Podcaster
Episoden
07.01.2026
4 Stunden 57 Minuten
Nicht einfach nur ein Jahresrückblick – bei euren Kultpess gibt es
gleich eine Jahresabschlussgala! Denn wir präsentieren wie immer
nicht nur Erics, Beccis und Christophers Top 10 des Jahres in
Sachen Filmen und Serien, sondern auch eure Lieblinge in den
lustigen, überspezifischen Kategorien, die ihr euch selbst
ausgedacht habt. Ihr habt uns wieder eine sagenhafte Anzahl von
Audios geschickt und wir sind sehr demütig und dankbar, dass wir so
eine tolle Community haben. Ohne euch wäre diese Sendung nicht
dasselbe! DANKE! Und jetzt: Viel Spaß bei unserem
Jahresabschlussgala-Doppelpack – hier die 2. Folge zu den Filmen
des Jahres 2025!
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06.01.2026
4 Stunden 29 Minuten
Nicht einfach nur ein Jahresrückblick – bei euren Kultpess gibt es
gleich eine Jahresabschlussgala! Denn wir präsentieren wie immer
nicht nur Erics, Beccis und Christophers Top 10 des Jahres in
Sachen Filmen und Serien, sondern auch eure Lieblinge in den
lustigen, überspezifischen Kategorien, die ihr euch selbst
ausgedacht habt. Ihr habt uns wieder eine sagenhafte Anzahl von
Audios geschickt und wir sind sehr demütig und dankbar, dass wir so
eine tolle Community haben. Ohne euch wäre diese Sendung nicht
dasselbe! DANKE! Und jetzt: Viel Spaß bei unserem
Jahresabschlussgala-Doppelpack – hier die 1. Folge zu den Serien
des Jahres 2025!
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22.12.2025
1 Stunde 53 Minuten
„It's storytelling. The rites and the rituals. Costumes, all of it.
It's storytelling. I guess the question is, do these stories
convince us of a lie? Or do they resonate with something deep
inside us that's profoundly true, that we can't express any other
way except storytelling?.“ „Wake Up Dead Man – A Knives Out
Mystery“ schickt Meisterdetektiv Benoit Blanc in seinen bislang
düstersten Fall – und lässt ihn ausgerechnet dort ermitteln, wo
Wahrheit traditionell verkündet werden soll: im Schatten der
Kirche. Der dritte Teil von Rian Johnsons Whodunit-Reihe und nutzt
das Genre einmal mehr als sezierendes Werkzeug für
gesellschaftliche Machtstrukturen. In dieser Episode sprechen wir
über Rian Johnsons bewusste Entscheidung für einen religiösen
Resonanzraum – geprägt von seinem eigenen Hintergrund – und
darüber, wie der Film unterschiedliche Formen von Glauben
nebeneinanderstellt: Nächstenliebe und Autorität, Gemeinschaftund
Instrumentalisierung, Zweifel und populistische Gewissheit. Figuren
wie der machtbewusste Monsignore Wicks, der empathische Father Jud
oder die zwischen Loyalität und Wahrheit zerrissene Martha stehen
für konkurrierende Moralmodelle in einem System, das von Geld,
Einfluss und einfachen Antworten korrumpiert wird. Wir diskutieren,
ob der Film eine allgemeine Aussage über Religion trifft – oder
vielmehr darüber, wie Glaube politisch aufgeladen, vereinnahmt und
radikalisiert werden kann, wie zum Beispiel in der MAGA-Bewegung in
den USA. Am Ende bleibt die große Frage: Geht es hier wirklich
darum, wer es war – oder darum, welche Systeme Taten ermöglichen,
verschleiern und rechtfertigen? Was meint ihr: Ist Wake Up Dead Man
der politischste Teil der Reihe? Wir freuen uns wie immer auf eure
Gedanken – in der Lounge, auf Mastodon, Bluesky, Instagram oder
hier im Blog.
