Podcaster
Episoden
12.12.2017
20 Minuten
Ohne Soft Skills geht nichts im Job. Sie sind
allerdings nichts für Weicheier. Für Soft Skills
braucht es Mut
Willkommen zu Teil 3 der Serie über
Beziehungskompetenz im Business. In Teil 2 ging
es um die fünf Qualitäten, die emotional
intelligente Menschen auszeichnen. Bezug genommen
habe ich auf einen Artikel, der sich auf
Führungskräfte bezog. Dieser Artikel hier
zeigt, warum emotionale Intelligenz alleine nicht
ausreicht, um Menschen verantwortlich zu führen.
Sie reicht noch nicht einmal, um sich selbst
verantwortlich zu verhalten. Es braucht etwas,
das mich befähigt, diese Qualität in erlebbares
Verhalten zu verwandeln: Beziehungskompetenz. Die
gibt es nur mit Soft Skills, und die sind nichts
für Weicheier. Wer seine Soft Skills ausbilden,
oder noch besser: trainieren, will muss etwas
aushalten können: Ärger, Trauer und Angst zum
Beispiel. Das ist etwas für Mutige.
Sie wollen den Artikel lieber als Podcast hören?
Einfach hier klicken.
Alle Artikel zum Thema Beziehungskompetenz gibt
es hier.
Was erwachsene Menschen ausmacht
Ich stelle fest, dass Beziehungskompetenz etwas
ist, das Führungskräften besonders gut tut.
Weil sie andere Menschen führen. Aber sie ist
eine Grundqualität, die jeder erwachsene Mensch
braucht. Ich behaupte, sie ist die Qualität, die
erwachsene Menschen ausmacht. Die fünf
Qualitäten, die einen emotional intelligenten
Menschen auszeichnen sind nach David Goleman,
Autor des Bestsellers "EQ. Emotinale
Intelligenz": Selbstbewusstheit,
Selbstmotivation, Selbststeuerung, soziale
Kompetenz, Empathie.
Den EQ einsetzen
Hier geht es darum, warum diese Qualitäten
alleine wirkungslos bleiben. Es braucht etwas,
damit diese, Qualitäten, tatsächlich einen Effekt
haben. Damit sie die Effizienz von
Mitarbeitern steigern. Das hat ein Trainerkollege
von mir in einem Artikel auf business-wissen.de
sehr gut beschrieben: Thomas Holzer, Berater,
Coach und Wirtschaftsmediator in Freiburg.
Emotionale Intelligenz, schön und gut, aber wie
bringe ich sie dazu, dass sie wirkt? Fachwissen
alleine ist nicht das allein entscheidende
Merkmal, das ein Unternehmen zum Erfolg führt.
Immer wichtiger wird es, dass die Mitarbeiter in
der Lage sind, tragfähige Beziehungen aufzubauen
und zu halten. Die Beziehungskompetenz von
Mitarbeitern, von Auszubildenden, und vor allem
die von Führungskräften,wird immer wichtiger.
Diese Beziehungskompetenz basiert auf emotionaler
Intelligenz, aber eben auch auf Soft Skills.
Kernbereiche emotionaler
Intelligenz
Thomas Holzer bezieht sich auf ein Buch, auf den
Bestseller „EQ. Emotionale Intelligenz“ von
Daniel Goleman. Das stammt aus den 90er Jahren,
ist aber immer noch interessant. Goleman schreibt
zum Beispiel, dass es wichtig ist, die eigenen
Gefühle, und auch die anderer wahrzunehmen. Er
unterscheidet, wie in der vorherigen Episode
aufgeführt, zwischen fünf Kernbereichen
emotionaler Intelligenz.
Selbstbewusstheit Wer Hard und
Soft Skills in der Balance hält, ist im Beruf
erfolgreich.
Selbstbewusstheit ist die Fähigkeit, die eigenen
Gefühle bewusst wahrzunehmen. Ich muss ein
bisschen schmunzeln, wenn ich solche
Formulierungen lese. Ich würde einfach sagen, die
eigenen Gefühle zu fühlen. Denn das bringt uns
näher an das, worum es geht. Wir fühlen Trauer,
wir fühlen Ärger, wir fühlen Angst oder wir
fühlen Freude. Das tun wir unentwegt. Wir nehmen
nur oft nicht wahr, dass wir etwas fühlen. Ich
trainiere Menschen darin, zwischen diesen vier
Gefühlen zu unterscheiden: Ärger, Trauer, Angst
und Freude. Wer dazu in der Lage ist, nimmt seine
Gefühle deutlich differenzierter wahr als es die
meisten Menschen tun. Und nur wer sie wahrnimmt,
kann sie nutzen und in Soft Skills verwandeln.
