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298 Episoden
23 Minuten
Während der offiziellen Sommerpause haben wir die Mikrofone und Sendezeit an Doro Blancke weitergeben. Diese Podcastfolge wird Doro euch einen Einblick in die Arbeit der Flüchtlingshilfe auf Lesbos geben. Die 4. Folge ist ein Gespräch zwischen Doro und Fayad. Fayad hat vor 2,5 Jahren Doro auf einer Reise nach Lesbos begleitet und ist geblieben um den Menschen zu helfen. Im Mai 2023 hat er gemeinsam mit der New York Times einen Bericht veröffentlicht, der illegale Deportationen, Entführungen und internationale Rechtsbrüche aufdeckt. Fayad hat maskierte Einheiten sowie die griechische Küstenwache gefilmt, wie sie geflüchtete Menschen entführen und an der türkischen Seegrenze auf Rettungsinseln aussetzen. Im Herbst 2023 hat er für diese Aufdeckungen den Paul-Weis-Preis erhalten, der von der Initiative Courage in Kooperation mit der Universität für angewandte Kunst Wien für Verdienste um die Menschlichkeit verliehen wurde. --- Alles zu den Hilfsprojekten von Doro und Spendenmöglichkeiten findest du unter [doroblancke.at](https://doroblancke.at/spenden/) Doro Blancke auf Twitter hier: [https://x.com/doroblancke](https://x.com/doroblancke) Doro Blancke auf Instagram hier: [https://www.instagram.com/doroblancke](https://www.instagram.com/doroblancke) Bericht zum Video von Fayad über die Pushback Praxis in Griechenland: https://www.profil.at/ausland/entfuehrung-von-fluechtlingen-auf-lesbos-hat-das-skandal-video-folgen/402461627 --- Zitate aus dieser Podcastfolge: (02:05) Du bist im Herbst 2020 nach Lesbos mitgekommen, um die Lage abzuchecken und hast sofort mitgearbeitet. (03:18) Aus den 2 Wochen auf Lesbos sind 2,5 Jahre geworden. (03:33) Ich hab sehr viel im und außerhalb des Camps auf Lesbos dokumentiert. (04:26) Man kann nicht wegschauen, ohne zu helfen. (05:46) Wir waren alle im Not- und Katastrophenmodus. (06:07) Nachhaltig kann sich die Situation auf Lesbos nur verändern wenn sich politisch etwas ändert. (06:51) Es sind politische Entscheidungen, welche Bedingungen es für Geflüchtete auf griechischen Inseln gibt, es liegt nur am politischen Willen, das es nicht passiert. (09:10) Mir sind Autos ohne Kennzeichen mit verdunkelten Scheiben aufgefallen und auch irgendwann die Männer mit Sturmhauben und Kabelbindern am Gürtel. (09:28) Oft bin ich zu Ankunftsorten gekommen und habe nur mehr Rucksäcke, Schuhe und Windeln gefunden. (10:13) In der Extremsituation funktioniert man einfach nur mehr. (13:19) Menschen werden zur Zeit nicht mehr von den griechischen Inseln von Maskierten entführt und von der Küstenwache deportiert. (13:34) In der Praxis hat sich alles aufs Meer verlagert. (13:38) Die griechische Küstenwache fängt die Menschen weit im griechischen Gewässer in der Europäischen Union ab und schmeißt sie auf Rettungsinseln im offenen Meer ab und überlässt sie ihrem Schicksal. (13:57) Die türkische Küstenwache dokumentiert alles mit Fotos und Videos, und die kann sich jede/r ansehen. (14:42) Die Europäische Union hat die griechische Regierung mit der Untersuchung dieser Verbrechen beauftragt. (15:49) Das Video war nicht das Erste, das Verbrechen an der europäischen Außengrenze zeigt, aber jedes Video erhöht den Druck und die Möglichkeit für uns darüber zu reden. (21:50) Danke, was ihr durch eure Spenden auf Lesbos möglich gemacht habt.
22 Minuten
Während der offiziellen Sommerpause haben wir die Mikrofone und Sendezeit an Doro Blancke weitergeben. Die nächsten 2 Podcastfolgen wird Doro euch einen Einblick in die Arbeit der Flüchtlingshilfe auf Lesbos geben. Die 3. Folge ist ein Gespräch zwischen Doro und Omid. Omid kam von Afghanistan nach Griechenland und lebte in Moria. Von Moria kam er nach Österreich und holt hier gerade seinen Hauptschulabschluss nach und möchte anschliessend die Ausbildung zum Pflegeassistent machen. --- Alles zu den Hilfsprojekten von Doro und Spendenmöglichkeiten findest du unter [doroblancke.at](https://doroblancke.at/spenden/) Doro Blancke auf Twitter hier: [https://x.com/doroblancke](https://x.com/doroblancke) Doro Blancke auf Instagram hier: [https://www.instagram.com/doroblancke](https://www.instagram.com/doroblancke) --- Zitate aus dieser Podcastfolge: (02:41) Ich bin in Griechenland angekommen und war im Lager Moria. (03:17) Das Lager war furchtbar. (04:13) Im Winter haben wir keinen Strom und keine Heizung in der Nacht gehabt. (04:47) Ich bin zu einer Organisation gegangen und wollte Englisch lernen, aber ich konnte nicht, weil ich nie in der Schule war. (05:15) Ich habe mit Freiwilligen auf Lesbos Englisch gelernt und auch selber mit Youtube. Nach sechs Monaten konnte ich als freiwilliger Dolmetscher für Ärztinnen und Ärzte arbeiten. (06:58) Als der Brand in Moria war, war ich nicht dort, aber alle meine Sachen sind verbrannt, auch ein Dokument mit meinem Geburtsdatum. Ich habe durch den Brand im Lager alles verloren. (09:28) In Europa ist alles anders. Ich habe entschieden, dass ich nicht die gleiche Hautfarbe haben kann, aber ich etwas machen kann, was die Leute von Europa jeden Tag machen. (13:08) Ich bin von Griechenland nach Traiskirchen gekommen, ich war ein Monat dort und dann bin ich nach Graz gekommen. (13:52) In Graz haben mir die Leute, die ich in Griechenland kennengelernt habe, geholfen, Deutsch zu lernen. (15:35) Ich habe begonnen, als Freiwilliger in einem Altenheim zu arbeiten. (16:52) Ich habe gelernt, dass ich mich selber kümmern muss. (17:14) Ich versuche immer das ich den Weg zu finden, aber es ist nicht immer einfach mit der Kultur und der Sprache. (17:36) Jetzt mache ich gerade meinen Hauptschulabschluss. Wenn ich das schaffe, will ich unbedingt die Ausbildung zur Pflegeassistenz machen. (19:25) Ich bin in Österreich in Sicherheit.
