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Macher und Maschinen Archiv

21 Episoden
49 Minuten
Stefan Limberger ist Unternehmer aus Oberösterreich und seit rund 20 Jahren im Schwermaschinenbau aktiv. Mit 24 stieg der gelernte Werkzeugmacher in das Unternehmen seines Vaters ein, mit einer Fräsmaschine „so groß wie ein Haus“. Heute fertigen seine Betriebe ISW in Ennsdorf und emcee in Linz Bauteile von bis zu 200 Tonnen für Gas- und Dampfturbinen, Apparatebau und Maschinenbau, mit Toleranzen im Hundertstelbereich.

Mitten in Corona übernahm Stefan den Betrieb seines größten Konkurrenten aus dem Bilfinger-Konzern, mit dreimal so vielen Mitarbeitenden wie sein eigenes Unternehmen. Wir sprechen darüber, wie es dazu kam, warum Fachkräfte heute fast nicht mehr zu finden sind und warum für ihn an KI kein Weg vorbeiführt.

Wir sprechen darüber:

Mit 24 in den Familienbetrieb: vom Werkzeugmacher zum Schwerzerspaner

Die Idee des Komplettanbieters: vom Brennschneiden bis zum lackierten Bauteil unter einem Dach

Die Übernahme des größten Konkurrenten mitten in Corona und wie man so einen Deal strukturiert

Warum ein Konzern lieber verkauft als schließt

Was die Bearbeitung von 200-Tonnen-Bauteilen so anspruchsvoll macht

Fachkräftemangel: Warum es heute „fast ein Ding der Unmöglichkeit“ ist, die richtigen Leute zu finden

Durchlaufzeiten zwischen drei Tagen und zweieinhalb Jahren

Konkurrenz aus Europa und China

KI im Einsatz: Verträge, Angebote, Controlling, Planung und automatische Besprechungsprotokolle

Warum Controlling für Stefan „die Leichenbeschau im Unternehmen“ ist

Effizienz statt Personalabbau: mehr leisten mit dem gleichen Team

Entweder-oder: KI-Regulierung, Chance oder Risiko, Hype oder echter Impact

Kapitel

00:00 Vorspann

02:00 Begrüßung und wer ist Stefan Limberger?

03:51 Mit 24 in den Familienbetrieb

05:37 Vater, Bruder und die Idee des Komplettanbieters

06:57 War der Weg ins Familienunternehmen immer klar?

07:34 Vom „Mädchen für alles“ zur Großteilzerspanung

09:16 Vom Feinblech zum Schwermaschinenbau

10:16 ISW und emcee: Die Geschichte hinter dem Namen

11:09 Der größte Konkurrent steht zum Verkauf

13:13 Worauf man bei einer Übernahme schaut

15:11 Warum ein Konzern verkauft statt schließt

17:08 Sechs Jahre später: Hat es sich gelohnt?

17:46 Höchstqualifizierte Mitarbeiter und Toleranzen im Hundertstelbereich

18:26 Was große Bauteile so schwierig macht

20:11 Fachkräftemangel

22:25 Durchlaufzeiten: von drei Tagen bis zweieinhalb Jahre

24:41 Gibt es Bauteile, die zu groß sind?

25:20 Konkurrenz in Österreich, Europa und China

28:26 Sportwagenhandel und Hotelbeteiligung

30:45 KI: Kein Weg führt vorbei

33:04 Wofür Stefan KI konkret nutzt

33:52 KI in den Prozessen: Controlling, Protokolle, Angebote

37:01 Veränderung braucht jemanden, der vorne steht

38:02 Besprechungen vor Ort mit KI protokollieren

40:09 Wie KI die Metallbranche verändert

43:35 Weniger Mitarbeiter oder mehr Effizienz?

45:29 Entweder-oder-Fragen

Gast

Stefan Limberger, Unternehmer, ISW (Ennsdorf) und emcee GmbH (Linz)

Unternehmenshomepage: https://www.isw-mce.at

Keywords

KI, Schwermaschinenbau, Großteilbearbeitung, Zerspanung, Gasturbinen, Apparatebau, Schweißtechnik, Unternehmensübernahme, Fachkräftemangel, Familienunternehmen, Lohnfertigung, Mittelstand, Oberösterreich, Österreich
1 Stunde 2 Minuten
Premiere bei Macher und Maschinen: Zum ersten Mal sind zwei Gäste gleichzeitig zu Gast. Martin Fischbacher und Peter Krimbacher führen gemeinsam Ovum Heiztechnik, einen Tiroler Hersteller von Wärmepumpen, der in sechs Jahren von 9 auf 70 Mitarbeitende und von 1,8 auf 24 Millionen Euro Umsatz gewachsen ist.

Peter ist seit fast 40 Jahren mit Wärmepumpen verbunden, war Mitarbeiter Nummer eins eines Wärmepumpen-Start-ups und hat Ovum aus seinem Installationsbetrieb MECO heraus gegründet, weil ihm die Produkte am Markt zu kompliziert für die Baustelle waren. Martin kam 2020 als Geschäftsführer dazu, eigentlich auf eine ganz andere Stelle angesprochen.

Wir sprechen darüber:

Wie aus einem Installationsbetrieb ein Wärmepumpenhersteller wurde

Warum Ovum ein Display im Hochformat verbaut und was die Mira Home App mit dem Effizienzpiloten leisten soll

Over-the-Air-Updates: Warum eine Wärmepumpe nie fertig entwickelt ist

Wie ein durchdachter Speicher Installateuren rund zwei Tage Arbeit pro Anlage spart

Wettbewerb im DACH-Raum und die Konkurrenz aus China

Unternehmenskultur: „Freitag gleich gern arbeiten wie am Montag“

KI im Einsatz: Agentic Coding im Entwicklerteam, prognosebasierte Regelung, automatisierte Berichte aus der Warenwirtschaft und Wissensmanagement im Support

Warum Sprachmodelle in der Wärmepumpe selbst (noch) nichts verloren haben

Der Wunsch nach einer KI, die auch mal „keine Ahnung“ sagt

Entweder-oder: KI-Regulierung, Chance oder Risiko, Hype oder echter Impact

Kapitel (auf Basis der Rohaufnahme, nach dem Schnitt bitte prüfen):

