Immobiléros - Der Podcast für die Immobilienszene Archiv
315 Episoden
35 Minuten
„Bestand muss der neue Standard werden“: Das sagt Sarah Dungs. Sie ist der Shootingstar der Immobilienbranche im Jahr 2023. Deshalb beginnt mein neues Podcast-Jahr mit der Geschäftsführerin der Greyfield Group, einem Unternehmen, das sich bereits seit 2012 ausschließlich mit Bestand beschäftigt. Sarah hat es in die Thirty under Thirty-Forbes-Liste geschafft mit ihrer Expertise und ihren Ideen. Es geht natürlich um Visionen und darum, warum die gemein übliche Perfektion nur ein unzureichendes Ziel ist. Wir sprechen über Oldtimer und Wohlstandsthematiken wie Klimaanlagen, verlorenen Mut, fehlende Innovation in Deutschland und thematisieren Überregulierung. Die studierte Stadt- und Raumplanerin erklärt, warum Gipskartonplatten wiederverwendet werden sollten und wie daraus das Startup Re-Unit wurde. „Wir müssen nicht alles neu erfinden“, sagt Sarah Dungs und beschreibt sehr eindringlich das Arbeiten im Verband Bauen im Bestand, der von Greyfield initiiert wurde, und auf zwei Dinge setzt: Schnelligkeit und Wissen für alle. Auch ihre zweite Leidenschaft, das Feldhockey, spielt eine Rolle. Das Schlusswort gehört an dieser Stelle Sarah Dungs: „Der Wille ist bei allen da.“ In diesem Sinne: Ein schönes, erfolgreiches und inspirierendes 2024, in dem viele Projekte angepackt werden.
33 Minuten
„Öffentliche Hand ist nicht immer sexy“, sagt Stefan Heselschwerdt. Oft dauern die Projekte länger, die Entscheidungswege sind schwieriger, dafür aber sind die Projekte oft ungewöhnlich und die öffentliche Hand zeichnet eine gute Zahlungsmoral aus. Mit dem Standortpartner Nordrhein-Westfalen von Drees & Sommer spreche ich unter anderem über die Besonderheiten eines der größten Bauprojekte Kölns, dem Jüdischen Museum, und über den Holzhybridbau des Düsseldorfer Finanzministeriums. Wir arbeiten uns gemeinsam an seinem Spruch „Erst grübeln, dann dübeln ab“: also an Leanmanagement, realistischer Budgetplanung und der Effizienz beim Bauen. Ehrlichkeit und Authentizität sind ihm enorm wichtig, jedes Projekt muss in die Wertvorstellung des Standortes passen, der etwa ein Zehntel des kompletten Drees & Sommer-Umsatzes ausmacht. Gern hätte Stefan Heselschwerdt auch eine Tribüne seines Herzensvereins VfB Stuttgart verantwortet, warum das nichts wurde: Auch darüber haben wir gesprochen, genau wie über die neuen Assetklassen Bildung, Data Center, Life Science und die Revitalisierung der eigenen Büroflächen.
38 Minuten
„Wir versprechen die Rücknahme von kompletten Gebäuden mit Rückvergütung“: Bei diesem Satz hört jeder hin. Andreas Göbel verantwortet das Deutschland-Geschäft von Daiwa House Modular Europe. Nein, Samaritertum sei das natürlich nicht, sondern die Sicherung der Baustoffe von Morgen. Und auch da hört jeder hin: Die Zeitersparnis beim Daiwa-Modulbau liegt bei 50 Prozent, ein Quadratmeter BGF im Hochbau kostet etwa 2.000 Euro. „Das ist Tetris oder Puzzle spielen für Große“, sagt Andreas Göbel über Modulbau. Er spielte als Kind viel mit Lego und irgendwie sei das heute nicht viel anders, nur größer. Es geht in unserem Gespräch um das EU-weit größte Modulgebäude in Bochum, ein noch viel größeres Projekt in Berlin, um Individualität und den Einsatz von Modulbau im Bestand. Andreas macht einen kurzen historischen Abriss, spricht über das neue Werk in Berlin, das im ersten Schritt 50 Module am Tag produzieren soll, Ziel sind 220. Es geht um die Skepsis von Architekten gegenüber dieser Art zu bauen, als studierter Architekt hat Andreas dazu eine klare Meinung. Außerdem reden wir über den Charme eines Kataloges, Angeln als Hobby und die Zukunft von Robotern.
