Angst im Blick - Der Podcast über soziale Angst, Selbstzweifel und den Mut, du selbst zu sein. Archiv
122 Episoden
3 Minuten
Der Urlaub ist noch nicht vorbei, doch Gedanken an Arbeit, E-Mails und mögliche Bewertung durch Kolleg:innen erzeugen bereits Stress. Die Folge zeigt, wie du deine Aufmerksamkeit wieder bewusst auf den aktuellen Urlaubsmoment lenken kannst.
Selbsttest: „Bin ich gedanklich schon wieder bei der Arbeit?“
Antworte spontan mit Ja oder Nein:
Denke ich im Urlaub bereits häufig an meinen ersten Arbeitstag? Frage ich mich, wie viele E-Mails auf mich warten? Kontrolliere ich berufliche Nachrichten, obwohl es nicht nötig wäre? Sorge ich mich, was Kolleg:innen über meine Abwesenheit denken? Spiele ich mögliche Gespräche nach dem Urlaub im Kopf durch? Fällt es mir schwer, den aktuellen Urlaubsmoment zu genießen? Habe ich das Gefühl, mich jetzt schon auf die Arbeit vorbereiten zu müssen? Bin ich körperlich im Urlaub, gedanklich aber bereits im Büro?
Mehrere Ja-Antworten? Dann könnte dein Kopf den Urlaub bereits vorzeitig verlassen haben. Versuche bewusst wahrzunehmen: Was sehe, höre und spüre ich genau jetzt? Der nächste Arbeitstag kommt – aber dieser Urlaubsmoment ist nur jetzt da.
Kurzer Hinweis
Gedanken an die Arbeit vor dem Urlaubsende sind normal. Werden Sorgen, soziale Ängste oder Stress jedoch stark und anhaltend belastend, kann professionelle Unterstützung sinnvoll sein.
Selbsttest: „Bin ich gedanklich schon wieder bei der Arbeit?“
Antworte spontan mit Ja oder Nein:
Denke ich im Urlaub bereits häufig an meinen ersten Arbeitstag? Frage ich mich, wie viele E-Mails auf mich warten? Kontrolliere ich berufliche Nachrichten, obwohl es nicht nötig wäre? Sorge ich mich, was Kolleg:innen über meine Abwesenheit denken? Spiele ich mögliche Gespräche nach dem Urlaub im Kopf durch? Fällt es mir schwer, den aktuellen Urlaubsmoment zu genießen? Habe ich das Gefühl, mich jetzt schon auf die Arbeit vorbereiten zu müssen? Bin ich körperlich im Urlaub, gedanklich aber bereits im Büro?
Mehrere Ja-Antworten? Dann könnte dein Kopf den Urlaub bereits vorzeitig verlassen haben. Versuche bewusst wahrzunehmen: Was sehe, höre und spüre ich genau jetzt? Der nächste Arbeitstag kommt – aber dieser Urlaubsmoment ist nur jetzt da.
Kurzer Hinweis
Gedanken an die Arbeit vor dem Urlaubsende sind normal. Werden Sorgen, soziale Ängste oder Stress jedoch stark und anhaltend belastend, kann professionelle Unterstützung sinnvoll sein.
2 Minuten
„Ich muss jetzt schlafen!“ Genau dieser Druck hält dich wach. Warum Schlafangst vor der Heimreise einen Kreislauf aus Grübeln, Uhrenschauen und Anspannung auslösen kann.
11 Minuten
Im Urlaubshotel kennt scheinbar jeder jeden – und jeder glaubt, alles über Sabine und Fabrizio zu wissen. Doch aus Gerüchten, Zurückweisung und verletztem Stolz entwickelt sich plötzlich ein bedrohlicher Streit. Warum greifen die anderen Gäste nicht ein? Und wie kannst du reagieren, ohne dich selbst in Gefahr zu bringen?
Auch die Heimfahrt wird zum Angstthema: Stau, Mautstellen und die Sorge, alle hinter dir aufzuhalten. Eine Folge über soziale Angst, vorschnelle Urteile und den Mut, trotz Unsicherheit besonnen zu handeln.
Auch die Heimfahrt wird zum Angstthema: Stau, Mautstellen und die Sorge, alle hinter dir aufzuhalten. Eine Folge über soziale Angst, vorschnelle Urteile und den Mut, trotz Unsicherheit besonnen zu handeln.
6 Minuten
Wenn der Himmel plötzlich fremd wird
Eine Mondfinsternis. Ein gewaltiges Gewitter. Riesige Wellen. Ein endloser Sternenhimmel.
