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547 Episoden
52 Minuten
100 Jahre nach der Russischen Revolution stellt sich im Hinblick auf Lateinamerika nicht nur die Frage, wie insbesondere marxistisch-leninistische Ideen im Laufe des vergangenen Jahrhunderts rezipiert wurden und welches die konkreten Auswirkungen der Russischen Revolution waren. Auch wie sich ein eigenes revolutionäres Potential in der Region entwickelte und in welchem Verhältnis dies zu europäischen Varianten der Etablierung, Sicherung, Überwindung und Erinnerung sozialistischer und kommunistischer Systeme steht, wirft ein Licht auf Spielarten einerseits und übergreifende Ansprüche sozialistischer und kommunistischer Strukturen andererseits: Wie entstanden mit dem kurzen 20. Jahrhundert in Lateinamerika Nährböden für sozialistische und kommunistische Utopien und welche Realitäten erwuchsen daraus, verschwanden oder blieben erhalten und wie werden diese Utopien und Realitäten erinnert?
29 Minuten
Die Deutsche Gesellschaft e. V. und die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur begaben sich auf einer Konferenz anlässlich des 100. Gedenkjahres auf Spurensuche nach der europäischen Erfahrung mit dem Kommunismus im 20. Jahrhundert.
1 Stunde 18 Minuten
Das Gedenkjahr 2017 lud 100 Jahre nach der Russischen Revolution dazu ein, an das historische Ereignis, seine Ursachen und seine Folgen zu erinnern, sowie es in einen internationalen Kontext einzuordnen. Erinnerungspolitisch fehlt bis heute ein gemeinsames totalitäres Erbe, das seinen Ausgangspunkt in der Oktoberrevolution von 1917 nahm. Dies gilt insbesondere für Deutschland und die Länder Ostmitteleuropas, aber auch für das westlich-demokratische Europa, das sich bis 1989/90 in einer permanenten Blockkonfrontation mit dem kommunistischen Osten befand oder durch das Wirken kommunistischer Parteien beeinflusst wurde.
43 Minuten
Das Gedenkjahr 2017 lud 100 Jahre nach der Russischen Revolution dazu ein, an das historische Ereignis, seine Ursachen und seine Folgen zu erinnern, sowie es in einen internationalen Kontext einzuordnen. Erinnerungspolitisch fehlt bis heute ein gemeinsames totalitäres Erbe, das seinen Ausgangspunkt in der Oktoberrevolution von 1917 nahm. Dies gilt insbesondere für Deutschland und die Länder Ostmitteleuropas, aber auch für das westlich-demokratische Europa, das sich bis 1989/90 in einer permanenten Blockkonfrontation mit dem kommunistischen Osten befand oder durch das Wirken kommunistischer Parteien beeinflusst wurde.
24 Minuten
Die Deutsche Gesellschaft e. V. und die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur begaben sich auf einer Konferenz anlässlich des 100. Gedenkjahres auf Spurensuche nach der europäischen Erfahrung mit dem Kommunismus im 20. Jahrhundert.
1 Stunde 49 Minuten
There were those in the Soviet Union and outside who greatly admired the Soviet commitment to science and technology. There were others who thought that the Soviet system inhibited scientific progress and technological innovation. And there were critics who regarded Soviet communism as a product of science and modernity, the perverse extreme of the belief that the world can be understood as a system and directed to the benefit of humanity. What does the Soviet experience tell us about science and technology? And what do science and technology tell us about the Soviet Union?
1 Stunde 11 Minuten
Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur veranstaltete zusammen mit dem Gustav-Stresemann-Institut am 16. Oktober 2017 die Podiumsdiskussion 'Kommunismus in Westdeutschland - Die bundesrepublikanische Gesellschaft und ihre linke Herausforderung'. Im Fokus stand die Frage nach der Bedeutung des Linksextremismus sowie kommunistischer Parteien und Gruppierungen im historischen Westdeutschland und der bundesrepublikanischen Gegenwart.

In diesem Zusammenhang wurde auch die biografische Konversion früherer Kommunisten stalinistischer oder maoistischer Prägung hin zu etablierten Politikern im bundesrepublikanischen Politikbetrieb betrachtet. Die Podiumsdiskussion fand in den Räumen des Gustav-Stresemann-Instituts in Bonn statt.
1 Stunde 50 Minuten
Vorgestellt und diskutiert wurde das Buch von Karl-Heinz Baum: Kein Indianerspiel. DDR-Reportagen eines Westjournalisten, das im Ch. Links Verlag erschienen ist. Karl-Heinz Baum war von 1977 bis 1990 als DDR-Korrespondent der Frankfurter Rundschau tätig.
1 Stunde 48 Minuten
Die Strukturen der DDR-Agrarwirtschaft prägen bis heute die ländlichen Räume in Ostdeutschland. Betriebe sind dort durchschnittlich fünfmal größer als im Westen und stärker agrarindustriell geprägt, Familienbetriebe und bäuerliche Landwirtschaft hingegen sind kaum vorhanden. In der SED-Diktatur wurde die Landwirtschaft nach sowjetischem Modell und ideologischen Vorgaben umgestaltet. Bodenreform, Enteignungen und Zwangskollektivierung hatten die flächendeckende Proletarisierung der Bauern und die Einrichtung Landwirtschaftlicher Produktionsgenossenschaften (LPG) zum Ziel. Im Zuge der deutschen Vereinigung profitierten oft alte DDR-Agrarkader von der Privatisierung der agrarindustriellen Betriebe und Flächen. Die übernommenen Strukturen sind heute attraktiv für große Konzerne und Kapitalanleger.