00:00 Vorstellung Martin und Peter

07:00 Unternehmenskultur bei Ovum

10:40 Was Ovum macht

15:10 Hochkant-Display und Software

21:00 Over-the-Air-Updates und Installationsvorteile

23:50 Der Wärmepumpenmarkt

30:15 Gründungsgeschichte

32:55 Wachstum: Von 1,8 auf 24 Mio. €

38:50 KI bei Ovum

49:50 KI-Wunsch-Use-Case

55:40 Entweder-oder-Fragen

Gäste

Martin Fischbacher, Geschäftsführer, Ovum Heiztechnik

Peter Krimbacher, Gründer & Geschäftsführer, Ovum Heiztechnik

Unternehmenshomepage: https://www.ovum.at

Keywords

KI, Agentic Coding, Wärmepumpe, Heiztechnik, Energiemanagement, Over-the-Air-Updates, Softwareentwicklung, Unternehmenskultur, Wachstum, Installateur, Mittelstand, Tirol, Österreich
53 Minuten
Birgit Wolfmair ist Geschäftsführerin der Wolfmair Beschichtungs GmbH, eines Pulverbeschichtungsbetriebs mit 16 Mitarbeitenden in Goldwörth, Oberösterreich. 1994 kam sie „vorübergehend“ in den elterlichen Betrieb, 2005 übernahm sie die Geschäftsführung. Wir sprechen darüber, warum Frauen in der Industrie noch immer selten an der Spitze stehen, wie ihr Betrieb nach dem Hochwasser mit über einem Meter Wasser in der Produktion nach nur zwei Wochen wieder lief, und wie ein KI-Agent heute Kundenaufträge selbstständig ins ERP-System bringt.

Wichtigste Erkenntnisse

Aus vorübergehend wurden drei Jahrzehnte: Birgit sprang 1994 ein, als die kaufmännische Leitung kurzfristig ausfiel, und gab diese Aufgabe nie wieder ab.

„Der Chef bin ich“: Auf die Kundenfrage „Ist der Papa da?“ hatte sie früh eine klare Antwort. Ihr Rat an junge Frauen lautet, sich den Schritt zuzutrauen, statt auf 100 Prozent zu warten.

Nische statt Masse: Wolfmair beschichtet Einzelstücke, Prototypen und Sonderfarben mit viel Beratung. Die Serie geht oft ins Ausland, manchmal kommt sie zur Nachbeschichtung zurück.

Hochwasser als Belastungsprobe: Über ein Meter Wasser in der Halle, zwei Wochen Stillstand, kein einziger Kunde verloren. Gute Backups und eine Welle der Hilfsbereitschaft machten es möglich.

KI-Agent in der Auftragserfassung: Bei einem Kunden mit rund 1.200 Aufträgen pro Jahr legt der Agent die Aufträge auf Knopfdruck im System an. Das spart etwa eine Stunde pro Tag.

Entlasten statt ersetzen: Die gewonnene Zeit fließt in Kundenberatung und Lieferantengespräche, nicht in Personalabbau.

Wissen schützt vor Lehrgeld: Wer sich selbst mit KI beschäftigt, durchschaut überzogene Versprechen von Anbietern schneller.

Kapitelmarken

00:00 – Begrüßung & wer ist Birgit Wolfmair?

00:41 – 1994: „vorübergehend“ in den Familienbetrieb

03:15 – Geschäftsführung seit 2005 und das Team mit ihrem Mann

04:24 – „Ist der Papa da?“ Als junge Frau in der Pulverbeschichtung

05:05 – Warum führen so wenige Frauen in der Industrie?

09:01 – Rat an junge Frauen: sich etwas zutrauen

10:55 – Männerrunden, Bier und Motorrad

13:19 – Ist es immer noch vorübergehend?

14:23 – Was ist Pulverbeschichtung?

16:44 – Korrosionsschutz, rutschhemmend, Antigraffiti

18:24 – Farbe macht Freude

19:00 – Grenzen der Anlage und warum Aufträge abgelehnt werden

20:30 – Konkurrenz aus Osteuropa und China

23:25 – 50 Jahre Wolfmair und die nächsten 50

25:30 – Wie weit vorausplanen?

26:05 – Hochwasser: über ein Meter Wasser in der Produktion

29:41 – Eine Welle der Hilfsbereitschaft

31:46 – Würde sie es ein zweites Mal schaffen?

33:53 – KI bei Wolfmair: vom Dokumentenmanagement zum KI-Agenten

35:58 – Der KI-Agent erfasst Kundenaufträge selbstständig

36:58 – Nächste Schritte: Eingangsrechnungen und Zahlungsverkehr

38:24 – Bestellvorschläge: wo der Mensch entscheidet

39:34 – Wie viel Zeit der Agent einspart

40:54 – „Ich hasse es, Dinge nicht zu wissen“

41:37 – KI als des Kaisers neue Kleider

42:25 – Müssen sich Geschäftsführer selbst mit KI beschäftigen?

43:26 – Digitalisierung als Firmen-DNA seit 1994

44:51 – Mitarbeiter ersetzen oder entlasten?

47:24 – Lernt ein Handwerk!

48:31 – Kurzfragen: Regulierung, Chance oder Risiko, Hype oder Impact?

Gast

Birgit Wolfmair, Geschäftsführerin, Wolfmair Beschichtungs GmbH

Unternehmenshomepage: https://www.wolfmair.at

Keywords

KI, KI-Agent, Pulverbeschichtung, Oberflächentechnik, Hochwasser, Krisenmanagement, Frauen in der Industrie, Familienunternehmen, Digitalisierung, ERP, Mittelstand, Oberösterreich, Österreich
49 Minuten
Anton Ostermayer ist Geschäftsführer von Reform Fenster, einem oberösterreichischen Hersteller von Kunststoff-Fenstern mit rund 30.000 Fenstern pro Jahr, und entwickelt nebenbei mit seinem eigenen Unternehmen Immobilien in Salzburg und Oberösterreich. Als 29-jähriger Jurist kam er zufällig in den Fensterbau und lernte das Handwerk zuerst auf der Montage. Wir sprechen über volle Auftragsbücher trotz schwacher Baukonjunktur, warum das Fenster in Österreich ein Möbelstück ist und wie er KI im Vertragswesen, im Marketing und in der Angebotserstellung einsetzt.

Wichtigste Erkenntnisse

Vom Jus-Studium auf die Baustelle: Anton fuhr als junger Geschäftsführer mit Monteuren und Bauleitern mit, um sich den Respekt der Mannschaft zu erarbeiten und das Handwerk wirklich zu verstehen.

Sanierung als strategische Wette: Die frühe Spezialisierung auf Fenstertausch in bewohnten Gebäuden sichert Reform die Auslastung, während der Neubau eingebrochen ist.

Ausgelastet trotz Krise: Reform und viele Mitbewerber sind bis Jahresende voll, Anton muss Kunden abweisen. Seine größere Sorge ist, dass bei anziehender Konjunktur schlicht die Leute fehlen.

Fairness als Fundament: Fair zu Mitarbeitern, Lieferanten, Kunden und beim Produkt. Das Ergebnis sind steigende Umsätze und kaum Fluktuation.

Nachhaltigkeit mit Preisschild: Biobasiertes PVC spart viel CO2, kostet aber rund 30 Prozent mehr und wird in Ausschreibungen noch nicht berücksichtigt.

