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  3. Oper ohne Ehrfurcht Podcast

Episoden

32 Minuten
Ernste Kunst oder Unterhaltung? Strauss und Hofmannsthal werfen in Ariadne auf Naxos einfach beides zusammen. Wir sprechen darüber, warum das erstaunlich gut funktioniert, was eine gute Ariadne braucht – und über die Salzburger Neuinszenierung, die das Ganze ausgerechnet auf den Mars schickt.
30 Minuten
„Rienzi“ ist fünf Stunden lang, braucht einen gigantischen Apparat und verschwand nach einer höchst problematischen Rezeptionsgeschichte fast von den Spielplänen. Jetzt bringt Bayreuth ausgerechnet das Werk zurück, das Wagner selbst dort nie vorgesehen hatte. Wir fragen: Ist „Rienzi“ zu Recht vergessen oder völlig unterschätzt? Warum klingt hier schon erstaunlich viel nach dem späteren Wagner? Was macht ausgerechnet Adriano zur spannendsten Figur? Und wie aktuell ist eine Oper über politischen Aufstieg, Manipulation und den ziemlich spektakulären Absturz eines großen Hoffnungsträgers? Dazu: höllisch schwere Partien, jede Menge Ohrwürmer und ein Finale zwischen „Ben Hur“ und „Götterdämmerung“.
33 Minuten
Warum gilt ausgerechnet dieses Werk als eines der größten Meisterwerke der Operngeschichte, obwohl selbst eingefleischte Opernfans damit oft völlig überfordert sind? In dieser Folge von Oper ohne Ehrfurcht wagen wir uns an Richard Strauss' "Die Frau ohne Schatten", ein Werk, das für Daniel der Gipfel der Opernliteratur ist und Larissa jahrelang schlaflose Nächte bereitet hat. Wir sprechen darüber, warum diese Oper so schwer zugänglich ist, weshalb sie trotzdem einen unglaublichen musikalischen Sog entwickelt und ob ihre komplizierte Handlung dem Werk heute eher im Weg steht als hilft. Außerdem geht es um die Frage, wie zeitgemäß das Frauenbild wirklich ist, warum die Regie an diesem Stück fast zwangsläufig scheitern kann und weshalb ausgerechnet ein "Alptraummärchen" bis heute die größten Opernhäuser der Welt beschäftigt. Ist Die Frau ohne Schatten ein Werk, das man verstehen muss? Oder eines, das man einfach erleben sollte? Darüber diskutieren wir in dieser Folge. Was denkt ihr? Gibt es ein Opernwerk, mit dem ihr euch erst quälen musstet, bevor ihr es lieben gelernt habt? Erzählt es uns in den Kommentaren oder schreibt uns auf Instagram.
29 Minuten
Mozarts Musik ist genial. Das Libretto nicht. Was passiert, wenn ausgerechnet die Dialoge das größte Problem des Werks sind? Muss man "Die Entführung aus dem Serail" heute umschreiben, damit die Oper noch funktioniert? Oder verrät man damit genau das Werk, das man retten will? In dieser Folge diskutieren wir über orientalische Klischees, Humanismus und den überraschend modernsten Charakter der Oper. Wir sprechen über die aktuelle Berliner Inszenierung mit Bülent Ceylan als Bassa Selim, darüber, warum Regisseurinnen und Regisseure bei kaum einer Mozart-Oper so viele Freiheiten haben und weshalb ausgerechnet die Musik ein Libretto rettet, das uns heute längst nicht mehr überzeugt. Das Urteil hört ihr in der Folge - danach wollen wir eures. Diskutiert mit uns auf Instagram und LinkedIn!
33 Minuten
Machtspiele mit Todesfolge. In dieser Folge geht es um Puccinis Tosca: ein Werk, das gern als dramatische Liebesgeschichte verkauft wird, dabei aber viel brutaler, politischer und psychologisch fieser ist, als der Opernkanon es manchmal zugibt. Wir sprechen darüber, warum Tosca kein romantisches Dreiecksdrama ist, sondern ein Thriller über Kontrolle, Willkür und Erpressung. Warum Cavaradossi als Held ziemlich blass bleibt. Warum Tosca viel zu oft als eitle Diva missverstanden wird. Und warum Scarpia einer der widerlichsten, aber besten Bösewichte der Operngeschichte ist. Außerdem: Szenenapplaus, der alles kaputtmacht. Tenöre, die aus Todesangst eine Bravouarie basteln und die wirklich wichtige Frage: Womit bringt man Scarpia am besten um, mit Messer, Schreibmaschine oder Golfschläger? Das Urteil hört ihr in der Folge - danach wollen wir eures. Diskutiert mit uns auf Instagram und LinkedIn!
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Über diesen Podcast

Oper = Meisterwerk? Nein! Manche Opern stehen seit ewigen Zeiten auf dem Spielplan, obwohl längst eher der Kanon als das Werk selbst ihre Existenz rechtfertigt. Andere wirken vollkommen absurd und entfalten im Theater trotzdem Saison für Saison eine überwältigende Kraft. Über genau solche Widersprüche streiten Larissa Schütz und Daniel Url seit Jahren. Mit „Oper ohne Ehrfurcht“ machen die Kulturjournalistin und Musikkritikerin und der Operndramaturg und Stimmexperte diese Gespräche jetzt öffentlich. Es geht um musikalische Größe, dramaturgische Schwächen, überbewertete Stimmen, kluge Inszenierungen und die Mechanismen eines Betriebs, den beide gerade deshalb lieben, weil er so widersprüchlich, irrational und manchmal vollkommen verrückt ist. Ein Podcast für Menschen, die Oper nicht erklärt bekommen wollen, sondern eingeordnet, und für alle, die nach der Vorstellung noch weiterdiskutieren möchten.
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„Oper ohne Ehrfurcht“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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