Zwischen Hamburg und Haiti Archiv
97 Episoden
31 Minuten
Costa Rica-Reisende erwartet ein mittelamerikanisches Land, das zu mehr als die Hälfte mit Wald bedeckt ist – wieder. Denn Costa Rica hat sich schon vor Längerem entschieden, in die Aufforstung des Regenwaldes zu investieren, damit die tropische Flora und Fauna wieder aufblühen.
Möglich machen das auch Touristen, also zahlende Gäste, deren Eintrittsgelder in den Erhalt der inzwischen rund 30 Nationalparks des Landes fließen. Nicht nur in Sachen Naturschutz, sondern auch beim Thema Tourismus gilt das Land damit als Vorreiter unter den mittelamerikanischen Staaten.
Urlauber können der Tierwelt in den weitläufigen Regenwäldern begegnen, allen voran dem Nationaltier Costa Ricas, dem Faultier, mit dem allerorts im Land geworben wird. Es passt auch gut zur Lebensphilosophie der Costa-Ricaner: Pura Vida! Das steht auch für Gelassenheit, die das Faultier quasi auch im Namen trägt.
Doch bei all der entspannten und gemütlichen Mentalität wird sich in Costa Rica nicht zurückgelehnt, wenn es um den Tierschutz geht: Ohne engagierte Initiativen in allen Teilen des Landes hätten es viele Tierarten schwerer, zu überleben. Denn wo Tier und Mensch so dicht beieinander leben wie in Costa Rica, sind nicht nur perfekte Schnappschüsse möglich, sondern auch Gefahren für die Tiere möglich. Aber es gibt vielfältige Abhilfen - unter anderem auch dank der Touristen, die ins Land kommen!
Möglich machen das auch Touristen, also zahlende Gäste, deren Eintrittsgelder in den Erhalt der inzwischen rund 30 Nationalparks des Landes fließen. Nicht nur in Sachen Naturschutz, sondern auch beim Thema Tourismus gilt das Land damit als Vorreiter unter den mittelamerikanischen Staaten.
Urlauber können der Tierwelt in den weitläufigen Regenwäldern begegnen, allen voran dem Nationaltier Costa Ricas, dem Faultier, mit dem allerorts im Land geworben wird. Es passt auch gut zur Lebensphilosophie der Costa-Ricaner: Pura Vida! Das steht auch für Gelassenheit, die das Faultier quasi auch im Namen trägt.
Doch bei all der entspannten und gemütlichen Mentalität wird sich in Costa Rica nicht zurückgelehnt, wenn es um den Tierschutz geht: Ohne engagierte Initiativen in allen Teilen des Landes hätten es viele Tierarten schwerer, zu überleben. Denn wo Tier und Mensch so dicht beieinander leben wie in Costa Rica, sind nicht nur perfekte Schnappschüsse möglich, sondern auch Gefahren für die Tiere möglich. Aber es gibt vielfältige Abhilfen - unter anderem auch dank der Touristen, die ins Land kommen!
36 Minuten
In dieser besonderen Folge reisen wir in die USA. Aber nicht nur an einen Ort, sondern auch in die Vergangenheit. Dahin, wo alles begann, vor 250 Jahren. Denn die USA feiern an diesem Wochenende ja einen runden Geburtstag.
Gerade bei den USA haben viele gleich Bilder im Kopf: New York, Grand Canyon, Hollywood, Highways. Aber Reisen heißt für uns ja nicht nur: schöne Orte zeigen. Reisen heißt auch: ein Land verstehen wollen. Seine Landschaften, seine Geschichten und vielleicht auch seine Widersprüche. Und genau die wollen wir diesmal entdecken.
Unsere beiden USA-Korrespondenten Sarah Schmidt und Torben Börgers sind für uns im Land unterwegs gewesen – in Indiana und in North Dakota. Sie haben ein ganz anderes Amerika kennengelernt, als das, was wir jeden Tag in den Nachrichten sehen.
Torben hat sich für diese Ausgabe ins Schlachtengetümmel geworfen. Vor 250 Jahren kämpften die Soldaten der Rebellion für die Unabhängigkeit der USA – gegen Großbritannien. Jedes Jahr werden diese Schlachten mit viel Aufwand und Liebe zum Detail nachgespielt, in historischen Uniformen, mit Musketen und Kanonen, mit Übernachten im Zelt und Lagerfeuerromantik. Warum machen die Amerikaner das? Wie denken sie über den Gründungsmythos der Vereinigten Staaten? Torben hat sich eingereiht in die Truppen der Rebellen. Und, Achtung! – Er hat sich für uns sogar vorübergehend erschießen lassen – mit einer Platzpatrone.
Sarah Schmidt war für uns in North Dakota – und einer ganz anderen Geschichte auf der Spur. Die Siedler auf dem Weg durch die Prärie, Büffelherden, Cowboys, das ist das romantische Bild, auf dem die USA ihre nationale Identität gebaut haben. Doch hält es der Realität stand? In North Dakota prägen endlose Weiten, Viehzucht und Rodeos bis heute das Bild des "echten" Amerika. In North Dakota sind aber auch bedeutende Native Nations verwurzelt.
Ohne deren Unterstützung hätten die Siedler ihre Reise Richtung Westen nicht überlebt. Doch die Native Americans und ihre Kultur wurden nahezu ausgelöscht. Wie blicken sie auf die landesweiten Feiern? Was bedeutet Freiheit für die Menschen, deren wahre Geschichte in den großen Erzählungen des amerikanischen Westens oft keinen Platz findet? Und wie passt der Mythos vom "Wilden Westen" zu den Erfahrungen jener, die seine Folgen bis heute spüren?
Auch darum geht es in dieser Ausgabe von Zwischen Hamburg und Haiti.
Gerade bei den USA haben viele gleich Bilder im Kopf: New York, Grand Canyon, Hollywood, Highways. Aber Reisen heißt für uns ja nicht nur: schöne Orte zeigen. Reisen heißt auch: ein Land verstehen wollen. Seine Landschaften, seine Geschichten und vielleicht auch seine Widersprüche. Und genau die wollen wir diesmal entdecken.
Unsere beiden USA-Korrespondenten Sarah Schmidt und Torben Börgers sind für uns im Land unterwegs gewesen – in Indiana und in North Dakota. Sie haben ein ganz anderes Amerika kennengelernt, als das, was wir jeden Tag in den Nachrichten sehen.
Torben hat sich für diese Ausgabe ins Schlachtengetümmel geworfen. Vor 250 Jahren kämpften die Soldaten der Rebellion für die Unabhängigkeit der USA – gegen Großbritannien. Jedes Jahr werden diese Schlachten mit viel Aufwand und Liebe zum Detail nachgespielt, in historischen Uniformen, mit Musketen und Kanonen, mit Übernachten im Zelt und Lagerfeuerromantik. Warum machen die Amerikaner das? Wie denken sie über den Gründungsmythos der Vereinigten Staaten? Torben hat sich eingereiht in die Truppen der Rebellen. Und, Achtung! – Er hat sich für uns sogar vorübergehend erschießen lassen – mit einer Platzpatrone.
Sarah Schmidt war für uns in North Dakota – und einer ganz anderen Geschichte auf der Spur. Die Siedler auf dem Weg durch die Prärie, Büffelherden, Cowboys, das ist das romantische Bild, auf dem die USA ihre nationale Identität gebaut haben. Doch hält es der Realität stand? In North Dakota prägen endlose Weiten, Viehzucht und Rodeos bis heute das Bild des "echten" Amerika. In North Dakota sind aber auch bedeutende Native Nations verwurzelt.