KI braucht Fachwissen: Verträge erstellt die KI zu 95 Prozent, die letzten 5 Prozent muss ein Jurist prüfen. Genau darin sieht Anton die größte Gefahr für die nächste Generation.

Wunsch-Use-Case Arbeitsvorbereitung: Vom Aufmaß auf der Baustelle direkt in die Produktion, weil jedes Fenster ein millimetergenaues Unikat ist.

Kapitelmarken

00:00 – Begrüßung & wer ist Anton Ostermayer?

01:38 – Zwei Unternehmen und Familie unter einem Hut

03:19 – Vom Jus-Studium in die Immobilienentwicklung

04:34 – Durch Zufall zu Reform: der junge Jurist auf der Montage

06:26 – Synergien: nachhaltige Fenster im leistbaren Wohnbau

07:51 – Lage, Lage, Lage: worauf es bei Immobilienprojekten ankommt

09:01 – Zehn Jahre Bausperre wegen Hochwasserzone

11:24 – Behörden, Finanzierung, Mieter: die größten Hürden

15:20 – Was Reform Fenster macht: Produktion, Aufmaß und Montage

15:49 – Warum Reform auf Sanierung setzt

17:12 – Fairness als Unternehmenswert

19:34 – Warum Österreich so viele Fensterbauer hat

21:04 – „Für Österreich ist das Fenster ein Möbelstück“

22:22 – Volle Auftragsbücher trotz schlechter Baukonjunktur

23:07 – Nordamerika: 3-cm-Profile und großes Marktpotenzial

26:13 – Warum Reform nicht auf zwei Schichten fährt

26:43 – 80.000 Fenster für den Wiederaufbau in der Ukraine

28:05 – Großprojekte wie das Stadion St. Pölten: Herausforderung Montage

30:06 – Regionale Lieferanten und biobasiertes PVC

33:19 – KI im Vertragswesen: 95 Prozent Standard, 5 Prozent Fachwissen

34:42 – KI bei Reform: Marketing, Angebote, Verwaltung

37:11 – Welche KI-Tools im Einsatz sind

37:59 – Ziele und Kennzahlen: ausprobieren, was hilft

38:53 – Mehr Output statt weniger Mitarbeiter

39:23 – Warum Konzerne anders mit KI umgehen

41:32 – Wunsch-Use-Case: automatisierte Arbeitsvorbereitung

42:35 – Kein Standardmaß: jedes Fenster ein Unikat

44:06 – Kurzfragen: Regulierung, Chance oder Risiko, Hype oder Impact?

Gast

Anton Ostermayer

Unternehmenshomepage

Keywords

KI, Fensterbau, Sanierung, Immobilienentwicklung, Baukonjunktur, Fachkräftemangel, Nachhaltigkeit, Mittelstand, Oberösterreich, Salzburg, Österreich
47 Minuten
Andreas Müller ist Mitgründer und Geschäftsführer der Astria GmbH in Graz, einem Unternehmen, das europäische Industriebetriebe mit kostengünstiger Fertigung in Fernost verbindet. Nach Stationen als Sales Manager in Afrika und dem Nahen Osten gründete er Astria 2012 gemeinsam mit einem Studienkollegen, heute 120 Mitarbeiter, davon 15 in Graz und rund 95 in China. Wir sprechen über das Vertrauensproblem beim Sourcing aus China, das dreistufige Sicherheitssystem gegen Produktkopien, und wie eine KI-Agentin namens Anna Berger die Routenplanung des Außendienstteams übernimmt.

Wichtigste Erkenntnisse

Brücke statt Fabrik: Astria fertigt nicht selbst, sondern vermittelt und verantwortet Komponenten aus China, mit eigenem Montagewerk und österreichischer Rechnungsstellung.

Der Vorwurf steht im Raum: Auf die Kritik, europäische Industrie zu zerstören, antwortet Andreas mit konkreten Kundenbeispielen, bei denen Astria Arbeitsplätze in Europa erst gesichert hat.

Drei Sicherheitsstufen gegen Kopien: Verträge, wirtschaftliche Abhängigkeit als Top-3-Kunde und physische Trennung der Fertigungsschritte sichern das Geschäftsmodell ab.

Erste KI-Agentin im Rollout: Anna Berger plant ab Oktober die Reiserouten der Vertriebsmitarbeiter vollautomatisch, Ziel ist die Reduktion von acht auf zwei Stunden Planungsaufwand pro Woche.

ROI vor Hype: Kein Projekt wird umgesetzt, ohne dass eine klare Kosten-Nutzen-Rechnung dahintersteht, illustriert an der Anekdote eines Vertriebsteams, das für einen KI-Agenten neue MacBooks kaufen musste.

Klare Haltung zur Regulierung: Andreas sieht die EU-Leitplanken als richtig, fordert aber, innerhalb dieser Leitplanken deutlich mehr Tempo.

Kapitelmarken

00:00 – Begrüßung & wer ist Andreas Müller?

02:06 – Bauer bleiben war keine Option

03:52 – Karriereweg: Sales Manager für Afrika und den Nahen Osten

06:10 – Industriestandard im Nahen Osten im Vergleich zu Europa

09:09 – Was Astria macht: die Brücke zwischen Europa und Asien

11:22 – "Der Kuckuck im Nest": Astria im Kreis der Industriebetriebe

12:12 – Kundenbeispiel: Wertschöpfung in München sichern statt nach Ungarn verlagern

14:57 – "Ihr zerstört die europäische Industrie": Andreas stellt sich der Kritik

17:53 – Das dreistufige Sicherheitssystem gegen Produktkopien

19:25 – 120 Mitarbeiter, davon 95 in China

20:06 – 14 Jahre China: wie sich der Produktionsstandard entwickelt hat

22:58 – Lieferkettenrisiko: Seefracht, Suezkanal und der Zwei-Wochen-Buffer

25:00 – KI bei Astria: der Einstieg

27:29 – Die KI-Strategie 2025 und der Copilot-Rollout seit Q1 2026

29:26 – Ängste bei den Mitarbeitern?

30:36 – Warum jedes KI-Projekt eine ROI-Rechnung braucht

32:20 – Anna Berger: die erste KI-Agentin im Vertrieb

36:27 – Umsetzung mit Copilot Studio

40:07 – Nächster Use Case: eine Wissensdatenbank für Projektkalkulation

41:20 – Ziele und Kennzahlen für KI im Unternehmen

42:58 – Kurzfragen: Regulierung, Chance oder Risiko, Hype oder Impact?

