Die Kulturpessimist*innen

Die Kulturpessimist*innen

Der emanzipatorische Film- und Serienpodcast

Episoden

KP096: Jahresabschlussgala 2025 – Teil 2
07.01.2026
4 Stunden 57 Minuten
Nicht einfach nur ein Jahresrückblick – bei euren Kultpess gibt es gleich eine Jahresabschlussgala! Denn wir präsentieren wie immer nicht nur Erics, Beccis und Christophers Top 10 des Jahres in Sachen Filmen und Serien, sondern auch eure Lieblinge in den lustigen, überspezifischen Kategorien, die ihr euch selbst ausgedacht habt. Ihr habt uns wieder eine sagenhafte Anzahl von Audios geschickt und wir sind sehr demütig und dankbar, dass wir so eine tolle Community haben. Ohne euch wäre diese Sendung nicht dasselbe! DANKE! Und jetzt: Viel Spaß bei unserem Jahresabschlussgala-Doppelpack – hier die 2. Folge zu den Filmen des Jahres 2025!
Mehr
KP096: Jahresabschlussgala 2025 – Teil 1
06.01.2026
4 Stunden 29 Minuten
Nicht einfach nur ein Jahresrückblick – bei euren Kultpess gibt es gleich eine Jahresabschlussgala! Denn wir präsentieren wie immer nicht nur Erics, Beccis und Christophers Top 10 des Jahres in Sachen Filmen und Serien, sondern auch eure Lieblinge in den lustigen, überspezifischen Kategorien, die ihr euch selbst ausgedacht habt. Ihr habt uns wieder eine sagenhafte Anzahl von Audios geschickt und wir sind sehr demütig und dankbar, dass wir so eine tolle Community haben. Ohne euch wäre diese Sendung nicht dasselbe! DANKE! Und jetzt: Viel Spaß bei unserem Jahresabschlussgala-Doppelpack – hier die 1. Folge zu den Serien des Jahres 2025!
Mehr
KPF095 Wake Up Dead Man: A Knives Out Mystery
22.12.2025
1 Stunde 53 Minuten
„It's storytelling. The rites and the rituals. Costumes, all of it. It's storytelling. I guess the question is, do these stories convince us of a lie? Or do they resonate with something deep inside us that's profoundly true, that we can't express any other way except storytelling?.“ „Wake Up Dead Man – A Knives Out Mystery“ schickt Meisterdetektiv Benoit Blanc in seinen bislang düstersten Fall – und lässt ihn ausgerechnet dort ermitteln, wo Wahrheit traditionell verkündet werden soll: im Schatten der Kirche. Der dritte Teil von Rian Johnsons Whodunit-Reihe und nutzt das Genre einmal mehr als sezierendes Werkzeug für gesellschaftliche Machtstrukturen. In dieser Episode sprechen wir über Rian Johnsons bewusste Entscheidung für einen religiösen Resonanzraum – geprägt von seinem eigenen Hintergrund – und darüber, wie der Film unterschiedliche Formen von Glauben nebeneinanderstellt: Nächstenliebe und Autorität, Gemeinschaftund Instrumentalisierung, Zweifel und populistische Gewissheit. Figuren wie der machtbewusste Monsignore Wicks, der empathische Father Jud oder die zwischen Loyalität und Wahrheit zerrissene Martha stehen für konkurrierende Moralmodelle in einem System, das von Geld, Einfluss und einfachen Antworten korrumpiert wird. Wir diskutieren, ob der Film eine allgemeine Aussage über Religion trifft – oder vielmehr darüber, wie Glaube politisch aufgeladen, vereinnahmt und radikalisiert werden kann, wie zum Beispiel in der MAGA-Bewegung in den USA. Am Ende bleibt die große Frage: Geht es hier wirklich darum, wer es war – oder darum, welche Systeme Taten ermöglichen, verschleiern und rechtfertigen? Was meint ihr: Ist Wake Up Dead Man der politischste Teil der Reihe? Wir freuen uns wie immer auf eure Gedanken – in der Lounge, auf Mastodon, Bluesky, Instagram oder hier im Blog.
Mehr
KPF094 Bugonia
20.11.2025
2 Stunden 31 Minuten
„You know this is crazy. You know this is wrong.“ Wie neu kann etwas werden, das aus purem Verfall entsteht? In Bugonia, Yorgos Lanthimos’ neuestem Genre-Mutanten aus Sci-Fi, Horror, Thriller und Komödie, treffen zwei Entführer auf eine Milliardärin – oder auf das, was in einer „verrotteten“ Welt zwangsläufig durch Kapitalismus entsteht. Kann etwas, dass sich so nach logischer Schlussfolgerung des Systems, in dem wir leben, anfühlt, vielleicht auch „außerirdisch“ sein? Diese Frage hat Protagonist Teddy für sich klar mit ja beantwortet. Ob wir das auch so sehen, darum geht es in dieser Episode. Wir sprechen wir über die moralischen Trümmerfelder des Films: über Teddy, dessen tragische Backstory nichts entschuldigt (oder doch?); über Michelle Fuller, die Verantwortung predigt, aber vor allem PR produziert; und darüber, was es mit uns als Zuschauer*innen macht, wenn im Raum steht, dass ausgerechnet der Verschwörungstheoretiker recht haben könnte. Dabei diskutieren wir Lanthimos’ extrem künstliches Stiluniversum, den mythologischen Titel „Bugonia“ und die Idee einer „Wiedergeburt aus Verwesung“, die historisch ein Irrglaube ist – und vielleicht auch im Film einer bleiben muss. Uns interessiert natürlich: Was macht die Auflösung mit euch? Wie interpretiert ihr das Ende des Films – wortwörtlich, metaphorisch oder irgendwas dazwischen? Wir freuen uns wie immer auf eure Gedanken – in der Lounge, auf Mastodon, Bluesky, Instagram oder hier im Blog.
Mehr
KPS093 Peacemaker S2
24.10.2025
1 Stunde 52 Minuten
„We exist on completely diffent moral spectrums.“ James Gunn hat’s schon wieder getan. Der Antiheld Peacemaker, der sich in „The Suicide Squad“ überraschend in die Herzen der Zuschauenden gespielt hat, kehrt in seiner zweiten Staffel zurück und bringt nicht nur Chris Smiths moralische Zerrissenheit, sondern gleich das ganze Universum durcheinander: neue Timeline, neue Parallelwelten, neue Regeln. Zwischen Retcon und Reboot erzählt die Serie weiter von einem Mann, der Frieden will – koste es, was es wolle – und dabei immer tiefer in seine eigenen Widersprüche stürzt. In unserer Episode sprechen wir über James Gunns Versuch, Peacemaker als Brücke zwischen dem alten DCEU und seinem neuen DCU zu inszenieren, über den psychologischen Shift der zweiten Staffel – weniger Plot, mehr Selbstzerstörung – und darüber, warum ausgerechnet Vigilante der einzige ist, der sich in keinem Universum verändert. Außerdem: faschistische Parallelwelten mit Holzhammer-Subtilität, Checkmate als neue Organisationsfantasie, und ein Lex Luthor, der schon mal die Weichen für Man of Tomorrow stellt. Natürlich geht’s auch um stilistische Fragen wie die R-rated Inszenierung von Brutalität und Full Nudity, Musikeinsatz, John Cenas erstaunlich gereiftes Spiel und die Frage, warum sich das Finale plötzlich so anders anfühlt – und ob wir das gut finden. Was meint ihr – ist Peacemaker Staffel 2 noch Selbstironie oder schon Selbstparodie? Wir freuen uns wie immer auf eure Gedanken – in der Lounge, auf Mastodon, Bluesky, Instagram oder hier im Blog.
Mehr