Ohne deren Unterstützung hätten die Siedler ihre Reise Richtung Westen nicht überlebt. Doch die Native Americans und ihre Kultur wurden nahezu ausgelöscht. Wie blicken sie auf die landesweiten Feiern? Was bedeutet Freiheit für die Menschen, deren wahre Geschichte in den großen Erzählungen des amerikanischen Westens oft keinen Platz findet? Und wie passt der Mythos vom "Wilden Westen" zu den Erfahrungen jener, die seine Folgen bis heute spüren?
Auch darum geht es in dieser Ausgabe von Zwischen Hamburg und Haiti.
35 Minuten
Die Sommerferien stehen vor der Tür - und mit ihnen die große Frage: Kann Urlaub mit Kindern überhaupt entspannend sein? Zwischen Organisation, Kosten, Erwartungen und den Bedürfnissen aller Familienmitglieder wird die gemeinsame Auszeit oft zum Balanceakt.
Für diese Folge von "Zwischen Hamburg und Haiti" besucht Reporterin Clea Schnitzlein einen Ferienhof in Franken. Dort erleben Kinder Ferien zwischen Ziegenfütterung, Traktorfahrten und Lagerfeuer. Eltern erzählen, warum sie sich bewusst für Urlaub auf dem Bauernhof entscheiden und was für sie eine gelungene Familienreise ausmacht.
Außerdem spricht die Tourismussoziologin Kerstin Heuwinkel über aktuelle Trends im Familienurlaub, den wachsenden Anspruch an die perfekte Auszeit und darüber, wie sich veränderte Familienstrukturen auf das Reiseverhalten auswirken.
Doch die Folge blickt auch auf die Realität vieler Familien: Nicht alle können sich eine Urlaubsreise leisten. Alleinerziehende berichten von finanziellen Herausforderungen und davon, wie sie ihren Kindern trotzdem unvergessliche Ferien ermöglichen wollen.
weitere Informationen:
Tourismussoziologin Kerstin Heuwinkel
https://kerstin-heuwinkel.de/
Zahlen des Deutschen Tourismusverbandes 2025
https://www.deutschertourismusverband.de/fileadmin/user_upload/Footer/Presse/Zahlen-Daten-Fakten_2025.pdf
Reportage: Wenn die Ferienzeit zur finanziellen Herausforderung wird
https://www.ndr.de/nachrichten/info/jugenderholungswerk-100.html
Podcast-Tipp:
Wenn Ihr wissen wollt, wie andere Eltern ihren Alltag gestalten, hört doch mal rein in "Eltern ohne Filter". Mütter und Väter erzählen ungefiltert von ihrem Leben als Eltern. Vom irrsinnigen Glück. Vom ganz normalen Wahnsinn. Und von ihren dunklen Momenten. Es ist und bleibt ein Abenteuer.
Eltern ohne Filter · Neue Folgen - Jetzt Podcast anhören!
https://www.ardsounds.de/sendung/urn:ard:show:821f9bc1b027e65d/
Für diese Folge von "Zwischen Hamburg und Haiti" besucht Reporterin Clea Schnitzlein einen Ferienhof in Franken. Dort erleben Kinder Ferien zwischen Ziegenfütterung, Traktorfahrten und Lagerfeuer. Eltern erzählen, warum sie sich bewusst für Urlaub auf dem Bauernhof entscheiden und was für sie eine gelungene Familienreise ausmacht.
Außerdem spricht die Tourismussoziologin Kerstin Heuwinkel über aktuelle Trends im Familienurlaub, den wachsenden Anspruch an die perfekte Auszeit und darüber, wie sich veränderte Familienstrukturen auf das Reiseverhalten auswirken.
Doch die Folge blickt auch auf die Realität vieler Familien: Nicht alle können sich eine Urlaubsreise leisten. Alleinerziehende berichten von finanziellen Herausforderungen und davon, wie sie ihren Kindern trotzdem unvergessliche Ferien ermöglichen wollen.
weitere Informationen:
Tourismussoziologin Kerstin Heuwinkel
https://kerstin-heuwinkel.de/
Zahlen des Deutschen Tourismusverbandes 2025
https://www.deutschertourismusverband.de/fileadmin/user_upload/Footer/Presse/Zahlen-Daten-Fakten_2025.pdf
Reportage: Wenn die Ferienzeit zur finanziellen Herausforderung wird
https://www.ndr.de/nachrichten/info/jugenderholungswerk-100.html
Podcast-Tipp:
Wenn Ihr wissen wollt, wie andere Eltern ihren Alltag gestalten, hört doch mal rein in "Eltern ohne Filter". Mütter und Väter erzählen ungefiltert von ihrem Leben als Eltern. Vom irrsinnigen Glück. Vom ganz normalen Wahnsinn. Und von ihren dunklen Momenten. Es ist und bleibt ein Abenteuer.
Eltern ohne Filter · Neue Folgen - Jetzt Podcast anhören!
https://www.ardsounds.de/sendung/urn:ard:show:821f9bc1b027e65d/
38 Minuten
Im Stadtteil Mount Pleasant werden Hauswände zu offenen Archiven. Murals berichten von Migration, Identität und kolonialer Vergangenheit. Kunst wird hier Teil des Alltags und zugleich politisches Statement.
Von dort geht es auf Schienen durch die Rocky Mountains: Der Luxuszug Rocky Mountaineer inszeniert Kanada als spektakuläre Landschaftserfahrung. Doch unter den Gleisen liegen die kaum erzählten Geschichten chinesischer Arbeiter, die unter gefährlichen Bedingungen die transkontinentale Eisenbahn errichteten.
Michael Marek war für uns dort.
Von dort geht es auf Schienen durch die Rocky Mountains: Der Luxuszug Rocky Mountaineer inszeniert Kanada als spektakuläre Landschaftserfahrung. Doch unter den Gleisen liegen die kaum erzählten Geschichten chinesischer Arbeiter, die unter gefährlichen Bedingungen die transkontinentale Eisenbahn errichteten.
Michael Marek war für uns dort.
30 Minuten
Oulu liegt im Nordwesten Finnlands an der Ostseeküste. Dieses Jahr darf sich die Stadt mit dem Titel „Europäische Kulturhauptstadt 2026“ schmücken. Oulu ist mit gut 200.000 Einwohnern die nördlichste Großstadt der Europäischen Union und fünfgrößte Stadt Finnlands.
In Oulu lebt der Underground. Der „Schreiende Männerchor“ und die Weltmeisterschaft im Luftgitarre-Spielen kommen aus Oulu. Und an einer Wand prangt seit den 1980er-Jahren ein Graffiti-Schriftzug „Paska Kaupunni“, was „Scheiß Stadt“ heißt. Doch die Ouluer tragen diesen Titel mit einem gewissen Stolz.
Oulu ist ein Paradies für Radfahrer. Fast 1.000 Kilometer umfasst das eigene Radwege-Netz, fast immer fernab vom Autoverkehr, kreuzungsarm dank Unterführungen und mit eigenen Schnellradwegen - so kommt man fix von A nach B. Ein Navi braucht man auch nicht, da die Radwege gut beschildert sind. Radfahren ist die DNA von Oulu.