Gast

Andreas Müller, Mitgründer & Geschäftsführer, Astria GmbH

Unternehmenshomepage

Keywords

KI, Global Sourcing, Beschaffung, China, Fernost, Lieferkette, Vertrieb, KI-Agent, Copilot, Produktionspartner, Mittelstand, Graz, Österreich
44 Minuten
Christian Mayerhofer ist Geschäftsführer der Horitschoner Werkzeugbau GmbH (HWB), einem auf Spritzgussformen spezialisierten Unternehmen mit rund 30 Mitarbeitern. Nach Jahren als Automatisierungstechniker in China für einen Apple-Zulieferer kehrte er nach Österreich zurück und übernahm vor zwei Jahren die Geschäftsführung. Wir sprechen über die Konkurrenz aus China, eine drohende Insolvenzwelle im Formenbau und warum er KI vor allem in der Kalkulation und am Shopfloor einsetzt, statt Mitarbeiter zu ersetzen.

Wichtigste Erkenntnisse

Vom Konstrukteur zum Geschäftsführer: Christian stieg über Vertrieb und internationale Projekte bei HWB auf, bevor er die Nachfolge des scheidenden Geschäftsführers antrat.

China ist Wettbewerber Nummer eins: Die Preisschere zu chinesischen Formenbauern liegt aktuell bei 40 bis 60 Prozent, vor wenigen Jahren waren es nur rund 30 Prozent.

Großformate als Nische: HWB baut Spritzgusswerkzeuge bis 20 Tonnen, für ein Unternehmen dieser Größe unüblich, aber ein Vorteil, weil der Logistikaufwand aus China dabei besonders hoch ist.

Insolvenzwelle im Formenbau: Christian rechnet damit, dass in Deutschland und Österreich in den nächsten Jahren jeder vierte Formenbaubetrieb vom Markt verschwindet.

KI ohne Personalabbau: Erste Einsatzfelder sind die Maschinenlaufzeiten-Erfassung, die Kalkulation und die Senkerodieren-Abteilung, immer mit dem Ziel, Mitarbeitern Zeit für andere Aufgaben zu verschaffen.

Persönliches Ventil: Seit fünf Jahren nutzt Christian das Rennradfahren, um den Kopf von der Firma freizubekommen.

Kapitelmarken

00:00 – Begrüßung & wer ist Christian Mayerhofer?

01:01 – Kein gebürtiger Horitschoner: die Herkunft aus der Nachbargemeinde

01:22 – Weltweit unterwegs als Automatisierungstechniker

02:38 – Sechs Jahre in China: Apple-Zulieferer im Consumer-Electronics-Bereich

04:05 – Rückkehr nach Österreich: Familie statt Dauerreisen

04:52 – Vom Konstrukteur zum designierten Nachfolger 06:41 – Psychischer Druck als Geschäftsführer: Verantwortung für 30 Mitarbeiter

09:57 – Was macht Horitzschoner Werkzeugbau? Die komplette Palette im Spritzguss

15:38 – China als Konkurrent: die Preisschere bei Spritzgussformen

19:01 – Warum Neukundenakquise im Formenbau Jahre dauert

20:37 – Insolvenzwelle: jeder vierte Formenbau auf der Strecke?

24:54 – KI bei HWB: erste Schritte in der Datenverwaltung

26:29 – KI in der Kalkulation und im Senkerodieren

29:37 – Klare Haltung: KI ersetzt keine Mitarbeiter

30:18 – KI im Wettbewerb mit China

35:38 – Kurzfragen: Regulierung, Chance oder Risiko, Hype oder Impact?

Gast

Christian Mayerhofer, Geschäftsführer, Horitschoner Werkzeugbau GmbH (HWB)

Keywords

KI, Spritzguss, Werkzeugbau, Formenbau, Automotive, China, Insolvenzwelle, Kalkulation, Senkerodieren, Mittelstand, Österreich

Musik über Soundstripe lizenziert.

Code: ZQREPEAEYQOXS9RQ
45 Minuten
Florian Entleitner ist Mitgründer und Geschäftsführer der LAMBDA Wärmepumpen GmbH aus Kirchbichl in Tirol. Was 2019 als Recherche für seine Masterarbeit begann, ist heute ein Unternehmen, das rund 13.000 Wärmepumpen pro Jahr produziert. Wir sprechen über den patentierten Prozess, der LAMBDA effizienter macht als die gesamte Konkurrenz, das Wachstum von 30 auf 13.000 verkaufte Geräte in sechs Jahren, und warum er als Unternehmer eher freien Lauf statt strenger Regulierung fordert.

Wichtigste Erkenntnisse

Kein Masterplan, sondern Zufall: LAMBDA entstand aus einer Masterarbeit und dem Wunsch, vor dem ersten "richtigen" Job noch etwas Eigenes auszuprobieren.

Patentierter Wärmeübergang: LAMBDA verbessert den Wärmeübergang um das 6- bis 8-Fache und kommt dadurch mit nur rund 3 statt 8 bis 12 Grad Temperaturdifferenz aus.

Wachstum ganz ohne Investoren: Von 30 verkauften Wärmepumpen Ende 2020 auf rund 13.000 in diesem Jahr, komplett eigenfinanziert über FFG- und AWS-Förderungen.

Erste Kunden waren Enthusiasten: Technikaffine Early Adopter mit eigenen Messungen und YouTube-Kanälen haben LAMBDA bekannt gemacht, nicht klassische Werbung.

KI in der Fernwartung: Störungen werden per KI-Analyse vorsortiert, bevor der Servicetechniker eingesetzt wird, aktuell im Testbetrieb auf ausgewählten Anlagen.

Klare Haltung zu Regulierung: Florian würde der KI-Entwicklung eher freien Lauf lassen als sie stark zu regulieren, und räumt offen ein, dass LAMBDA selbst von wenig Regulierung profitiert hat.

Kapitelmarken

00:00 – Begrüßung & wer ist Florian Entleitner?

00:34 – Ausbildung: HTL Gebäudetechnik, Studium Energie- und Verfahrenstechnik am MCI Innsbruck

02:25 – Kein Masterplan: Wie aus der Masterarbeit eine Firma wurde

03:30 – Erste Prototypen, FFG- und AWS-Förderungen

05:19 – Testbetrieb im Winter 2019 mit gebrauchten Wärmepumpen aus der Steiermark

07:38 – Die Innovation: patentierter Wärmeübergang, 3-Grad- statt 8-bis-12-Grad-Prozess

13:11 – Wie die Konkurrenz auf den Effizienzvorsprung reagiert hat

16:05 – Wachstum von 2019 bis heute: von 30 auf 13.000 Wärmepumpen

21:55 – Komplett eigenfinanziert, ohne Investoren

22:08 – Mit 26 plötzlich über 160 Mitarbeiter führen

26:14 – Expansion: Deutschland, Schweiz, Italien und als Nächstes arabischer Raum & Frankreich

26:49 – KI im Unternehmen: automatisierte Fehlererkennung in der Fernwartung

30:40 – KI im Alltag: eigene Skills für Rechnungsprüfung, ERP-Anbindung

33:49 – Softwareteam: vom Prototyp zum fertigen Tool, ganz ohne Designer

36:14 – Kann KI in der Wärmepumpen-Entwicklung Lösungen finden, auf die Menschen nicht kommen?

