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Episoden
20.02.2026
1 Stunde 34 Minuten
Moderner Klassiker aus Italien. Fantasiereich, witzig und
melancholisch entfaltet Italo Calvino in seinem Roman aus dem Jahre
1957 einen Raum der Wunder, wie ihn nur die Literatur erfinden
kann. Ein abenteuerlicher Fall von Eskapismus und poetischem
Protest in Zeiten des gesellschaftlichen Umbruchs. Wer das Hörspiel
am Radio hören will: Freitag, 20.02.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 1
(Teil 1) Am 15. Juni 1767 beschliesst der zwölfjährige Baron Cosimo
Piovasco di Rondò, das dekadente Milieu seiner aristokratischen
Familie zu verlassen, um fortan auf den Bäumen zu leben. Er erhebt
sich von der Familientafel, klettert auf eine Steineiche und wird
bis zu seinem Tod die Erde nicht mehr betreten. Cosimo baut sich in
den Baumkronen eine eigene Welt auf: Er isst und schläft, wächst
und entwickelt sich, er lernt und arbeitet, liest und kommuniziert,
ohne jemals den Boden zu berühren. Er unternimmt sogar Reisen
durchs Land, entlang von Alleen, und nimmt an gesellschaftlichen
und politischen Ereignissen teil. Sein Dasein auf den Bäumen wird
zum Symbol der Freiheit und des Widerstands gegen Konventionen und
Zwänge. Im Laufe seines Lebens begegnet Cosimo vielen Menschen,
auch berühmten Persönlichkeiten wie Voltaire und Napoleon. Und er
verliebt sich in die geheimnisvolle Viola. Die Hörspielbearbeitung
des Schauspielers Wolfgang Stendar (1929–2017), der auch die
Hauptrolle spricht, entstand 1968 im Radiostudio Zürich. Es ist ein
Fundstück aus dem SRF-Archiv und wurde letztmals 1985 gesendet.
___________________ Mit: Gert Westphal (Erzähler/Biagio), Wolfgang
Stendar (Cosimo), Jöns Andersson (Baron), Valerie Steinmann
(Baronin), Gisela Zoch (Viola), Eva Wächter (Violas Tante), Guido
von Salis (Graf von Estomac), Willy Birgel (Don Federico), Verena
Muntwyler (Ursula), Jacques Musso (Voltaire), Alex Freihart
(Napoleon), Renate Reger und Karen Meffert (Frauenstimmen)
____________________ Übersetzung: Oswalt von Nostitz –
Hörspielbearbeitung: Wolfgang Stendar – Musik: Emil Moser – Regie:
Hans Jedlitschka ____________________ Produktion: SRF 1968
____________________ Gesamtdauer: 93’ (Teil 1: 51’; Teil 2: 42’)
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14.02.2026
53 Minuten
Eine Komödie nach Molière. Anett will eigentlich nur eins: Bus
fahren. Denn das ist ihr Beruf. Doch etwas will sie nicht: die
Maskenpflicht! So gerät sie erst an einen falschen Arzt, dann an
einen YouTube-Koch, der das grosse Geschäft wittert – und wird
wider Willen zum Star der Corona-Skeptiker! Wer das Hörspiel im
Radio hören will: Samstag, 14.02.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 2
Kultur Molières Theaterstücke sind bevölkert von Ärzten wider
Willen, eingebildeten Kranken, gierigen Geldsäcken, listigen
Töchtern und Opportunisten, die nur im Moment leben. Und genau 400
Jahre nach Molières Tod sind das die perfekten Figuren, um der
Pandemie ins Gesicht zu lachen. Schauspieler Christoph Maria Herbst
(bekannt aus «Stromberg») trägt dazu bei als Koch Hilda Attelmann,
genauso wie die eigens eingespielte Kammermusik, die humorvoll
Barock-Motive aufgreift. ____________________ Mit: Charlotte Müller
(Anett), Lucia Kotikova (Lucy), Christoph Maria Herbst (Hilda),
Heinrich Schafmeister (Herr Urs), Hans-Georg Panczak (Sganarelle),
Mona Petri (Anruferin) und Jürg Kienberger (Bänkelsänger)
____________________ Musik: Claus Filser (Violine), Evi Keglmaier
(1. Viola), Andreas Höricht (2. Viola), Georg Karger (Kontrabass,
Viola da Gamba), Silvia Berchtold (Blockflöten), Ulrich Bassenge
(Portativ, Schlagwerk, Sampler) – Tontechnik: Björn Müller – Regie
und Komposition: Ulrich Bassenge ____________________ Produktion:
SRF 2022 ____________________ Dauer: 54’
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13.02.2026
52 Minuten
Absurd-amüsantes Konversationshörspiel. In vier Szenen werden Küsse
und Bisse im Multipack ausgetauscht: Ganz gewöhnliche Begegnungen
zwischen Männern und Frauen kippen ins Groteske und erzählen von
verqueren, merkwürdigen Träumen und Erfahrungen in Sachen Liebe.