Das Stadtzentrum mit dem Marktplatz und dem Marktpolizisten „Tori Polliisi“ ist kompakt, dafür ist die Natur nie weit. Fast im Zentrum liegt der Strand Tuira am Oulu-Fluss. Hier kann man schwimmen, chillen und Volleyball spielen. Außerdem schwimmt im Fluss eine kleine Sauna: Kesä-Sauna (wörtlich: Sommersauna), ein beliebtes Freizeitvergnügen bei jedem Wetter.
Oulu 2026: Europäische Kulturhauptstadt mit Sauna und Sámi
https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/neugier-genuegt/feature-oulu-kulturhauptstadt-2026-100.html
In Oulu lebt der Underground. Der „Schreiende Männerchor“ und die Weltmeisterschaft im Luftgitarre-Spielen kommen aus Oulu. Und an einer Wand prangt seit den 1980er-Jahren ein Graffiti-Schriftzug „Paska Kaupunni“, was „Scheiß Stadt“ heißt. Doch die Ouluer tragen diesen Titel mit einem gewissen Stolz.
Oulu ist ein Paradies für Radfahrer. Fast 1.000 Kilometer umfasst das eigene Radwege-Netz, fast immer fernab vom Autoverkehr, kreuzungsarm dank Unterführungen und mit eigenen Schnellradwegen - so kommt man fix von A nach B. Ein Navi braucht man auch nicht, da die Radwege gut beschildert sind. Radfahren ist die DNA von Oulu.
Das Stadtzentrum mit dem Marktplatz und dem Marktpolizisten „Tori Polliisi“ ist kompakt, dafür ist die Natur nie weit. Fast im Zentrum liegt der Strand Tuira am Oulu-Fluss. Hier kann man schwimmen, chillen und Volleyball spielen. Außerdem schwimmt im Fluss eine kleine Sauna: Kesä-Sauna (wörtlich: Sommersauna), ein beliebtes Freizeitvergnügen bei jedem Wetter.
Oulu 2026: Europäische Kulturhauptstadt mit Sauna und Sámi
https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/neugier-genuegt/feature-oulu-kulturhauptstadt-2026-100.html
36 Minuten
Seit ihrer Kindheit reist unsere NDR-Kollegin regelmäßig zu ihrer Familie in den Iran. Als sie Ende 2025 erneut nach Teheran fliegt, ahnt sie noch nicht, dass sich das Land wenige Monate später im Krieg befinden wird.
Doch schon kurz nach ihrer Ankunft spürt sie: Diesmal ist etwas anders. In Taxis, Werkstätten und bei Familienessen kreisen die Gespräche immer wieder um dieselben Themen - steigende Preise, Zukunftsängste und die Frage, wie lange das Leben im Iran noch bezahlbar bleibt.
Für diese Folge von „Zwischen Hamburg und Haiti“ fährt sie mit ihrem Cousin in den Süden Teherans. Dort besucht sie eine kleine Sockenproduktion, versteckt in einer gemieteten Wohnung mitten in Shahr-e Rey. Frauen arbeiten hier stundenlang zwischen Kartons, heißen Metallformen und Verpackungsbergen - darunter auch die 18-jährige Somaye aus Afghanistan, die seit ihrem 14. Lebensjahr arbeitet und kaum Zugang zu Bildung hatte.
Wenige Tage später erlebt unsere Kollegin im Norden Teherans das persische Familienfest Shab-e Yalda - die längste Nacht des Jahres. Zwischen Musik, Tanz und Familienessen wird deutlich: Selbst in wohlhabenderen Vierteln bestimmt die wirtschaftliche Krise längst den Alltag vieler Menschen.
Kurz bevor die Proteste eskalieren, reist sie weiter in den Süden des Landes - auf die Inseln Qeshm und Hormoz im Persischen Golf. Dort begegnet sie einer völlig anderen Seite des Iran: farbenfrohe Salzlandschaften, kleine Tuk-Tuks, alternative Cafés und Menschen, die vom Tourismus leben und gleichzeitig mit Inflation, Wasserknappheit und wirtschaftlicher Unsicherheit kämpfen.
Eine Reise durch ein Land voller Gegensätze - zwischen Herzlichkeit, Erschöpfung und der Angst vor dem, was kommen könnte.
Unsere Kollegin war für uns dort.
Weltspiegel Podcast
https://www.ardsounds.de/sendung/weltspiegel-podcast/urn:ard:show:621711b59e5ee4cd/
Doch schon kurz nach ihrer Ankunft spürt sie: Diesmal ist etwas anders. In Taxis, Werkstätten und bei Familienessen kreisen die Gespräche immer wieder um dieselben Themen - steigende Preise, Zukunftsängste und die Frage, wie lange das Leben im Iran noch bezahlbar bleibt.
Für diese Folge von „Zwischen Hamburg und Haiti“ fährt sie mit ihrem Cousin in den Süden Teherans. Dort besucht sie eine kleine Sockenproduktion, versteckt in einer gemieteten Wohnung mitten in Shahr-e Rey. Frauen arbeiten hier stundenlang zwischen Kartons, heißen Metallformen und Verpackungsbergen - darunter auch die 18-jährige Somaye aus Afghanistan, die seit ihrem 14. Lebensjahr arbeitet und kaum Zugang zu Bildung hatte.
Wenige Tage später erlebt unsere Kollegin im Norden Teherans das persische Familienfest Shab-e Yalda - die längste Nacht des Jahres. Zwischen Musik, Tanz und Familienessen wird deutlich: Selbst in wohlhabenderen Vierteln bestimmt die wirtschaftliche Krise längst den Alltag vieler Menschen.
Kurz bevor die Proteste eskalieren, reist sie weiter in den Süden des Landes - auf die Inseln Qeshm und Hormoz im Persischen Golf. Dort begegnet sie einer völlig anderen Seite des Iran: farbenfrohe Salzlandschaften, kleine Tuk-Tuks, alternative Cafés und Menschen, die vom Tourismus leben und gleichzeitig mit Inflation, Wasserknappheit und wirtschaftlicher Unsicherheit kämpfen.
Eine Reise durch ein Land voller Gegensätze - zwischen Herzlichkeit, Erschöpfung und der Angst vor dem, was kommen könnte.
Unsere Kollegin war für uns dort.
Weltspiegel Podcast
https://www.ardsounds.de/sendung/weltspiegel-podcast/urn:ard:show:621711b59e5ee4cd/
42 Minuten
Eine versunkene Metropole, jahrhundertelang dem Vergessen überlassen - und heute ein spiritueller Sehnsuchtsort: In der neuen Folge begeben wir uns auf eine faszinierende Reise nach Hampi, eine der beeindruckendsten historischen Stätten Indiens.
Einst war Hampi das glanzvolle Zentrum eines mächtigen Hindu-Reiches. Nach seinem Niedergang lag die Stadt rund 300 Jahre verlassen in der Landschaft, bis sie Mitte des 19. Jahrhunderts wiederentdeckt wurde. Heute ist Hampi ein Ort, der gleichzeitig mystisch, spirituell und irgendwie surreal wirkt. Zwischen riesigen Felsen, alten Tempeln und Palästen treffen sich Backpacker, Reisende und gläubige Hindus aus aller Welt.