40:21 – Wunschvorstellung: bessere Schnittstellen statt Insellösungen

42:43 – Kurzfragen: Regulierung, Chance oder Risiko, Hype oder Impact?

Gast

Florian Entleitner, Geschäftsführer

Unternehmenshomepage: lambda-wp.at

Keywords

LAMBDA Wärmepumpen, Luftwärmepumpe, 3K-Prozess, R290, Energieeffizienz, Kirchbichl, Tirol, Wärmewende, Selbstfinanzierung, KI in der Fernwartung, Mittelstand, Österreich
51 Minuten
Lukas Rigler ist Co-Founder von Hoss Mobility, einem österreichischen Unternehmen, das einachsige, selbstbalancierende Elektrorollstühle entwickelt und in Österreich fertigt. Was 2017 mit einem umgebauten Segway in der Hobbygarage begann, ist heute ein hochkomplexes Sicherheitsprodukt mit doppelter Redundanz und rund 700 verkauften Geräten. Wir sprechen über den langen Weg vom Prototyp zur Serienreife, das Sicherheitskonzept mit mechanischem Stützsystem als „Airbag", und warum KI für ein kleines Ingenieursteam mittlerweile über die Machbarkeit des gesamten Projekts entscheidet.

Wichtigste Erkenntnisse

Vom Zufall zur Firma: Hoss Mobility entstand aus einem privat verkauften Segway, zwei Rollstuhlfahrern mit einer Idee und einer Blechkiste aus der Werkstatt.

Faktor 100 zwischen Prototyp und Serienprodukt: Ein funktionierender Einzelprototyp ist laut Lukas ungefähr 100-mal einfacher als ein zertifiziertes Serienprodukt.

Sicherheitskonzept wie ein Airbag: Ein mechanisches Stützsystem übernimmt bei Balance- oder Traktionsverlust innerhalb von Sekundenbruchteilen und stabilisiert das Gerät.

KI macht das Projekt erst wirtschaftlich möglich: Unit-Tests, technische Dokumentation und Medizinprodukte-Nachweise wären ohne KI-Unterstützung mit dem kleinen Team schlicht nicht leistbar gewesen.

KI-gestützte Fehlerdiagnose: Telemetriedaten wie Motorströme, Sensorwerte und Joystick-Inputs werden von der KI analysiert, um Fehlerursachen schneller einzugrenzen.

Made in Austria: Fertigung mit europäischen Zulieferern, Endmontage und Elektronikentwicklung komplett im eigenen Haus.

Kapitelmarken

00:00 – Begrüßung & wer ist Lukas Rigler?

01:09 – Die Gründungsgeschichte: vom privat verkauften Segway zur Idee

03:43 – Der erste Prototyp: eine Blechkiste aus der Werkstatt

08:04 – Feedback von der Messe in Bremen: 14 Bestellungen aus dem Nichts

09:45 – Warum ein umgebauter Segway kein echtes Produkt ist

12:03 – Gründung von Hoss Mobility Ende 2017 und die FFG-Förderung

16:07 – Sicherheitskonzept: Redundanz bei Sensoren, Motorkontrollern und Motor

18:27 – Das Stützsystem als „Airbag" bei Traktions- oder Balanceverlust

22:59 – Fertigung in Österreich mit europäischen und asiatischen Zulieferern

27:22 – Rund 700 verkaufte Geräte und der lange Lernprozess bis zur Serienreife

28:13 – Warum KI erst seit rund einem Jahr das Projekt überhaupt machbar macht

32:32 – Unit-Tests mit KI statt drei Diplom-Ingenieuren über drei Jahre

34:27 – KI für technische Dokumentation und Medizinprodukte-Nachweise

36:31 – Datensicherheit: Warum Kundendaten nicht in die KI kommen

39:12 – KI-gestützte Fehleranalyse aus Telemetriedaten

41:16 – KI im ERP-System und in der Rechnungsverarbeitung

42:52 – KI im Marketing: Studio-Qualität aus dem Handyfoto

44:49 – Abschlussfragen: Regulierung, Chance oder Risiko, Hype oder Impact

Gast

Lukas Rigler

Co-Founder, Hoss Mobility

Unternehmen

Keywords

Hoss Mobility, Elektrorollstuhl, Selbstbalancierung, Redundanz, Sicherheitskonzept, Medizinprodukt, Unit-Tests, KI in der Hardwareentwicklung, Predictive-Fehleranalyse, Fertigung in Österreich, Personal Care Robot, Serienreife
53 Minuten
Alexander Watzek, Geschäftsführer von Variotherm, führt ein Unternehmen mit 47-jähriger Geschichte – gegründet von seinem Vater als Pionier der Fußleistenheizung, heute weltgrößter Hersteller gefräster Gipsfaserplatten für Flächen-Heiz- und Kühlsysteme. Ein Gespräch über unternehmerische Berufung, Thermodynamik als Lebensprinzip, und warum er KI als Werkzeug sieht, aber keinesfalls als Autopiloten.

TL;DR

Werkzeug, kein Selbstläufer: KI ist für Alexander wie der Lötkolben früher – ein Werkzeug, das man nützt, wenn es einem dient. Nicht mehr, nicht weniger.

Übersetzungen als echter Game-Changer: Variotherm kommuniziert heute mit spanischen, französischen und italienischen Partnern dank KI in deren Sprache – ohne externe Übersetzer.

Website-Übersetzung skalierbar gemacht: Hunderte technische Texte werden per KI übersetzt – aktuell Französisch live, Italienisch in Arbeit.

Planung & Zeichnung als nächster Schritt: Verrohrungspläne, akustische Auswirkungen, thermische Auslegungen – der Wunsch-Use-Case für mehr KI-Unterstützung.

Mensch bleibt Entscheider: „Behaglichkeit" lässt sich nicht automatisieren. Die Letztentscheidung – wo Wärme hinkommt, wie ein Raum funktioniert – liegt beim Menschen.

Kapitelmarken

00:00 – Begrüßung & wer ist Alexander Watzek?

