Podcaster
Episoden
20.03.2026
1 Minute
In dieser Folge nehmen wir euch direkt mit nach Wien zur 12. Jahreskonferenz der Digital Humanities im deutschsprachigen Raum. Wie in den vergangenen Jahren haben wir auch diesmal wieder Mikrofon und Aufnahmegerät eingepackt, um für euch Eindrücke von der Konferenz einzufangen: Stimmen aus Workshops und Panels, kurze Gespräche mit Teilnehmenden, Ausschnitte aus den Keynotes von Miriah Meyer und Katharina Kinder-Kurlanda und ein paar akustische Momentaufnahmen aus einer intensiven Konferenzwoche. Die DHd 2026 stand unter dem Motto „Nicht nur Text, nicht nur Daten“. Damit rückte die Konferenz einmal mehr die Vielfalt der Digital Humanities in den Mittelpunkt.
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21.02.2026
25 Minuten
In dieser Kurzfolge von RaDiHum20 setzen wir unsere Reihe zur DHd2026 in Wien fort und sprechen mit Axel Pichler von der Universität Wien.
Axel gibt uns Einblicke in mehrere aktuelle Projekte, die sich mit generativer KI und literaturwissenschaftlicher Methodik beschäftigen. Gemeinsam mit Kolleg*innen untersucht er, inwiefern sich das Outputverhalten großer Sprachmodelle mit literaturwissenschaftlichen Interpretationsstandards vergleichen lässt. Daneben arbeitet er an einem Workflow zur Evaluation generierter Gedichtinterpretationen sowie an einer Studie zur literaturgeschichtlichen Textpraxis im Kontext von LLMs. Im Gespräch wird schnell deutlich: Eine pauschale Bilanz zur Eignung von KI in der Literaturwissenschaft gibt es nicht. Ob Large Language Models sinnvoll einsetzbar sind, hängt stark von Datensatz, Fragestellung und methodischem Design ab. Wir sind der Meinung, dass die Modelle momentan als Coding-Assistenten besonders hilfreich sind. Gleichzeitig betont Axel die Verpflichtung zur sorgfältigen Validierung: Auch KI-generierte Ergebnisse müssen kritisch geprüft und methodisch reflektiert werden.
Axel gibt uns Einblicke in mehrere aktuelle Projekte, die sich mit generativer KI und literaturwissenschaftlicher Methodik beschäftigen. Gemeinsam mit Kolleg*innen untersucht er, inwiefern sich das Outputverhalten großer Sprachmodelle mit literaturwissenschaftlichen Interpretationsstandards vergleichen lässt. Daneben arbeitet er an einem Workflow zur Evaluation generierter Gedichtinterpretationen sowie an einer Studie zur literaturgeschichtlichen Textpraxis im Kontext von LLMs. Im Gespräch wird schnell deutlich: Eine pauschale Bilanz zur Eignung von KI in der Literaturwissenschaft gibt es nicht. Ob Large Language Models sinnvoll einsetzbar sind, hängt stark von Datensatz, Fragestellung und methodischem Design ab. Wir sind der Meinung, dass die Modelle momentan als Coding-Assistenten besonders hilfreich sind. Gleichzeitig betont Axel die Verpflichtung zur sorgfältigen Validierung: Auch KI-generierte Ergebnisse müssen kritisch geprüft und methodisch reflektiert werden.
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20.02.2026
18 Minuten
English Version below
In dieser Kurzfolge von RaDiHum20 setzen wir unsere Interviewreihe zur DHd2026 in Wien fort und sprechen mit Beatrice Nava, die im Bereich Digital Philology an der Universität Wien forscht und lehrt.
Im Gespräch gibt Beatrice uns Einblicke in ihre Arbeit an digitalen wissenschaftlichen Editionen. Ein aktuelles Projekt widmet sich einer genetischen digitalen Edition von Giacomo Leopardis Idilli und der Frage, wie sich Schreib- und Überarbeitungsprozesse eines Autors über unterschiedliche Manuskripte und Drucke hinweg digital modellieren lassen. Dabei geht es nicht nur um TEI/XML-Kodierung, sondern auch um Visualisierungen, die literarische Produktionsprozesse nachvollziehbar machen. Ergänzt wird diese Arbeit durch die Beteiligung an der internationalen Arbeitsgruppe VIDIT, die sich mit der Visualisierung textueller Varianz beschäftigt und an gemeinsamen Begrifflichkeiten und Best Practices für interoperable Werkzeuge arbeitet.
English:
In this short episode of RaDiHum20, we continue our interview series ahead of DHd2026 in Vienna, talking to Beatrice Nava. Beatrice is a lecturer and researcher in Digital Philology at the University of Vienna.