Vor genau 40 Jahren wurde Hampi in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen – eine Auszeichnung, die die außergewöhnliche kulturelle und architektonische Bedeutung der Tempelanlagen unterstreicht. Auch literarisch lebt die Geschichte weiter: Der britisch-indische Autor Salman Rushdie widmete dem untergegangenen Reich vor wenigen Jahren mit Victory City eins seiner Werke.
In dieser Folge nimmt Reisejournalistin Charlotte Horn uns mit auf eine Entdeckungstour durch die mystischen Ruinen, erzählt von der bewegten Vergangenheit Hampis und schildert, warum dieser Ort bis heute eine so starke Anziehungskraft ausübt.
Eine Folge über Lost Places, alte Reiche und die Frage: Was bleibt eigentlich, wenn eine ganze Stadt verschwindet?
Lesetipp: „Victory City“, Roman von Salman Rushdie, erschienen im Penguin-Verlag, 2023:
https://www.penguin.de/buecher/salman-rushdie-victory-city/buch/9783328602941
Historischer Roman von Tirumala Devaraya:
In the Empire of the God King by Tirumala Devaraya | Goodreads
https://www.goodreads.com/book/show/237384871-in-the-empire-of-the-god-king
Kurze Video-Dokumentation über Hampi (auf Englisch): What Made Hampi One of the Greatest Cities of Its Time?
https://www.youtube.com/watch?v=tMjVqBzSnGs
Reise-Tipps Hampi – inklusive Hinweise für die Anreise:
Hampi – Travel guide at Wikivoyage
https://en.wikivoyage.org/wiki/Hampi
Crosspromotion: Young Adventurers: INDIEN - Floßfahrt ins Unbekannte
https://www.ardmediathek.de/video/young-adventurers-indien-flossfahrt-ins-unbekannte/young-adventurers-indien-flossfahrt-ins-unbekannte/ndr/Y3JpZDovL25kci5kZS9hYTM3ZDk1Yi0yZGNiLTQyZjUtODdhYS0yMzQxYjY2MWM3MzJfZ2FuemVTZW5kdW5n
Einst war Hampi das glanzvolle Zentrum eines mächtigen Hindu-Reiches. Nach seinem Niedergang lag die Stadt rund 300 Jahre verlassen in der Landschaft, bis sie Mitte des 19. Jahrhunderts wiederentdeckt wurde. Heute ist Hampi ein Ort, der gleichzeitig mystisch, spirituell und irgendwie surreal wirkt. Zwischen riesigen Felsen, alten Tempeln und Palästen treffen sich Backpacker, Reisende und gläubige Hindus aus aller Welt.
Vor genau 40 Jahren wurde Hampi in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen – eine Auszeichnung, die die außergewöhnliche kulturelle und architektonische Bedeutung der Tempelanlagen unterstreicht. Auch literarisch lebt die Geschichte weiter: Der britisch-indische Autor Salman Rushdie widmete dem untergegangenen Reich vor wenigen Jahren mit Victory City eins seiner Werke.
In dieser Folge nimmt Reisejournalistin Charlotte Horn uns mit auf eine Entdeckungstour durch die mystischen Ruinen, erzählt von der bewegten Vergangenheit Hampis und schildert, warum dieser Ort bis heute eine so starke Anziehungskraft ausübt.
Eine Folge über Lost Places, alte Reiche und die Frage: Was bleibt eigentlich, wenn eine ganze Stadt verschwindet?
Lesetipp: „Victory City“, Roman von Salman Rushdie, erschienen im Penguin-Verlag, 2023:
https://www.penguin.de/buecher/salman-rushdie-victory-city/buch/9783328602941
Historischer Roman von Tirumala Devaraya:
In the Empire of the God King by Tirumala Devaraya | Goodreads
https://www.goodreads.com/book/show/237384871-in-the-empire-of-the-god-king
Kurze Video-Dokumentation über Hampi (auf Englisch): What Made Hampi One of the Greatest Cities of Its Time?
https://www.youtube.com/watch?v=tMjVqBzSnGs
Reise-Tipps Hampi – inklusive Hinweise für die Anreise:
Hampi – Travel guide at Wikivoyage
https://en.wikivoyage.org/wiki/Hampi
Crosspromotion: Young Adventurers: INDIEN - Floßfahrt ins Unbekannte
https://www.ardmediathek.de/video/young-adventurers-indien-flossfahrt-ins-unbekannte/young-adventurers-indien-flossfahrt-ins-unbekannte/ndr/Y3JpZDovL25kci5kZS9hYTM3ZDk1Yi0yZGNiLTQyZjUtODdhYS0yMzQxYjY2MWM3MzJfZ2FuemVTZW5kdW5n
36 Minuten
Dieses Mal haben wir eine besondere Folge für Euch:
Eine Geburtstagssendung, von uns, mit Euch! Denn „Zwischen Hamburg und Haiti“ feiert am 17. Mai ihr 75-jähriges Jubiläum – und ist damit die älteste Reisesendung im deutschen Radio.
In der Jubiläumsfolge teilen Hörerinnen ihre prägendsten Reiseerlebnisse: spontane Aufbrüche, besondere Begegnungen und Reisen, die den Blick auf die Welt verändert haben. Ergänzt werden diese Geschichten durch Erfahrungen und Reisetipps von ARD-Korrespondentinnen aus aller Welt.
Seit 1951 erzählt „Zwischen Hamburg und Haiti“ Geschichten vom Unterwegssein, Ankommen und Perspektivwechsel. Heute geht es dabei längst nicht mehr nur um Fernweh und schöne Reisebilder, sondern auch um die Lebensrealitäten vor Ort, nachhaltiges Reisen und die Folgen des Massentourismus.
Auch künftig will der Podcast Reisen stärker mit gesellschaftlichen Fragen verbinden – von gutem Zusammenleben bis Glückssuche und neuen Reisetrends wie Slow Traveling oder generationsübergreifendem Reisen.
Schön, dass Ihr dabei seid! Und wenn Ihr uns weiterhin von Euren Reisen erzählen möchtet oder einfach eine Rückmeldung zu unseren Folgen gebt. Wir freuen uns! Per Mail erreicht Ihr uns unter haiti@ndr.de
Eine Geburtstagssendung, von uns, mit Euch! Denn „Zwischen Hamburg und Haiti“ feiert am 17. Mai ihr 75-jähriges Jubiläum – und ist damit die älteste Reisesendung im deutschen Radio.
In der Jubiläumsfolge teilen Hörerinnen ihre prägendsten Reiseerlebnisse: spontane Aufbrüche, besondere Begegnungen und Reisen, die den Blick auf die Welt verändert haben. Ergänzt werden diese Geschichten durch Erfahrungen und Reisetipps von ARD-Korrespondentinnen aus aller Welt.
Seit 1951 erzählt „Zwischen Hamburg und Haiti“ Geschichten vom Unterwegssein, Ankommen und Perspektivwechsel. Heute geht es dabei längst nicht mehr nur um Fernweh und schöne Reisebilder, sondern auch um die Lebensrealitäten vor Ort, nachhaltiges Reisen und die Folgen des Massentourismus.
Auch künftig will der Podcast Reisen stärker mit gesellschaftlichen Fragen verbinden – von gutem Zusammenleben bis Glückssuche und neuen Reisetrends wie Slow Traveling oder generationsübergreifendem Reisen.
