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Episoden

1 Stunde 11 Minuten
Woran denkt ihr, wenn ihr das Wort "exzentrisch" hört? An auffällig und bunt gekleidete Menschen aus Kunst und Kultur vielleicht? Oder an Menschen, mit Verhaltensweisen, die so deutlich von der Norm abweichen, dass man sie bemerken muss? Ritas These ist: Wir sind alle ein bisschen exzentrisch, bewegen uns also jenseits einer wie auch immer gearteten Mitte. Dieser These gehen wir in dieser Folge nach.

Ritas Literaturliste:

Buschnegg, Paul (2026): Sportler scheitern schöner (€). In. Die ZEIT Nr. 34 vom 12.08.2026.

Cohen, Ari Seth (2012): Advanced Style. New York: powerHouse Books.

Cohen, Ari Seth (2016): Advanced Style – Older and Wiser. New York: powerHouse Books.

Plessner, Helmuth (1928): Die Stufen des Organischen und der Mensch. Einleitung in die Philosophische Anthropologie. Berlin: de Gruyter.

Plessner, Helmuth (1941): Lachen und Weinen. Eine Untersuchung der Grenzen des menschlichen Verhaltens. Bern: Francke.

Plessner, Helmuth (1959): Die verspätete Nation. Über die politische Verführbarkeit bürgerlichen Geistes. Stuttgart: Kohlhammer.

Scheler, Max (1928): Die Stellung des Menschen im Kosmos. Darmstadt: WBG.

Welsch, Wolfgang (2003): Ästhetisches Denken. Stuttgart: Reclam.

Definition Exzentriker: https://de.wikipedia.org/wiki/Exzentriker

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1 Stunde 6 Minuten
War früher alles besser. Oder fanden wir uns einfach nur besser? Zum Beispiel jünger, fitter, unbedarfter. Das zumindest ist die These des Kängurus in der "Känguru Rebellion" von Marc-Uwe Kling. Die Philosophin Dr. Rita Molzberger und die Journalistin Nora Hespers fragen sich, vor diesem Hintergrund, wie wir Kindheiten erleben und vergleichen. Warum wir manches früher besser fanden - und anderes aber auch nicht. Warum Kinder Erwachsene bemitleiden und was das daüber aussagt, wie unsere Welt eingerichtet ist. Und was ist eigentlich mit einem ordentlichen Onboarding fürs Erwachsenenleben?

Ritas Literaturliste:

El-Mafaalani, Aladin (2025): „Superdiverse Kindheiten“. In: El-Mafaalani, Aladin/ Kurtenbach, Sebastian/ Strohmeier, Klaus Peter: Kinder. Minderheit ohne Schutz. Köln: Kiepenheuer & Witsch, S. 65–86. 

Hasse, Jürgen; Schreiber, Verena (Hrsg.) (2019): Räume der Kindheit. Ein Glossar. Bielefeld: transcript. 

Hedderich, Ingeborg; Reppin, Jeanne; Butschi, Corinne (Hrsg.) (2021): Perspektiven auf Vielfalt in der frühen Kindheit. Mit Kindern Diversität erforschen. Bad Heilbrunn: Verlag Julius Klinkhardt. 

Kling, Marc-Uwe (2026): Die Känguru-Rebellion. Berlin: ullstein.

LVR (Hrsg.) (2025): Superdiversität: Aufwachsen und teilhaben in Vielfalt. Jugendhilfereport 3/2025. Online abrufbar unter https://www.lvr.de/media/wwwlvrde/jugend/service/publikationen/dokumente_97/25.03_JHR_WEB.pdf (Datum des letzten Abrufs: 30.07.2026)

Vertovec, Steven (2024): Superdiversität. Migration und soziale Komplexität. Berlin: Suhrkamp.

Viernickel, Susanne/ Fuchs-Rechlin, Kirsten (2025): Grundlagen der frühkindlichen Bildung. Bad Heilbrunn: Verlag Julius Klinkhardt. 

"Arm sollst du bleiben" - Dokumentation von Monitor (WDR) in der ARD Mediathek (Veröffentlichungsdatum: 18.06.2026, Datum des letzten Abrufs: 01.08.2026)

Noras Linkliste:

Schönborn, Lea (25.04.2025): Kinder und Bildung - Was, wenn vieles falsch wäre, was wir über Kindheiten wissen? Krautreporter.de (Datum des letzten Abrufs: 01.08.2026)

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1 Stunde 5 Minuten
KI und die Suche nach innerem und äußerem Halt

Für viele Menschen gehört die Nutzung von KI oder besser gesagt LLMs wie ChatGPT zum Alltag. Dabei stellen sie oft auch Fragen, die helfen sollen, Orientierung zu finden. Dahinter steckt ein inneres Bedürfnis nach Halt, vermuten Rita und Nora. Wie können wir dem begegnen? Und unter welchen Bedingungen wird die Beantwortung des Bedürfnisses an kommerzielle Anbieter abgegeben? Darum geht's in dieser Folge "Was denkst du denn?".