Die fünfte Veranstaltung der Reihe »Deutschland 2.0« im Jahr 2017 fragte nach den Spuren der DDR in der ostdeutschen Landwirtschaft. Es wurde unter anderem untersucht, wie sich personelle und strukturelle Kontinuitäten auf die ländliche Wirtschaft und Gesellschaft auswirken, wie die aktuelle politische Debatte darüber verläuft und welche Zukunft der ländliche Raum im Osten zu erwarten hat.
1 Stunde 43 Minuten
Beyond Eisenstein's cinematic images and online websites of old Bolshevik posters, what is lasting and significant about the Soviet conceptualization of propaganda and its operationalization through mass media, both domestic and international, over the course of the twentieth century?
1 Stunde 29 Minuten
Erstmals wird die deutsche Einheit aus gesamteuropäischer Perspektive in den Blick genommen: Über zwanzig Länderstudien namhafter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem In- und Ausland beschreiben die unterschiedlichen Reaktionen auf den Mauerfall vom 9. November 1989, der die deutsche Frage unverhofft auf die Tagesordnung der internationalen Politik setzte. Der von Michael Gehler und Maximilian Graf herausgegebene Sammelband schließt nicht nur eine Forschungslücke. Er ist zugleich die Vorgeschichte der europäischen Integration, die nach den friedlichen Revolutionen in Ostmitteleuropa mit so vielen Hoffnungen vorangetrieben wurde und die heute immer häufiger infrage gestellt wird.

Die Veranstalter luden aus Anlass des Erscheinens des Sammelbandes zum Podiumsgespräch mit Deborah Cuccia, Universität Florenz, György Dalos, Schriftsteller und Historiker, Mitherausgeber Maximilian Graf, Europäisches Hochschulinstitut Florenz, Bernd Greiner, Berliner Kolleg Kalter Krieg, sowie Horst Teltschik, 1989 / 90 Sonderbeauftragter der Bundesregierung für die Verhandlungen mit Polen, ein. Moderation: Hermann Wentker, Institut für Zeitgeschichte München - Berlin. In den Abend führte Mitherausgeber Michael Gehler, Universität Hildesheim, ein.
1 Stunde 32 Minuten
Schüler haben nur wenig historisches Faktenwissen, interessieren sich aber für die deutsche Zeitgeschichte nach 1945. Dies ist der Ausgangspunkt des Sammelbands "Diktatur und Demokratie im Unterricht: Der Fall DDR", der Impulse für die Auseinandersetzung mit der Geschichte der SED-Diktatur und deutschen Teilung im Schulunterricht gibt: Welche inhaltlichen und didaktischen Schwerpunkte verfolgen die Lehrkräfte? Besitzen sie die notwendigen Materialien, Konzepte und Ressourcen, um Schüler für den Unterschied von Demokratie und Diktatur in der deutschen Nachkriegsgeschichte zu sensibilisieren?

Der Sammelband enthält 25 Beiträge, die sich mit dem Forschungsstand in der Geschichtswissenschaft, den Erkenntnissen der Geschichtsdidaktik, der Aufarbeitung sowie der Realität des Klassenzimmers auseinandersetzen. Es werden geschichtsdidaktische und fachpolitische Kontroversen sichtbar und die Rahmenbedingungen des zeithistorischen Lernens vorgestellt. Bei der Veranstaltung kamen Lehrkräfte mit ihren Erfahrungen und Projekten zu Wort, die zeigen, auf welche Weise historisches Lernen an Schulen in Deutschland tatsächlich stattfindet.
1 Stunde 50 Minuten
In der Entschließung des Europäischen Parlaments von 2009 zur Einrichtung eines "Europäischen Gedenktages für die Opfer aller totalitären Regime" heißt es, Europa werde erst dann wirklich vereint sein, wenn es gelungen ist, eine gemeinsame Grundlage für die Erinnerung und das Gedenken an die Opfer von Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu schaffen. Die komplexe und vielfach miteinander verflochtene Geschichte Europas ist im "kurzen 20. Jahrhundert" geprägt von Gewalt und Krieg, von wechselnden Bündnissen und Koalitionen, von Krieg, Vertreibung und Völkermord. Erst nach den beiden verheerenden Weltkriegen wuchs die Überzeugung, dass es einer supranationalen Zusammenarbeit bedarf, um künftige Konflikte friedlich miteinander zu lösen. Bei allen Erfolgen des europäischen Einigungsprozesses sehen wir uns heute wieder mit neuen Konflikten und Bündnislinien konfrontiert, welche die etablierten westlichen Demokratien in Frage stellen. Diese neuen Krisen entstehen oft aus alten Konflikten. Aus den Schlachtfeldern der Vergangenheit wurden nunmehr "Schlachtfelder der Erinnerung" wie Claus Leggewie titelte.