37 Minuten
„Wir versuchen in der Projektentwicklung neue Maßstäbe zu setzen“: Petra Müller von der DLE Land Development sagt diesen Satz, im Rücken den Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan „Ehemaliges Telekomgelände“ in Stahnsdorf, das Go für die Weiterentwicklung des Kirchfeldsteiges in Potsdam und einen durch die Stadtverordnetenversammlung gebilligten Rahmenplan eines 56 Hektar großen Areals in Königs Wusterhausen – um nur einige Meilensteine des Jahres 2023 zu nennen. Die studierte Architektin ist bei dem Investmentmanager für die Baulandentwicklung verantwortlich und spricht sich gegen Denkverbote und für neue Wege aus. Es geht um die einzelnen Projekte, die Unterstützung von Kommunen, dass diese sich nicht „an den Strohhalm Gewerbesteuer klammern müssen“. Um den Mut zur Korrektur, um Bedarfsanalysen und um Partizipation. „Es ist, wie wenn man heiraten will: Man muss fragen“, sagt Petra Müller. An Beispielen erklärt sie, was es heißt, alle Stakeholder an einen Tisch zu holen und trotzdem ein Ergebnis zu erzielen. Sie sagt aber auch: „Wer nicht überzeugt werden will, den bekommt man auch nicht dazu.“ Als ehemalige Bundestagsabgeordnete der FDP gibt sie der Ampelkoalition – wenn auch nicht der kompletten – eine Note, es geht um Spaß bei der Arbeit, Enteignungen, Zweckbindung von Mitteln für den geförderten Wohnungsbau, Flugkurven und deren Namen und das Öffnen einer Bierfalsche mit dem Zollstock.
39 Minuten
„Arbeitskräfte sind die zweite Miete“, sagt Adrian Zellner. Er leitet den Bereich Business Development bei der Garbe Industrial Real Estate. Bei dem neuen Projekt in Gera kommt eine Straßenbahn ins Spiel, er lobt aber auch sonst die Logistik-Dynamik in Thüringen und an der A4. Garbe hat in diesem Bereich sechs Millionen Quadratmeter in der Verwaltung, etwa zehn Milliarden Assets under Management, über 30 laufende Projekte im Bau. Adrian Zellner ist seit 2019 dabei, Logistik hat aber schon vorher sein Berufsleben bestimmt. Er kennt noch die Zeiten als Nischen-Asset, hat den Höhenflug miterlebt. Adrian Zellner erzählt, was Triathlon und sein Job gemeinsam haben und warum er einen ruhigen Schlaf hat. Es geht um Ehrgeiz und Wettkampf. Und natürlich um die Garbe-Vision von Logistik als Infrastrukturhub, um das Ja oder Nein zu Logistik in der Innenstadt, um Brownfields und den Mietendeckel.
31 Minuten
„Die dagegen sind, werden immer dagegen sein, egal, wie viele Einheiten ich baue“: Olaf Mosel, Projektentwickler aus Bremen mit dem Unternehmen M-Projekt, spricht in nordischer Klarheit. Über die ewige Suche nach dem Kompromiss, der es trotzdem allen recht machen soll. Über dynamische Auflagen, die Vielzahl an Zungenschlägen in einer Partei, eine aus dem Nichts aufgetauchte Bausenatorin. Er analysiert kurz den Bremer Wohnungsmarkt mit einem Wort: Stillstand. Wir reden über das Bündnis für Wohnen in Bremen und den Wegfall eines wichtigen Bausteins: Früher übernahm die städtische Wohnungsbaugesellschaft die Sozialwohnungen. Es geht um nicht zu stemmende Investmentanforderungen – auch bei den aktuellen Projekten des Unternehmens. Um Quartiere, den Bremer Standard und um flexible Grundrisse und die Frage, wer definiert, wie die sein sollen.