Ritas Literaturliste:

Anders, Günther (1956): Die Antiquiertheit des Menschen. Über die Seele im Zeitalter der zweiten industriellen Revolution. München: C.H. Beck.

Fassauer, Gabriele (2008): Subjektive Identität, Anerkennung und Anomie. In: Dies.: Arbeitsleistung, Identität und Markt. Eine Analyse marktförmiger Leistungssteuerung in Arbeitsorganisationen. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S. 25-82.

Fink, Eugen (2018): Sein, Wahrheit, Welt. Freiburg, München: Verlag Karl Alber. [Orig. 1958]

Gehlen, Arnold (1957): Die Seele im technischen Zeitalter. Hamburg: Rowohlt.

Jaeggi, Rahel (2014): Kritik von Lebensformen. Berlin: Suhrkamp.

Moor, Paul (1952): Zur Psychologie und Pädagogik des inneren Haltes. In: Psyche 6, Nr. 2, S. 144–145.

Nietzsche, Friedrich (2019): Jenseits von Gut und Böse. Zur Genealogie der Moral. München: dtv. [Orig. 1886]

Plessner, Helmuth (2003): Die Stufen des Organischen und der Mensch. Einleitung in die philosophische Anthropologie. In: Gesammelte Schriften, Band IV. Frankfurt/Main: Suhrkamp. [Orig. 1928]

Reckwitz, Andreas (2017): Die Gesellschaft der Singularitäten. Zum Strukturwandel der Moderne. Berlin: Suhrkamp.

Reckwitz, Andreas (2024): Verlust. Ein Grundproblem der Moderne. Berlin: Suhrkamp.

ZDF Doku: 37 Grad - Befreundet mit einer KI

Noras Linkliste:

Leadership Teams Started Running Every Decision Through AI to Raise the Bar. Now Nothing Ships.

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1 Stunde 8 Minuten
Warum auch Ruhe eine Frage der Macht ist

Nach der Folge über das Einmischen fragt Rita: Müssten wir uns nicht auch mal in Ruhe lassen? Und da schließt sich natürlich die Frage an, wer muss eigentlich wen in Ruhe lassen? Zu welchem Zeitpunkt ist Ruhe wichtig? Und wer hat denn überhaupt ein Recht auf Ruhe? Fragen, die ziemlich viel aufwühlen und zu Tage fördern. So ruhig ist es dann in dieser Podcastfolge dann doch nicht und deshalb rauschen im Hintergrund nicht nur die Züge hinterm Schrebergartenstudio durch, sondern auch die Gedanken.

Ritas Literaturliste:

Arendt, Hannah (2002): Denktagebuch. Erster Band. Hrsg. von Ursula Ludz und Ingeborg Nordmann. München/Zürich: Piper, 2002. [Vgl. Eintrag zu Liebe, Ehe und Freundschaft, Dezember 1950]

Augustinus (1987): Confessiones – Bekenntnisse. Lateinisch-Deutsch. Übers. von Joseph Bernhart. Frankfurt/Main: Insel.

Epiktet (1999): Handbüchlein der stoischen Moral. Hrsg. und übers. von Kurt Steinmann. Düsseldorf/Zürich: Artemis & Winkler.

Epikur (1973): Lehrbriefe und Spruchsammlung. Übers. und hrsg. von Klaus Reich. Stuttgart: Reclam.

hooks, bell (2000): All About Love: New Visions. New York: William Morrow.

Konersmann, Ralf (2015). Die Unruhe der Welt: Über die Weigerung, die Dinge auf sich beruhen zu lassen. Frankfurt/ Main: S. Fischer.

Moor, Paul (1952): Zur Psychologie und Pädagogik des inneren Haltes. In: Psyche 6, Nr. 2, S. 144–145.

Pessoa, Fernando (2003). Das Buch der Unruhe des Hilfsbuchhalters Bernardo Soares. Aus dem Portugiesischen übersetzt von Inés Koebel. Mit einem Nachwort von Egon Ammann. Zürich: Ammann.