Eigentlich faszinierend – und trotzdem entsteht plötzlich dieses beklemmende Gefühl:
„Wie klein bin ich eigentlich in dieser riesigen Welt?“
In dieser Folge von „Angst im Blick“ geht es darum, warum außergewöhnliche Naturphänomene existenzielle Ängste auslösen können – und was passiert, wenn zusätzlich soziale Angst auftaucht:
„Warum genießen alle anderen diesen Moment, während ich Angst bekomme?“
Zwischen kosmischer Weite, Kontrollverlust und der Sorge, dass andere die eigene Unsicherheit bemerken, führt die Folge schließlich zurück zu etwas ganz Einfachem:
den Füßen auf dem Boden, dem nächsten Atemzug und dem Hier und Jetzt.
Eine Mondfinsternis. Ein gewaltiges Gewitter. Riesige Wellen. Ein endloser Sternenhimmel.
Eigentlich faszinierend – und trotzdem entsteht plötzlich dieses beklemmende Gefühl:
„Wie klein bin ich eigentlich in dieser riesigen Welt?“
In dieser Folge von „Angst im Blick“ geht es darum, warum außergewöhnliche Naturphänomene existenzielle Ängste auslösen können – und was passiert, wenn zusätzlich soziale Angst auftaucht:
„Warum genießen alle anderen diesen Moment, während ich Angst bekomme?“
Zwischen kosmischer Weite, Kontrollverlust und der Sorge, dass andere die eigene Unsicherheit bemerken, führt die Folge schließlich zurück zu etwas ganz Einfachem:
den Füßen auf dem Boden, dem nächsten Atemzug und dem Hier und Jetzt.
2 Minuten
War mein Urlaub gut genug? FOMO und Perfektionsdruck machen aus Erholung schnell eine Leistung – besonders wenn wir uns mit anderen vergleichen.
11 Minuten
Vom Bewertungsmodus zum Erlebensmodus“ hilft dabei, die ständige Selbstbeobachtung in sozialen Situationen zu unterbrechen. Statt sich zu fragen „Wie wirke ich?“, richtet sich die Aufmerksamkeit wieder auf das Gegenüber, die Umgebung und den gegenwärtigen Moment.
Therapeutischer Hinweis
Bei sozialer Angst kann eine starke Selbstfokussierung die Angst aufrechterhalten: Die eigene Stimme, Körperhaltung oder Wirkung wird ständig überwacht und vermeintlich negative Reaktionen werden überbewertet. Ein hilfreicher therapeutischer Schritt besteht darin, die Aufmerksamkeit bewusst wieder nach außen zu lenken.
Die Übung ersetzt dabei nicht die Auseinandersetzung mit sozialen Ängsten, sondern kann als kleines Aufmerksamkeitsexperiment eingesetzt werden. Besonders sinnvoll ist die Kombination mit Verhaltensexperimenten und schrittweiser Exposition: Nicht herausfinden, ob man „perfekt wirkt“, sondern erleben, dass man Unsicherheit aushalten und trotzdem an einem Gespräch teilnehmen kann.
Literatur
Clark, D. M., & Wells, A. (1995). A cognitive model of social phobia. In R. G. Heimberg et al. (Eds.), Social Phobia: Diagnosis, Assessment, and Treatment. Guilford Press.
Rapee, R. M., & Heimberg, R. G. (1997). A cognitive-behavioral model of anxiety in social phobia. Behaviour Research and Therapy, 35(8), 741–756.
Woody, S. R. (1996). Effects of focus of attention on anxiety levels and social performance of individuals with social phobia. Journal of Abnormal Psychology, 105(1), 61–69.
Bögels, S. M., & Mansell, W. (2004). Attention processes in the maintenance and treatment of social phobia: Hypervigilance, avoidance and self-focused attention. Clinical Psychology Review, 24(7), 827–856.
Wells, A., & Papageorgiou, C. (1998). Social phobia: Effects of external attention on anxiety, negative beliefs, and perspective taking. Behavior Therapy, 29(3), 357–370.
Hofmann, S. G. (2007). Cognitive factors that maintain social anxiety disorder: A comprehensive model and its treatment implications. Cognitive Behaviour Therapy, 36(4), 193–209.
Spurr, J. M., & Stopa, L. (2002). Self-focused attention in social phobia and social anxiety. Clinical Psychology Review, 22(7), 947–975.
Therapeutischer Hinweis
Bei sozialer Angst kann eine starke Selbstfokussierung die Angst aufrechterhalten: Die eigene Stimme, Körperhaltung oder Wirkung wird ständig überwacht und vermeintlich negative Reaktionen werden überbewertet. Ein hilfreicher therapeutischer Schritt besteht darin, die Aufmerksamkeit bewusst wieder nach außen zu lenken.
Die Übung ersetzt dabei nicht die Auseinandersetzung mit sozialen Ängsten, sondern kann als kleines Aufmerksamkeitsexperiment eingesetzt werden. Besonders sinnvoll ist die Kombination mit Verhaltensexperimenten und schrittweiser Exposition: Nicht herausfinden, ob man „perfekt wirkt“, sondern erleben, dass man Unsicherheit aushalten und trotzdem an einem Gespräch teilnehmen kann.