41 Minuten
„Wir werden auch in andere Zeiten reinsegeln, im Moment ist aber alles noch fein“: Anett Gregorius ist die Expertin für das Segment Serviced Apartments und kommt mit guten Nachrichten: hohe und stabile Auslastung, steigender ADR, fast alle Betreiber – trotz Krise – positiv gestimmt hinsichtlich der wirtschaftlichen Lage ihrer Unternehmen. Die Gründerin von Apartmentservice sagt: „Die Betreiber haben die besseren Antworten“ und zeigt damit einen der größten Vorteile gegenüber der Hotellerie auf. Ich spreche mit Anett über neue Brands, Lifestyle und die Besonderheit der Zielgruppen. Sie erklärt, wie Expansion heute geht, erzählt von der großen Dynamik in europäischen Hotspots Destinationen zu eröffnen, von digitalen Anbietern, die das Feld von hinten aufrollen, über die Gefahr, von zu hohen Pachten bei nur wenigen Projekten auf dem Markt. Zwangsläufig spielen Konversionen und Übernahmen eine Rolle. Natürlich darf ESG nicht fehlen: Es ist fast keine Überraschung, dass Serviced Apartments auch in diesem Bereich weit vorn sind, weshalb Anett sagt, dass sie Arbeitgeber-Argumente sind und als Zwischenlösungen den Wohnungsmarkt entlasten.
35 Minuten
„Wenn nicht in der Krise, wann dann?“ Diese Frage beantwortet Alexander Lackner von neworld sehr klar. Denn er hat ein neues Unternehmen gegründet, die neworld Investment Management (Neworld IM). Die soll als Fondsvehikel institutionelles Geld für Serviced Apartments, Co-Living, Student Housing sowie Wohnkonzepte für Senioren einsammeln. Etwa 400 bis 500 Millionen. Natürlich widmet sich Alex aber auch weiterhin neworld. Sein Unternehmen bezeichnet er als Brücke: zwischen institutionellem Kapital und jungen Konzepten. Investiert hat er unter anderem in den Serviced-Apartment-Betreiber STAYERY, in das Coliving-Konzept TheBase, lively, ein Konzept für selbstbestimmtes Wohnen im Alter. Ich spreche mit ihm zudem über Scalling Spaces, einen Flexoffice-Betreiber, der ebenfalls zum Portfolio von neworld gehört. Also sehr viele junge Konzepte und Investments. Und es geht um die vogelwilden Jahre mit wilden Unternehmensbewertungen. Was neworld mit dem Udo Lindenberg-Museum in Gronau zu tun hat: Einfach reinhören.
39 Minuten
Prof. Harald Simons ist Vorstand der empirica AG, immobileros-Stammgast Immobilienweiser des ZIA, Autor vieler Studien, Erfinder des Schwarmstadt-Begriffs und und und. Vor allem aber ist er ein engagierter Klartextsprecher und Kämpfer gegen viele politische Mythen und Unsinnigkeiten, von zusammengebogenen Milieuschutzsatzungen bis hin zum vermeintlichen Mieterparadies Wien. Wir sprechen unter anderem - über die aktuelle Situation am Wohnungsmarkt in Deutschland, - wieviele Wohnungen wir wirklich brauchen, - dass wir eigentlich in Deutschland im Mieterparadies leben, zumindest was die Mietbelastung anbelangt, - warum wir dringend höhere Mieten brauchen statt Deckelfantasien zu entwickeln, - warum die Politik der eigentliche Verursacher der Wohnungsnot ist und vieles mehr. Bevor es losgeht noch folgende Tipps Harald Simons ist Keynote-Speaker unserem Leipziger Immobiliengespräch am 2. November Und Ihr seid natürlich herzlich eingeladen zum Immobilientag Köln/Bonn am 26. Oktober, am 7.11. zum Dresdner Immobiliengespräch und zum Ruhr Immobilientag am 9. November Am 14 November gibt es dann den Potsdamer Immobilientag, am 16. Frankenimmobilientag in Nürnberg und am 21. November den Thüringer Immobilienkongress in Erfurt Übrigens – auch hier erreichen uns immer öfter Anfragen - Gern bauen wir für Euch auch einen eigenen Unternehmenspodcast – sprecht uns einfach an - Kontakt, Termine und Tickets wie immer unter immocom.com