02:14 – Wie er zur Firma kam: kein Plan, viel Zufall, die Karibik

03:48 – Studium, Abbruch, Weltumsegeln – und zurück nach Wien

08:39 – Studium ja oder nein? Seine Meinung und die seiner Söhne

12:43 – Was Variotherm macht: Fußleiste, Wandheizung, Fußboden, Decke

17:44 – Die Entwicklung: von Kachelöfen zu Trockenplatten, 400.000 m² Gipsfaser/Jahr

20:59 – Sport, Ironman, Fußball als Lehrmeister für Unternehmensführung

25:54 – Fußball-Metapher: Spielregeln, Superstars, Teamgeist

28:57 – KI verändert die Spielregeln? Alexanders Sichtweise

32:34 – KI bei Variotherm: wo sie es einsetzen (Übersetzungen, Webseite, Kommunikation)

37:15 – Integration in Prozesse: Webseite, technische Anleitungen, Sprachbarrieren

39:43 – Das Aber: Berufung, Behaglichkeit, was KI nicht kann

43:58 – Die Haltung: KI anders nutzen als alle anderen

46:50 – Wunsch-Use-Case: Planungsautomatisierung und Daten besser nutzen

Themenüberblick

Alexander Watzek ist kein geborener Unternehmer, wie er selbst sagt. Aber er ist einer, der Bestehendes konsequent weiterentwickelt. Variotherm ist heute weltweit größter Hersteller gefräster Gipsfaserplatten für Flächen-Heiz/Kühl-Systeme, mit 65 %+ Exportanteil in 28 Ländern. Bei KI ist seine Haltung präzise: Werkzeug ja, Selbstläufer nein. Konkret eingesetzt wird KI heute für Übersetzungen (Webseite, Kundenkommunikation, technische Dokumente) und schrittweise für Prozessunterstützung. Der nächste Schritt: Planungs- und Auslegungsdaten besser automatisieren – immer mit dem Menschen als Letztentscheider.

Gast

Alexander Watzek – Geschäftsführer, Variotherm

Unternehmenshomepage

Keywords

KI, Flächenheizung, Flächenkühlung, Gipsfaserplatten, Wandheizung, Fußbodenheizung, Deckenheizung, Übersetzung, Behaglichkeit, Export, Familienunternehmen, Österreich

Call-to-Action

Wenn dir die Folge gefallen hat: Abonniere den Podcast und teile sie mit jemandem, der KI mit Hausverstand und Haltung einsetzen will.
44 Minuten
Alex Wagner, Geschäftsführer von Kraus in Klagenfurt, hat mit 36 Jahren Familienunternehmen, Hausbau und Dreifachfunktion gleichzeitig am Tisch. Wir sprechen über den Weg vom WU-Studenten über Irland und einen südafrikanischen IT-Konzern bis in die Geschäftsführung. Warum er nicht an den Investor verkauft hat und wie Kraus heute mit KI Leads automatisiert, einen KI-Assistenten für Kunden baut und die Produktionsplanung neu denkt.

Unsere Homepage

Wichtigste Erkenntnisse

KI wird bei Kraus nur dort eingesetzt, wo ein klarer Use Case und Mehrwert existiert.

KI-Use-Case 1: Konfigurator-Leads wurden täglich händisch aufbereitet (~1h/Tag); heute automatisch kategorisiert, priorisiert und an den Vertrieb übergeben.

KI-Use-Case 2: Neue digitale Plattform bekommt einen KI-Assistenten, der Kunden berät, Anfragen vorqualifiziert und an den richtigen Ansprechpartner weiterleitet.

Geplant : Ein Agent soll Liefertermin-Risiken frühzeitig erkennen und Maschinenkapazitäten koordinieren, immer mit „Human in the Loop".

KI als Sparringpartner: Alex hat seine Strategie 2030 aktiv mit KI erarbeitet.

Kapitelmarken

00:00 – Begrüßung & wer ist Alex Wagner?

00:41 – Unternehmensgeschichte: Vater, Management-Buyout, Kärntner Wurzeln

01:14 – Ausbildung: WU Wien, Chicago, Birmingham, Irland

03:37 – Die Entscheidung: Investor oder Übernahme? Warum er Ja gesagt hat

06:36 – Management-Buyout 2006 durch den Vater

08:54 – Was Kraus macht: Tragrollen, Hubtische, Materialflusslösungen

12:49 – Singapur, Walmart, Amazon: wo Kraus-Rollen weltweit laufen

16:41 – Variantenfertigung, Webshop und Produktkonfigurator

18:44 – KI bei Kraus: Einstieg, Haltung, Leitfaden im Marketing

21:45 – Use Case 1: Lead-Automatisierung aus dem Konfigurator

23:15 – KI im Alltag: Texte, Bilder, Videos, Übersetzungen für 12+ Nationen

24:23 – Tools: ChatGPT Plus, Claude im Kommen

24:50 – Geplant: Agent für Produktionsplanung (Liefertermine, Kapazitäten)

26:08 – Use Case 2: KI-Assistent auf neuer Webplattform

29:46 – Wie die KI-Nutzung im Haus gestartet ist (bottom-up)

33:02 – Verändert KI das Unternehmen?

35:56 – KI als persönlicher Sparringpartner & Strategie 2030

38:23 – Kurzfragen: Regulierung, Chance/Risiko, Hype oder Impact?

Themenüberblick

Alex bringt internationale Erfahrung und unternehmerisches Denken aus dem Elternhaus mit. Kraus produziert Tragrollen und Hubtische für die Intralogistik. Bei KI geht Kraus pragmatisch vor: Lead-Automatisierung aus dem Konfigurator läuft bereits, ein KI-Assistent für Kunden ist in Entwicklung, ein Produktionsplanungs-Agent ist in Planung. Überall gilt: Human in the Loop. Alex nutzt KI selbst täglich – u. a. für die Strategie, die er aktiv mit KI-gestützter Wettbewerbsrecherche entwickelt hat.

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Keywords

KI, Tragrollen, Förderrollen, Intralogistik, Materialfluss, Hubtische, Automatisierung, Lead-Management, Produktionsplanung, Strategie, Klagenfurt, Kärnten
48 Minuten
Albert Igler, Geschäftsführer von Flowtec Industrietechnik, hat einen ungewöhnlichen Weg hinter sich: Von der Fischzucht über 17 Jahre internationalen Vertrieb bis zur Geschäftsführung. Heute hat Flowtec nicht nur ein Produkt mit KI-Komponente am Markt, sondern auch zwei interne KI-Projekte in der Umsetzung. Was dahintersteckt und warum KI für ihn nicht wegzudenken ist, hört ihr in dieser Folge.

https://www.digitalisiert.io

TL;DR

Condition Monitoring als Produkt: Flowtec vertreibt einen wartungsfreien Vibrationssensor, der Lager- und Motorausfälle vorhersagt.

KI-Projekt 1: Automatisches Ausfüllen von Leistungsverzeichnissen (LVs) – bisher ~1,5 FTE-Aufwand; aktuell bei ~65 % Automatisierungsgrad in der Testphase.

KI-Projekt 2: Wareneingang-Automatisierung bei Flowtec selbst – Typenschilder, Seriennummern, Tagnummern scannen, Dokumentation erstellen, Kundenportal.