Schön, dass Ihr dabei seid! Und wenn Ihr uns weiterhin von Euren Reisen erzählen möchtet oder einfach eine Rückmeldung zu unseren Folgen gebt. Wir freuen uns! Per Mail erreicht Ihr uns unter haiti@ndr.de
32 Minuten
„Blumeninsel“, „Insel des ewigen Frühlings“, „Hawaii Europas“ - wer die Insel Madeira besucht, wird feststellen, keine dieser Beschreibungen ist untertrieben. Grün ist es an fast jeder Ecke - und das zu jeder Jahreszeit.
Die Insel mitten im Atlantik zeichnet sich durch ein ganzjährig mildes, subtropisches Frühlingsklima aus, das durch den Golfstrom und Passatwinde geprägt ist. Die zahlreichen Mikroklimazonen führen zusätzlich dazu, dass sich das Wetter je nach Höhenlage und Nord-Süd-Ausrichtung stark unterscheiden kann. Deshalb gehören Sonnencreme und Regenjacke gleichzeitig ins Gepäck.
Abwechslungsreich ist Madeira allemal: Der sonnige Süden eignet sich perfekt für Badetage und Urbanes, während der grüne Norden mit Lorbeerwäldern, steilen Klippen und Naturschwimmbecken beeindruckt. Das raue Hochland ist ideal für Wanderungen. Madeira gilt als Wanderparadies, vor allem entlang der Levadas. Das sind gebaute Kanäle, die Wasser aus dem regenreichen Norden in den trockenen Süden führen. Das Levadanetz auf der Insel ist über 2000 Kilometer lang. Die erste Levada entstand im 16. Jahrhundert. Mit dem großflächigen Bau wurde im 19. Jahrhundert begonnen. Waren sie früher aus Holz und später aus Steinplatten, fließt das Wasser mittlerweile durch Betonkanäle.
Wer Madeira besucht, wird an zwei Genüssen nicht vorbeikommen: die Banane und der Poncha. Keine andere Frucht wird so sehr mit Madeira in Verbindung gebracht, wie die Banane. 1552 wurde der Anbau erstmals schriftlich erwähnt. Das gelbe Obst entwickelte sich im 19. Jahrhundert zu einem Exportschlager. Heute ist allerdings nur noch ein kleiner Teil für den europäischen Markt gedacht. Die meisten Bananen gehen aufs portugiesische und spanische Festland.
Der Poncha ist das Nationalgetränk der Insel. Der süß-saure, alkoholische Cocktail wird in fast jedem Lokal/Bar angeboten. Er besteht klassisch aus Zuckerrohrschnaps, Honig und Zitronen- oder Orangensaft. Oft ist er auch ein Mitbringsel der Touristen.
Ohnehin ist der Tourismus mittlerweile eine wichtige Einnahmequelle geworden. Gäbe es ihn nicht, hätten viele Menschen keine Arbeit. Gleichzeitig sorgen Touristenmassen – vor allem mit dem Schiff – nicht nur für volle Ecken, sondern steigende Preise. Schnell wird deutlich: Der Tourismus ist für Madeira Fluch und Segen zugleich.
Die Insel mitten im Atlantik zeichnet sich durch ein ganzjährig mildes, subtropisches Frühlingsklima aus, das durch den Golfstrom und Passatwinde geprägt ist. Die zahlreichen Mikroklimazonen führen zusätzlich dazu, dass sich das Wetter je nach Höhenlage und Nord-Süd-Ausrichtung stark unterscheiden kann. Deshalb gehören Sonnencreme und Regenjacke gleichzeitig ins Gepäck.
Abwechslungsreich ist Madeira allemal: Der sonnige Süden eignet sich perfekt für Badetage und Urbanes, während der grüne Norden mit Lorbeerwäldern, steilen Klippen und Naturschwimmbecken beeindruckt. Das raue Hochland ist ideal für Wanderungen. Madeira gilt als Wanderparadies, vor allem entlang der Levadas. Das sind gebaute Kanäle, die Wasser aus dem regenreichen Norden in den trockenen Süden führen. Das Levadanetz auf der Insel ist über 2000 Kilometer lang. Die erste Levada entstand im 16. Jahrhundert. Mit dem großflächigen Bau wurde im 19. Jahrhundert begonnen. Waren sie früher aus Holz und später aus Steinplatten, fließt das Wasser mittlerweile durch Betonkanäle.
Wer Madeira besucht, wird an zwei Genüssen nicht vorbeikommen: die Banane und der Poncha. Keine andere Frucht wird so sehr mit Madeira in Verbindung gebracht, wie die Banane. 1552 wurde der Anbau erstmals schriftlich erwähnt. Das gelbe Obst entwickelte sich im 19. Jahrhundert zu einem Exportschlager. Heute ist allerdings nur noch ein kleiner Teil für den europäischen Markt gedacht. Die meisten Bananen gehen aufs portugiesische und spanische Festland.
Der Poncha ist das Nationalgetränk der Insel. Der süß-saure, alkoholische Cocktail wird in fast jedem Lokal/Bar angeboten. Er besteht klassisch aus Zuckerrohrschnaps, Honig und Zitronen- oder Orangensaft. Oft ist er auch ein Mitbringsel der Touristen.
Ohnehin ist der Tourismus mittlerweile eine wichtige Einnahmequelle geworden. Gäbe es ihn nicht, hätten viele Menschen keine Arbeit. Gleichzeitig sorgen Touristenmassen – vor allem mit dem Schiff – nicht nur für volle Ecken, sondern steigende Preise. Schnell wird deutlich: Der Tourismus ist für Madeira Fluch und Segen zugleich.
28 Minuten
Ein altes Sprichwort sagt: „In Göteborg werden keine Gedichte geschrieben, sondern nur Rechnungen“. Es muss in Stockholm – ganz auf der anderen Seite Schwedens – erfunden worden sein. Denn Reporterin Merle Schaack hat in der zweitgrößten Stadt im Königreich viel mehr Gründe als Volvo, SKF und Co. entdeckt, um mehr als einen Zwischenstopp einzulegen.
In der kultigen Straßenbahn fährt sie die Lebensadern der bodenständig bunten Stadt ab: Angefangen an der Mündung des Flusses Göta Älv, der einst Schwedens Tor zur großen Welt war. Jeden Morgen feilschen Händler hier im Hafen bei einer Fischauktion mit ganz eigenen Regeln um den besten Fang des Tages.
Mit speziellem Göteborger Humor geht es nach Haga. Und hinter hübschen Holzfassaden dem Ursprung des ehemaligen Arbeiterviertels auf den Grund. Denn dass Einheimische wie Reisende hier in so gemütlichem Ambiente ihre Kaffeepausen einlegen können, verdanken sie dem Pragmatismus einer boomenden Hafenstadt und hartnäckigen Anwohnern.
Fernab vom innenstädtischen Trubel lernen wir in dieser Folge von „Zwischen Hamburg und Haiti“ im Schärengarten Johanna Olzon kennen. Ihre Vorfahren arbeiteten zunächst als Fischer auf Hönö, einer der felsigen Inseln vor der Westküste – bis ihr Urgroßvater aus der Not eine Tugend machte und der Familiengeschichte mit seinem Geschäftssinn eine Wendung gab. Johanna und ihr Freund Peter zeigen uns, wie das Inselleben heute aussieht und wie sie es mit einem alten Rezept bereichern wollen.
