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Episoden

3 Minuten
In den Medien liest man in solchen tragischen Fällen oft Schlagzeilen wie: „Sie tat es aus Liebe." Wenn Mütter ihre schwerkranken Kinder töten, um sie scheinbar von ihrem Leiden zu erlösen, berührt das die Grenzen von Recht, Moral und tiefster menschlicher Tragik. Als Gerichtsgutachterin stehe ich bei der Begutachtung dieser Frauen vor einer hochgradig komplexen psychologischen Dynamik: Hat die Mutter wirklich nur das Kind erlöst – oder am Ende auch sich selbst von der erdrückenden Last der Pflege?

In dieser Folge blicken wir ungeschönt auf das Phänomen der sogenannten Barmherzigkeitstötung. Wir sprechen über die juristische Realität hinter dem Abschalten lebenserhaltender Maßnahmen, das faszinierende Fehlen von Schuldgefühlen bei den Täterinnen und die Frage, wo die Grenze zwischen Aufopferung und strafbarer Handlung verläuft.

In dieser Episode besprechen wir:

Der doppelte Boden der Erlösung: Warum der Wunsch, ein schwerkrankes Kind von Schmerzen zu befreien, oft untrennbar mit der unbewussten Sehnsucht nach der eigenen Entlastung und Selbsterlösung verknüpft ist.

Die verblüffende Schuldeinsicht ohne Schuldgefühl: Warum diese Mütter vor Gericht oft sagen: „Ich weiß, was ich getan habe, und ich nehme die Strafe auf mich" – und warum sie im Therapieraum und Gutachten meist erstaunlich verschlossen und frei von Reue wirken.

Der vermeintliche „Pakt": Das Phänomen, dass Mütter oft davon überzeugt sind, im Namen oder auf (oft von Dritten ungehörten) Wunsch des pflegebedürftigen Kindes gehandelt zu haben.

Die Frage der Schuldfähigkeit: Warum bei solchen Taten die rechtliche Schuldfähigkeit fast immer voll gegeben ist – da die Schritte (wie das Abklemmen der Sauerstoffzufuhr oder das Verweigern von Nahrung) präzise geplant und zielgerichtet umgesetzt werden müssen.

Die Gratwanderung der Justiz: Warum diese Frauen in Gerichtsverfahren gesellschaftlich oft auf viel Nachvollziehbarkeit stoßen und vergleichsweise milde Urteile erhalten, obwohl das gewählte Mittel der Tötung niemals legitim ist.

Ein ethischer und psychologischer Deep-Dive, der uns zwingt, ehrlich hinzusehen: Welche extremen Umstände bräuchte es, um das eigentlich Undenkbare zu tun? Eine Folge über Ohnmacht, stille Tragödien und die harten Fakten des Strafrechts.

Mehr Einblicke und Videos finden Sie auf meinem YouTube-Kanal: Dr. med. Sigrun Roßmanith auf YouTube

 
4 Minuten
Eine kluge, fleißige und reflektierte junge Frau fällt durch eine mündliche Prüfung – und bricht innerlich völlig zusammen. Ein Szenario, das ich in meiner Praxis immer wieder erlebe. Während manche Menschen Misserfolge einfach externalisieren und die Schuld beim „Volltrottel von Prüfer" suchen, neigen gerade die Reflektierten dazu, ein äußeres Nein in eine radikale, schmerzhafte Selbstentwertung zu verwandeln.

In dieser Folge sprechen wir über die Psychologie des Prüfungsversagens, das Paradoxon der Angst bei den Bestvorbereiteten und über meinen ganz persönlichen Lebenssatz: „Scheitern, scheitern, besser scheitern."

In dieser Episode besprechen wir:

Die zerstörerische Kraft der Verunsicherung: Warum ein einziger Rückschlag ausreicht, um das gesamte Selbstwertgefühl wie ein Kartenhaus einstürzen zu lassen.

Das Paradoxon der Versagensangst: Warum oft genau diejenigen die größte Panik vor Prüfungen haben, die am meisten gelernt haben – und was das mit einem himmelshohen Anspruchsniveau zu tun hat.

Die Kunst des „besser Scheiterns": Inspiriert vom legendären Wiener Schauspieldirektor Georges Tabary lernen wir, warum Scheitern ein unvermeintlicher Teil des Wachstums ist, solange wir daraus lernen.

Zwischenmenschliche Missgeschicke: Warum das Durchfallen manchmal gar nichts mit dem eigenen Können zu tun hat, sondern schlicht mit einer Dissonanz in der Chemie zwischen Prüfer und Prüfling.

Kritik ist keine Entwertung: Ein dringender Appell, die Meinung und Kritik anderer nicht als Werkzeug zu benutzen, um sich selbst die Existenzberechtigung oder Kompetenz abzusprechen.