Literatur
Clark, D. M., & Wells, A. (1995). A cognitive model of social phobia. In R. G. Heimberg et al. (Eds.), Social Phobia: Diagnosis, Assessment, and Treatment. Guilford Press.
Rapee, R. M., & Heimberg, R. G. (1997). A cognitive-behavioral model of anxiety in social phobia. Behaviour Research and Therapy, 35(8), 741–756.
Woody, S. R. (1996). Effects of focus of attention on anxiety levels and social performance of individuals with social phobia. Journal of Abnormal Psychology, 105(1), 61–69.
Bögels, S. M., & Mansell, W. (2004). Attention processes in the maintenance and treatment of social phobia: Hypervigilance, avoidance and self-focused attention. Clinical Psychology Review, 24(7), 827–856.
Wells, A., & Papageorgiou, C. (1998). Social phobia: Effects of external attention on anxiety, negative beliefs, and perspective taking. Behavior Therapy, 29(3), 357–370.
Hofmann, S. G. (2007). Cognitive factors that maintain social anxiety disorder: A comprehensive model and its treatment implications. Cognitive Behaviour Therapy, 36(4), 193–209.
Spurr, J. M., & Stopa, L. (2002). Self-focused attention in social phobia and social anxiety. Clinical Psychology Review, 22(7), 947–975.
8 Minuten
Plötzlich verstummt der Regen – und aus dem Nachbarzimmer sind Schreie und dumpfe Schläge zu hören. Alte Konflikte werden wach, der Körper erstarrt und die Zweifel beginnen: „Übertreibe ich? Soll ich wirklich Hilfe holen?“
Diese Folge zeigt, wie du bei möglicher Gewalt sicher handelst, ohne dich selbst in Gefahr zu bringen. Denn Zivilcourage bedeutet manchmal nur einen entscheidenden Anruf:
„Hier stimmt etwas nicht. Bitte schicken Sie Hilfe.“
Diese Folge zeigt, wie du bei möglicher Gewalt sicher handelst, ohne dich selbst in Gefahr zu bringen. Denn Zivilcourage bedeutet manchmal nur einen entscheidenden Anruf:
„Hier stimmt etwas nicht. Bitte schicken Sie Hilfe.“
5 Minuten
Eine klemmende Zimmertür – doch die Angst vor der Reaktion des Hotelpersonals ist plötzlich größer als das eigentliche Problem. Auch Martin schweigt zunächst, weil er nicht als schwieriger Gast gelten möchte. Warum soziale Angst berechtigte Beschwerden verhindert und wie du trotz Nervosität klar um Hilfe bittest, erfährst du in dieser Folge.
Denn du bist nicht schwierig, nur weil du ein Problem ansprichst.
Denn du bist nicht schwierig, nur weil du ein Problem ansprichst.
14 Minuten
Wenn wir uns kleiner machen, fühlen wir uns manchmal sicherer. Die Geschichte von Lena zeigt, wie Zurückhaltung, Anpassung oder ein jugendliches Auftreten zu Schutzstrategien gegen Bewertung werden können. Die Folge lädt dazu ein, diese Strategien nicht zu verurteilen, sondern zu verstehen – und Schritt für Schritt mehr Selbstwirksamkeit und Sichtbarkeit zu entwickeln.
Selbsttest: „Mache ich mich manchmal kleiner?“
Hinweis: Der Test ist eine persönliche Reflexionshilfe und keine diagnostische Untersuchung.
Bewerte jede Aussage:
0 = nie | 1 = selten | 2 = manchmal | 3 = häufig | 4 = sehr häufig
Ich halte mich in Gruppen eher zurück, obwohl ich etwas beitragen könnte. Ich spiele meine Fähigkeiten manchmal herunter. Ich sage lieber „Ich weiß es nicht“, obwohl ich eigentlich eine Meinung habe. Ich entschuldige mich häufig, obwohl ich eigentlich nichts falsch gemacht habe. Ich habe Angst, dass andere zu viel von mir erwarten könnten. Ich versuche, möglichst wenig Aufmerksamkeit auf mich zu ziehen. Nach Gesprächen denke ich lange darüber nach, ob ich etwas Falsches gesagt habe. Ich passe mich häufig an, um Ablehnung oder Kritik zu vermeiden. Ich habe manchmal das Gefühl, mich in Gegenwart selbstsicherer Menschen kleiner zu fühlen. Ich vermeide es, meine Kompetenz oder meine Bedürfnisse deutlich zu zeigen.
Auswertung als Reflexion:
0–10 Punkte: Du scheinst dich in diesen Situationen eher selten stark zurückzunehmen.
