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  3. Oper ohne Ehrfurcht Podcast

Episoden

34 Minuten
Nie sollst du mich befragen! Wir tun es trotzdem. In dieser Folge fragen wir: Wie viel Erlösermärchen verträgt Lohengrin heute noch? Warum stellt ausgerechnet Ortrud die vernünftigsten Fragen? Und ist Elsa wirklich so naiv, wie sie oft gespielt wird? Wir sprechen über den strahlenden Lohengrin von Klaus Florian Vogt, die unterschätzten Anforderungen an Elsa und die Frage, wie viel Wumms Wagner eigentlich braucht. Dazu kommen Ortrud als heimliche Schlüsselfigur und Christian Thielemann gegen den Wagner-Brei. Außerdem: Regieideen, die den Heilsbringer endlich vom Sockel holen. Und natürlich: Muss Lohengrin wirklich immer mit einem Schwan kommen – oder täte es irgendwann auch ein Ferrari?
34 Minuten
Fächer, Hüftschwung, tiefer Ausschnitt: Kaum eine Opernfigur wird so zuverlässig zur Sexbomb gemacht wie Carmen. Dabei ist ihre eigentliche Obsession eine ganz andere: Freiheit. Wir sprechen darüber, warum weniger Sexiness Carmen interessanter macht, Don José kein armes Verführungsopfer ist und Micaëla endlich mehr verdient als die brave Kirchenmaus. Außerdem: Bizets erstaunliche Hitdichte, eine Salzburger Carmen, bei der wir uns endlich mal richtig uneinig sind – und die Frage, ob Sinnlichkeit eigentlich dasselbe ist wie sexy.
32 Minuten
Ernste Kunst oder Unterhaltung? Strauss und Hofmannsthal werfen in Ariadne auf Naxos einfach beides zusammen. Wir sprechen darüber, warum das erstaunlich gut funktioniert, was eine gute Ariadne braucht – und über die Salzburger Neuinszenierung, die das Ganze ausgerechnet auf den Mars schickt.
30 Minuten
„Rienzi“ ist fünf Stunden lang, braucht einen gigantischen Apparat und verschwand nach einer höchst problematischen Rezeptionsgeschichte fast von den Spielplänen. Jetzt bringt Bayreuth ausgerechnet das Werk zurück, das Wagner selbst dort nie vorgesehen hatte. Wir fragen: Ist „Rienzi“ zu Recht vergessen oder völlig unterschätzt? Warum klingt hier schon erstaunlich viel nach dem späteren Wagner? Was macht ausgerechnet Adriano zur spannendsten Figur? Und wie aktuell ist eine Oper über politischen Aufstieg, Manipulation und den ziemlich spektakulären Absturz eines großen Hoffnungsträgers? Dazu: höllisch schwere Partien, jede Menge Ohrwürmer und ein Finale zwischen „Ben Hur“ und „Götterdämmerung“.
33 Minuten
Warum gilt ausgerechnet dieses Werk als eines der größten Meisterwerke der Operngeschichte, obwohl selbst eingefleischte Opernfans damit oft völlig überfordert sind? In dieser Folge von Oper ohne Ehrfurcht wagen wir uns an Richard Strauss' "Die Frau ohne Schatten", ein Werk, das für Daniel der Gipfel der Opernliteratur ist und Larissa jahrelang schlaflose Nächte bereitet hat. Wir sprechen darüber, warum diese Oper so schwer zugänglich ist, weshalb sie trotzdem einen unglaublichen musikalischen Sog entwickelt und ob ihre komplizierte Handlung dem Werk heute eher im Weg steht als hilft. Außerdem geht es um die Frage, wie zeitgemäß das Frauenbild wirklich ist, warum die Regie an diesem Stück fast zwangsläufig scheitern kann und weshalb ausgerechnet ein "Alptraummärchen" bis heute die größten Opernhäuser der Welt beschäftigt. Ist Die Frau ohne Schatten ein Werk, das man verstehen muss? Oder eines, das man einfach erleben sollte? Darüber diskutieren wir in dieser Folge. Was denkt ihr? Gibt es ein Opernwerk, mit dem ihr euch erst quälen musstet, bevor ihr es lieben gelernt habt? Erzählt es uns in den Kommentaren oder schreibt uns auf Instagram.
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Über diesen Podcast

Oper = Meisterwerk? Nein! Manche Opern stehen seit ewigen Zeiten auf dem Spielplan, obwohl längst eher der Kanon als das Werk selbst ihre Existenz rechtfertigt. Andere wirken vollkommen absurd und entfalten im Theater trotzdem Saison für Saison eine überwältigende Kraft. Über genau solche Widersprüche streiten Larissa Schütz und Daniel Url seit Jahren. Mit „Oper ohne Ehrfurcht“ machen die Kulturjournalistin und Musikkritikerin und der Operndramaturg und Stimmexperte diese Gespräche jetzt öffentlich. Es geht um musikalische Größe, dramaturgische Schwächen, überbewertete Stimmen, kluge Inszenierungen und die Mechanismen eines Betriebs, den beide gerade deshalb lieben, weil er so widersprüchlich, irrational und manchmal vollkommen verrückt ist. Ein Podcast für Menschen, die Oper nicht erklärt bekommen wollen, sondern eingeordnet, und für alle, die nach der Vorstellung noch weiterdiskutieren möchten.
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„Oper ohne Ehrfurcht“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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