Merle Schaack war für uns dort.
In der kultigen Straßenbahn fährt sie die Lebensadern der bodenständig bunten Stadt ab: Angefangen an der Mündung des Flusses Göta Älv, der einst Schwedens Tor zur großen Welt war. Jeden Morgen feilschen Händler hier im Hafen bei einer Fischauktion mit ganz eigenen Regeln um den besten Fang des Tages.
Mit speziellem Göteborger Humor geht es nach Haga. Und hinter hübschen Holzfassaden dem Ursprung des ehemaligen Arbeiterviertels auf den Grund. Denn dass Einheimische wie Reisende hier in so gemütlichem Ambiente ihre Kaffeepausen einlegen können, verdanken sie dem Pragmatismus einer boomenden Hafenstadt und hartnäckigen Anwohnern.
Fernab vom innenstädtischen Trubel lernen wir in dieser Folge von „Zwischen Hamburg und Haiti“ im Schärengarten Johanna Olzon kennen. Ihre Vorfahren arbeiteten zunächst als Fischer auf Hönö, einer der felsigen Inseln vor der Westküste – bis ihr Urgroßvater aus der Not eine Tugend machte und der Familiengeschichte mit seinem Geschäftssinn eine Wendung gab. Johanna und ihr Freund Peter zeigen uns, wie das Inselleben heute aussieht und wie sie es mit einem alten Rezept bereichern wollen.
Merle Schaack war für uns dort.
43 Minuten
Januar auf einer kleinen Inselgruppe über dem Polarkreis. Die Sonne klettert erst spät über die kargen Berge, der Schnee hat sich festgesetzt, die schmalen Straßen sind gefroren und in der Nacht tanzen Polarlichter über dem Wasser. Der Winter auf den Lofoten in Nordnorwegen ist etwas ganz Besonderes. Denn: Während die Natur die Pausetaste drückt, geht der Alltag weiter. Sowohl für die Einheimischen als auch für die Touristen.
Tausende Menschen aus aller Welt überqueren auch im Winter die Inselgruppe per Bus oder Auto. Die beeindruckende Szenerie zieht die Touristen in ihren Bann. Mittlerweile ist auch in den Wintermonaten Hochsaison und besonders die Cafés, Restaurants und Hotels machen beeindruckende Umsätze.
Gleichzeitig läuft der Betrieb in der traditionellen Fischerei. Im Februar beginnt die Dorschsaison. Auf dem Wasser sind Fischerboote unterwegs und an Land wird der Fang traditionell auf Holzbalken zum Trocknen an die frische Luft gehängt.
Wie lebt es sich im Winter auf den Lofoten? NDR-Reporterin Johanna Honsberg wollte genau das herausfinden und hat zwei Monate im Süden der Inselgruppe verbracht. Sie erzählt von der Ruhe, die dort herrscht, vom ersten Schnee und Trockenfisch, von dem Staunen der Touristen und Tagen ohne Sonne.
Nordseereport: Abenteuer Lofoten – Norwegens Insel-Juwel - hier anschauen
https://www.ardmediathek.de/video/nordseereport/abenteuer-lofoten-norwegens-insel-juwel/ndr/Y3JpZDovL25kci5kZS9wcm9wbGFuXzE5NjM2MDM0OV9nYW56ZVNlbmR1bmc
Tausende Menschen aus aller Welt überqueren auch im Winter die Inselgruppe per Bus oder Auto. Die beeindruckende Szenerie zieht die Touristen in ihren Bann. Mittlerweile ist auch in den Wintermonaten Hochsaison und besonders die Cafés, Restaurants und Hotels machen beeindruckende Umsätze.
Gleichzeitig läuft der Betrieb in der traditionellen Fischerei. Im Februar beginnt die Dorschsaison. Auf dem Wasser sind Fischerboote unterwegs und an Land wird der Fang traditionell auf Holzbalken zum Trocknen an die frische Luft gehängt.
Wie lebt es sich im Winter auf den Lofoten? NDR-Reporterin Johanna Honsberg wollte genau das herausfinden und hat zwei Monate im Süden der Inselgruppe verbracht. Sie erzählt von der Ruhe, die dort herrscht, vom ersten Schnee und Trockenfisch, von dem Staunen der Touristen und Tagen ohne Sonne.
Nordseereport: Abenteuer Lofoten – Norwegens Insel-Juwel - hier anschauen
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35 Minuten
Fünf Kilometer nördlich der belgisch-niederländischen Hauptgrenze liegt ein auf den ersten Blick unscheinbares Städtchen, das aus roten Backsteinhäusern besteht: Baarle. Es ist einzigartig, den Ort gibt es doppelt: Baarle-Hertog und Baarle-Nassau, auf dem Ortsschild stehen beide Namen.
Ersteres gehört zu Belgien, letzteres zu den Niederlanden. Der Ort ist geteilt, aber die Grenze läuft nicht nur in der Mitte hindurch, der Grenzverlauf mutet eher wie ein Flickenteppich aus Landschnipseln an.
Es gibt 22 belgische Enklaven im niederländischen Staatsgebiet, durchnummeriert von H1 bis H22 – das H steht für Hertog. In zwei davon befinden sich sieben niederländische Konter-Enklaven, nummeriert von N1 bis N7 – das N steht für Nassau. Das ist also je ein Stück Niederlande, das sich in Belgien verbirgt, das sich wiederum in den Niederlanden befindet. Dann gibt es eine niederländische Enklave im belgischen Staatsgebiet, N8.
Das alles macht diese Grenzziehung zu einer der, wenn nicht zu der kompliziertesten und kleinteiligsten der Welt. Weltweit gibt es noch 63 Enklaven, fast die Hälfte davon finden sich in der 10.000-Einwohner-Stadt. Seinen Ursprung hat das Grenz-Wirrwarr von Baarle in der Übereinkunft zweier Adeliger im 12. Jahrhundert, die damals vornehmlich landwirtschaftlich genutzte Parzellen unterschiedlichen Lehensherren zusprachen.
Bis heute hat sich das gehalten – mit kuriosen Folgen, die Willem van Gool bei einer Ortsbesichtigung zeigt: Im Rathaus lässt sich die Grenzlinie „einschalten“, ein Leuchtstreifen, der den Ratssaal teilt, leuchtet gelb auf. Im Getränkemarkt, der auf der Grenze liegt, gelten die günstigeren belgischen Alkoholpreise, da die Eingangstür auf belgischem Gebiet liegt. Entscheidend dafür ist die „Vordertür-Regel“ – von der es aber auch Ausnahmen gibt, etwa ein Haus mit einer belgischen und einer niederländischen Hausnummer, da die Grenze genau durch die Mitte der Haustür führt.
Das Haus von Julien Leemans liegt verwaltungstechnisch in Belgien, da dort die Vordertür platziert ist. Aber 90 Prozent des Hauses sind niederländisch. Bis auf zwei Räume: „Wenn meine Frau näht, dann tut sie das in Belgien. Ansonsten gibt es nur noch einen anderen belgischen Raum: Das ist die Toilette.“ Er koche in den Niederlanden, meint Leemans, aber führe ab in Belgien.
Von ihm erfährt Reporter Daniel Sprenger beim Rundgang mit ständigen Grenzüberschreitungen, dass das Leben im zersplitterten Baarle vor allem früher nicht nur lustige Seiten hatte, und warum die Kleinstadt als Modell für die Europäische Union gilt. Denn trotz oder vielleicht auch gerade wegen - der allgegenwärtigen Teilung überwiegt sehr viel Gemeinsames in Baarle.
