Podcaster
Episoden
27.02.2026
27 Minuten
Was verbindet den ersten Sauerstoff auf der Erde mit der biblischen
Schöpfungsgeschichte? In dieser besonderen Folge gehen wir auf
Spurensuche zwischen Naturwissenschaft und Glauben – und entdecken
überraschende Parallelen. Ausgehend von einem Buchimpuls entfaltet
sich ein faszinierender Gedanke: Was, wenn die großen biblischen
Bilder wie Adam und Eva eine metaphorische Beschreibung dessen
sind, was auf molekularer Ebene tatsächlich geschah? Der Moment, in
dem Sauerstoff entstand, wird zur Brücke zwischen Biologie und
Theologie – zwischen messbarer Realität und sinnstiftender
Erzählung. Dabei geht es nicht um ein Entweder-oder, sondern um ein
Staunen über das Zusammenspiel von Körper, Natur und Bewusstsein.
Wir sprechen über die Intelligenz unseres Körpers, über die
Sehnsucht nach Verbindung, über Einsamkeit und Gemeinschaft – und
darüber, wie Wissenschaft den Glauben nicht ersetzt, sondern
vertiefen kann. Eine Folge über den Anfang von allem – und darüber,
was es bedeutet, Mensch zu sein. Shownotes - Giulia Enders –
Organisch - Meir Shalev – Aller Anfang: Die erste Liebe, das erste
Lachen und andere erste Male in der Bibel
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13.02.2026
24 Minuten
Was passiert, wenn Glaube nicht nur konsumiert, sondern gemeinsam
gelebt wird? In dieser Folge sprechen Jan und Clemens über die
wachsende Sehnsucht nach Gemeinschaft – besonders bei jungen
Menschen, die sich taufen lassen oder neu auf Kirche zugehen. Es
geht um die Frage, was digitale Formate leisten können (und was
nicht), warum gemeinsames Beten Beziehungen verändert und weshalb
echte Begegnung durch keinen Bildschirm vollständig zu ersetzen
ist. Ein Gespräch über Resonanz, Moral, Segen „per Fernseher“, neue
Aufbrüche in der Kirche und die große Chance, Gemeinschaft heute
neu zu denken. Shownotes:
https://www.ardmediathek.de/video/aus-christlicher-sicht/aus-christlicher-sicht-05-02-2026/sr/Y3JpZDovL3NyLW9ubGluZS5kZS9BQ1NfMTY0MjYy
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06.02.2026
24 Minuten
Was passiert eigentlich, wenn Menschen gemeinsam beten? Ist es mehr
als ein Ritual – vielleicht sogar eine Erfahrung, die Beziehungen
verändert? In dieser Folge sprechen Jan und Clemens über Gebet als
Resonanzraum: nicht als fromme Pflicht oder Wunschliste an Gott,
sondern als Praxis, die Menschen emotional aufeinander einstimmt,
Empathie fördert und Gemeinschaft vertieft. Ein Agnostiker erzählt
offen von seiner überraschenden Annäherung an das gemeinsame Beten.
Ein Priester ordnet diese Erfahrung theologisch ein – mit Blick auf
kommunikative Theologie, Fürbitten, digitale Gottesdienste und die
gesellschaftliche Kraft der Seligpreisungen. Eine Folge über
Offenheit, innere Haltung, das „Mehr“ im Miteinander – und darüber,
warum gemeinsames Beten selbst dann etwas verändert, wenn nicht
alle dasselbe glauben. Shownotes: Kommunikative Theologie Matthias
Scharer & Bernd-Jochen Hilberath Ein grundlegendes Werk zur
kommunikativen Theologie, das Glauben als Beziehungsgeschehen
versteht: zwischen Individuum, Gemeinschaft, Welt (Rahmen) und
Gott. Das Buch verbindet humanwissenschaftliche Ansätze (u. a.
themenzentrierte Interaktion) mit Theologie und zeigt, warum
gemeinsames Sprechen, Schweigen und Beten verwandelnde Kraft
entfalten kann.