Selbstregulation
Emotional intelligente Menschen können ihre
Gefühle bewusst nutzen. Sie können sich zum
Beispiel entscheiden, mit ihrer Angst sehr
bewusst umzugehen. So können sie die Angst
nutzen, um aufmerksam und vorsichtig zu sein und
dennoch zu tun, was eben ansteht. Ich kann Soft
Skills aber auch auf eine Art einsetzen, die ganz
und gar nicht als weich wahrgenommen wird: Meinen
Ärger kann ich nutzen, um klare Worte zu
sprechen, um Grenzen zu setzen, um ein „Nein“
auszusprechen. Ich kann meine Fähigkeit zu
trauern ganz bewusst einsetzen, um empathisch zu
sein, um mitzufühlen, was in meinem Gegenüber
vorgeht. Diese Fähigkeit bezeichnet Goleman als
Selbstregulation. Ich nenne das verantwortlichen
Umgang mit Gefühlen.
Selbstmotivation
Der verantwortliche Umgang mit meinen Gefühlen
ermöglicht es mir, klare Prioritäten zu setzen.
Ich kann beispielsweise meinen Ärger nutzen, um
meiner Bequemlichkeit eine klare Grenze zu
setzen: Nein, ich bleibe nicht im Bett liegen.
Ich stehe auf und gehe meine Aufgaben mit Mut und
Entschlossenheit an. Das ist nichts anderes als
ganz praktische Selbstmotivation.
Empathie
Im Aspekt Empathie hat mein Kollege Holzer einen
wichtigen Punkt versteckt. „Je ausgeprägter die
Selbsterkenntnis ist, desto fähiger ist man, die
Gefühle anderer korrekt zu interpretieren“,
schreibt er. Je deutlicher ich selbst wahrnehmen
und benennen kann, was ich fühle, desto
deutlicher und akkurater kann ich wahrnehmen, was
in meinem Gegenüber vorgeht. Das ist eine
Erfahrung, die ich während meiner
Trainer-Ausbildung gemacht habe. Erst als ich mir
erlaubt habe, meine eigene Angst zu spüren, war
ich in der Lage, die Angst in anderen Menschen
wahrzunehmen. Ehe ich diesen Prozess gestartet
habe, war das Gefühl Angst viel zu bedrohlich für
mich. Empathie ist von entscheidender Bedeutung
für die Ausbildung von Soft Skills.
Die zentrale Fähigkeit Alle ziehen an einem
Strang? Mit Soft Skills kein Problem.
So geht es vielen Menschen, beispielsweise mit
den Gefühlen Trauer oder Ärger: Erst wenn wir in
der Lage sind, sie selbst wahrzunehmen, sind wir
auch in der Lage, zu erspüren, was in unserem
Gegenüber vorgeht. Das ist für Trainer ein immens
wichtiger Punkt. Für mich ist es die zentrale
Fähigkeit, die mich als Trainer ausmacht. Ohne
diese Fähigkeit könnte ich in meinen Trainings
nicht so arbeiten wie ich es tue. Aber auch jeder
andere Mensch, der mit anderen Menschen
zusammenarbeiten will, wird nicht ohne sie
auskommen.
Soziale Kompetenz
Soziale Kompetenz ist wichtig, Holzer beschreibt
sie so: „Die Fähigkeit, akzeptable Kompromisse
einzugehen und soziale Anpassungen zu finden und
sie zu verwirklichen.“ Also, darüber hätte sich
der gute Freiherr von Knigge gefreut und das
vielleicht einfach mit Anstand bezeichnet. Ein
Wort, das zugegebenermaßen ein bisschen aus der
Mode gekommen ist. Ich glaube es wäre ganz schön,
wenn wir hin und wieder mehr über Anstand
sprächen. Darüber, das richtige Maß zu finden,
zwischen dem, was ich will und dem, was für alle
anderen gut ist.