ARD Mediathek: Niederlande ungefiltert: Wer seid ihr wirklich?
https://www.ardmediathek.de/video/niederlande-ungefiltert-wer-seid-ihr-wirklich/niederlande-ungefiltert-wer-seid-ihr-wirklich/wdr/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLXNvcGhvcmEtMzEwYjA5MDktOTA0ZS00ZDk2LWI1NDAtMWEyZGFjODZjYzNk
Ersteres gehört zu Belgien, letzteres zu den Niederlanden. Der Ort ist geteilt, aber die Grenze läuft nicht nur in der Mitte hindurch, der Grenzverlauf mutet eher wie ein Flickenteppich aus Landschnipseln an.
Es gibt 22 belgische Enklaven im niederländischen Staatsgebiet, durchnummeriert von H1 bis H22 – das H steht für Hertog. In zwei davon befinden sich sieben niederländische Konter-Enklaven, nummeriert von N1 bis N7 – das N steht für Nassau. Das ist also je ein Stück Niederlande, das sich in Belgien verbirgt, das sich wiederum in den Niederlanden befindet. Dann gibt es eine niederländische Enklave im belgischen Staatsgebiet, N8.
Das alles macht diese Grenzziehung zu einer der, wenn nicht zu der kompliziertesten und kleinteiligsten der Welt. Weltweit gibt es noch 63 Enklaven, fast die Hälfte davon finden sich in der 10.000-Einwohner-Stadt. Seinen Ursprung hat das Grenz-Wirrwarr von Baarle in der Übereinkunft zweier Adeliger im 12. Jahrhundert, die damals vornehmlich landwirtschaftlich genutzte Parzellen unterschiedlichen Lehensherren zusprachen.
Bis heute hat sich das gehalten – mit kuriosen Folgen, die Willem van Gool bei einer Ortsbesichtigung zeigt: Im Rathaus lässt sich die Grenzlinie „einschalten“, ein Leuchtstreifen, der den Ratssaal teilt, leuchtet gelb auf. Im Getränkemarkt, der auf der Grenze liegt, gelten die günstigeren belgischen Alkoholpreise, da die Eingangstür auf belgischem Gebiet liegt. Entscheidend dafür ist die „Vordertür-Regel“ – von der es aber auch Ausnahmen gibt, etwa ein Haus mit einer belgischen und einer niederländischen Hausnummer, da die Grenze genau durch die Mitte der Haustür führt.
Das Haus von Julien Leemans liegt verwaltungstechnisch in Belgien, da dort die Vordertür platziert ist. Aber 90 Prozent des Hauses sind niederländisch. Bis auf zwei Räume: „Wenn meine Frau näht, dann tut sie das in Belgien. Ansonsten gibt es nur noch einen anderen belgischen Raum: Das ist die Toilette.“ Er koche in den Niederlanden, meint Leemans, aber führe ab in Belgien.
Von ihm erfährt Reporter Daniel Sprenger beim Rundgang mit ständigen Grenzüberschreitungen, dass das Leben im zersplitterten Baarle vor allem früher nicht nur lustige Seiten hatte, und warum die Kleinstadt als Modell für die Europäische Union gilt. Denn trotz oder vielleicht auch gerade wegen - der allgegenwärtigen Teilung überwiegt sehr viel Gemeinsames in Baarle.
ARD Mediathek: Niederlande ungefiltert: Wer seid ihr wirklich?
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41 Minuten
Sanary-sur-mer – ein kleines Örtchen an der Côte d’Azur, 50 Kilometer östlich von Marseille.
1933 hatte Sanary etwa 3000 Einwohner (heute sind es 16.000), ab 1933 wurde Sanary zur Hauptstadt der deutschsprachigen Literatur: Thomas Mann und Familie, Brecht, Lion Feuchtwanger, Joseph Roth, Franz Werfel und seine Frau Alma-Mahler Werfel, Stefan Zweig.
All die und einige mehr (Juden, Kommunisten, Gefährdete) waren vor den Nationalsozialisten nach Sanary geflüchtet und lebten dort Tage, Wochen, Monate, Jahre.
Was wie Verheißung von Sommer und Leichtigkeit klingt, wurde für sie zum Fluchtort, ihrer literarischen Arbeit und ihrer Sprache beraubt.
Seit einigen Jahren erinnert eine Gedenktafel in Sanary mit 68 Namen an jene Exilanten, einen Rundgang zu den ehemaligen Wohnsitzen der exilierten Künstler gibt es auch.
Knut Benzner war in Sanary-sur-mer und hat mit Menschen, denen Erinnerungskultur nicht nur ein Wort ist, gesprochen.
Videotipp aus der ARD Mediathek: Marseille - Meer und Mistral
https://www.ardmediathek.de/video/erlebnisreisen/marseille-meer-und-mistral/wdr/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLXNvcGhvcmEtZWEyYTFkZGQtNjgyZC00YTU5LThjM2YtMTlkMWNhYjk4NDQz
1933 hatte Sanary etwa 3000 Einwohner (heute sind es 16.000), ab 1933 wurde Sanary zur Hauptstadt der deutschsprachigen Literatur: Thomas Mann und Familie, Brecht, Lion Feuchtwanger, Joseph Roth, Franz Werfel und seine Frau Alma-Mahler Werfel, Stefan Zweig.
All die und einige mehr (Juden, Kommunisten, Gefährdete) waren vor den Nationalsozialisten nach Sanary geflüchtet und lebten dort Tage, Wochen, Monate, Jahre.
Was wie Verheißung von Sommer und Leichtigkeit klingt, wurde für sie zum Fluchtort, ihrer literarischen Arbeit und ihrer Sprache beraubt.
Seit einigen Jahren erinnert eine Gedenktafel in Sanary mit 68 Namen an jene Exilanten, einen Rundgang zu den ehemaligen Wohnsitzen der exilierten Künstler gibt es auch.
Knut Benzner war in Sanary-sur-mer und hat mit Menschen, denen Erinnerungskultur nicht nur ein Wort ist, gesprochen.
Videotipp aus der ARD Mediathek: Marseille - Meer und Mistral
https://www.ardmediathek.de/video/erlebnisreisen/marseille-meer-und-mistral/wdr/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLXNvcGhvcmEtZWEyYTFkZGQtNjgyZC00YTU5LThjM2YtMTlkMWNhYjk4NDQz
37 Minuten
Seit Jahrtausenden magnetischer Anziehungspunkt für Mensch, Handel und Magie, machen Oasen Überleben möglich. Entlang fruchtbarer Senken konnten sich im ägyptischen Teil der libyschen Wüste, auch „Westliche Wüste“ genannt, so die ersten Menschen vor mehreren Tausend Jahren ansiedeln. In Senken, die durch Erosionsprozesse gebildet wurden und zum Teil bis unter Meeresniveau abfallen.
Knapp 400 Kilometer vom pulsierenden Kairo entfernt, entschleunigt und wie an einer Perlenschnur aufgereiht, liegen die ägyptischen Oasen Bahariyya, Farafra, Dakhla und Kharga. Das Leben hier, fernab vom Nil, nur möglich durch einen gigantischen unterirdischen Wasserspeicher aus fossilem Grundwasser. Dem Nubischen Sandstein-Aquifer – dem größtem fossilen Aquifer-System der Welt.