Rössler, Beate (2017). Autonomie: Ein Versuch über das gelungene Leben. Berlin: Suhrkamp.

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Resonanzhäfen

1 Stunde 17 Minuten
Mit Freund*innen über Beziehungen reden

Die australische Philosophin Kate Manne plädiert dafür, dass wir mit Freundinnen über die red flags ihrer Partner sprechen. Als feministische Praxis. Denn während wir öffentlich und via Social Media immer gerne bereit sind, Beziehungen zu kommentieren, ist das im Privaten nicht immer so. Das sagt auch etwas über unsere Freundschaften aus.

In ihrem Newsletter-Text "Friends don't let friends ignore their husband's red flags" plädiert Kate Manne dafür, sich im Privaten in die Beziehungen von Freund*innen einzumischen. Sie erklärt an einem aktuellen Fall, dass es sich dabei um gute feministische Praxis handelt und einen Akt der Liebe und Wertschätzung. Gleichzeitig sehen wir, dass Beziehungen anderer sehr wohl diskutiert werden - nämlich zum Beispiel in sozialen Netzwerken, wie der Fall des österreichischen Olympiasiegers Benjamin Karl zuletzt gezeigt hat. Wir sprechen darüber, wie Freundschaften sein müssen, damit wir ehrlich miteinander sein können. Und welche Rolle auch Sexismus und Misogynie dabei spielen, diese red flags erkennen und benennen zu können. Und was sich auch in Männerfreundschaften ändern muss.

Ritas Literaturliste:

Endler, Rebekka (2025): Witches, Bitches, It-Girls - Wie patriarchale Mythen uns bis heute prägen. Berlin: Rowohlt

Fink, Eugen (1992): Existenz und Coexistenz: Grundprobleme der menschlichenGemeinschaft. Nachlassvorlesungen. Hrsg. von Franz-Anton von Kunz. Würzburg:Königshausen & Neumann.

Fritz, Sophia (2024): Toxische Weiblichkeit. Berlin: Hanser Berlin.

Gilligan, Carol (1993): In a Different Voice: Psychological Theory and Women’sDevelopment. 2. Auflage. Cambridge, MA: Harvard University Press.

Held, Virginia (2006): The Ethics of Care: Personal, Political, and Global. Oxford: OxfordUniversity Press.

Kant, Immanuel (1968): "Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung?". In: Akademie-Ausgabe der Werke, Bd. VIII, S. 35–42. Berlin: de Gruyter, 1968. [Orig. 1784)

Manne, Kate (2019): Down Girl: Die Logik der Misogynie. Übers. von Ursel Schäfer.Berlin: Suhrkamp Verlag.

Chollet, Mona (2018): Hexen. Die unbesiegte Macht der Frauen. Hamburg: Nautilus

Nussbaum, Martha C. (2000): Women and Human Development: The CapabilitiesApproach. Cambridge: Cambridge University Press.

Noras Linktipps:

Endler, Rebekka: Taugt die Hexe als Symbol der weiblichen Emanzipation? Süddeutsche Zeitung vom 29.04.2026 (Datum des letzten Abrufs: 04.05.2026)

Manne, Kate: Friends don't let friends ignore their husband's red flags. Substack-Newsletter vom 26.03.2026 (Datum des letzten Abrufs: 04.05.2026)

Der Standard: Olympiasieger Benjamin Karl erzürnt mit seiner Vorstellung von Ehe das Internet. Der Standard vom 27.04.2026 (Datum des letzten Abrufs: 04.05.2026)

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Über diesen Podcast

Du suchst Orientierung, neue Denkimpulse und Antworten auf moralische Fragen? Dann bist du hier genau richtig. Die Philosophin Dr. Rita Molzberger und die Journalistin Nora Hespers denken sich durch das aktuelle Weltgeschen. Immer auf der Suche nach Erkenntnisgewinn und diesem Gehirnbritzeln, das sich einstellt, wenn wir denkend neue Verbindungen herstellen. Zwischen Herz und Hirn. Klingt bierernst, ist aber mitunter ganz schön witzig. Wir umkreisen Themen, decken auf, lachen über die Aburditäten des Lebens und des Alltags und stellen uns neuen Herausforderungen. Am Ende steht immer die Frage: Wie wollen wir eigentlich leben? Und wie kann gutes Zusammenleben gelingen? Das hier ist deine Einladung, sich mit uns denkerisch in den Ring zu begeben und Herz und Hirn zu trainieren. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
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„Was denkst du denn?“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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