Integrales Element
Thomas Holzer beschreibt emotionale Intelligenz
als das integrale Element zwischen Denken und
Fühlen. Das hört sich gut an, finde ich. Und er
schreibt weiter: Wenn beide Fähigkeiten, also das
Denken und das Fühlen, wenn das Kognitive mit der
emotionalen Intelligenz verbunden wird, dann
werden herausragende Leistungen möglich. Zum
Beispiel beim Lösen von ganz simplen oder ganz
komplizierten sachlichen Problemen. Oder auch bei
der Integration von Menschen in ein völlig neues
Umfeld. Bei der Beurteilung von Mitarbeitern, bei
Verhandlungen mit Geschäftspartnern. Denn immer
geht es um das Gleiche. Immer geht es darum, dass
ich hineinspüren kann in meinem Gegenüber, damit
ich erfühlen kann, wo ist der andere gerade? Wie
geht’s ihm gerade und wie gehe ich so damit um,
dass es für beide den höchsten Nutzen bringt?
Etwa, indem ich die richtigen Worte finde, den
richtigen Ton anschlage.
Soft Skills führen zum Erfolg
Was es braucht, damit die emotionale Intelligenz
einen spürbaren wirtschaftlichen Nutzen bringt,
sind die sogenannten Soft Skills. Erst wenn wir
die emotionale Intelligenz mit den Soft Skills
verbinden, haben wir Beziehungskompetenz. Soft
Skills haben mehr mit Gefühlen zu tun als mancher
von uns glauben möchte. Wir gehen sie Punkt für
Punkt durch.
Einfühlungsvermögen
Einfühlungsvermögen ist die Fähigkeit, berührbar
zu sein, wahrzunehmen, was im anderen
vorgeht. Dieser Soft Skill ist mit der
Trauer verknüpft. Trauer ist eine Form von
Berührbarkeit: Ich lasse zu, dass mich der
Schmerz berührt,. Das ist Trauer. Und diese
Berührbarkeit kann ich auch nutzen, um mich in
andere Menschen hinein zu fühlen.
Integrationsfähigkeit
Integrationsfähigkeit ist die Qualität, die mich
dazu bringt, meine Mitarbeiter alle ins Team mit
hineinzunehmen. So, dass es keine Außenseiter
gibt. Da kann ein ganzer Strauß von Gefühlen
dahinterstecken: etwa meine eigene Berührbarkeit,
weil ich nicht möchte, dass Hans-Peter oder
Ingrid als Außenseiter draußen stehen, weil ich
selbst weiß, wie schmerzvoll sich so etwas
anfühlt. Oder meine Angst, weil ich ja nicht
weiß, was Hans-Peter oder Ingrid treiben, wenn
sie außerhalb des Teams unterwegs sind. Oder auch
meine Freude, weil ich es mag, wenn ich Menschen
um mich herum habe und ich als Integrationsfigur
wirksam bin.
Kontaktfähigkeit
Kontaktfähigkeit hat viel mit bewusstem Umgang
mit Angst zu tun. Denn wann immer ich mit
Menschen, die ich noch nicht kenne, in Kontakt
gehe, muss ich über meine Angst gehen. Die kann
bei manchen größer, bei manchen kleiner sein,
aber wann immer ich mich auf unbekannte Menschen
einlasse, hat es was mit Angst zu tun. Und was
ich brauche, um über diese Angst zu gehen, ist
ein bewusster Umgang damit. So kann ich für den
Mut entscheiden. Für den Mut, kontaktwillig und
damit kontaktfähig zu werden.
Konfliktfähigkeit
Konfliktfähigkeit hat viel damit zu tun,
Disharmonie auszuhalten, für meine Belange, für
meinen Standpunkt einzutreten, klare Worte zu
sprechen. Dafür brauche ich eine gute Verbindung
zu meinem Gefühl Ärger. Denn nur wenn ich mir
erlaube, dieses Gefühl bewusst wahrzunehmen und
zu akzeptieren, bin ich in der Lage, klare
Ansagen zu machen, Ja oder Nein zu sagen und auch
Grenzen zu setzen.
Teamfähigkeit So soll es sein.
Teamfähigkeit setzt gut trainierte Soft Skills
voraus.
Teamfähigkeit hat viel damit zu tun, dass ich
meine eignen Bedürfnisse auch mal hinten anstelle
und den anderen oder dem Team als Ganzes diene.
Das kann viel mit Trauer zu tun haben, weil ich
mich davon berühren lasse, wenn jemand Hilfe
braucht, um eine Aufgabe zu erledigen. Es kann
auch mit Ärger zu tun haben, weil ich eine Grenze
setzen muss, damit getan wird, was getan werden
muss.
Überzeugungskraft
Überzeugungskraft hat für mich sehr viel mit
Freude zu tun. Warum? Weil ich nur dann
überzeugend wirke, wenn ich mit Freude und
Leidenschaft hinter dem stehe, was ich vertrete.
