeit“
aufrechterhalten: klare Ziele, klare Verantwortlichkeiten,
definierte Erfolgsparameter. Gesellschaften hingegen sind keine
Firmen. Wer versucht, sie mit denselben Logiken zu führen, landet
bei überbordender Bürokratie, Kontrollillusionen oder – historisch
betrachtet – autoritären Tendenzen. Wir sprechen auch darüber,
warum die große politische Gesten zwar mobilisieren, aber selten
transformieren. Warum echte Veränderung nicht aus moralischen
Appellen entsteht, sondern aus mühsam ausgehandelten, kleinteiligen
Schritten – und weshalb Win-win-Konstellationen zwischen Politik,
Wirtschaft, Wissenschaft und Kommunen entscheidender sind als jede
Sonntagsrede. Zum Schluss wird es grundsätzlich: Wir ordnen KI und
Digitalisierung als Medienbruch ein, vergleichbar mit dem
Buchdruck. Daten werden zur eigentlichen Wirklichkeit, KI spiegelt
uns unser eigenes Denken als Muster-Rekombination – und stellt
damit unsere klassische Vorstellungen von Expertise in Frage. Der
neue Experte ist nicht mehr derjenige, der alles weiß, sondern
derjenige, der mit diesen Systemen kritisch und produktiv umgehen
kann. Armin Nassehis Blick hilft, Transformation nicht länger zu
romantisieren oder managen zu wollen, sondern sie als das zu
begreifen, was sie ist: ein komplexer, konfliktreicher, sozialer
Prozess, der uns alle betrifft – im Unternehmen, im Privaten und in
der Gesellschaft.
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11.12.2025
54 Minuten
Eine Studie des MIT hat vor einigen Wochen viele aufgeschreckt: KI
scheint zwar in privater Hand längst zum Alltag zu gehören, aber
die Anwendungen in den Firmen bleiben weit hinter der Erwartungen
zurück. Viel Lärm um nichts also? Weit gefehlt. Denn wie so oft
sind die vielversprechenden Narrative nicht unbedingt hilfreich, um
neue Technologien tatsächlich produktiv zum Einsatz zu bringen.
Nicht ohne Grund braucht es viel Expertise, um in industriellen
Anwendungen Produkte und Services auf den Markt zu bringen. Wenn KI
hier helfen soll, die Produktivität zu steigern - und langweilige
Routinejobs zu automatisieren -, dann müssen Mensch und Maschine
beginnen, eng zusammenzuarbeiten. Denn ganz gleich, wie gut die
"Foundational Models" sind, sie brauchen auch in nächster Zeit noch
menschliches Bewertungsvermögen, um das wahrscheinlichste Ergebnis
vom richtigen Ergebnis zu unterscheiden. Und das bedeutet: Die
erfolgreiche Einführung von KI in Unternehmen ist weit mehr als
eine technische Frage, sie benötigt die Einbeziehung der
Mitarbeitenden von Anfang an - sonst sind die Projekte zum
Scheitern verurteilt. Unser Studiogast Prof. Sabine Pfeifer
untersucht am Institut für Soziologie der
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, wie dieses
Zusammenspiel von Technik, Arbeit und Gesellschaft erfolgreich
gelingen kann. #digdeep ist stolzer Teil der Brand Eins
Podcast-Familie!
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Über diesen Podcast
Wie funktioniert die digitale Transformation und welche
Auswirkungen hat sie auf unser Leben? Wir schauen aus Wissenschaft
(Frauke) und Wirtschaft (Christof) und die aktuellen digitalen
Trends. Unsere Interview-Gäste bringen Praxiserfahrung und
wissenschaftliche Tiefe ein - eine Stunde "dig deep"!
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