11–20 Punkte: Möglicherweise nutzt du gelegentlich Zurückhaltung als Schutzstrategie.
21–30 Punkte: Das Sich-kleiner-Machen könnte in deinem Alltag eine größere Rolle spielen.
31–40 Punkte: Es könnte sich lohnen, genauer zu erforschen, wovor dich diese Strategie schützen möchte.
Die wichtigste Frage ist jedoch nicht die Punktzahl:
„Was glaube ich zu gewinnen, wenn ich mich kleiner mache – und was kostet es mich langfristig?“
Therapeutischer Hinweis
Sich zurückzunehmen, anzupassen oder möglichst wenig aufzufallen, ist nicht automatisch problematisch. Solche Verhaltensweisen können ursprünglich sinnvolle Schutzstrategien gewesen sein.
Therapeutisch interessant wird es dann, wenn sie nicht mehr frei gewählt werden, sondern aus Angst vor Bewertung, Ablehnung, Fehlern oder überhöhten Erwartungen entstehen und dadurch Lebensbereiche einschränken.
Eine hilfreiche therapeutische Haltung besteht deshalb nicht darin, die Schutzstrategie zu bekämpfen, sondern zunächst ihre Funktion zu verstehen:
„Wovor versucht mich dieses Verhalten zu schützen?“
Anschließend kann schrittweise die Erfahrung aufgebaut werden:
„Ich kann sichtbar sein, Fehler machen und trotzdem sicher und wertvoll bleiben.“
Bei ausgeprägter sozialer Angst sind insbesondere kognitiv-verhaltenstherapeutische Ansätze mit schrittweiser Exposition gut untersucht. Die in der Podcastfolge verwendete Übung mit dem „jüngeren“ und „erwachsenen Ich“ sollte als Selbstreflexion verstanden werden und ersetzt keine individuelle psychologische oder psychotherapeutische Behandlung.
Literatur
Clark, D. M., & Wells, A. (1995). A cognitive model of social phobia. In R. G. Heimberg et al. (Eds.), Social Phobia: Diagnosis, Assessment, and Treatment. Guilford Press.
Rapee, R. M., & Heimberg, R. G. (1997). A cognitive-behavioral model of anxiety in social phobia. Behaviour Research and Therapy, 35(8), 741–756.
Hofmann, S. G. (2007). Cognitive factors that maintain social anxiety disorder: A comprehensive model and its treatment implications. Cognitive Behaviour Therapy, 36(4), 193–209.
Heimberg, R. G., & Becker, R. E. (2002). Cognitive-Behavioral Group Therapy for Social Phobia: Basic Mechanisms and Clinical Strategies. Guilford Press.
Leary, M. R. (2005). Social Anxiety and Self-Presentation: A Conceptualization and Model. In W. R. Crozier & L. E. Alden (Eds.), The Essential Handbook of Social Anxiety for Clinicians. Wiley.
Gilbert, P. (2009). The Compassionate Mind. Constable & Robinson.
Neff, K. D. (2003). Self-compassion: An alternative conceptualization of a healthy attitude toward oneself. Self and Identity, 2(2), 85–101.
Young, J. E., Klosko, J. S., & Weishaar, M. E. (2003). Schema Therapy: A Practitioner's Guide. Guilford Press.
Selbsttest: „Mache ich mich manchmal kleiner?“
Hinweis: Der Test ist eine persönliche Reflexionshilfe und keine diagnostische Untersuchung.
Bewerte jede Aussage:
0 = nie | 1 = selten | 2 = manchmal | 3 = häufig | 4 = sehr häufig
Ich halte mich in Gruppen eher zurück, obwohl ich etwas beitragen könnte. Ich spiele meine Fähigkeiten manchmal herunter. Ich sage lieber „Ich weiß es nicht“, obwohl ich eigentlich eine Meinung habe. Ich entschuldige mich häufig, obwohl ich eigentlich nichts falsch gemacht habe. Ich habe Angst, dass andere zu viel von mir erwarten könnten. Ich versuche, möglichst wenig Aufmerksamkeit auf mich zu ziehen. Nach Gesprächen denke ich lange darüber nach, ob ich etwas Falsches gesagt habe. Ich passe mich häufig an, um Ablehnung oder Kritik zu vermeiden. Ich habe manchmal das Gefühl, mich in Gegenwart selbstsicherer Menschen kleiner zu fühlen. Ich vermeide es, meine Kompetenz oder meine Bedürfnisse deutlich zu zeigen.
Auswertung als Reflexion:
0–10 Punkte: Du scheinst dich in diesen Situationen eher selten stark zurückzunehmen.
11–20 Punkte: Möglicherweise nutzt du gelegentlich Zurückhaltung als Schutzstrategie.