Nur dann kann ich es auch glaubhaft vermitteln.
Das wäre für mich Begeisterungsfähigkeit . Ich
kenne nichts was Menschen mehr gewinnt und
überzeugt als Begeisterung.
Verhandlungsgeschick
Verhandlungsgeschick hat unglaublich viel mit
Beziehungskompetenz zu tun. Nur wenn ich in der
Lage bin, den anderen Menschen zu lesen, mich in
ihn hineinzuversetzen, bin ich in der Lage, die
richtigen Worte zu finden und den richtigen Ton
anzuschlagen. Das kann in Verhandlungsgesprächen
von entscheidender Bedeutung sein.
Durchsetzungsvermögen
Der neunte und letzte Soft Skill klingt überhaupt
nicht soft. Durchsetzungsvermögen hat für mich in
aller ersten Linie etwas mit Ärger zu tun. Also,
mit dem Gefühl, das es mir erlaubt für das, was
mir wichtig ist, für das, was ich für notwendig
halte, hinzustehen, es einzufordern und
durchzusetzen.
Was bringen Soft Skills dem
Unternehmen?
Offen ist jetzt noch die Frage: Was bringt das
Ganze? Was habe ich davon, wenn ich mich darin
trainiere, meine emotionale Intelligenz so
einzusetzen, dass ich und das Unternehmen davon
profitieren? Als Azubi, als Mitarbeiter oder als
Führungskraft. Holzer nennt dafür sechs Punkte
von besonderer Bedeutung.
Überzeugend präsentieren
Ein beziehungskompetenter Mitarbeiter kann
überzeugend präsentieren. Wann immer wir Menschen
erleben, die auf der Bühne stehen oder auch
einfach nur vor uns und irgendetwas darstellen
oder präsentieren, merken wir sehr schnell, wer
uns für seine Sache gewinnt und wer nicht. In der
Regel stellen wir fest, wer authentisch auftritt,
bekommt unsere Aufmerksamkeit. Wir sprechen von
Authentizität, wenn Worte, also Äußerungen und
die wahrgenommene Gefühlswelt deckungsgleich
sind. Also, wenn wir das Gefühl haben, der da
vorne präsentiert sich gerade so, wie er ist.
Spontan und wahrhaftig. Da gibt es keinen Versatz
zwischen dem, was wir emotional wahrnehmen und
dem, was wir kognitiv wahrnehmen, etwa die Worte,
die wir hören. Jemand, der so auftritt, ist
authentisch. Und authentische Menschen bekommen
unsere Aufmerksamkeit.
Besser orientieren
Ein beziehungskompetenter Mensch kann sich besser
orientieren. Woran liegt das? Wenn es darum geht
sich in einer neuen und damit per se unsicheren
Situation besser zurecht zu finden, werden alle
Menschen mit dem gleichen Gefühl konfrontiert:
Wir fühlen Angst. Es mag nur kaum einer wahr
haben. Die meisten sprechen lieber von Respekt
oder Nervosität oder Unsicherheit, im Grunde ist
es alles das Gleiche. Es sind nur andere Worte
für Angst. Die ist manchmal groß, manchmal
kleiner, und sie hat einen Nutzen. Angst macht
mich aufmerksam, sie sorgt dafür, dass ich
vorsichtig bin und achtsam. Aber nur, wenn ich
bewusst mit ihr umgehe.
Verdrängen hilft nicht
Wenn ich die Angst lieber nicht fühlen möchte,
bleibt mir nur ein Weg: Ich werde alle
Situationen, in denen ich mit Veränderung
konfrontiert werde, meiden. Und wenn sie doch
kommen, kann es sein, dass die Angst mich lähmt
und mich damit handlungsunfähig macht. Wenn ich
sie mir aber bewusst mache, kann ich mich dafür
entscheiden, sie zu nutzen. Ich kann sie dafür
nutzen, mich besser zu orientieren in einer neuen
Situation.
Kritik- und Konfliktfähigkeit
Beziehungskompetente Menschen können besser mit
Kritik und Konflikten umgehen. Sie finden
schneller wieder zur Sachlichkeit zurück. Warum?