During the interview, Beatrice shares insights into her work on digital scholarly editions. One of her current projects is a genetic digital edition of Giacomo Leopardi’s Idilli, which explores how an author's writing and revision processes can be modelled digitally across different manuscripts and printed editions. This involves TEI/XML encoding and visualizations that make literary production processes tangible. Beatrice's work is also enriched by her participation in the international VIDIT working group, dedicated to visualising textual variation and developing shared terminology and best practices for interoperable tools.
In dieser Kurzfolge von RaDiHum20 setzen wir unsere Interviewreihe zur DHd2026 in Wien fort und sprechen mit Beatrice Nava, die im Bereich Digital Philology an der Universität Wien forscht und lehrt.
Im Gespräch gibt Beatrice uns Einblicke in ihre Arbeit an digitalen wissenschaftlichen Editionen. Ein aktuelles Projekt widmet sich einer genetischen digitalen Edition von Giacomo Leopardis Idilli und der Frage, wie sich Schreib- und Überarbeitungsprozesse eines Autors über unterschiedliche Manuskripte und Drucke hinweg digital modellieren lassen. Dabei geht es nicht nur um TEI/XML-Kodierung, sondern auch um Visualisierungen, die literarische Produktionsprozesse nachvollziehbar machen. Ergänzt wird diese Arbeit durch die Beteiligung an der internationalen Arbeitsgruppe VIDIT, die sich mit der Visualisierung textueller Varianz beschäftigt und an gemeinsamen Begrifflichkeiten und Best Practices für interoperable Werkzeuge arbeitet.
English:
In this short episode of RaDiHum20, we continue our interview series ahead of DHd2026 in Vienna, talking to Beatrice Nava. Beatrice is a lecturer and researcher in Digital Philology at the University of Vienna.
During the interview, Beatrice shares insights into her work on digital scholarly editions. One of her current projects is a genetic digital edition of Giacomo Leopardi’s Idilli, which explores how an author's writing and revision processes can be modelled digitally across different manuscripts and printed editions. This involves TEI/XML encoding and visualizations that make literary production processes tangible. Beatrice's work is also enriched by her participation in the international VIDIT working group, dedicated to visualising textual variation and developing shared terminology and best practices for interoperable tools.
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19.02.2026
1 Minute
English Version below
In dieser Kurzfolge setzen wir unsere Reise durch die Wiener Digital Humanities im Vorfeld der DHd2026 fort. Zu Gast ist diesmal erneut Tara Andrews, die ein Teil des zentralen Organisationsteams der kommenden Konferenz ist.
Zu Beginn der Folge erzählt Tara von ihrem ungewöhnlichen akademischen Werdegang, der sie in die Digital Humanities gebracht hat. In Wien arbeitet sie schwerpunktmäßig an digitaler Text- und Editionsphilologie, an computergestützter Stemmatologie sowie an nachhaltigen Forschungsinfrastrukturen. Mit STEMMAweb hat sie bereits früh ein Werkzeug zur Analyse komplexer Überlieferungszusammenhänge entwickelt, das bis heute aus „reiner Hartnäckigkeit“ weiterlebt. Ihr zentrales aktuelles Projekt ist das RELEVEN, das sich mit Unsicherheit in historischen Daten beschäftigt. Tara und ihr Team fragen darin, wie Zeit-, Raum- und Personendaten für vormoderne Kontexte modelliert werden können, ohne eine trügerische Eindeutigkeit vorzugeben. Gerade für mittelalterliche Geschichte, so Tara, ist es entscheidend, digitale Datenstrukturen zu entwickeln, die historiographische Zweifel und Mehrdeutigkeiten sichtbar machen. Daneben gibt sie Einblicke in die große thematische Bandbreite ihrer Wiener Arbeitsgruppe, die von mittelalterlicher Materialkultur über Prosopographie bis hin zu Fragen kultureller Identitätsbildung reicht.
English:
In this short episode, we continue our journey through Vienna’s Digital Humanities landscape in the run-up to DHd2026. Our guest is Tara Andrews, once again, who is part of the core organising team for the upcoming conference.
At the beginning of the episode, Tara reflects on her unconventional academic journey and how it led her to the field of Digital Humanities. In Vienna, she works in the areas of digital textual scholarship and scholarly editing, computational stemmatology, and sustainable research infrastructures. She developed STEMMAweb early on as a tool for analysing complex textual transmission histories, and it is still in use today, largely thanks to her tenacity. Her current main project is RELEVEN, which addresses uncertainty in historical data. In this project, Tara and her team are exploring how temporal, spatial, and personal data in premodern contexts can be modelled without creating a false sense of certainty. Tara argues that, especially for medieval history, it is crucial to design digital data structures that make historiographical doubt and ambiguity visible. She also provides insight into the wide thematic range of her Vienna-based research group, which spans medieval material culture, prosopography, and questions of cultural identity formation.