44 Minuten
„Ein bisschen mehr Marktwirtschaft im Wohnungsmarkt ist gut.“ Das sagt einer der größten Projektentwickler in Deutschland und ein Visionär: Norbert Hermanns. Mit der Landmarken AG ist er deutschlandweit mit Projekten präsent, widmet sich jetzt seiner Firma Stadtmarken. Über die Unternehmen wollte ich mit ihm nicht detailliert sprechen, sondern über die aktuelle Situation. Und wie gedacht: Norbert Hermanns hat eine Menge Ideen. Normen, die mehr Komfortcharakter haben, einfach weglassen, Fehlinterpretationen von Behörden korrigieren, die Bauordnung auf den Stand vor 15 Jahren zurücksetzen, geförderte Darlehen für die Eigentümer von sozialem Wohnraum. Es geht um den Vertrauensbruch durch das Streichen der Förderungen, um unsinnige Mengen an Stellplätzen, um eine sinnvolle Höhe von Mieten innerhalb des Mietendeckels. Norbert Hermanns sagt: „Unsere Lebensmodelle passen mit den historischen Anforderungen an den geförderten Wohnungsbau nicht mehr zusammen.“ Wie das geändert werden kann: Auch dazu hat er Ideen. „Man muss einfach die Gesetze der Vernunft nutzen“, sagt er. Aus seinem Mund klingt das sehr einfach, seine Vorschläge sind es auch. Vielleicht haben wir ja Glück und die Politik erhört Norbert Hermanns.
35 Minuten
„Nicht jedes Unternehmen kann die Spitzenmiete bezahlen“: Das sagt Sebastian Lindner, Niederlassungsleiter bei Savills in Düsseldorf. Klarer Blick, klare Analyse, ohne Schnörkel. Sebastian schaut auf den Miet- und Investmentmarkt, was derzeit sicherlich nicht zu den schönsten Aufgaben gehört. Vorbei sind sie, die Zeiten der Rekorde. Er sieht große Chancen für den Bestand – wenn denn die Lage stimmt. Natürlich besprechen wir Buzzwords wie Flexibilität, aber auch über Hürden, Zwänge und Vorlaufzeiten. Wir reden über den Verlust des Monopols für Büros und die Suche nach ihrer neuen Daseinsberechtigung. Es geht um Lagerfeuer und das Singen daran, Storys für und über Häuser, um Wohnzimmer und Emotionen, voreilige Entscheidungen und damit verbundene Regeln. Wir streifen die Themen Co-Working und Untervermietung, thematisieren die Dynamik des Berliner Marktes oder das Zugpferd München und Sebastian denkt darüber nach, warum Umwidmungen so schwierig sind.
43 Minuten
„Wir haben einen einladenden Markt“, sagt Sascha Nöske. Und: „Es geht noch was bei den Verkäufen von Wohnungen.“ Für den Chef der STRATEGIS AG steht fest: Mehr Nachfrage als Angebot macht einen guten Markt. Wir sprechen über den Flächenbrand Wohnen, der allerdings schon seit Jahren lodert, über Zinssensitivität und die fehlende Lobby für Käufer von Eigentumswohnungen. Wir erforschen gemeinsam eine viel besprochene Weisheit, die ein schönes Bild für die derzeitige Situation darstellt: Ist genügend Wasser im See, sieht man den Müll auf dem Grund nicht. Es geht um fehlendes Vertrauen in die Politik, da Investoren mit Regulierung und dem unkonkreten ESG nichts anfangen können. „Der Wohnungsmarkt ist festgefahren in seinem Mangel“, sagt Sascha Nöske. Er erklärt, wie man da wieder rauskommen könnte. Wir sprechen zudem über den Markt der Hauptstadt, über den er konstatiert: „Berlin ist komplett vermietet.“ Wir streifen die damit verbundenen Grau- und Schwarzmärkte, Sascha Nöske präsentiert ein Rechenbeispiel Eigentum versus Miete.