21–30 Punkte: Das Sich-kleiner-Machen könnte in deinem Alltag eine größere Rolle spielen.
31–40 Punkte: Es könnte sich lohnen, genauer zu erforschen, wovor dich diese Strategie schützen möchte.
Die wichtigste Frage ist jedoch nicht die Punktzahl:
„Was glaube ich zu gewinnen, wenn ich mich kleiner mache – und was kostet es mich langfristig?“
Therapeutischer Hinweis
Sich zurückzunehmen, anzupassen oder möglichst wenig aufzufallen, ist nicht automatisch problematisch. Solche Verhaltensweisen können ursprünglich sinnvolle Schutzstrategien gewesen sein.
Therapeutisch interessant wird es dann, wenn sie nicht mehr frei gewählt werden, sondern aus Angst vor Bewertung, Ablehnung, Fehlern oder überhöhten Erwartungen entstehen und dadurch Lebensbereiche einschränken.
Eine hilfreiche therapeutische Haltung besteht deshalb nicht darin, die Schutzstrategie zu bekämpfen, sondern zunächst ihre Funktion zu verstehen:
„Wovor versucht mich dieses Verhalten zu schützen?“
Anschließend kann schrittweise die Erfahrung aufgebaut werden:
„Ich kann sichtbar sein, Fehler machen und trotzdem sicher und wertvoll bleiben.“
Bei ausgeprägter sozialer Angst sind insbesondere kognitiv-verhaltenstherapeutische Ansätze mit schrittweiser Exposition gut untersucht. Die in der Podcastfolge verwendete Übung mit dem „jüngeren“ und „erwachsenen Ich“ sollte als Selbstreflexion verstanden werden und ersetzt keine individuelle psychologische oder psychotherapeutische Behandlung.
Literatur
Clark, D. M., & Wells, A. (1995). A cognitive model of social phobia. In R. G. Heimberg et al. (Eds.), Social Phobia: Diagnosis, Assessment, and Treatment. Guilford Press.
Rapee, R. M., & Heimberg, R. G. (1997). A cognitive-behavioral model of anxiety in social phobia. Behaviour Research and Therapy, 35(8), 741–756.
Hofmann, S. G. (2007). Cognitive factors that maintain social anxiety disorder: A comprehensive model and its treatment implications. Cognitive Behaviour Therapy, 36(4), 193–209.
Heimberg, R. G., & Becker, R. E. (2002). Cognitive-Behavioral Group Therapy for Social Phobia: Basic Mechanisms and Clinical Strategies. Guilford Press.
Leary, M. R. (2005). Social Anxiety and Self-Presentation: A Conceptualization and Model. In W. R. Crozier & L. E. Alden (Eds.), The Essential Handbook of Social Anxiety for Clinicians. Wiley.
Gilbert, P. (2009). The Compassionate Mind. Constable & Robinson.
Neff, K. D. (2003). Self-compassion: An alternative conceptualization of a healthy attitude toward oneself. Self and Identity, 2(2), 85–101.
Young, J. E., Klosko, J. S., & Weishaar, M. E. (2003). Schema Therapy: A Practitioner's Guide. Guilford Press.
72 Sekunden
„Du warst schon immer schüchtern.“
„Andere können das – du nicht.“
„Du bist eben so.“
Solche Gedanken klingen wie unveränderliche Wahrheiten. Doch was wäre, wenn sie keine Beschreibung deiner Persönlichkeit wären, sondern alte Schlussfolgerungen, die deine Entwicklung unterschätzen?
Soziale Fähigkeiten sind nicht ausschließlich angeboren. Gespräche führen, Blickkontakt halten, Grenzen setzen, vor anderen sprechen und mit Zurückweisung umgehen – all das kann schrittweise gelernt werden. Nicht von heute auf morgen und nicht ohne Unsicherheit. Aber durch kleine Versuche, Wiederholung und neue Erfahrungen.
In dieser Folge von „Angst im Blick“ erfährst du, warum Vertrauen in die eigene Lernfähigkeit ein wichtiger Gegenspieler sozialer Angst sein kann. Dabei geht es nicht darum, extrovertiert zu werden oder ständig im Mittelpunkt zu stehen. Du darfst ruhig, zurückhaltend und introvertiert bleiben.
Das Ziel ist keine neue Persönlichkeit. Das Ziel ist mehr Freiheit: sprechen zu können, wenn du etwas sagen möchtest, eine Grenze zu setzen, wenn du sie brauchst, und nicht ausschließlich deshalb zu schweigen, weil deine Angst es verlangt.
Der Podcast ersetzt keine psychologische Beratung oder Therapie!
„Andere können das – du nicht.“
„Du bist eben so.“
Solche Gedanken klingen wie unveränderliche Wahrheiten. Doch was wäre, wenn sie keine Beschreibung deiner Persönlichkeit wären, sondern alte Schlussfolgerungen, die deine Entwicklung unterschätzen?