20 Minuten
Während der offiziellen Sommerpause haben wir die Mikrofone und Sendezeit an Doro Blancke weitergeben. Die nächsten vier Podcastfolgen wird Doro euch einen Einblick in die Arbeit der Flüchtlingshilfe auf Lesbos geben. Die 2. Folge ist ein Gespräch zwischen Doro und einem Freund aus Somalia (Refugee). --- Alles zu den Hilfsprojekten von Doro und Spendenmöglichkeiten findest du unter [doroblancke.at](https://doroblancke.at/spenden/) Doro Blancke auf Twitter hier: [https://x.com/doroblancke](https://x.com/doroblancke) Doro Blancke auf Instagram hier: [https://www.instagram.com/doroblancke](https://www.instagram.com/doroblancke) --- Zitate aus dieser Podcastfolge: (02:33) I am from Somalia and I arrived in Lesbos in April 2021. (03:20) I had two pushbacks. (03:26) The pushback boat came, they beat us and try to take everything from us, phone, bags money everything. (03:58) The man next to me was beaten with a stick until his forehead was bleeding. (04:12) They put us on a small boat on the sea and the turkish coastguard saved us. (07:20) I can survive. (07:59) When I arrived in Lesbos I started to learn english. (08:19) I focus on my dream to learn, because if you don't learn the language you can't to do anything. (08:40) I am so happy that I am here and survive every day. (11:46) In the camp there so many people and there is scabies. (17:03) My dream is that one day I will live with my family. --- Alles Weitere erfährst du unter [**www.mitmilchundzucker.at**](http://www.mitmilchundzucker.at) auf Instagram [**@mit.milch.und.zucker**](https://www.instagram.com/mit.milch.und.zucker) oder Facebook [**@mitmilchuzucker**](https://www.facebook.com/mitmilchuzucker)
15 Minuten
Während der offiziellen Sommerpause haben wir die Mikrofone und Sendezeit an Doro Blancke weitergeben. Die nächsten vier Podcastfolgen wird Doro euch einen Einblick in die Arbeit der Flüchtlingshilfe auf Lesbos geben. Die 1. Folge ist ein Gespräch zwischen Doro und Sophia Amprosi (Humanitarianworker). --- Alles zu den Hilfsprojekten von Doro und Spendenmöglichkeiten findest du unter [doroblancke.at](https://doroblancke.at/spenden/) Doro Blancke auf Twitter hier: [https://x.com/doroblancke](https://x.com/doroblancke) Doro Blancke auf Instagram hier: [https://www.instagram.com/doroblancke](https://www.instagram.com/doroblancke) --- Zitate aus dieser Podcastfolge: (02:28) Ich hab den Austausch mit dem Menschen lieben gelernt. (02:42) Ich habe mit dazu entschieden im Dezember nochmal nach Lesbos zu kommen und bin seit dem bei der Doro und sehr glücklich, dass ich mit der Doro zusammenarbeiten kann. (03:22) Natürlich sind die schlimmen Erfahrungen und Geschichten die man hört sehr überwältigend aber die Freundschaften und das Miteinander überwiegen. (03:43) Das Community Building auf Lesbos ist unglaublich. (04:20) Ich glaub, ich habe noch nie in einem Jahr so viele Sachen gelernt, nicht nur, was die Arbeit betrifft, sondern auch über andere Menschen und Kulturen. (05:41) Viele Menschen, die hier auf der Insel ankommen und dann im Camp in diesen sehr, sehr, sehr dramatischen Umständen leben, deren erste Erfahrung mit europäischen Menschen ist nicht die positivste. (05:57) Ich sehe es als meine Aufgabe, dieses Bild von Europa zu wandeln. (07:15) Ich glaube, dass man die Situation hier viel humanitärer gestalten muss. (07:20) Menschenrechte einhalten und die Basic Needs von Menschen erfüllen, sind die Basis, damit sich Menschen in die Gesellschaft integrieren können. (08:43) Wir bereiten jede Woche ca 200 Wochennahrungspakete vor und verteilen die Pakete, wir geben Englischunterricht und wir machen Nachmittagsbetreuung für Kinder, deren afghanischer Vater Arbeit gefunden hat. (11:35) An den europäischen Außengrenzen zu arbeiten macht sehr viel mit mir. (11:43) Ich verspüre sehr viel Wut und Hilflosigkeit. (12:21) Wir sind da, um Menschen zu helfen. --- Alles Weitere erfährst du unter [**www.mitmilchundzucker.at**](http://www.mitmilchundzucker.at) auf Instagram [**@mit.milch.und.zucker**](https://www.instagram.com/mit.milch.und.zucker) oder Facebook [**@mitmilchuzucker**](https://www.facebook.com/mitmilchuzucker)
56 Minuten
(03:02) Es geht darum, dass man mit sich selbst im Reinen ist und man Menschen hat, die man im Herzen trägt. (04:02) Auf Lesbos fangen wir in der Früh an zu arbeiten und dann mach ich auch viel Vernetzungsarbeit mit KollegInnen, es geht eigentlich den ganzen Tag rund. (04:27) In Österreich ist auch der Platz für die superpositiven Nachrichten zum Beispiel von Menschen, die wir begleiten mit ihren Erfolgen. (05:03) Wenn man nur mit Katastrophen verbandelt ist, das geht auf Dauer nicht. (05:44) Man weiß gar nicht mehr, wo man hinschauen soll. (06:05) Seit dem Video von Fayad Mullah, dass mit der New York Times veröffentlich wurde, gibt es vom Land in Lesbos keine Pushbacks mehr. (06:34) Am Meer ist wahnsinnig viel Schreckliches und Trauriges