Spezifikations-Vision: KI soll zukünftig hundert-seitige Kundenspezifikationen auslesen und mit Produktportfolio abgleichen.

Effizienz statt Abbau: Ziel ist nicht Personalreduktion, sondern Wachstum mit weniger Personalbedarf – bei steigenden Lohnkosten in Österreich.

Kapitelmarken

00:00 – Intro & Begrüßung

00:28 – Wer ist Albert Igler? Fischzucht, Technik, Neugier

01:36 – Karriere: HTL Kapfenberg, BWL, 17 Jahre internationaler Vertrieb

03:38 – Anton Paar & Managing Director in Indien

08:13 – Learnings aus Indien: Hierarchien, Entscheidungsgeschwindigkeit, Erreichbarkeit

11:39 – Was ist Flowtec? Gruppe, Sparten, Tochterfirma Amaturen Aichhorn

13:24 – Mehrwert: Beratung, Herstellerpool, One-Stop-Shop für Projekte

15:21 – Typische Kundenherausforderungen: Lebensdauer, Stillstände, Preisdruck

18:56 – Flowtec Condition Monitoring: wartungsfreier Vibrationssensor

22:39 – KI im Unternehmen: Copilot, ChatGPT, Teams-Meetings

23:50 – KI-Projekt 1: Leistungsverzeichnisse automatisch ausfüllen

29:22 – KI-Projekt 2: Wareneingang, Dokumentation, Kundenportal

32:50 – Tool-Wahl: Copilot vs. ChatGPT – wann was

36:16 – Zukunftsvision: Spezifikationen auslesen, Projekte verlinken, agentische KI

38:13 – Personalreduktion oder Effizienz? Alberts klare Antwort

43:15 – Kurzfragen: Regulierung, Chance/Risiko, Hype oder Impact?

Themenüberblick

Albert bringt globale Vertriebserfahrung und Unternehmerperspektive mit und eine nüchterne Haltung zu KI: kein Hype, sondern konkrete Projekte mit Messbarkeit. Flowtec hat Condition Monitoring als Produkt und arbeitet intern an zwei Automatisierungsprojekten: LV-Ausfüllung (aktuell in Testphase, ~65 % Automatisierungsgrad) und Wareneingang/Dokumentation mit Kundenportal als Endausbaustufe. Dazwischen: Copilot/ChatGPT im Alltag, Rechnungseingang-Automatisierung via ERP und eine klare Vision, wie KI Spezifikationen im technischen Vertrieb lesen soll.

Gast

Albert Igler – Geschäftsführer, Flowtec Industrietechnik

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Keywords

KI, Industrietechnik, Predictive Maintenance, Automatisierung, Leistungsverzeichnis, Österreich, Mittelstand
49 Minuten
Rainer Keller, Geschäftsführer der Metalltechnik Vils (Tirol), bringt eine klare Perspektive mit: KI ja, aber nur dort, wo sie wirklich was bringt. Kein Hype, keine Verbote, sondern Digitalisierung auf "landwirtschaftliche Art". Wir sprechen über Präzisionsfertigung für Großteile, die Krise in der Automobilindustrie, 4-Tage-Woche aus wirtschaftlicher Not und warum KI den Menschen nicht ersetzen, sondern unterstützen soll.

TL;DR

„Digitalisierung auf landwirtschaftliche Art": Nur einsetzen, wo man konkret Ernte sieht – kein Buzzword-Schubladendenken.

KI als Unterstützer, nicht Veränderer: Laut Rainer verändert ein Unternehmen nur der Mensch – KI kann unterstützen, aber nicht führen.

Positiv-Beispiel Instandhaltung: Maschinenfehlercodes per KI auswerten statt Manuals durchsuchen – klarer, sofortiger Nutzen.

Personalabbau ist nicht das Ziel: Das größte Kapital sitzt nicht auf der Bank, sondern an den Maschinen.

Gemeinsamer Rahmen statt Verbote: Mitarbeiter sollten bei der KI-Einführung mitgestalten – nicht per Direktive geführt werden.

Kapitelmarken

00:00 – Begrüßung & wer ist Rainer Keller?

00:57 – Karriereweg: Spedition, Maschinenbau, Konzern

04:13 – Wechsel in die Geschäftsführung bei Metalltechnik Vils

07:19 – Herausforderungen: Aufträge, Automotive-Krise, Wettbewerb mit Asien

11:22 – 4-Tage-Woche: erzwungen, aber gelernt

14:14 – Was Metalltechnik Vils macht: Großteile, Hochpräzision, Lohnfertigung

19:48 – Musterteile, Kundenbeziehungen und lange Anlaufzeiten

20:21 – Unternehmensgruppe Allgaier: Kunststoffspritzguss als Schwesterunternehmen

22:29 – KI im Unternehmen: Rainers Haltung und Vorsicht

25:33 – Das Mail-Problem: neue Technologie, alte Fehler

28:25 – Positiv-Beispiel: Instandhalter nutzt KI zur Fehlerdiagnose

30:13 – Agentische KI: sinnvoll, wenn sie wirklich entlastet

33:52 – Klarer Rahmen statt Verbote: gemeinsam bestimmen

36:14 – Verändert KI das Unternehmen? Rainers klare Antwort

37:41 – Menschen als wertvollstes Kapital

44:30 – Kurzfragen: Regulierung, Chance/Risiko, Hype oder Impact?

Themenüberblick

Rainer bringt 40+ Jahre Erfahrung aus Konzern und Mittelstand mit. Und eine klare Haltung zu KI: Nutzen vor Hype. Metalltechnik Vils hat sich auf hochpräzise Großteilfertigung spezialisiert (Toleranzen bis 1/6000 mm), die kaum aus Asien replizierbar ist. Die 4-Tage-Woche kam nicht aus Überzeugung, sondern aus Überlebensnotwendigkeit. Bei KI setzt das Unternehmen aktuell bewusst auf Zurückhaltung mit Weitblick: Schulung zuerst, gemeinsamen Rahmen abstecken, dann gezielt dort einführen, wo Zeit tatsächlich gespart wird – wie in der Instandhaltung.

Gast

Rainer Keller – Geschäftsführer, Metalltechnik Vils

Unternehmenshomepage

Keywords

KI, Maschinenbau, Lohnfertigung, Großteilfertigung, Präzisionsfertigung, Mittelstand, Digitalisierung, 4-Tage-Woche, Automotive, Tirol

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8 Minuten
Ein Kunststoffproduzent mit mehreren Standorten in Deutschland, Polen und den USA hatte täglich Stunden verloren, weil Vertriebsmitarbeiter manuell ein zentrales Postfach durchsuchten, um echte Anfragen von Spam und Lieferantenmails zu trennen. Heute läuft das vollständig automatisch, DSGVO-konform, ohne eine einzige Fehlzuordnung. Wie genau wir das aufgebaut haben erfahrt ihr in dieser Folge.