Soziale Fähigkeiten sind nicht ausschließlich angeboren. Gespräche führen, Blickkontakt halten, Grenzen setzen, vor anderen sprechen und mit Zurückweisung umgehen – all das kann schrittweise gelernt werden. Nicht von heute auf morgen und nicht ohne Unsicherheit. Aber durch kleine Versuche, Wiederholung und neue Erfahrungen.
In dieser Folge von „Angst im Blick“ erfährst du, warum Vertrauen in die eigene Lernfähigkeit ein wichtiger Gegenspieler sozialer Angst sein kann. Dabei geht es nicht darum, extrovertiert zu werden oder ständig im Mittelpunkt zu stehen. Du darfst ruhig, zurückhaltend und introvertiert bleiben.
Das Ziel ist keine neue Persönlichkeit. Das Ziel ist mehr Freiheit: sprechen zu können, wenn du etwas sagen möchtest, eine Grenze zu setzen, wenn du sie brauchst, und nicht ausschließlich deshalb zu schweigen, weil deine Angst es verlangt.
Der Podcast ersetzt keine psychologische Beratung oder Therapie!
2 Minuten
Urlaub fast vorbei – aber die Erholung fehlt? Warum gerade die Angst, nicht erholt genug zu sein, zusätzlichen Stress erzeugen kann.
4 Minuten
Alle lachen – nur du nicht.
Der Witz war gut. Du hast ihn verstanden. Vielleicht fandest du ihn sogar lustig. Doch während alle anderen lachen, bleibt dein Gesicht ruhig.
Und sofort beginnt das Kopfkino: „Warum lache ich nicht? Fällt das auf? Wirke ich humorlos, kalt oder seltsam?“
Wenn Affektverflachung und soziale Angst zusammentreffen, kann selbst gemeinsames Lachen zur sozialen Prüfung werden. Plötzlich lachst du nicht mehr spontan – sondern fragst dich, ob du überzeugend genug lachst.
️ Eine Folge über Lach-Druck, Selbstbeobachtung und die befreiende Erkenntnis: Du musst nicht lachen, nur weil alle anderen lachen.
Der Witz war gut. Du hast ihn verstanden. Vielleicht fandest du ihn sogar lustig. Doch während alle anderen lachen, bleibt dein Gesicht ruhig.
Und sofort beginnt das Kopfkino: „Warum lache ich nicht? Fällt das auf? Wirke ich humorlos, kalt oder seltsam?“
Wenn Affektverflachung und soziale Angst zusammentreffen, kann selbst gemeinsames Lachen zur sozialen Prüfung werden. Plötzlich lachst du nicht mehr spontan – sondern fragst dich, ob du überzeugend genug lachst.
️ Eine Folge über Lach-Druck, Selbstbeobachtung und die befreiende Erkenntnis: Du musst nicht lachen, nur weil alle anderen lachen.
12 Minuten
Soziale Angst kann Gedanken in scheinbare Gewissheiten verwandeln. Die Übung „Gedanken unter der Lupe“ hilft dabei, Katastrophengedanken zu überprüfen, alternative Perspektiven zu entwickeln und sich selbst mit mehr Verständnis zu begegnen.
Selbsttest: Wie schnell wird aus einem Gedanken eine Tatsache?
Beantworte jede Aussage mit:
0 = nie | 1 = selten | 2 = manchmal | 3 = häufig | 4 = sehr häufig
Ich nehme schnell an, dass andere Menschen mich negativ beurteilen. Ein kurzer Blick von jemandem beschäftigt mich noch lange. Ich interpretiere neutrale Reaktionen häufig als Ablehnung. Wenn ich nervös bin, denke ich, dass andere meine Nervosität sofort bemerken. Ich überlege häufig, was andere über mich denken könnten. Ich neige dazu, aus kleinen Fehlern große Konsequenzen abzuleiten. Ich behandle meine Vermutungen manchmal so, als wären sie Tatsachen. Ich finde es schwierig, alternative Erklärungen für eine soziale Situation zu finden. Mit mir selbst bin ich deutlich kritischer als mit anderen Menschen. Nach sozialen Situationen denke ich lange darüber nach, was möglicherweise falsch gelaufen ist.
Auswertung
0–10 Punkte:
Deine Gedanken scheinen dich derzeit eher wenig in dieser Weise zu belasten.
11–20 Punkte:
Du kennst möglicherweise einige typische Denkfallen sozialer Angst. Die Übung „Gedanken unter der Lupe“ könnte hilfreich sein.
21–30 Punkte:
Negative Interpretationen und Selbstbeobachtung scheinen dich häufiger zu beschäftigen. Es kann sinnvoll sein, Gedanken regelmäßig zu überprüfen und alternative Perspektiven einzuüben.