Weil sie in der Lage sind, ihrer Emotionalität,
ihrem Gefühl, sei es Trauer, Ärger, Freude oder
Angst, Raum zu geben, indem sie es wahrnehmen und
benennen. Das kostet etwas Zeit und manchmal auch
Energie. In der Regel aber ist das Thema Gefühl
abgeschlossen, wenn wir uns erlaubt haben, offen
und ehrlich darüber zu sprechen. Dann laufen wir
nicht länger Gefahr, uns mit emotionalem
Störfeuer herumschlagen zu müssen. Wir können,
wenn das Thema Emotion erledigt ist, wieder zur
Lösung des sachlichen Problems zurückkehren.
Klar kommunizieren
Beziehungskompetente Menschen können klarer
kommunizieren. Wenn ich mir erlaube, meine
Gefühle wahrzunehmen, anzusprechen und damit zu
akzeptieren, muss ich mich nicht länger von ihnen
stören lassen. Etwa indem ich zickig reagiere,
weil ich meinen Ärger unterdrücke oder vor lauter
unterdrückter Angst nicht authentisch wirke. Die
Fähigkeit, klare Worte zu sprechen, hat aber auch
damit zu tun, dass ich mir erlaube, meinen Ärger
zu nutzen. Wann immer ich im Coaching oder im
Training mit Menschen konfrontiert werde, die
sich unklar ausdrücken oder nicht in der Lage
sind Entscheidungen zu treffen, führe ich sie in
ihren Ärger. Sie wären überrascht, wenn Sie
erlebten, wie wenig Ärger genügt, damit ein
Mensch wieder Klartext spricht.
Bessere Selbsteinschätzung
Dass sich beziehungskompetente Menschen besser
einschätzen können als andere, liegt auf der
Hand,: Weil sie sich selbst klarer und
differenzierter wahrnehmen.
Bessere Kooperation
Beziehungskompetente Menschen sorgen für
reibungslosere Zusammenarbeit. Ich bin überzeugt,
dass das stimmt, ich glaube allerdings auch, dass
im ersten Moment genau das Gegenteil eintreten
wird. Einfach, weil beziehungskompetente Menschen
auch konfliktfähig sind. Der wesentliche
Unterschied ist, dass beziehungskompetente
Menschen Konflikte nicht verdrängen. Sie sprechen
an, was sie stört, was ihnen auffällt. Und sie
geben ihrer Emotionalität Worte. Dann suchen sie
mit ihrem Gegenüber gemeinsam nach Lösungen.
Insgesamt bin ich überzeugt, dass die
zwischenmenschliche Reibung deutlich nachlässt,
je mehr Beziehungskompetenz in einem Betrieb
trainiert wird.
Beziehungsfähigkeit kann man
trainieren
In stillen Stunden frage ich mich manchmal, wie
hoch der volkswirtschaftlicher Schaden durch
unterschwellige, nicht ausgetragene oder
verdrängte Konflikte in Unternehmen ist.
Millionen sind es mindestens. Ich glaube, wir
können da schon bald von Milliarden reden. Soweit
muss es aber gar nicht kommen, wenn Unternehmen
erkennen, dass unschöne Erscheinungen wie die
zunehmende Zahl an Burn outs oder demotivierte
Mitarbeiter eine ganz bestimmte Ursache haben: In
der Regel sind es ungelöste Konflikte. Ungelöste
Konflikte sind eine Folge von
beziehungsinkompetenten Menschen. Das können sie
ändern, denn Beziehungskompetenz kann man
trainieren.
Fortsetzung folgt
In dieser Episode ging es darum, wie wir die
emotionale Intelligenz mit Soft Skills zu
Beziehungskompetenz weiterentwickeln. In der
nächsten Episode dieser Serie zum Thema
Beziehungskompetenz, in Teil 4, geht es dann um
emotionale Manager. Die braucht es. Denn: Wer gut
führen will, muss fühlen.
Unternehmen wollen wachsen. Menschen
auch.
Matthias Stolla, 2017
Der Beitrag Soft Skills im Job – nichts für Weicheier erschien
zuerst auf .
Mehr
16.06.2016
22 Minuten
003: Ihr Unternehmen stellt den Auszubildenden alles auch
nur Denkbare zur Verfügung, um sie bei Laune zu halten, aber bei
einigen bewirken Sie exakt das Gegenteil. Sie jammern und nörgeln
in einem fort. Und das Schlimmste: Dieses Phänomen ist
hochansteckend. Was dagegen hilft? Fünf simple Schritte.
Episode 3 zum Lesen
Der Beitrag Jammerlappen – Der Azubi nörgelt ständig erschien
zuerst auf .
Mehr
Kommentare (0)