los. (07:05) Wir haben im Camp auf Lesbos über 70 % Frauen und Kinder. (08:20) Die Leute müssen vorwärtskommen, es bleibt ihnen nichts anderes übrig. (09:11) Die Menschen werden im Camp auf Lesbos komplett vernachlässigt. (09:17) Das ganze Camp ist von Krätze befallen. (09:58) Wir sprechen mit den Menschen und sehen wie sie in ein paar Monaten verfallen. (10:15) Wir geben Englisch- und Deutschkurse, wir packen Lebensmittel für ca. 200 besonders vulnerable Geflüchtete die wir auch selber wöchentlich verteilen, wir finanzieren ein Rechtsberatungsprojekt, weil es auch wichtig ist, dass Geflüchtete zu ihren Rechten kommen, wir zahlen auch Arzttermine, wir verteilen auch Babyhygieneartikel und wir machen auch persönliche Begleitung von Geflüchteten. (12:27) Wir sind dankbar, dass wir so viel Hilfe anbieten können in Lesbos, wir nehmen keine Förderungen es wird alles von der Zivilgesellschaft finanziert. (15:45) Am Anfang haben wir nicht gewusst, dass wir solange auf Lesbos bleiben werden. (16:30) Solangs noch geht mach ichs noch. (18:09) Ich hab auch gelernt, wie politisch Richterinnen und Richter in solchen Ländern sein können, das ist eine Desillusionierung. (18:19) Ich hab aber auch gelernt, was die Zivilgesellschaft bewegen kann. (18:39) Wir sind das ganze Jahr vor Ort, auch Weihnachten, es sind tollste junge Menschen die sich da engagieren, ich bin selber auch 7 Monate im Jahr Vorort. (19:52) Es ist eine emotionale Gratwanderung. (20:13) Es gibt so viele Dinge, die mich zutiefst betrüben, aber trotzdem habe ich immer diese Zuversicht und ich mir denke: "Da gibts Menschen die Liebe in sich tragen" und man findet sie dann auch. (21:23) Es müsste in Europa doch mehr Verständnis da sein. (21:35) Griechenland wird als Außengrenzenland sehr oft alleine gelassen. (22:43) Die Situation macht mich noch ein bisschen rebellischer und auch wütender aber es macht mich auch weiser. (23:05) Die Meisterleistung wir vollbringen müssen ist trotz unserer Betroffenheit, unser Schmerzen und unserer Wut in einem Dialog zu bleiben, um Kompromisse und Lösungen zu finden. (24:22) Wir sind in Österreich von einem guten Dialog weit entfernt, es gibt nur mehr dafür oder dagegen. (29:28) Jeder Mensch kann sich die Frage stellen: Wofür brenne ich. (31:10) Je wohler wir uns fühlen, desto mutiger und getragener sind wir auch in der Gemeinschaft. (33:08) Eine Frage die jede/r von uns an KandidatInnen zur EU Wahl stellen sollte, die man vielleicht wählen will: Willst Du Europa oder Nationalstaaten. (35:08) Es besteht die Gefahr, dass die Leute nicht mehr wählen gehen, weil sie das Gefühl haben, dass sie niemand mehr vertritt. (35:21) Wir dürfen das demokratische Werkzeug der Wahl nicht aus der Hand geben. (36:55) Zum Thema Außengrenzen schauts dunkel aus bei der EU-Wahl aber ich gebe die Hoffnung trotzdem nicht auf. (41:30) Wir müssen intensiv daran arbeiten, dass man versteht, was bedeutet das Menschenrecht. (42:03) Wir müssen Verantwortung für die Zukunft übernehmen. (42:42) Im Dezember gab es rund 1000 Menschen, mehrheitlich Familien, die im Camp auf Lesbos nichts zum Essen bekommen haben. Nahrung, in Europa, ist Menschenrecht. (43:15) Wenn wir über Camps für Geflüchtete außerhalb Europas sprechen mu
57 Minuten
(05:51) Als Wiener kann man auch eine Leidenschaft für schlechten Kaffee entwickeln. (08:20) Der erste Eindruck, wenn Du den Lebenslauf aufmachst, ist wichtig und das er halbwegs was gleichschaut und man die Informationen schnell findet. (09:10) Ich glaub man unterschätzt, mit wie vielen Bewerbungen ein Recruiter oder HR-MitarbeiterIn täglich konfrontiert werden kann. (09:20) Manchmal macht man in der Früh den Laptop auf und da sind 600 E-Mails mit Bewerbungen. (10:56) Anschreiben schau ich mir dann an, wenn ich den Lebenslauf schon als gut befunden habe. (12:33) Sobald ich einen Lebenslauf bekomme, wenn ich mehr wissen will, auf Social Media, sind wir mit allen Informationen sehr offen. (13:15) In Europa wird es eher negativ gesehen, wenn Du kein Foto auf den Lebenslauf gibts, weil es unpersönlich ist. (13:43) Die CVs, die ich bekomme, wenn da ein nettes, sympathisches Foto drauf ist, ist es für mich als Mensch ein erster positiver Eindruck, den ich von dieser Person gewinne. (13:53) In den USA sind die Diskriminierungsregeln gesetzlich und sozial verankert. (14:57) Es ist wichtig, dass Du das Interesse bewahrst, BewerberInnen kennenzulernen und nicht Leute zu schubladisieren. (16:47) Im Recruiting im HR Bereich arbeiten sehr viele junge Menschen, weil es die Einstiegsposition ist. (16:57) Das Recruiting wird sehr jungen Leuten überlassen. (18:08) Wir brauchen Schuladen um diese komplexe Welt begreifen zu können. (18:51) Der Halo Effekt passiert nonstop. Es kann jemand die gleiche Fußballmannschaft wie ich mögen, aber die Frage bleibt, ob diese Person für die Stelle geeignet ist. (20:03) Der Großteil der Menschen in Unternehmen oder auf Twitter