In der Bahariyya-Oase, in der die Menschen fast ausschließlich vom Dattelanbau leben, versuchen Bauern und Wissenschaftler das Bewässerungssystem zu revolutionieren, um die Oasen überlebensfähig zu halten. Denn so gigantisch der unterirdische Wasserspeicher ist, so endlich ist er. Jährlich sinkt der Wasserspiegel um mehrere Meter. Das Land leidet bereits jetzt unter Wasserknappheit.
100 Kilometer weiter südlich, in der Farafra-Oase, erstreckt sich auf knapp 4.000 Quadratmetern der Nationalpark Weiße Wüste. Eine fantastisch-bizarre Gesteinslandschaft, die seit 2002 unter Schutz und seit jeher in den Top Drei ägyptischer Naturdenkmäler steht.
In der Dakhla-Oase untersucht ein internationales Archäologen-Team erstmals den Kontakt zwischen unterschiedlichen ägyptischen Bevölkerungsgruppen im dritten Jahrtausend vor Christus. Zwischen dem Nomadenvolk der Sheikh-Muftah Gruppe und der urbanen pharaonischen Bevölkerung, die vom Niltal aus in die Wüste zog.
Damals wie heute gilt in den Oasen: Bei aller Unterschiedlichkeit, greift die Stärke der Gemeinschaft. Man muss einander helfen, um zu überleben. Nicht nur in der Westlichen Wüste Ägyptens.
Für Zwischen Hamburg und Haiti hat Max-Marian Unger sechs Monate in Ägypten recherchiert.
Knapp 400 Kilometer vom pulsierenden Kairo entfernt, entschleunigt und wie an einer Perlenschnur aufgereiht, liegen die ägyptischen Oasen Bahariyya, Farafra, Dakhla und Kharga. Das Leben hier, fernab vom Nil, nur möglich durch einen gigantischen unterirdischen Wasserspeicher aus fossilem Grundwasser. Dem Nubischen Sandstein-Aquifer – dem größtem fossilen Aquifer-System der Welt.
In der Bahariyya-Oase, in der die Menschen fast ausschließlich vom Dattelanbau leben, versuchen Bauern und Wissenschaftler das Bewässerungssystem zu revolutionieren, um die Oasen überlebensfähig zu halten. Denn so gigantisch der unterirdische Wasserspeicher ist, so endlich ist er. Jährlich sinkt der Wasserspiegel um mehrere Meter. Das Land leidet bereits jetzt unter Wasserknappheit.
100 Kilometer weiter südlich, in der Farafra-Oase, erstreckt sich auf knapp 4.000 Quadratmetern der Nationalpark Weiße Wüste. Eine fantastisch-bizarre Gesteinslandschaft, die seit 2002 unter Schutz und seit jeher in den Top Drei ägyptischer Naturdenkmäler steht.
In der Dakhla-Oase untersucht ein internationales Archäologen-Team erstmals den Kontakt zwischen unterschiedlichen ägyptischen Bevölkerungsgruppen im dritten Jahrtausend vor Christus. Zwischen dem Nomadenvolk der Sheikh-Muftah Gruppe und der urbanen pharaonischen Bevölkerung, die vom Niltal aus in die Wüste zog.
Damals wie heute gilt in den Oasen: Bei aller Unterschiedlichkeit, greift die Stärke der Gemeinschaft. Man muss einander helfen, um zu überleben. Nicht nur in der Westlichen Wüste Ägyptens.
Für Zwischen Hamburg und Haiti hat Max-Marian Unger sechs Monate in Ägypten recherchiert.
27 Minuten
Spanien – die meisten Urlauber reisen an die Küsten, auf die Inseln oder auch nach Sevilla, Granada oder Cordoba. Dabei gibt es auch im Landesinneren viel zu sehen. NDR-Reporterin Katja Bülow hat sich von Madrid aus auf den Weg gemacht in weniger bekannte Regionen.
Sie war unterwegs in der Provinz Jaén, da, wo König Karl der Dritte von Spanien Ende des 18. Jahrhunderts tausende deutsche Einwanderer angesiedelt hat, um die bis dahin öde, gefährliche Region urbar zu machen. Sie war in der Renaissance-Stadt Ùbeda – ein Weltkulturerbe und trotzdem nicht von Touristen überflutet.
Und, ein ebenfalls kaum bekanntes Weltkulturerbe: Die von wilden Schluchten umgebene Stadt Cuenca in der Region Kastilien-La Mancha, in der normalerweise rund 55 000 Einwohner leben. Nur in der Osterzeit verdoppelt sich diese Zahl, denn die ohnehin in Spanien sehr speziellen Prozessionen während der Karwoche sind dort etwas ganz Besonderes. Täglich ziehen die Bruderschaften mit Heiligenfiguren durch die Straßen – und am Karfreitag zelebrieren sie eine einzigartige Tradition, deren Wurzeln bis ins Jahr 1616 zurückreichen: die „Jesusbeschimpfung“.
Reportagen von Katja Bülow
Mediathekstipp:
50 Gründe, Andalusien zu lieben https://www.ardmediathek.de/video/rbb-fernsehen/50-gruende-andalusien-zu-lieben/rbb/Y3JpZDovL3JiYi1vbmxpbmUuZGUvMzBmYXZvcml0ZW4vMjAyMi0wMS0yMVQyMDoxNTowMF83NjU3YjJmNi0zODM4LTQ5MmMtYTY5Ny01YjgwYTIxODY5YzYvNTAtZ3J1ZW5kZS1hbmRhbHVzaWVuLXp1LWxpZWJlbg
Sie war unterwegs in der Provinz Jaén, da, wo König Karl der Dritte von Spanien Ende des 18. Jahrhunderts tausende deutsche Einwanderer angesiedelt hat, um die bis dahin öde, gefährliche Region urbar zu machen. Sie war in der Renaissance-Stadt Ùbeda – ein Weltkulturerbe und trotzdem nicht von Touristen überflutet.
Und, ein ebenfalls kaum bekanntes Weltkulturerbe: Die von wilden Schluchten umgebene Stadt Cuenca in der Region Kastilien-La Mancha, in der normalerweise rund 55 000 Einwohner leben. Nur in der Osterzeit verdoppelt sich diese Zahl, denn die ohnehin in Spanien sehr speziellen Prozessionen während der Karwoche sind dort etwas ganz Besonderes. Täglich ziehen die Bruderschaften mit Heiligenfiguren durch die Straßen – und am Karfreitag zelebrieren sie eine einzigartige Tradition, deren Wurzeln bis ins Jahr 1616 zurückreichen: die „Jesusbeschimpfung“.
Reportagen von Katja Bülow
Mediathekstipp:
50 Gründe, Andalusien zu lieben https://www.ardmediathek.de/video/rbb-fernsehen/50-gruende-andalusien-zu-lieben/rbb/Y3JpZDovL3JiYi1vbmxpbmUuZGUvMzBmYXZvcml0ZW4vMjAyMi0wMS0yMVQyMDoxNTowMF83NjU3YjJmNi0zODM4LTQ5MmMtYTY5Ny01YjgwYTIxODY5YzYvNTAtZ3J1ZW5kZS1hbmRhbHVzaWVuLXp1LWxpZWJlbg