Podcaster
Episoden
26.05.2026
30 Minuten
Wir fangen direkt dort an, wo man eigentlich nicht anfangen sollte: bei einem Werk, das keine Handlung hat. Il viaggio a Reims von Gioachino Rossini, zu sehen gerade bei den Salzburger Pfingstfestspielen 2026 in der Regie von Barrie Kosky, ist der perfekte Aufhänger für alles, wofür dieser Podcast steht. Ein Sängerschaufenster aus dem Jahr 1825, geschrieben zur Krönung Karls X., jahrzehntelang verschollen, in den 70ern von Abbado wiederentdeckt und heute von der Staatsoper bis zum Landestheater ein echter Dauerbrenner. Aber warum eigentlich? Larissa und Daniel nehmen das Werk auseinander: Passiert drei Stunden wirklich gar nichts? (Spoiler: Die Pferde sind weg.) Warum sind die Frauenrollen um Längen interessanter gezeichnet als die Männerrollen und warum ist dieses Stück eigentlich der Traum - und der Alptraum - jedes Regisseurs? Das Urteil hört ihr in der Folge - danach wollen wir eures.
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Über diesen Podcast
Oper = Meisterwerk? Nein! Manche Opern stehen seit ewigen Zeiten
auf dem Spielplan, obwohl längst eher der Kanon als das Werk selbst
ihre Existenz rechtfertigt. Andere wirken vollkommen absurd und
entfalten im Theater trotzdem Saison für Saison eine überwältigende
Kraft. Über genau solche Widersprüche streiten Larissa Schütz und
Daniel Url seit Jahren. Mit „Oper ohne Ehrfurcht“ machen die
Kulturjournalistin und Musikkritikerin und der Operndramaturg und
Stimmexperte diese Gespräche jetzt öffentlich. Es geht um
musikalische Größe, dramaturgische Schwächen, überbewertete
Stimmen, kluge Inszenierungen und die Mechanismen eines Betriebs,
den beide gerade deshalb lieben, weil er so widersprüchlich,
irrational und manchmal vollkommen verrückt ist. Ein Podcast für
Menschen, die Oper nicht erklärt bekommen wollen, sondern
eingeordnet, und für alle, die nach der Vorstellung noch
weiterdiskutieren möchten.
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