finden Menschen im HR machen gar nichts. (21:12) Wenn man sich entscheidet, in Human Ressources zu arbeiten, denken viele an Talent Acquisition, sprich Recruiting oder an Training, People Development und Change Management. (21:27) Ich glaube, dass der größte Teil der HR Administration ist und dass das unbedingt notwendig ist, um eine gut funktionierende Firma zu haben. (21:43) Der Rest ist Feuerwerk. (21:47) Der Administrationsbereich wird deutlich unterschätzt wieviel Impact er auf ein Unternehmen haben kann. (23:42) Am meisten Spaß macht mir HR, wenn ich von allen Bereichen ein bisschen etwas machen kann. (23:59) Heute ist People Development und Training ein Schwerpunkt von mir. (24:04) Es macht mir Spaß, Trainings zu halten und noch mehr Spaß Trainings zu konzipieren. (24:19) Überall, wo Du mit Menschen im persönlichen Kontakt arbeiten kannst, ist es natürlich ein dickes Plus und macht mir am meisten Freude. (25:24) Die Rolle von HR ändert sich fundamental, wenn Du einen Betriebsrat hast oder nicht. (26:40) HR hat die Möglichkeit, Satellit zu spielen, wir sind Teil des Business, aber Du hast immer die Möglichkeit, Dinge von einer anderen Perspektive zu beleuchten. (27:02) Was kein HR-Manager der Welt vergessen sollte: Du bist auch Angestellter. (27:26) Viele HR Leute sehen sich dann zu sehr in der Rolle des Unternehmens und vergessen, dass es die Entscheidungen sie treffen, auch sie selbst betreffen. (28:07) Immer wenn ich mit der Arbeiterkammer zu tun hatte, als erstes gesagt, dass ich auch Mitglied bin. (32:14) Ich bin unter anderem für Belgien zuständig, da gibt es die 35 Stunden Woche und das Land ist auch nicht zugrunde gegangen. (33:11) Langfristig kann ich in 35 Stunden auf jeden Fall so effizient sein wie in 38, 40 oder wahrscheinlich 42 Stunden. (34:54) Die Welt wird nicht zusammenbrechen, wenn Du eine 35 Stunden Woche machst und wir werden auch nicht das neue Wirtschaftswunder erleben, wenn wir die 41 Stunden Woche machen. (38:45) Ich kann mit meiner Frau über viele Dinge lachen, das ist ein Grundbaustein unserer Beziehung. (40:07) Feedback geben wegen Foto würd ich nicht. (43:00) Wir verbringen so viel Zeit in der Arbeit, es wäre traurig, wenn Du da nicht auch Spaß haben kannst. (43:05) Wenn Du als Vorgesetzter das Gefühl hast Deine Leute verschwenden
49 Minuten
(04:34) Es ist immer der erste Kaffe in Italien. (05:29) Es ist immer in jedem Land etwas eigenes. (05:56) Wenn ich eine Landkarte hab, wo ich Orte markiere, ist es sehr Südeuropa lastig. (06:32) Südschweden im Sommer wäre ein Traum von mir. (06:44) Italien ist für mich wie ein zweites Zuhause, Kroatien genauso. (07:03) Wir habens nach Ljubljana und Zagreb weniger weit als nach Wien. (07:57) Wir sind weniger Kaffee lastig, bei uns ist ja eher der Wein zu Hause. (08:55) Es war auch ein bisschen ein Trotzprojekt. (09:58) Das Südburgenland hat durchaus etwas Toskanisches. (11:29) Ich hab in der Jugend das Gefühl gehabt, dass ich ein Landei bin. (12:17) Ich hab das Südburgenland nie komplett hinter mir gelassen. (13:55) Für mich war das größte AHA Erlebnis, wie geschichtsträchtig die Region Südburgenland ist. (15:03) Martina Parker hat mit ihren Krimis der Region einen Bärendienst erwiesen. (17:21) Das Südburgenland ist die Hängematte Österreichs. (18:14) Wenn ich wohin fahre, wo ich hundert Reiseführer hab oder schon 15-mal darüber gelesen hab, dann weiß ich eh, was dort gibt. (18:35) Es kitzelt doch ein bisschen den Abenteurer raus. (19:21) Ich habe eine positive Grundstimmung. (19:44) Wenn ich mich darauf einlasse, dass ich auf Reisen etwas Tolles erleben werde und mich auch traue, mal um die Ecke zu blicken, dann werde ich überall etwas total Spannendes finden. (20:18) Ich sags ganz offen: Bali interessiert mich nicht. (20:35) Ich bin hauptsächlich in Europa unterwegs, weils so viel gibt. Ich werd ja da schon nicht fertig. (21:28) Städtereisen mache ich gerne alleine. (21:50) Das Alleinreisen habe ich erst lernen müssen. (25:16) Ich bin ein extrovertierter Mensch und ich brauch Kontakte und Menschen um mich. (25:32) Ich habe die Abende mit mir selber auch genossen. (27:03) Mein Hirn kreist immer um: Wann haben wir 3 Tage Zeit, wann können wir mal wieder wegfahren. (27:08) Wenn ich keine Reise zum Planen oder drauf freuen hab, dann fühle ich mich ein bisschen leer. (29:18) Koffer auspacken und Wäsche waschen ist so nervig. (34:47) Humor ist auch eine Verarbeitungsstrategie. (36:05) Man merkt einfach, dass die Betriebe und Locations im Südburgenland wenig Berührungspunkte hatten mit redaktionellen Reiseberichten. (39:51) Natürlich muss ich auf die Vernunft der Menschen pochen, die das Südburgenland besuchen. (42:36) Wir haben noch eine Rechnung mit Brüssel offen. (44:17) Meine Eltern sind als Großeltern noch ein Stückerl cooler als sie als Eltern waren. (47:30) Ich hoffe, dass viele durch das Buch neugierig aufs Entdecken des Südburgenlandes werden.