Über diesen Podcast

Die Kulturpessimist*innen senden live vom Untergang des Abendlandes. Und das als Audio-Format. Einmal pro Monat kommen wir (die eigentlich an ganz unterschiedlichen Orten in Deutschland leben) in unserem virtuellen Aufnahmestudio zusammen, um über aktuelle Serien und Filme zu sprechen – denn dafür brennen wir. Vom heiß erwarteten Blockbuster bis zum Miniserien-Geheimtipp kommen bei uns ganz unterschiedliche Formate auf den Tisch. Wir stellen gerne Fragen, analysieren, beziehen gesellschaftspolitische Diskussionen mit ein, lassen uns auch von unterschiedlichen Meinungen im Team nicht abschrecken und versuchen, den Hörer*innen am Ende einen recht umfassenden Blick auf ein Medium zu ermöglichen. Dabei ist uns ein emanzipatorischer Ansatz wichtig: Besteht ein Film den Bechdel-Test? Sind seine weiblichen Charaktere sinnvoll gezeichnet und ausreichend motiviert? Schaffen es die Filmschaffenden, den „male gaze“ auch mal hinter sich zu lassen? Wie werden gesellschaftliche Machtverhältnisse in einer Serie abgebildet oder utopisch modifiziert? Und wie sieht es mit Repräsentationen aus – von LGBTQI*-Charakteren, von schwarzen Menschen und PoC, von marginalisierten Gruppen? Mit solchen Fragen beschäftigen wir uns genauso wie mit filmischer Stilistik, Schauspieler*innen, Plotholes in Drehbüchern, Musik oder Animationsqualität. Das kann auch mal etwas länger dauern – und vielleicht ist genau das unser Markenzeichen.

Kommentare (0)

Lade Inhalte...

Abonnenten

15
15