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Episoden

28 Minuten
Was haben ein Küchentisch, Currywurst, Milliarden Bakterien und Gott miteinander zu tun? Jan beginnt mit einer eigentlich ganz alltäglichen Beobachtung: Menschen sitzen gemeinsam am Tisch, essen, reden, lachen – und plötzlich entsteht Gemeinschaft. Der Tisch wird zur Herzkammer eines Hauses. Und auch religiös ist das gemeinsame Mahl seit Jahrtausenden ein zentraler Ort der Begegnung. Doch dann nimmt das Gespräch eine unerwartete Wendung: hin zu unserem Körper, zum Mikrobiom, zur Darm-Hirn-Achse und zu der Frage, wie viel von unserem Fühlen vielleicht viel älter ist als unser bewusstes Denken. In uns trägt das Leben Milliarden Jahre evolutionärer Erfahrung mit sich. Und plötzlich führt der Weg wieder zurück zum Küchentisch: Vielleicht ist das isolierte Ich ohnehin eine Illusion. Zellen kooperieren, Organismen leben in Symbiose und Menschen brauchen andere Menschen. Wir sind nicht das Ergebnis des Alleinseins, sondern einer unvorstellbar langen Geschichte des Zusammenwirkens. Vielleicht liegt genau darin etwas Göttliches: Nicht im Ich, sondern im Wir. Nicht in der Abgrenzung, sondern in der Verbindung. Die Symbiose als göttlicher Funke.
21 Minuten
In dieser Folge sprechen Jan und Clemens über ein schweres, aber wichtiges Thema: selbstbestimmtes Sterben. Ausgehend von Jans Eindrücken aus der Bundesdelegiertenversammlung des SKM geht es um die Spannung zwischen verfassungsrechtlichem Anspruch, fehlender gesetzlicher Rahmung und christlicher Grundüberzeugung. Was bedeutet Würde am Lebensende? Wer schützt vulnerable Menschen vor Druck, Geschäftsmodellen und sozialer Kälte? Und wie kann eine Gesellschaft unterscheiden zwischen Freiheit, Fürsorge, Gewissen und Verantwortung? Jan bringt die Perspektive katholischer Träger, Betreuungsvereine und sozialer Arbeit ein. Clemens spitzt die gesellschaftlichen Dilemmata zu: Wenn alles erlaubt ist, was verhindert Missbrauch? Wenn alles verboten bleibt, was passiert mit Menschen, die unerträglich leiden? Eine Folge über Leben, Tod, Politik, Gewissen und die Frage, wie wir Menschen begleiten wollen: an der Hand anderer Menschen – nicht durch die Hand anderer Menschen.
30 Minuten
Jan ist angekommen auf Burg Gemen – mit hohen Decken, neuen Geräuschen und jeder Menge Ideen für die Jugendbildungsarbeit. Ausgangspunkt der Folge ist ein berührender Moment nach dem Fußballspiel Deutschland gegen Curaçao bei der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 in den USA: Spieler beider Mannschaften stellen sich zusammen, beten miteinander und zeigen öffentlich, dass Glaube verbinden kann.
29 Minuten
In dieser Folge sprechen Clemens und Jan über künstliche Intelligenz, Umbruch und die Frage, was bleibt, wenn Maschinen immer mehr Tätigkeiten übernehmen. Clemens erzählt aus seiner Arbeit mit KI-Agenten und beschreibt, wie Softwareentwicklung plötzlich für viele Menschen zugänglich wird. Gleichzeitig geht es um Sorgen: neue Abhängigkeiten, Ressourcenfragen und die Unsicherheit ganzer Berufsgruppen. Doch mitten in diesen Umbrüchen entsteht ein hoffnungsvoller Blick: Wenn KI Aufgaben übernimmt, rückt vielleicht umso stärker in den Mittelpunkt, was menschlich ist – Kreativität, Intuition, Beziehung, Weltwissen und die Fähigkeit, Neues zu denken. Passend zu Pfingsten wird daraus ein Gespräch über Schöpfergeist, Aufbruch und die Einladung: Fürchtet euch nicht, sondern geht los.
24 Minuten
Manchmal entsteht aus Leere ein besonders tiefes Gespräch. Jan erzählt von einem Bildungstag in einer kirchlichen Familienbildungsstätte, bei dem es um die Frage ging: Was bedeutet es eigentlich, ein christliches oder katholisches Haus zu sein? Ausgehend vom Bild, „den Brunnen tiefer zu graben“, sprechen Jan und Clemens über christliche Identität, Haltung und die Bedeutung von Gemeinschaft. Dabei wird deutlich: Bildungsangebote sind oft mehr als Kurse. Sie können Orte gegen Einsamkeit sein, Räume für Begegnung, Vertrauen und neue Tiefe. Außerdem geht es um Führungskultur, Verletzlichkeit, Verantwortung und die Frage, warum Menschen nicht nur funktionieren, sondern Räume brauchen, in denen Alltag unterbrochen wird. Eine Folge über Tiefe, Haltung, Glauben, Führung und den Wert von Orten, an denen Menschen wirklich miteinander ins Gespräch kommen.
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Über diesen Podcast

Agnostiker trifft Priester! -- Über Glauben wird selten gesprochen. Da wir vernünftige und realistische Menschen sind, kommen uns Hoffnungen auf alles, was größer ist als die Welt, komisch vor. Mit welchen Vokabeln kann man sich ernsthaft darüber unterhalten, was man schließlich doch irgendwie glaubt oder hofft? Je mehr wir uns darüber austauschen, was wir vom Leben denken, und welche Vorstellung wir von seinem Urgrund haben, desto weniger verrückt kommen uns die eigenen Gedanken dazu vor, die sich doch ab und an ins Bewusstsein stehlen. Und dann gibt es da noch die Kirchen mit allen ihren Themen und Problemen, zwischen denen man echt schnell vergessen kann, dass es eigentlich immer ums Leben geht, um sinnvolles Leben. Welche Rolle die Vorstellung von Gott dabei spielt, das kann einem keiner vorschreiben, das kann jeder für sich ergründen. Dabei stößt man schnell auf Kernfragen: Gibt es Gott? Was/wer oder wie ist überhaupt Gott? Ist die Existenz von Kirchen wichtig? Wer hat Wahrheit? Was ist richtig? Was ist Lebenssinn? Dieser Podcast ist für alle, die sich unmissionarisch mit Kirche und Glaube auseinandersetzen wollen. Die nicht evangelisiert werden wollen, sondern suchen - freigeistig, selbstbestimmt und vor allem kritisch.
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„Glaubensdenker“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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