51 Minuten
(11:16) Meine Mama hat mich zurückgeködert nach Österreich. (11:38) Auslandsstudium ist natürlich lustiger, je weiter man von Zu Hause weg ist. (12:37) Mit einem Wirtschaftsstudium von einer FH darf man sich nicht beim Außenministerium für die Diplomatenlaufbahn bewerben. (14:30) Meine Eltern hatten eine Bäckerei, Konditorei und Kaffeehaus, deswegen war ich immer sehr verwöhnt mit frischem Brot. (15:31) Wenn man in Amerika wohnt, gehen einem irgendwann die Geschmäcker von zu Hause ab. (15:51) Irgendwann geht es einem auf die Nerven, dass man in nichts reinbeißen kann, das dich erinnert, wie es zu Hause schmeckt. (16:36) Wenn man in einem Kleinunternehmen aufwächst, bedeutet es extrem viel mithelfen. (18:32) Ich habe überlegt wie ich meinen Account nenne, und Austrian cravings trifft genau das wies mir geht. (18:47) Zuerst waren es Bilder von Sachen, die ich verkaufen wollte, und dann ist es in die Richtung gegangen zu zeigen, was Österreich alles hat an guten Sachen. (19:38) Österreicher sind verwöhnt mit Bäckereien an jeder Ecke. (26:30) Man muss nicht alles belächeln, was Amis machen und von oben herab betrachten, weil es gibt für alles seinen Platz und seine Zeit und es ist gut, nicht immer so schnell zu urteilen. (27:30) Die größte Herausforderung für österreichisches Backen in den USA ist für mich Butter. (28:35) Ribiselmarmelade ist ein ganz grosses Thema. (28:42) Es gibt keine Ribisel in Kalifornien. (29:15) Der Koffer im Sommer ist immer randvoll mit verschiedenen Sachen. (30:24) Vanillekipferl mit amerikanischer Butter machen ist eine Katastrophe. (38:02) Backen macht ein bisschen mehr Spaß als Kochen. (38:17) Das Haptische, wenn man Teig in der Hand hat, wenn man gestalten kann, damit, das find ich super. (39:22) Man kriegt extrem viel von den Eltern mit, ohne das mans will oder glaubt manchmal. (40:01) Semmeln machen ist echt schwierig. (40:48) Amerikaner sind Weltmeister in lustigen Snacks. (45:20) Für super Kuchen oder Mehlspeisen ist es die Zeit wert, die man braucht, sie zu machen. (45:31) Beim Schneeschlagen hört sich bei vielen Menschen, die nicht aus Österreich kommen, der Spaß auf. (46:39) Ich hätte gerne ein kleines Häuschen in unserem Garten, wo ich Kurse anbieten kann. (47:47) Ribiselmarmelade, Hagelzucker, Powidl, Inländer-Rum, Mohn, Schokobananen, Manner Wafferl, die richtigen Gummibärli das wär so meine Wunschliste von Dingen, die man mir in die USA gerne mitbringen kann. (49:48) Es gibt noch keinen, der nicht ein riesen grosses Lachgesicht hatte, wenn man Strudel von Hand zieht.
1 Stunde 2 Minuten
(02:30) Es ist mein aller-, aller-, allergrößtes Anliegen, Menschen zu motivieren, afrikanische Länder zu bereisen. (04:56) Wir müssen aufhören, Probleme monothematisch lösen zu wollen. (11:56) Zum Kaffee trinken fahr ma nicht nach Afrika. (12:30) Ich war immer schon eine begeisterte Rucksack-Reisende. (13:05) Ich war mit 18 von Anfang an alleinerziehend und war damit beschäftigt, Kopf über Wasser zu halten, erwachsen zu werden, mich um mein Kind zu kümmern, aber auch die Welt zu sehen. Da ist Backpacking sehr naheliegend. (14:08) Es war ein günstiges Flugticket und das war für mich der Startschuss. (15:11) Ich bin draufgekommen, wie wenig Ahnung die Menschen vom afrikanischen Kontinent haben. (16:35) Man kommt mit Bildern und Vorurteilen im Kopf in ein Land. Manche erweisen sich als richtig, manche sind kompletter Quatsch. (20:36) Es ist selbstverständlich, dass man zum Benzingeld dazuzahlt, aber ich bin keine Cashcow. (22:40) Die ugandische Verfassung heißt noch heute „Unterolberndorfer-Manifesto“. (24:24) Ohne die Motorradfahrer gäbe es viel nicht. (28:45) Als junger Mensch, der allein unterwegs ist, würde ich immer in Mehrbettzimmer gehen. Da spart man sich einen ganzen Batzen Geld. (30:10) Ich latsche schon mein 20km pro Tag runter. (30:27) Man muss seine Umgebung spüren. (31:07) Man muss ein Gespür bekommen: Was kostet eine Avocado, eine Machete, eine Taxifahrt. (36:50) Gerade Männer wollen einen immer wieder chalangen. Da darf man sich nicht die Butter vom Brot nehmen lassen. (38:50) Man muss sich selbst eingestehen, dass man wenig weiß. (40:27) Das Interesse ist auf beiden Seiten da. (41:38) Für Saufnasen gibt es woanders auf der Welt bessere Angebote. (42:16) Ich will Land und Leute kennenlernen und keine anderen Backpacker. (46:11) Der afrikanische Kontinent ist etwas für Menschen, die wirklich auch Interesse an Land und Leuten haben. (50:20) Meine persönliche Haltung ist sehr kritisch, wenn junge Menschen ohne pädagogische Ausbildung als Lehrerinnen oder Lehrer an einer afrikanischen Schule arbeiten.
12 Minuten
Deutscher Podcastpreis 2024 - Wir bewerben uns (again) (00:40) Wir haben mal wieder eine Folge zu zweit. (01:09) Wir bewerben uns beim Deutschen Podcastpreis. (01:36) Voten kann man ab 09.04.2024 (01:55) Wir entschuldigen uns schon jetzt, dass wir vielleicht ein bisschen anstrengend sein werden. (02:41) Wir haben natürlich eine Quote eingezogen. (03:00) Es gab, unbewusst, Themenschwerpunkte im letzten Jahr, es ging sehr viel um soziale Themen, um Musik und um Kunst und Kultur. (03:56) Warte, wie ist unser Claim? (04:58) Es gibt wenig Themen über die wir noch nicht gesprochen haben. (06:02) Wir sind ein independent, nicht-kommerzieller, selbstproduzierter Podcast. (07:48) Ich muss mich selbst manchmal an der Nase nehmen Podcasts zu hören die nicht big and shiny sind. (08:10) Damit ist es auch schon vorbei mit meinem Sideeye. (09:00) Wir reiten weiterhin auf der Welle von Musik, Kunst und Kultur.
