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Episoden

6 Minuten
10 Millimeter Regen entsprechen 10 Litern pro Quadratmeter. Eine grosse Giesskanne fasst 10 Liter. Anschaulich kann man somit sagen, dass 10 Millimeter Regen gleich viel ist wie eine Giesskanne Wasser pro Quadratmeter. In der Meteorologie wird der Niederschlag in Millimetern angegeben. Manchmal wird auch die Einheit Liter pro Quadratmeter verwendet. Das Praktische ist: 1 Millimeter Regen entspricht 1 Liter pro Quadratmeter. Stellen wir uns einen Quadratmeter Boden vor, bei dem das Wasser nicht versickern oder zu Seite abfliessen kann. Nun leeren wir 1 Liter Wasser darauf, das Wasser ist danach genau 1 Millimeter tief. Bringen Gewitterregen mehr als 18 Millimeter in 10 Minuten, ist dies meist zu viel für die Kanalisation und es kommt zu Überschwemmungen zum Beispiel von Kellern und Unterführungen. Bei länger andauerndem Regen gelten 60 bis 70 Millimeter in 24 Stunden als kritische Grenze. In einem durchschnittlichen Oktober fallen im Flachland der Alpennordseite 70 bis 90 Millimeter, in einem ganzen Jahr um 1000 Millimeter Regen.
5 Minuten
In vielen Teilen West- und Mitteleuropas war es in den vergangenen Monaten deutlich zu trocken. Böden trockneten aus, Bäche und Seen führten wenig Wasser und auch die Grundwasserstände sanken teilweise. Wo ist das Wasser geblieben? Das Wasser ist nicht verschwunden, sondern vor allem anders verteilt. Ein Teil davon ist als Wasserdampf in der Atmosphäre unterwegs. Und davon gab es diesen Sommer sogar mehr als üblich. Warme Luft kann besonders viel Wasserdampf enthalten. Ob daraus tatsächlich Regen fällt, hängt aber stark von der Wetterlage ab. Hochdruckgebiete hielten den Regen bei uns über längere Zeit fern und beeinflussten gleichzeitig die Zugbahnen der Tiefdruckgebiete. So war der Niederschlag über Europa sehr ungleich verteilt. Wie viel Wasser innert kurzer Zeit zusammenkommen kann, zeigte sich diese Woche in Südfrankreich. In den Cevennen fielen lokal mehrere hundert Liter Regen pro Quadratmeter. Auch in Ostspanien und auf Kreta gab es kräftige Niederschläge. Inzwischen hat es auch in der Schweiz wieder geregnet. Vor allem im Jura und in der Nordwestschweiz kamen teils mehr als 20 Liter pro Quadratmeter zusammen. Das hilft den Pflanzen und den oberen Bodenschichten. Um die über längere Zeit entstandenen Defizite im Boden und beim Grundwasser auszugleichen, braucht es aber mehr als ein paar Regentage.
4 Minuten
Die Sonne steht Ende September etwa gleich hoch wie Ende März. Trotzdem ist es im Herbst deutlich wärmer. Der Grund liegt in den Monaten davor. Im März kommen wir aus dem kalten Winter, im September aus dem warmen Sommer. Boden, Wasser und Atmosphäre reagieren nicht sofort auf den Sonnenstand. Sie speichern Wärme und geben sie erst verzögert wieder ab. Das ist ähnlich wie bei einer Herdplatte: Schaltet man sie aus, bleibt sie noch eine Weile warm. Und nach dem Einschalten dauert es, bis sie heiss wird. Besonders gut zeigt sich dieser Effekt bei unseren Seen. Sie haben sich den ganzen Sommer über erwärmt und speichern viel Energie. Im Herbst geben sie diese Wärme nur langsam wieder ab. Unsere Temperaturen hinken dem Sonnenstand also hinterher. Oder anders gesagt: Die Jahreszeiten haben ein Gedächtnis. Im Frühling muss die Sonne die kalte Umgebung erst wieder aufwärmen, im Herbst steckt noch viel Wärme des Sommers in Boden, Seen und Atmosphäre.
4 Minuten
Im Herbst und Winter entstehen bei günstigen Bedingungen in den Morgenstunden mystische Nebelschwaden über den Seen: der sogenannte Seerauch. Seerauch entsteht, wenn kalte Luft auf relativ warmes Wasser trifft. Gerade im Herbst sind die Seen nach dem Sommer oft noch warm, da Wasser die Wärme gut speichert – anders als Luft. Die Lufttemperatur kann in klaren Nächten stark sinken. Dadurch entsteht ein Temperaturunterschied zwischen Wasser und der darüberliegenden Luft. Strömt die kalte Luft über den noch warmen See, verdunstet Wasser. Dieser Wasserdampf gelangt in die kalte Luft und kondensiert dort. Sichtbar wird das als feine Dunst- und Nebelschwaden direkt über dem Wasser. So entsteht der typische Eindruck eines „rauchenden“ Sees. Seerauch kann man zu Hause selbst «herstellen». Nimmt man an einem kühlen Morgen eine Tasse mit heissen Tee nach draussen, steigen darüber ebenfalls sichtbare Dampfschwaden auf. Das Prinzip ist praktisch dasselbe wie beim Seerauch: Ein warmes „Gewässer“ trifft auf kalte Luft. Die besten Chancen auf Seerauch gibt es an ruhigen Herbst- und Wintermorgen. Die Seen sollten noch vergleichsweise warm sein, während die Luft deutlich kühler ist. Ein leichter Wind kann die Bildung unterstützen, zu starker Wind verwirbelt die Luft jedoch und verhindert die feinen Nebelschwaden. Wer Seerauch beobachten möchte, sollte früh an den See gehen: Meist zeigt sich das Phänomen am Morgen und verschwindet oft schon im Laufe des Vormittags wieder.
7 Minuten
Ufos, Elefanten und Atompilze - Wolken sind sehr facettenreich. Was bestimmt deren Form und wie werden die verschiedenen Wolkentypen klassifiziert. Wolke am Himmel beobachten macht jedem Spass. Von Ufos über Elefanten bis zu Atompilzen - der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Manchmal sind sie gross, klein, lang, hoch, kantig, flockig, wellig, düster, grell oder blumenkohlartig. Je nach Gegebenheit der Atmospähre sehen Wolken wieder anders aus. Sie befinden sich stetig in einem Umwandlungsprozess. Was es dazu braucht und wie man her der Wolkendinge wird, erfahren Sie in der Wetterfrage "Wolkengucken".
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Über diesen Podcast

Wie entsteht der Gugiiföhn, weshalb werden auf dem Jungfraujoch immer die stärksten Winde gemessen, weshalb sinken die Temperaturen in La Brevine teilweise auf unter minus 30 Grad oder wie entstehen die kleinen Windteufel? Das Wetter und seine vielfältigen Phänomene beeinflusst unser Leben, macht es vielfältig, hinterlässt aber auch viele Fragezeichen. Jeweils am Samstagmorgen um 9.15 Uhr beantworten die Meteorologen von SRF Meteo Ihre Fragen zum Wetter. Teilen Sie uns deshalb Ihre Wetter-Beobachtung mit, die Sie im Verlauf der Woche in Ihrer Wohnregion oder auf einer Reise gemacht haben und sie ins Staunen versetzt haben.
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„Wetterfrage“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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