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01.02.2026
23 Minuten
In dieser Folge starten Jan und Clemens mit einem ganz besonderen
Muskelkater in das neue Jahr: nicht nur in den Beinen, sondern vor
allem im Kopf. Ausgelöst durch Spannungen in sozialen Hilfesystemen
und verhärtete Fronten in der Geschlechterdebatte, stoßen die
„Glaubensdenker“ auf ein hochaktuelles Werk: „Moralspektakel“ von
Philipp Hübel. Gemeinsam analysieren sie, warum Moral heute oft nur
noch als Statussymbol zur Selbstdarstellung dient und wie soziale
Medien uns dazu bringen, emotionale Trigger in ein rationales
Gewand zu hüllen. Die Themen im Überblick: - Der Fallstrick der
Identität:Warum wir uns in Schaukämpfen über Comedians und
Straßennamen verlieren, während die „dicken Dinger“ wie Armut und
Gewalt vernachlässigt werden. - Zeichensysteme & Trump: Wie
emotionale Manipulation durch rationale Ästhetik (KI und Social
Media) unsere Wahrnehmung verzerrt. - Ausblick 2026: Clemens ruft
das „Jahr der Moral“ aus, während Jan als Theologe präzisiert: Es
muss das Jahr der Ethik werden – das vernunftbegabte Nachdenken
über unsere Prinzipien. Eine Folge für alle, die genug vom
„Babygeheule“ des Online-Prangers haben und stattdessen nach einer
stabilen Identität und echter Gerechtigkeit suchen. Buch
"Moralspektakel":
https://www.penguin.de/buecher/philipp-huebl-moralspektakel/buch/9783827501561
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19.01.2026
23 Minuten
In dieser Folge tauchen Jan und Clemens tief in die Bedeutung der
Taufe Jesu ein und hinterfragen das „Vakuum“ der 30 Jahre davor.
Wie wird aus einem ledigen Handwerker aus Nazareth plötzlich das
„Lamm Gottes“? Die beiden diskutieren: Feministische Exegese: Warum
die Taube, der Geist (Ruach) und die Weisheit eigentlich weibliche
Symbole für zärtliche Liebe und Fruchtbarkeit sind. Reife statt
„Fließbandreligion“: Warum es vielleicht gesund war, dass Jesus
erst mit 30 Jahren seinen Auftrag annahm, während wir heute Kinder
oft durch Traditionen „pressen“, bevor sie reflektieren können.
Politische Sehnsucht: In einer Welt voller „Putins und Trumps“
wächst der Wunsch nach einem starken Retter. Doch das Evangelium
bietet keinen „Deus Ex Machina“ mit Schwert, sondern einen normalen
Menschen und die „Waffen des Lichts“. Ein „wilder Ritt“ durch
Etymologie, persönliche Krisen bei der Konfirmation und die Frage,
ob wir Jesus damals überhaupt geglaubt hätten.
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Über diesen Podcast
Agnostiker trifft Priester! -- Über Glauben wird selten gesprochen.
Da wir vernünftige und realistische Menschen sind, kommen uns
Hoffnungen auf alles, was größer ist als die Welt, komisch vor. Mit
welchen Vokabeln kann man sich ernsthaft darüber unterhalten, was
man schließlich doch irgendwie glaubt oder hofft? Je mehr wir uns
darüber austauschen, was wir vom Leben denken, und welche
Vorstellung wir von seinem Urgrund haben, desto weniger verrückt
kommen uns die eigenen Gedanken dazu vor, die sich doch ab und an
ins Bewusstsein stehlen. Und dann gibt es da noch die Kirchen mit
allen ihren Themen und Problemen, zwischen denen man echt schnell
vergessen kann, dass es eigentlich immer ums Leben geht, um
sinnvolles Leben. Welche Rolle die Vorstellung von Gott dabei
spielt, das kann einem keiner vorschreiben, das kann jeder für sich
ergründen. Dabei stößt man schnell auf Kernfragen: Gibt es Gott?
Was/wer oder wie ist überhaupt Gott? Ist die Existenz von Kirchen
wichtig? Wer hat Wahrheit? Was ist richtig? Was ist Lebenssinn?
Dieser Podcast ist für alle, die sich unmissionarisch mit Kirche
und Glaube auseinandersetzen wollen. Die nicht evangelisiert werden
wollen, sondern suchen - freigeistig, selbstbestimmt und vor allem
kritisch.
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