58 Minuten
Was braucht es um die Musikbranche weiblicher zu machen? (08:00) Es ist der einzige Weg, wie diese Welt noch gerettet werden kann, dass einfach jeder einen kleinen Teil beiträgt zu einem schönen Miteinander. (10:14) Ich habe heute nur Leitungswasser getrunken, total günstig, auch ein kleiner Finanztipp meinerseits. (13:38) Ich glaube, dass es wichtig ist, sich vor einem Auftritt Zeit für sich zu nehmen. (14:17) Ich singe mich gerne ein und mache meine Stimme elastisch. (14:33) Ich sing im Alltag auch viel vor mich hin. (15:09) Ich bin als Tourmusikerin viel entspannter als als Solokünstlerin. (20:09) Die Sichtbarkeit von weiblichen Rockmusikerinnen war lange nicht so da, aber das hat sich schon ein bisschen geändert. (20:15) Als ich bei Madsen eingestiegen bin, da wars auch wirklich teilweise so, dass ich als Musikerin ein Einzelfall war. (20:55) In den letzten Jahren habe ich so viele Musikerinnen entdeckt, an sämtlichen Instrumenten und das finde ich total schön. (22:04) Diversität in Bands ist gerade Thema, es ist aufn Tisch, dadurch passieren Sachen und plötzlich merken Bands, ach mit einer Frau in der Band ists auch nicht so schlecht. (23:34) Im Bereich Tontechnik sieht man immer mehr Frauen, an der Lichtposition kann ich mich nicht erinnern, eine Frau gesehen zu haben. (25:55) Ich habe über mich gelernt, dass ich mich sehr gut an Situationen anpassen kann. (26:12) Ich bin nicht aus der Schule geplumpst und schwupps konnte ich mit Musik mein Geld verdienen. (26:24) Ich war natürlich auch viel frustriert, irgendwann hab ich dann angenommen und gedacht, ich kann immer irgendwas arbeiten, es muss nur genug Zeit für Musik bleiben. (26:50) Ich hab schon Angst vor Altersarmut, aber für die nächsten Jahre habe ich keine Existenzängste. (27:48) Ich versuche immer das Positive zu sehen, auch wenn mal blöde Sachen passieren, irgendwie das zu sehen, was alles gut ist. (28:11) Auch wenn Sachen sehr sehr scheiße sind, gibt es auch immer noch Sachen, die gut sind. (32:00) Ich sage immer, der Weg in die Musikbranche ist kein leichter Weg. (32:03) Die Illusion, die man am Anfang hat, dass man die große Sängerin wird und das alles ganz erfolgreich wird, wird in wahrscheinlich 99 % der Fälle relativ schnell einem Realitätscheck unterzogen. (32:16) Auf jeden Fall machen. (32:49) Es gab nie einen Weg ohne die Beurteilung eines Mannes. (33:13) Vor allem als junge Frau kommst du anders in einen Raum, wenn da drei Männer sitzen und entscheiden, ob du einen Plattenvertrag bekommst. (33:35) Es gab tatsächlich Momente, da dachte ich: Woran haben die jetzt Interesse? (33:54) Es war kein Herumkommen um die Beurteilung von Männern. (35:15) Unterstützung ist toll, egal von welchem Geschlecht. (35:34) Ich wollte das Album so rausbringen, wie ich es im Kopf hatte, und ich möchte eigentlich niemanden fragen, wie er es findet oder eine Beurteilung haben. (38:18) Natürlich kann es männlich Feministen geben. (38:21) Ich glaube, jeder männlich gelesener Mensch, der für Gleichberechtigung eintritt, ist Feminist, ob er will oder nicht. (41:28) Es gibt viele Wege, um auf die fehlende Diversität hinzuweisen. (41:39) Ein tolles Projekt, an dem ich mal teilgenommen hab, war Cock am Ring, das war so ein Gegenangriff zu Rock am Ring, weil das Lineup so männlich war. (42:12) Ich finde es so schon, dass viele Dinge passieren und viele Menschen die Mühe machen, die fehlende Diversität anzusprechen, es ist auch der einzige Weg, dass sich Schritt für Schritt etwas ändert. (43:39) Die Kunst ist immer noch recht offen, du kannst Kunst machen, um Menschen zu unterhalten, aber du kannst sie auch nutzen, um auf Dinge aufmerksam zu machen. (44:19) Ich find auch, Musik soll die Freiheit haben machen zu dürfen, was sie will. (47:15) Wenn man sich versingt, ist es die Kunst, es gut zu überspielen. (52:40) Geld ist nicht alles, aber kein Geld zu haben ist absolut Scheiße. (54:23) Ich liebe es, andere zu supporten und anderen zu sagen: Ich kann Dir die Angst nehmen.