31–40 Punkte:
Soziale Bewertungsgedanken scheinen einen deutlichen Raum einzunehmen. Wenn darunter dein Alltag, deine Beziehungen oder deine Lebensqualität leiden, kann professionelle Unterstützung sinnvoll sein.
Wichtig: Dieser Selbsttest ist kein diagnostisches Verfahren und ersetzt keine psychologische oder ärztliche Abklärung.
Therapeutischer Hinweis
Bei sozialer Angst geht es therapeutisch nicht darum, jeden negativen Gedanken durch einen positiven Gedanken zu ersetzen. Hilfreicher ist es, Gedanken als Hypothesen zu betrachten und ihre Beweislage zu überprüfen.
Besonders wirksam kann die Kombination aus kognitiver Umstrukturierung und schrittweiser Exposition sein. Dabei wird nicht nur gefragt: „Ist mein Gedanke realistisch?“, sondern auch: „Was passiert tatsächlich, wenn ich mich trotz meiner Angst auf eine soziale Situation einlasse?“
Wichtig ist außerdem, Sicherheitsverhalten – etwa übermäßiges Vorbereiten, Vermeiden von Blickkontakt oder ständiges Kontrollieren der eigenen Wirkung – schrittweise zu reduzieren.
Bei ausgeprägter sozialer Angst oder erheblichem Leidensdruck sollte die Bearbeitung im Rahmen einer professionellen psychologischen bzw. psychotherapeutischen Behandlung erfolgen.
Literatur:
Clark, D. M., & Wells, A. (1995). A cognitive model of social phobia. In R. G. Heimberg, M. Liebowitz, D. Hope, & F. Scheier (Eds.), Social Phobia: Diagnosis, Assessment, and Treatment (pp. 69–93). Guilford Press.
Hofmann, S. G. (2007). Cognitive factors that maintain social anxiety disorder: A comprehensive model and its treatment implications. Cognitive Behaviour Therapy, 36(4), 193–209. https://doi.org/10.1080/16506070701421313
Rapee, R. M., & Heimberg, R. G. (1997). A cognitive-behavioral model of anxiety in social phobia. Behaviour Research and Therapy, 35(8), 741–756. https://doi.org/10.1016/S0005-7967(97)00022-3
Heimberg, R. G., & Becker, R. E. (2002). Cognitive-Behavioral Group Therapy for Social Phobia: Basic Mechanisms and Clinical Strategies. Guilford Press.
Hofmann, S. G., Asnaani, A., & Hinton, D. E. (2010). Cultural aspects in social anxiety and social anxiety disorder. Depression and Anxiety, 27(12), 1117–1127.
Morrison, A. S., & Heimberg, R. G. (2013). Social anxiety and social anxiety disorder. Annual Review of Clinical Psychology, 9, 249–274.
Beck, J. S. (2020). Cognitive Behavior Therapy: Basics and Beyond (3rd ed.). Guilford Press.
Neff, K. D. (2003). Self-compassion: An alternative conceptualization of a healthy attitude toward oneself. Self and Identity, 2(2), 85–101. https://doi.org/10.1080/15298860309032
Selbsttest: Wie schnell wird aus einem Gedanken eine Tatsache?
Beantworte jede Aussage mit:
0 = nie | 1 = selten | 2 = manchmal | 3 = häufig | 4 = sehr häufig
Ich nehme schnell an, dass andere Menschen mich negativ beurteilen. Ein kurzer Blick von jemandem beschäftigt mich noch lange. Ich interpretiere neutrale Reaktionen häufig als Ablehnung. Wenn ich nervös bin, denke ich, dass andere meine Nervosität sofort bemerken. Ich überlege häufig, was andere über mich denken könnten. Ich neige dazu, aus kleinen Fehlern große Konsequenzen abzuleiten. Ich behandle meine Vermutungen manchmal so, als wären sie Tatsachen. Ich finde es schwierig, alternative Erklärungen für eine soziale Situation zu finden. Mit mir selbst bin ich deutlich kritischer als mit anderen Menschen. Nach sozialen Situationen denke ich lange darüber nach, was möglicherweise falsch gelaufen ist.
Auswertung
0–10 Punkte:
Deine Gedanken scheinen dich derzeit eher wenig in dieser Weise zu belasten.
11–20 Punkte:
Du kennst möglicherweise einige typische Denkfallen sozialer Angst. Die Übung „Gedanken unter der Lupe“ könnte hilfreich sein.
21–30 Punkte:
Negative Interpretationen und Selbstbeobachtung scheinen dich häufiger zu beschäftigen. Es kann sinnvoll sein, Gedanken regelmäßig zu überprüfen und alternative Perspektiven einzuüben.