Wer wirklich etwas im Leben erreichen will, muss lernen, sich der Möglichkeit einer Ablehnung immer wieder zu stellen, ohne sich selbst als Mensch komplett infrage zu stellen. Begleiten Sie mich bei diesem Plädoyer für mehr Gelassenheit und echte Resilienz im Umgang mit den unvermeidlichen Rückschlägen des Lebens.

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6 Minuten
In arbeits- und sozialrechtlichen Verfahren erlebe ich als Gerichtsgutachterin immer häufiger ein beunruhigendes Phänomen: Menschen fordern eine bezahlte Auszeit oder eine Invaliditätspension, um Traumata aufzuarbeiten, an die sie sich selbst überhaupt nicht erinnern können. Oft wurde ihnen von Therapeuten eingeredet, dass hinter ihren heutigen Problemen ein Missbrauch im Kleinkindalter stecken muss.

Als erfahrene Therapeutin und Gutachterin sehe ich diese Entwicklung kritisch. In dieser Folge sprechen wir offen über die Leichtfertigkeit, mit der heute posttraumatische Belastungsstörungen attestiert werden, und über die Gefahr, Menschen durch eine dauerhafte Pathologisierung ihre eigentliche Lebenskraft zu nehmen.

In dieser Episode besprechen wir:

Die Suche nach dem Sündenbock: Warum die Idee, ein unbewusstes Kindheitstrauma sei der alleinige „Schlüssel zur Wahrheit" für das heutige Scheitern im Leben, oft eine gefährliche Sackgasse ist.

Unverantwortliche Therapievorstellungen: Warum es eine Illusion ist zu glauben, man könne eine 50 Jahre alte, vermeintliche Wunde innerhalb kürzester Zeit komplett „lösen" und danach reibungslos ins Berufsleben zurückkehren.

Somatisation und Erstarrung: Wie traumatische Erfahrungen wie ein Schock im Körper gespeichert werden – und warum dennoch nicht jeder Mensch in der Lage oder bereit dazu ist, sich diesen tiefen Schichten zu stellen.

Die Macht des Betroffenen: Warum einzig und allein die Person, die das Trauma erlebt hat, über die Art und das Tempo einer Aufarbeitung entscheiden sollte – und nicht der Therapeut.

Akzeptanz statt Vergebung: Warum Heilung nicht bedeutet, Tätern verzeihen zu müssen, sondern das Geschehene als Teil der eigenen Biografie zu akzeptieren, um wieder nach vorne blicken zu können.

Vom blutenden Trauma zur Narbe: Ein Plädoyer dafür, Wunden verheilen zu lassen, statt sie im Therapieraum ständig neu aufzureißen – denn auch mit Narben ist ein erfülltes, gutes Leben möglich.

Ein differenzierter und aufrüttelnder Blick auf den schmalen Grat zwischen notwendiger Traumatherapie und der modernen Tendenz, normale Lebenskrisen vorschnell zu pathologisieren.

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7 Minuten
Als junge forensische Gutachterin stand ich im Männergefängnis vor einem Rätsel: Während ein verurteilter Gewalttäter in der Besuchszelle saß, warteten draußen bereits die nächsten Frauen auf ihn – ohne dass die einen von den anderen wussten. Wie kann es sein, dass Männer, die grausamste Gewalttaten verübt haben, oft eine so immense Anziehungskraft auf Frauen ausüben?

In dieser Folge beleuchten wir das Phänomen der Rettungsfantasien und den Kitzel des Gefährlichen. Ich erzähle von schockierenden Begegnungen mit Opfer-Täterinnen-Dynamiken und zeige auf, wie eigener Narzissmus und schwere Selbsttäuschung Frauen dazu bringen, schwere Warnsignale komplett auszublenden.

In meisterhaften Einblicken besprechen wir:

Der „Thrill" des Bösen: Warum die Beziehung zu einem Langstrafer für manche Frauen einen besonderen Reiz darstellt – und warum der eigene Narzissmus sie glauben lässt: „Bei mir wird er anders sein."

Die Illusion des Retters: Warum der Wunsch, einen Mann durch die eigene Liebe zu „heilen" oder zu „verwandeln", immer in einer tiefen Enttäuschung oder gar Katastrophe endet.

Gefährliche Verdrängung: Wie Frauen selbst nach erlittener Gewalt durch den Freigänger noch Ausreden für den Täter suchen („Er war nur schlecht drauf") und die verhängnisvolle Realität schützend leugnen.

Das Muster der Opfer-Beschuldigung: Die Neigung, der früheren (getöteten oder vergewaltigten) Partnerin selbst die Schuld am Schicksal zuzuschreiben, um das eigene Idealbild des Täters aufrechtzuerhalten.