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(07:33) Ich freu mich immer extrem aufs Aufstehen und den ersten Kaffee. (07:40) Ich bin ein bisschen traurig, wenns 16 h bis 17 h wird und man sich denkt, eigentlich dürft man jetzt keinen Kaffee mehr trinken. (09:11) Ich fühl mich überhaupt nicht wie ein Social Media Missionar. (11:39) Social Media nicht mehr am Handy zu haben ist schon mehr Änderung als ich gedacht habe. (12:05) Es macht schon mehr Sinn, sich seine Inspiration aus dem echten Leben zu holen als von Social Media. (12:52) Eigentlich ist es ja wirklich spannender, sich wieder mit dem Leben auseinanderzusetzen. (13:20) Ich benutz mein Handy plötzlich nicht mehr und ich verlier mein Handy jetzt dauernd. (15:39) Es fällt mir auf, dass enge Freunde nicht mehr automatisch Sachen von mir mitbekommen. (16:42) Ich bin jetzt sechs Monate App-frei am Handy und es fehlt mir keine Sekunde. (17:02) So bald ich selber nichts mehr gepostet habe, habe ich überhaupt nicht mehr den Drang gehabt, dass ich mich überhaupt damit beschäftige. (17:16) Es war extrem schnell eine fremde Welt. (17:51) Ich träume lustigerweise oft davon, das ich unabsichtliche etwas poste. (23:03) Das Gemeine ist, man hat schon das Gefühl, dass andere mehr up to date sind. (24:14) Nachrichten und Politik sind die einzigen Dinge, wo ich mich aktiv informiere. (25:45) Werbungen werden heutzutage für den Algorithmus geschrieben und nicht für Menschen. (26:34) Es passiert in vielen Branchen, dass sich Leute viel mehr damit auseinandersetzen, was eigentlich für den Social Media Rhythmus funktioniert als für den eigentlichen Zweck. (28:08) Es ist ein schräges Zeitdokument, dass man so einen Podcast hat von vor so und so vielen Jahren, wo man über sein Leben gequatscht hat. (30:19) Wenn man mit KünstlerInnen arbeitet oder selbst Kunst fabrizieren versucht, braucht man Naivität. (34:52) Was mir so taugt an dem Arbeitsplatz, wo ich jetzt bin und den Leuten, mit denen ich mich umgebe, dass die alle den Spirit vertreten, dass man auch einfach mal was Sinnloses machen darf. (37:04) Ich arbeite gerne mit jungen Leuten, die gerade im Bereich Kunst und Kultur anfangen, weil man muss offen sein, man muss sich austauschen und man muss gewillt sein, von Leuten auch was zu lernen. (37:54) Du kannst auch Deine Oma und Deinen Hund mitnehmen. (38:59) Ich hab das Gefühl, dass der klassische Pianounterricht viel mehr gefördert wird als zum Beispiel mit einem Synthesizer herumspieln oder Rapmusik probieren. (39:54) Social Media war in den Anfängen so eine Plattform, wo sich Leute getraut haben, Quatsch zu machen, aber auch wo man likeminded Leute gefunden hat. (40:05) Der Leistungsdruck um den besten Song oder das beste Aussehen auf Social Media nervt mich ur. (42:05) Ich versuch immer Sprachnachrichten wirklich nicht ein zweites Mal aufzunehmen. (42:10) Es gibt Leute, die hassen Sprachnachrichten, keine Ahnung, was das für Menschen sind. (46:54) Ich hoffe einfach, dass ich in fünf Jahren Freundschaften beinand halten kann. (49:06) Ich bin gespannt, ob in Wien jemals was Modernes ankommt. (50:50) Ich finds fad, dass das Internet nur zu einem Werbetool geworden ist. (57:33) Ich habe mir vor ein paar Jahren vorgenommen, ich trete mit Leuten, die cooles Zeug machen, pro aktiv in Kontakt und denen sag: Hey das was du machst ich wirklich cool. (58:34) Hallo Welt, da draußen, ich hoffe, dass ich niemanden zu sehr anweirde. (59:42) Make the world an awkward place.
40 Minuten
(02:10) Wir werden heute einfach über Musik reden, die schönste Hauptsache der Welt. (06:05) Es ist für eine Band inzwischen eine Ewigkeit, fünf Jahre nichts rauszubringen. (06:29) Mir war klar: Oida, fünf Jahre kannst die Leut nimma warten lassen. (07:20) Es ist wichtig, dass man einen kreativen Ball hin- und herspielen kann. (07:30) Bei mir gibt es im Kreativprozess Druck machen muss, sonst passierts nichts. (07:50) Ich mach es mein ganzes Leben schon so, dass ich mir Hürden baue, mir aber die Möglichkeit lasse, genug Anlauf zu nehmen, damit ich drüberspringen kann. (09:08) Ich bin draufgekommen, wurscht, was ich mache ich brauche für ein Album immer ein Jahr. (10:26) Was ich immer versuche zu machen ist, ich mache den Strich erst drunter, wenn ich wirklich zufrieden bin. (12:18) Alle Wege führen nach Simmering. (13:55) In Sachen Kreativität muss ich mittlerweile aufpassen, dass ich mich nicht selber wiederhole. (14:43) Kreative Arbeit sollte man a bissl ruhen lassen, wie a Gulasch. (14:51) Ein Turbobier Album ist wie ein gutes Gulasch. (15:44) Der Albumname ist entstanden, weil unsere Welt tatsächlich bedroht fühlen kann durch das, was wir da machen. (16:19) Ich glaube auch, dass der gemeine Simmeringer sich bei einem Glaserl Sekt den Weltuntergang gut zusammenreimen. (16:36) Musik sollte nicht belehren, Musik soll unterhalten. (17:24) Die Zeiten waren beim letzten Turbobier Album 2019 etwas unbeschwerter. (17:28) Trotz allem darf man nicht der Negativität verfallen. (18:26) Wenn man dem Gegenüber ein offenes Ohr schenkt, ist es nie falsch im Leben. (19:33) Bei Nobel geht die Welt zugrund will ich zeigen, dass vielleicht alles a bissl in Oarsch geht, aber vielleicht gibts auch einen Weg raus und wenn wir ihn gemeinsam gehen wollen, können wir ihn gemeinsam gehen. (21:32) Ich bin nicht mehr der 25ig jährige Marco Pogo, der vielleicht einen noch freieren und hedonistischeren Zugang zu Dingen hatte. (22:24) Im März beginnt die grosse Turbebier Tour mit 20 Terminen in 30 Tagen, es wird für Stimme, Geist und Körper eine höhere Belastung werden. (23:48) Ich könnte mir vorstellen, dass ich mich bei dieser Tour das erste Mal einsingen werd müssen. (25:10) Das Schönste ist, wenn die Leute das fertige Album in den Händen halten und dann bei der ersten Shows mitsingen. (25:58) Es erfüllt mich mit Freude, wenn die Leute, mit denen ich arbeite, auch Freude haben mit dem, was entsteht. (26:35) Es lacht sich alleine schlecht. (27:13) Es gibt keinen Social Media Kommentar, der mich wirklich treffen würde. (28:39) Ich hör mit nix auf, solange ich Freude daran habe. (29:44) Solang Freude dabei ist und ich eine Gaudi hab, kann ich lang durchhalten, sehr lang. (30:12) So ein Tourbus ist ein wirkliches Biotop, sowohl ein soziales wie auch ein biologisches. (31:54) Stillstand ist etwas, mit dem ich ganz schlecht umgehen kann. (32:32) Solange es eine Weiterentwicklung gibt, bin ich mit allem zufrieden, was in fünf Jahren ist. (32:38) Weiterentwicklung trage ich als grosses Motivationsschild vor mir her. (32:40) Man ist nie zu alt, etwas dazu zu lernen, etwas Neues auszuprobieren oder sich in Ungewisses zu stürzen. (35:11) Ich mag Reis, aber Reisnudeln sind einfach die Antwort. (35:25) Sascha Nudeln und schoarf. (36:13) Bua, pass auf deine Knia auf.