31–40 Punkte:
Soziale Bewertungsgedanken scheinen einen deutlichen Raum einzunehmen. Wenn darunter dein Alltag, deine Beziehungen oder deine Lebensqualität leiden, kann professionelle Unterstützung sinnvoll sein.
Wichtig: Dieser Selbsttest ist kein diagnostisches Verfahren und ersetzt keine psychologische oder ärztliche Abklärung.
Therapeutischer Hinweis
Bei sozialer Angst geht es therapeutisch nicht darum, jeden negativen Gedanken durch einen positiven Gedanken zu ersetzen. Hilfreicher ist es, Gedanken als Hypothesen zu betrachten und ihre Beweislage zu überprüfen.
Besonders wirksam kann die Kombination aus kognitiver Umstrukturierung und schrittweiser Exposition sein. Dabei wird nicht nur gefragt: „Ist mein Gedanke realistisch?“, sondern auch: „Was passiert tatsächlich, wenn ich mich trotz meiner Angst auf eine soziale Situation einlasse?“
Wichtig ist außerdem, Sicherheitsverhalten – etwa übermäßiges Vorbereiten, Vermeiden von Blickkontakt oder ständiges Kontrollieren der eigenen Wirkung – schrittweise zu reduzieren.
Bei ausgeprägter sozialer Angst oder erheblichem Leidensdruck sollte die Bearbeitung im Rahmen einer professionellen psychologischen bzw. psychotherapeutischen Behandlung erfolgen.
Literatur:
Clark, D. M., & Wells, A. (1995). A cognitive model of social phobia. In R. G. Heimberg, M. Liebowitz, D. Hope, & F. Scheier (Eds.), Social Phobia: Diagnosis, Assessment, and Treatment (pp. 69–93). Guilford Press.
Hofmann, S. G. (2007). Cognitive factors that maintain social anxiety disorder: A comprehensive model and its treatment implications. Cognitive Behaviour Therapy, 36(4), 193–209. https://doi.org/10.1080/16506070701421313
Rapee, R. M., & Heimberg, R. G. (1997). A cognitive-behavioral model of anxiety in social phobia. Behaviour Research and Therapy, 35(8), 741–756. https://doi.org/10.1016/S0005-7967(97)00022-3
Heimberg, R. G., & Becker, R. E. (2002). Cognitive-Behavioral Group Therapy for Social Phobia: Basic Mechanisms and Clinical Strategies. Guilford Press.
Hofmann, S. G., Asnaani, A., & Hinton, D. E. (2010). Cultural aspects in social anxiety and social anxiety disorder. Depression and Anxiety, 27(12), 1117–1127.
Morrison, A. S., & Heimberg, R. G. (2013). Social anxiety and social anxiety disorder. Annual Review of Clinical Psychology, 9, 249–274.
Beck, J. S. (2020). Cognitive Behavior Therapy: Basics and Beyond (3rd ed.). Guilford Press.
Neff, K. D. (2003). Self-compassion: An alternative conceptualization of a healthy attitude toward oneself. Self and Identity, 2(2), 85–101. https://doi.org/10.1080/15298860309032
5 Minuten
Was, wenn ein Kreuzfahrtschiff plötzlich riesig und bedrohlich wirkt?
Bei Megalophobie kann allein die enorme Größe von Schiffen, Gebäuden oder Monumenten Angst auslösen. Kommt soziale Angst hinzu, entsteht ein zweiter Druck: „Was, wenn die anderen merken, wie nervös ich bin?“
Diese Folge zeigt, warum Größe überwältigen kann – und wie du wieder selbst bestimmst, wie nah du deiner Angst kommen möchtest.
Bei Megalophobie kann allein die enorme Größe von Schiffen, Gebäuden oder Monumenten Angst auslösen. Kommt soziale Angst hinzu, entsteht ein zweiter Druck: „Was, wenn die anderen merken, wie nervös ich bin?“
Diese Folge zeigt, warum Größe überwältigen kann – und wie du wieder selbst bestimmst, wie nah du deiner Angst kommen möchtest.
3 Minuten
Eine harmlose Figur – und plötzlich schlägt das Alarmsystem an. Warum Menschenähnliches ohne Leben Angst auslösen kann.
Hinweis: Bei starker oder einschränkender Angst kann professionell begleitete, schrittweise Konfrontation hilfreich sein. Der Podcast ersetzt keine psychologische oder psychotherapeutische Behandlung.
Hinweis: Bei starker oder einschränkender Angst kann professionell begleitete, schrittweise Konfrontation hilfreich sein. Der Podcast ersetzt keine psychologische oder psychotherapeutische Behandlung.
Angst im Blick - Der Podcast über soziale Angst, Selbstzweifel und den Mut, du selbst zu sein.
LEBEN UNTER SOZIALER ANGST