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20.11.2025
2 Stunden 31 Minuten
„You know this is crazy. You know this is wrong.“ Wie neu kann
etwas werden, das aus purem Verfall entsteht? In Bugonia, Yorgos
Lanthimos’ neuestem Genre-Mutanten aus Sci-Fi, Horror, Thriller und
Komödie, treffen zwei Entführer auf eine Milliardärin – oder auf
das, was in einer „verrotteten“ Welt zwangsläufig durch
Kapitalismus entsteht. Kann etwas, dass sich so nach logischer
Schlussfolgerung des Systems, in dem wir leben, anfühlt, vielleicht
auch „außerirdisch“ sein? Diese Frage hat Protagonist Teddy für
sich klar mit ja beantwortet. Ob wir das auch so sehen, darum geht
es in dieser Episode. Wir sprechen wir über die moralischen
Trümmerfelder des Films: über Teddy, dessen tragische Backstory
nichts entschuldigt (oder doch?); über Michelle Fuller, die
Verantwortung predigt, aber vor allem PR produziert; und darüber,
was es mit uns als Zuschauer*innen macht, wenn im Raum steht, dass
ausgerechnet der Verschwörungstheoretiker recht haben könnte. Dabei
diskutieren wir Lanthimos’ extrem künstliches Stiluniversum, den
mythologischen Titel „Bugonia“ und die Idee einer „Wiedergeburt aus
Verwesung“, die historisch ein Irrglaube ist – und vielleicht auch
im Film einer bleiben muss. Uns interessiert natürlich: Was macht
die Auflösung mit euch? Wie interpretiert ihr das Ende des Films –
wortwörtlich, metaphorisch oder irgendwas dazwischen? Wir freuen
uns wie immer auf eure Gedanken – in der Lounge, auf Mastodon,
Bluesky, Instagram oder hier im Blog.
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24.10.2025
1 Stunde 52 Minuten
„We exist on completely diffent moral spectrums.“ James Gunn hat’s
schon wieder getan. Der Antiheld Peacemaker, der sich in „The
Suicide Squad“ überraschend in die Herzen der Zuschauenden gespielt
hat, kehrt in seiner zweiten Staffel zurück und bringt nicht nur
Chris Smiths moralische Zerrissenheit, sondern gleich das ganze
Universum durcheinander: neue Timeline, neue Parallelwelten, neue
Regeln. Zwischen Retcon und Reboot erzählt die Serie weiter von
einem Mann, der Frieden will – koste es, was es wolle – und dabei
immer tiefer in seine eigenen Widersprüche stürzt. In unserer
Episode sprechen wir über James Gunns Versuch, Peacemaker als
Brücke zwischen dem alten DCEU und seinem neuen DCU zu inszenieren,
über den psychologischen Shift der zweiten Staffel – weniger Plot,
mehr Selbstzerstörung – und darüber, warum ausgerechnet Vigilante
der einzige ist, der sich in keinem Universum verändert. Außerdem:
faschistische Parallelwelten mit Holzhammer-Subtilität, Checkmate
als neue Organisationsfantasie, und ein Lex Luthor, der schon mal
die Weichen für Man of Tomorrow stellt. Natürlich geht’s auch um
stilistische Fragen wie die R-rated Inszenierung von Brutalität und
Full Nudity, Musikeinsatz, John Cenas erstaunlich gereiftes Spiel
und die Frage, warum sich das Finale plötzlich so anders anfühlt –
und ob wir das gut finden. Was meint ihr – ist Peacemaker Staffel 2
noch Selbstironie oder schon Selbstparodie? Wir freuen uns wie
immer auf eure Gedanken – in der Lounge, auf Mastodon, Bluesky,
Instagram oder hier im Blog.
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Über diesen Podcast
Die Kulturpessimist*innen senden live vom Untergang des
Abendlandes. Und das als Audio-Format. Einmal pro Monat kommen wir
(die eigentlich an ganz unterschiedlichen Orten in Deutschland
leben) in unserem virtuellen Aufnahmestudio zusammen, um über
aktuelle Serien und Filme zu sprechen – denn dafür brennen wir. Vom
heiß erwarteten Blockbuster bis zum Miniserien-Geheimtipp kommen
bei uns ganz unterschiedliche Formate auf den Tisch. Wir stellen
gerne Fragen, analysieren, beziehen gesellschaftspolitische
Diskussionen mit ein, lassen uns auch von unterschiedlichen
Meinungen im Team nicht abschrecken und versuchen, den Hörer*innen
am Ende einen recht umfassenden Blick auf ein Medium zu
ermöglichen. Dabei ist uns ein emanzipatorischer Ansatz wichtig:
Besteht ein Film den Bechdel-Test? Sind seine weiblichen Charaktere
sinnvoll gezeichnet und ausreichend motiviert? Schaffen es die
Filmschaffenden, den „male gaze“ auch mal hinter sich zu lassen?
Wie werden gesellschaftliche Machtverhältnisse in einer Serie
abgebildet oder utopisch modifiziert? Und wie sieht es mit
Repräsentationen aus – von LGBTQI*-Charakteren, von schwarzen
Menschen und PoC, von marginalisierten Gruppen? Mit solchen Fragen
beschäftigen wir uns genauso wie mit filmischer Stilistik,
Schauspieler*innen, Plotholes in Drehbüchern, Musik oder
Animationsqualität. Das kann auch mal etwas länger dauern – und
vielleicht ist genau das unser Markenzeichen.
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