Wer das Hörspiel am Radio hören will: Freitag, 13.02.2026, 20.00
Uhr, Radio SRF 1 Da begegnen sich zum Beispiel ein Mann und eine
Frau auf einer Parkbank und vereinbaren zwecks ganzheitlicher
Erregung ein seltsames Rendezvous. Im zweiten Stück spricht ein
Mann an der Tramhaltestelle eine Frau an, macht ihr ein
verblüffendes Kompliment und äussert einen Wunsch, der die Frau in
die schiere Verzweiflung treibt. In Stück drei übt sich ein Paar im
Geschichtenerzählen und versucht krampfhaft, sich einen lustigen
Abend zu machen. Und im letzten Stück begegnet ein Softie, der sein
Leben radikal verändern möchte, einer netten jungen Frau, die sich
ebenfalls Radikales vorgenommen hat. ____________________ Mit: «Das
Rendezvous»: Sara Capretti (Frau), Hanspeter Müller-Drossaart
(Mann) / «Schöne Schultern»: Nikola Weisse (ältere Frau), André
Jung (Mann), Michaela Steiger (jüngere Frau) / «Small Talk»: Doris
Wolters (Frau), Ingo Ospelt (Mann) / «Zufällige Begegnung»: Barbara
Falter (Frau), Moritz Dürr (Mann) ____________________ Musik:
Hanspeter Dommann – Tontechnik: Norbert Elser, Monica Kilchenmann –
Regie: Fritz Zaugg ____________________ Produktion: SRF 1993
____________________ Dauer: 51’
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07.02.2026
45 Minuten
Was ist das Faszinierende an Robert Walser? Wie transformiert man
seinen komplexen Roman von 1908 in ein zeitgemässes Hör-Erlebnis?
Der Dramaturg Philip Scheiner unterhält sich mit dem Klangtüftler
Stefan Weber über seine Herangehensweise und die Entstehung der
neuen Koproduktion von SRF und ORF. Mit: Stefan Weber (Regisseur
und Klanggestalter), Philip Scheiner (Hörspiel-Dramaturg und
-Redakteur ORF) ____________________ Produktion: ORF 2026
____________________ Dauer: 45'
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07.02.2026
55 Minuten
Erste Hörspiel-Adaption des Romans über die prekäre Existenz eines
Angestellten. Schauplatz ist die herrschaftliche Villa Abendstern
am Zürichsee. Der Eintritt der Hilfskraft Joseph Marti in das Reich
des Erfinders Tobler und seiner Frau scheint eine groteske
Untergangsmechanik in Gang zu setzen. Wer das Hörspiel am Radio
hören will: Samstag, 07.02.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 2 Kultur In
«Der Gehülfe» verarbeitete Robert Walser sein eigenes Erleben als
Büroangestellter bei dem Wädenswiler Ingenieur Carl Dubler im
zweiten Halbjahr 1903. Dessen Erfindungen einer Reklameuhr, eines
Schiessapparates oder eines Krankenstuhls übernahm der junge
Dichter für seinen zweiten Roman, den er 1907 in Berlin zu Papier
brachte. Im Getöse der Grossstadt imaginierte Walser die
beschauliche Zürcher Seegemeinde Bärenswil, von wo aus der in
Tobler unbenannte Start-up-Unternehmer (wie man heute sagen würde)
die Welt mit seinen innovativen Produkten zu erobern versucht. Der
Erfolg will sich jedoch nicht einstellen, und die Finanzen werden
knapp. Der umtriebige Genussmensch Tobler, dem drohenden Ruin zum
Trotz, lässt sein Anwesen immer weiter aus- und umbauen und
rauschende Feste feiern. In seiner akustischen Umsetzung
konzentriert sich der Schweizer Klangkünstler Stefan Weber auf den
kammerspielartigen Kern des Romans. Joseph Marti, ausgeliefert den
Launen und Verzweiflungen des Herrn Tobler und gleichzeitig
angezogen vom sublimen Begehren der Frau Tobler, versucht sich zwar
mit dem Selbstbewusstsein des jungen Aussenseiters abzugrenzen,
verliert sich jedoch mehr und mehr in luftig verwegenen
Träumereien. Der Untergang des Hauses Tobler bleibt auch den
Bürgerinnen und Bürgern von Bärenswil nicht verborgen, die ihn
heimlifeiss vergnügt aus nüchterner Distanz beobachten: «Da oben
liegt es, still und winterlich vereinzelt, als fröre es ein wenig.
Von den Nachbarkaminen steigen zarte, bläuliche Rauchsäulen auf,
sich in der grauen Luft verbreitend. Die Landschaft scheint Augen
zu haben, und dieselben zu schliessen, ganz ruhig, um
nachzudenken.» ____________________ Mit: Mario Fuchs (Joseph
Marti), Urs Jucker (Carl Tobler), Sylvie Rohrer (Frau Tobler),
Carina Braunschmidt und Gottfried Breitfuss (Die Bärenswiler)
____________________ Dramaturgie: Reto Ott (SRF), Philip Scheiner
(ORF) – Hörspielfassung, Aufnahmen, Klangdesign und Regie: Stefan
Weber ____________________ Produktion: SRF/ORF 2026
____________________ Dauer: ca. 55’
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Über diesen Podcast
Das ist SRF Hörspiel: Ob als aktuelles Dialekt-Hörspiel, als rasant
inszenierter Radio-Krimi oder als intimes Hörstück, es erwarten Sie
überraschende Hörgeschichten
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