29 Minuten
18 Häuser und stark weiterwachsend, in die Top-Ten des Marktberichtes von Apartmentservice aufgestiegen: Dimitri Chandogin ist einer der Mitgründer von NUMA. NUMA betreibt Serviced Apartments und Hotels – alles digitalisiert und am liebsten für die GenZ. Alle anderen dürfen aber auch kommen. Dimitri spricht mit mir über Officekonversionen, die selbst institutionelle Investoren hinter dem Ofen hervorlocken. Über die und ihr Engagement bei NUMA sprechen wir ebenso. Fakt ist: Dimitri und sein Team haben noch Großes vor. Deutschland ist zwar der Heimatmarkt, der Blick geht aber in die coolen Städte Europas. London, Paris: nein noch nicht. Zumindest lächelte er nur und verriet nichts. Jetzt ist klar: NUMA startet in Paris mit 40 Hotel-Einheiten, im Sommer 2024 gehen die Türen auf. Und damit nicht genug: In zwölf anderen Städten wie Cannes, Marseilles und Nizza soll es auch bald NUMAS geben. Eine Erfolgsgeschichte also, die in düsteren Zeiten einen Lichtblick gibt. Genau wie die SO!APART am 22. und 23. November, von Anett Gregorius und ihrem Team von Apartmentservice aufgesetzt, bei der IMMOCOM wieder Medienpartner ist. Dort gibt es dann alles zum Serviced Apartment-Markt, zu Hotels, Dienstreisen und das Nest der Flamingos. Hier dürfen Newcomer pitchen. Dimitri hat das schon hinter sich, im ersten NUMA-Haus schwirrt der Flamingo über den Köpfen der Gäste.
34 Minuten
Er ist das Immobiléros-Orakel: Dominik Barton. Kurz vor der EXPO habe ich mich mit dem Chef der Barton Group getroffen, um einen Blick auf die Branche zu werfen. Da fällt die Auswahl der Intro-Zitate wirklich schwer. Kostprobe gefällig? Für seine Aussagen werde er sicherlich nicht gemocht, aber auch die Mieter müssen umdenken. Und nein, niemand schlafe neben einer E-Ladesäule in der Tiefgarage, sondern eben in einer Wohnung. „Vielleicht kommt das ja noch in Deutschland, dass man ganzheitlich denkt“, sagt der erfahrene Experte des vollintegrierten familiengeführten, bundesweit tätigen Immobilien-Investmenthauses. In Moll denken müsse man nicht, wenn man gut aufgestellt sei. Aber: Normalität entstehe erst, wenn die Preisübertreibungen verschwinden, die Immobilie wieder als langfristiges Investment und nicht als handelbare Ware gesehen wird. Zudem ist Dominik Barton nicht davon überzeugt, dass ESG ein Wirtschaftsfaktor ist, er sieht keinen Einklang mit der Politik und das Officesegment wird weiter Federn lassen.
45 Minuten
„Die Denkweise, wie in Wohnungsbestände investiert wird, hat sich komplett geändert“: Das sagt Franz-Bernd Große-Wilde. Er ist seit mehr als 20 Jahren in der Wohnungswirtschaft tätig und konnte für 2022 das beste Ergebnis des Dortmunder Spar- und Bauvereins verkünden. Das Unternehmen in einer kurzen Zahlenreihe: über 12.000 Wohnungen, über 20.000 Genossenschaftsmitglieder, eine von knapp 50 Genossenschaften mit Banklizenz, Leerstand bei Null, seit Jahren Nachfrageüberhang. Bezahlbares Wohnen hat oberste Priorität, bei einer Durchschnittsmiete von knapp über fünf Euro erscheinen die derzeitigen Hürden massiv. Bei Franz-Bernd Große-Wilde klingt das so: „Das Herzlich-Persönliche, das man mit Wohnen verbindet, bekommt eine ökologisch-technische Variante“. Bedeutet: Alles dreht sich um Energie. Er bringt ein erschreckendes Beispiel, warum die Forderungen der Politik nicht so einfach umzusetzen sind. Würde er seinen Bestand bis 2045 nach den jetzigen Regeln sanieren, müsste der Spar- und Bauverein über eine Milliarde Euro aufbringen. Und so sagt er ehrlich: Es werde wohl sehr viele Wohngebäude geben, die diese Ziele nicht erreichen können. Und dann helfe es auch nicht, wenn man Ziele formuliert habe. In diesem Podcast geht es außerdem um die wenigen Neubauprojekte, Aufstockungen, die Wahrnehmung der Mieter, in deren Köpfen die Energiewende noch nicht angekommen ist, um moderne Wohnkonzepte, die ins Hintertreffen geraten.