Aus Anlass des 65. Geburtstages von Markus Meckel, für den die Herausforderung, eine gemeinsame europäische Erinnerung zu ermöglichen, ein Lebensthema geworden ist, wird ein prominent besetztes Podium der Frage nachgehen, wie weit die europäische Einigung im Hinblick auf die Betrachtung von Gewalt, Krieg und den beiden totalitären Systemen - Nationalsozialismus und Kommunismus - gediehen ist. Wie steht es um die oft zitierte geteilte Erinnerung in Europa? Welche Perspektive haben ost- und westeuropäische Länder aus ihren jeweiligen nationalstaatlichen Narrativenheraus und stehen diese einer europäischen Erinnerung entgegen? Es diskutieren Markus Meckel, Außenminister a. D. (Berlin), Prof. Dr. Irina Scherbakowa (Moskau), Prof. Dr. Włodzimierz Borodziej (Warschau) und Prof. Dr. Etienne François (Berlin/Paris). Die Diskussion wird moderiert von der Journalistin Sabine Adler.
1 Stunde 53 Minuten
100 Jahre Russische Revolution: 1917 errichteten die Bolschewiki ein kommunistisches Regime. Der Kommunismus sollte sich in der Folge zu einer tiefgreifenden Massenbewegung und einem weltweiten Herrschaftssystem entwickeln. Die Idee mobilisierte rund um den Globus viele Menschen und wurde zugleich zum Albtraum für Millionen - den Opfern der politischen Gewaltregime. Mit ihrem Themenjahr "Der Kommunismus: Utopie und Wirklichkeit" regte die Bundesstiftung Aufarbeitung 2017 deshalb zu einer umfassenden Auseinandersetzung mit der Geschichte des Kommunismus an.

Auch die 14. Zeitgeschichtliche Sommernacht widmete sich diesem Jahresschwerpunkt. Christoph Hein hat mit seinem neuen Roman "Trutz" ein Werk vorgelegt, das sich in besonderer Weise mit der Kunst und der Notwendigkeit des Erinnerns beschäftigt. In seiner einfühlenden Chronik der Lebensläufe zweier Familien, einer deutschen und einer russischen, lässt Hein ein Jahrhundert der Diktaturen lebendig werden: das Berlin der 1920er-Jahre, das Ende der Weimarer Republik und die Machtergreifung der Nationalsozialisten, das Moskau der Kriegs- und Nachkriegszeit, den Terror und die Verbrechen des Stalinismus in der Sowjetunion, die frühe DDR und die Umbrüche nach der deutschen Einheit. Eine Geschichte vom Leben und Sterben in der Diktatur. Ein Buch, das die Schrecken des 20. Jahrhunderts, des "Zeitalters der Extreme", erfahrbar macht und das sich dem Vergessen entgegenstemmt.
1 Stunde 30 Minuten
Ostdeutsche Kunst, Literatur und Kultur sind im vereinigten Deutschland allgegenwärtig. Die Malerei der "Leipziger Schule" ist weltbekannt, Autoren aus dem Osten feiern große literarische Erfolge und auf den Bühnen Berlins, Leipzigs oder Dresdens finden aufsehenerregende Inszenierungen und Konzerte statt. Zugleich müssen trotz künstlerischer Erfolge viele Kultureinrichtungen aus finanziellen Gründen schließen oder ihre Angebote stark einschränken, vor allem in der Provinz. In der DDR hingegen war die Kultur hoch subventioniert, sodass viele Künstlerinnen und Künstler ein gesichertes Auskommen hatten. Zugleich standen Formen und Inhalte der Kultur unter Kontrolle der Sozialistischen Einheitspartei (SED) und wurden zensiert. Nach 1989/90 kam es zu einem grundlegenden

Transformationsprozess der kulturellen Infrastruktur im Osten, der mit einem gravierenden Wandel für die kulturellen Akteure verbunden war.

Die vierte Veranstaltung der Reihe "Deutschland 2.0" im Jahr 2017 hat die Entwicklung des ostdeutschen Kulturbetriebs nach dem Ende der DDR thematisiert, das Spannungsfeld zwischen Ost-Erbe und westlichem Einfluss vermessen und nicht zuletzt nach dem Gewicht der Kultur in Politik und Gesellschaft gefragt.