In dieser Kurzfolge setzen wir unsere Reise durch die Wiener Digital Humanities im Vorfeld der DHd2026 fort. Zu Gast ist diesmal erneut Tara Andrews, die ein Teil des zentralen Organisationsteams der kommenden Konferenz ist.
Zu Beginn der Folge erzählt Tara von ihrem ungewöhnlichen akademischen Werdegang, der sie in die Digital Humanities gebracht hat. In Wien arbeitet sie schwerpunktmäßig an digitaler Text- und Editionsphilologie, an computergestützter Stemmatologie sowie an nachhaltigen Forschungsinfrastrukturen. Mit STEMMAweb hat sie bereits früh ein Werkzeug zur Analyse komplexer Überlieferungszusammenhänge entwickelt, das bis heute aus „reiner Hartnäckigkeit“ weiterlebt. Ihr zentrales aktuelles Projekt ist das RELEVEN, das sich mit Unsicherheit in historischen Daten beschäftigt. Tara und ihr Team fragen darin, wie Zeit-, Raum- und Personendaten für vormoderne Kontexte modelliert werden können, ohne eine trügerische Eindeutigkeit vorzugeben. Gerade für mittelalterliche Geschichte, so Tara, ist es entscheidend, digitale Datenstrukturen zu entwickeln, die historiographische Zweifel und Mehrdeutigkeiten sichtbar machen. Daneben gibt sie Einblicke in die große thematische Bandbreite ihrer Wiener Arbeitsgruppe, die von mittelalterlicher Materialkultur über Prosopographie bis hin zu Fragen kultureller Identitätsbildung reicht.
English:
In this short episode, we continue our journey through Vienna’s Digital Humanities landscape in the run-up to DHd2026. Our guest is Tara Andrews, once again, who is part of the core organising team for the upcoming conference.
At the beginning of the episode, Tara reflects on her unconventional academic journey and how it led her to the field of Digital Humanities. In Vienna, she works in the areas of digital textual scholarship and scholarly editing, computational stemmatology, and sustainable research infrastructures. She developed STEMMAweb early on as a tool for analysing complex textual transmission histories, and it is still in use today, largely thanks to her tenacity. Her current main project is RELEVEN, which addresses uncertainty in historical data. In this project, Tara and her team are exploring how temporal, spatial, and personal data in premodern contexts can be modelled without creating a false sense of certainty. Tara argues that, especially for medieval history, it is crucial to design digital data structures that make historiographical doubt and ambiguity visible. She also provides insight into the wide thematic range of her Vienna-based research group, which spans medieval material culture, prosopography, and questions of cultural identity formation.
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18.02.2026
16 Minuten
In dieser Kurzfolge von RaDiHum20 geht es weiter mit den Vorbereitungen für die DHd2026. Dafür ist Gabriel Viehhauser erneut bei uns im Podcaststudio zu Gast.
Im Interview erzählt Gabriel, woran in Wien gerade geforscht wird. Ein wichtiges Projekt heißt „Scalable Reading“ und beschäftigt sich mit Gesamtausgaben aus dem 18. Jahrhundert. Ziel ist es, diesen besonderen Buchtyp genauer zu untersuchen: Wie entwickeln sich Gesamtausgaben, welche Bedeutung haben sie für Autorinnen und Autoren sowie für Verlage, und kann man literaturwissenschaftliche Annahmen direkt am Material überprüfen? Besonders herausfordernd sind dabei digitale Aspekte wie komplexe Layouts mit mehreren Ebenen von Fußnoten und Apparaten sowie Methoden, um Unterschiede zwischen verschiedenen Ausgaben sichtbar zu machen.
Im Interview erzählt Gabriel, woran in Wien gerade geforscht wird. Ein wichtiges Projekt heißt „Scalable Reading“ und beschäftigt sich mit Gesamtausgaben aus dem 18. Jahrhundert. Ziel ist es, diesen besonderen Buchtyp genauer zu untersuchen: Wie entwickeln sich Gesamtausgaben, welche Bedeutung haben sie für Autorinnen und Autoren sowie für Verlage, und kann man literaturwissenschaftliche Annahmen direkt am Material überprüfen? Besonders herausfordernd sind dabei digitale Aspekte wie komplexe Layouts mit mehreren Ebenen von Fußnoten und Apparaten sowie Methoden, um Unterschiede zwischen verschiedenen Ausgaben sichtbar zu machen.
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Über diesen Podcast
Das neue Radio für Digital Humanities bringt dir jeden Monat eine
Interview-Folge mit interessanten Vertreter*innen der digitalen
Geisteswissenschaften auf die Ohren. Hier sprechen wir mit
Kolleg*innen aus den digitalen Geisteswissenschaften über digitale
Geisteswissenschaften. Also merk Dir die 20, denn immer am 20.
eines Monats wird es von nun an heißen: “Hallo und herzlich
willkommen zu RaDiHum20!“
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