38 Minuten
(01:27) Wir haben uns diesmal sogar etwas überlegt. (01:32) Laberpodcast machen, wie wir wissen, nur Männer. (04:44) Hahaha, ich mein awww. (05:06) Kettcar singt zwar im Taxi weinen, aber das ist ja nicht auf ein Taxi beschränkt. (06:22) Die besten Kaffees waren in Österreich, weil ich die da mit Leuten trinke, die ich nicht jeden Tag sehe. (07:35) Ich will ein warmes Meer. (07:45) Im Juli geh ich auch so zweimal ins Meer. (08:14) Es ist selten, dass man neue Menschen trifft, die ins Herz schließt und die dann zu Freunden werden. Danke Kaffeegang. (08:53) Es ist nicht selbstverständlich, dass man sich gegenüber fremden Menschen öffnet. (09:07) Es gibt ein paar Menschen, die ich nicht missen möchte und die das Jahr sehr gut gemacht haben und die immer ein Stück dabei sind. (09:42) Die beste Entscheidung nach "Wir machen einen Podcast" war, das wir ihn weniger oft machen. (10:23) Ich bin auch sehr stolz auf uns, dass wir unsere Entscheidung, alle 2 Wochen eine Folge zu machen, konsequent durchgezogen haben. (11:35) Ich habe gelernt, ein bisschen mehr auf mich zu schauen und ein bisschen weniger zu erwarten. (12:17) Wenns mir gut geht, dann strahlt es noch außen aus und dann geht es den Menschen um mich herum auch gleich ein bisschen besser. (12:58) Es ist wichtig, dass man die Vorstellungen, die man von außen aufgelegt bekommt, nicht verinnerlicht und sie sich vor allem nicht so zu Herzen nimmt.. (14:49) Wir haben einander im ersten Moment nicht ausgesucht. (16:01) Vielleicht ist das Learning des Jahres: Is eh wurscht. (16:20) Nach 10 Jahren weiß man auch so ein bisschen wie die andere Person tickt. (16:41) Es kommen Menschen und man muss auch akzeptieren, dass Menschen gehen. (17:14) Bei Schulfreunden ist es klar, dass die meisten wegfallen, weil man sich in verschiedene Richtungen entwickelt, aber die die bleiben, bleiben für immer. (18:04) Ich glaube, ich habe gelernt, ein bisschen locker zu lassen. (20:51) Das Jahr hat mir gezeigt, dass es sich auszahlt, neuen Leuten zu vertrauen. (21:37) Politik ist nicht die beste Lehrstunde für Vertrauen in die Menschheit. (23:31) Es ist schade, dass wir es irgendwann abtrainiert bekommen zu sagen, was wir wirklich denken. (24:21) Mein Opa ist heuer 90 geworden und hat diese Zero Fucks Given Mentalität. (24:35) Ich habe sehr viel gelacht und Freude gehabt, dieses Jahr. (25:08) Es ist ein gutes Jahr und das ist in Zeiten wie diesen gar nicht schlecht. (25:50) Ich bring Dich sicher ur zum Lachen, wenn ich Dir perfekte Sprachnachrichten schicke. (30:17) Sag Menschen, was sie gut machen, weil wir machen das alle viel zu wenig. (30:24) Ich finde es schade, dass wir uns abgewöhnt haben, anderen Menschen was Gutes zu sagen. (32:23) Ich bin hin und weg von dieser Frau. Die ist so cool. (34:34) Wenn ihr in der Nähe seid und seht, dass der FemChor ein Konzert gibt, dann auf jeden Fall hingehen. (36:02) Turbobier Konzerte sind richtig toll. (36:21) Unbedingt hingehen, es macht richtig Spaß. (36:53) Der Reinerlös kommt den Frauenhäusern Österreich zugute und das ist etwas, dass wir immer unterstützen. (37:40) Wir haben bereits vier Folgen geplant und ich liebe jede einzelne jetzt schon.
50 Minuten
(00:30) Falalala das ist unsere Weihnachtsfolge. (07:08) Wenn schon kalten Kaffee, dann richtig mit Eiswürfel. (07:24) Das lyrische Ich ist nicht der Autor. (10:22) Ich hatte den ersten Satz und es ist auch noch immer der erste Satz. (11:31) Ich wusste auch, dass ich mir was anderes überlegen muss, dass ich mich nicht darauf verlassen kann mit 25 einen Bestseller schreiben werde und dann ausgesorgt habe. (12:22) Sprache, Literatur und Geschichten sind immer das Ding gewesen. (12:44) Es gab viele Grinserein an der Einreisekontrolle in den USA, wenn ich sagte, ich studiere in Santa Barbara Germanistik. (13:38) Man kann sich durchaus mit Germanistik in der Welt herumtreiben. (16:56) Ich hab mich innerlich an die Wurzeln angenähert, als das ich viele Länder verarbeiten würde. (17:18) Man sollte sich nie von den eigenen Ängsten und Unsicherheiten abhalten lassen. (21:36) Das Ende war mir schon klar, wie es ausgehen sollte. (22:20) Ich lerne meine Charaktere in den Büchern während des Schreibens besser kennen. (23:18) Zu den Figuren, zu denen ich keine Bindung habe, mit denen funktioniert es auch nicht so richtig. (24:48) Die Interpunktion kann man auslagern. (24:57) Fantasie kann man trainieren. (25:23) Man muss nicht mit dem Fantasielevel, das man hat leben. (31:09) Wen schreiben nur Quälerei wäre, würde man es freiwillig auch nicht machen. (34:32) Zum Schreiben muss ein Umfeld mit wenig Ablenkung und wenig tralala sein. (42:23) Andere Medien machen andere Dinge mit dem Stoff. (44:45) Ja, es ist Düsseldorf, was soll ich sagen.