Die harten Grenzen der Veränderung: Warum Menschen im Kern dieselben bleiben und wie wichtig es ist, der Realität schmerzhaft, aber ehrlich ins Auge zu sehen.

Eine eindringliche Warnung vor romantisierten Verwandlungsfantasien und eine Lektion darüber, wie wir uns selbst davor schützen, Opfer unserer eigenen Wunschvorstellungen zu werden.

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8 Minuten
Es gibt Themen, die rühren an die Grundfesten unseres emotionalen Verständnisses. Eines davon ist die Familienauslöschung – der Moment, in dem Väter oder Mütter nicht nur sich selbst, sondern auch ihre Kinder oder die gesamte Familie töten. Als Gerichtsgutachterin stand ich in über 30 Berufsjahren vor den Trümmern solcher Tragödien und musste in die tiefen Nischen blicken, die diese Menschen zu solchen Taten getrieben haben.

In dieser Folge analysiere ich den fundamentalen Unterschied zwischen Vätern und Müttern bei Kindstötungen und berichte von einer der schwersten und ohnmächtigsten Situationen meiner gesamten psychiatrischen Laufbahn.

In dieser Episode besprechen wir:

Der narzisstisch-destruktive Akt: Warum Väter in Trennungssituationen oder bei drohendem Sorgerechtsentzug aus einem radikalen Besitzdenken heraus oft die gesamte Familie auslöschen – und warum diese Taten fast immer im vollendeten Suizid enden.

Das Phänomen der Rache: Wenn Kinder instrumentalisiert werden, um dem Ex-Partner den maximalen, lebenslangen Schmerz zuzufügen.

Stille vs. radikale Gewalt: Warum Mütter oft zu „leiseren", verdeckten Methoden wie Ersticken oder Erwürgen im Schlaf greifen, während Männer häufiger Werkzeuge und Waffen nutzen.

Eingefroren im Schock: Ein tief bewegender Einblick in einen realen Fall, bei dem eine Mutter ihre Kinder verlor, die Tat komplett aus ihrem Gedächtnis löschte und die Wahrheit erst durch mich erfahren musste.

Psychose und Wahn: Warum etwa 15 Prozent der Kindstötungen durch akut psychisch kranke Frauen verübt werden, die in ihrer Realität glauben, das Kind vor einem noch schlimmeren Schicksal (wie einem vermeintlichen Krieg) beschützen zu müssen.

Der Weg zur Akzeptanz: Warum der schmerzhafte Besuch am Grab des eigenen Kindes ein unumgänglicher Schritt im langjährigen therapeutischen Aufarbeitungsprozess ist – und warum Verdrängung niemals heilt.

Wir alle wiegen uns gern in der Sicherheit zu wissen, wozu wir fähig sind und wozu nicht. Doch die menschliche Psyche hat Nischen, die wir selbst oft kaum kennen. Begleiten Sie mich bei diesem ungeschönten, zutiefst menschlichen Blick auf ein unfassbares Phänomen und die Frage, wie man als Therapeutin an den Grenzen der eigenen Hilflosigkeit arbeitet.

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Über diesen Podcast

Willkommen in meinem Podcast. Mein Name ist Dr. Sigrun Roßmanith. Als Gerichtsgutachterin und Psychiaterin verbringe ich mein Berufsleben damit, hinter die Fassaden zu blicken. Ich spreche mit Menschen, die Grenzen überschritten haben, und analysiere die psychischen Mechanismen, die zu Gewalt, Obsession und Zerstörung führen. Doch die großen Abgründe finden sich nicht nur im Gerichtssaal. Sie begegnen uns im Alltag: in manipulativen Partnerschaften, in der Dynamik von Gaslighting und in den subtilen Strategien des Narzissmus. In diesem Podcast teile ich meine jahrzehntelange Erfahrung mit Ihnen. Ich beleuchte die dunklen Seiten der menschlichen Psyche, erkläre die Hintergründe von Straftaten und helfe Ihnen, toxische Verhaltensmuster im eigenen Umfeld zu verstehen und zu durchbrechen. Themen, die wir gemeinsam ergründen: Forensische Psychiatrie: Warum morden Menschen? Und warum morden Frauen anders als Männer? Narzissmus & Manipulation: Wie man die Zeichen erkennt und sich aus emotionalen Abhängigkeiten befreit. Toxische Beziehungen: Die Psychologie hinter Gewalt in der Partnerschaft und Wege der Heilung. Psychotherapie & Selbsterkenntnis: Ein tiefer Blick in unsere eigenen inneren Antreiber und Ängste. Ich lade Sie ein, mit mir gemeinsam den „Tatort Seele" zu betreten. Fundiert, fachlich präzise und immer mit dem Ziel, das Unverständliche ein Stück weit begreifbarer zu machen.
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Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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