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KI-Engpass Analyse anfragen

Website

TL;DR

Manuelle Postfach-Sichtung: 20–30 Min./Person/Tag 7 Mitarbeiter = 2–3,5 Stunden täglich verloren.

Lösung: DSGVO-konformes Preprocessing (PII-Entfernung via Code) + Klassifizierungs-Skill (Sprachmodell + Konfigurationsdatei).

Regeln für Zuordnung (Produkt/Region/Art) liegen in einer pflegbaren Konfigurationsdatei – kein Code-Know-how nötig.

Bewusst als klassische Automatisierung gebaut (nicht als autonomer Agent): volle Transparenz, kein Black-Box-Verhalten.

Bonus: Das System schreibt automatisch Statistiken (Anfragetypen, Volumen, Standort-Auslastung).

Kapitelmarken

00:00 – Problem: Stunden täglich für Postfach-Sortierung

01:20 – Das Setup: 7 MA, mehrere Standorte, ein gemeinsames Postfach

02:00 – Schritt 1: DSGVO – PII-Entfernung vor dem LLM (kein KI-Schritt)

02:30 – Schritt 2: Klassifizierungs-Skill (echter Vertrieb / Spam / Kaltakquise / intern)

03:30 – Konfigurationsdatei: Regeln wartbar ohne Code

04:15 – Warum klassische Automatisierung statt Agent

04:47 – Ergebnis: Zeitersparnis, Qualität, Reaktionszeit, Statistik

06:00 – Für wen ist das relevant?

07:11 – Stolpersteine & nächste Schritte

Themenüberblick

Die Herausforderung war nicht Technik, sondern Prozessklarheit: Welche E-Mail gehört wohin und nach welchen Regeln? Erst wenn das sauber definiert ist, kann man es einem System übergeben. Für die Umsetzung: PII-Entfernung per Code (nicht KI), dann Klassifizierung per Skill mit gepflegter Konfigurationsdatei, dann Weiterleitung. Bewusst als transparenter Schritt-für-Schritt-Ablauf gebaut. In der Industrie meist die bessere Wahl als ein vollautonomer Agent. Der Use Case funktioniert für jeden Betrieb mit einem zentralen Postfach, egal ob ein oder mehrere Standorte.

Keywords

KI, E-Mail-Automatisierung, Vertrieb, Klassifizierung, DSGVO, Kunststoffindustrie, Prozessoptimierung, Postfach, Mehrstandort, Automatisierung

Wenn du wissen willst, wo bei euch solche Zeitfresser stecken: KI-Engpass Analyse anfragen (Link oben in den Show Notes).
10 Minuten
Viele Industriebetriebe verlieren täglich Stunden, bevor ein Angebot überhaupt rausgeht – weil zuerst geklärt werden muss: Ist das technisch machbar? In dieser Use-Case-Folge zeige ich, wie man solche Machbarkeitschecks mit einem Skill + Berechnungsskripten aufsetzt: Das Sprachmodell orchestriert, die Rechnung läuft verlässlich im Code. Ergebnis: schnellere Reaktionszeit im Vertrieb, weniger Unterbrechungen für Techniker, bessere Erst-Einschätzung.

KI-Engpass Analyse / Beratung

TL;DR – Was du mitnehmen solltest

Der Engpass liegt oft vor der Kalkulation: technische Vorprüfung blockiert die erfahrensten Leute.

Sprachmodelle sind fürs Rechnen unzuverlässig rechnen muss ein Skript, nicht das LLM.

Setup-Idee: Anfrage einlesen Parameter extrahieren passende Berechnung auswählen Ergebnis einordnen.

Nutzen: pro Angebot mehrere Stunden sparen; in Summe schnell ~2h/Tag (Beispiel V‑Met).

Voraussetzung: Fachwissen muss zumindest teilweise strukturierbar sein (nicht nur „im Kopf“).

Kapitelmarken (Timestamps)

00:00 – Warum Angebots-Machbarkeitschecks in Industrie so viel Zeit fressen

01:10 – Das Problem: Know-how sitzt bei den erfahrensten Personen

02:31 – Lösungsteil 1: Skill + Berechnungsskripte (Code statt LLM-Rechnen)

04:56 – Lösungsteil 2: Agent orchestriert (E-Mail/Docs lesen rechnen Antwort bauen)

06:45 – Business Impact: Zeit, Kosten, Geschwindigkeit im Vertrieb

07:22 – Für wen es passt + Voraussetzungen + typische Stolpersteine

09:10 – Nächste Schritte + Verweis auf die Folge mit Noah Witwer

Themenüberblick

Im Fokus steht der technische Vorab-Check: Eine Anfrage kommt rein, aber bevor ein Angebot möglich ist, braucht es Material-/Toleranz-/Grenzprüfungen. Die Lösung: ein KI-System, das Parameter aus Anfrage und Unterlagen extrahiert, die richtigen Berechnungsskripte ausführt und die Ergebnisse verständlich für Vertrieb/Technik zusammenfasst. Wichtig: Das ist eine interne Vorschätzung, keine zertifizierte Statik. Der größte Hebel ist meist nicht Technik, sondern das Strukturieren von Wissen und ein sauberer Prozess.

Verweise

Episode mit Noah Witwer (V‑Met)

Keywords

KI, Angebotserstellung, Machbarkeitsprüfung, Vorprüfung, Metallverarbeitung, Maschinenbau, Sonderfertigung, Automatisierung, Vertrieb, Prozessoptimierung

Call-to-Action

Wenn du wissen willst, ob das bei euch Sinn macht: KI-Engpass Analyse anfragen (Link oben in den Show Notes).
48 Minuten
Patrick Schleich erzählt von seinem Weg von McKinsey über Interimmanagement zur Unternehmensnachfolge und wie er bei Cleanroom Technology Austria innerhalb eines Jahres mithilfe von KI Wissen schneller verfügbar macht, Angebote beschleunigt und die Kundenerfahrung im B2B neu denkt. Außerdem: warum On-Prem für kritische Infrastrukturen relevant wird und welche Use Cases als Nächstes kommen.

TL;DR

Unternehmensnachfolge statt Start-up: Ein bestehendes, profitables Geschäft zu übernehmen kann ein besseres Risk-Reward-Profil haben als „von null“ zu gründen.

Wissensaufbau ist der Turbo: KI hilft besonders dort, wo viel Know-how existiert, aber wenig dokumentiert ist (interne Academy, schnelleres Onboarding).

B2B Customer Experience als Wettbewerbsvorteil: Schnellere, verständlichere Angebote (inkl. Simulationen) erhöhen Qualität und Conversion.

KI wirkt zuerst im Overhead: Vertrieb Angebot Planung Dokumentation sind die Hebel – gebaut wird weiter „mit zwei Händen“.

On-Prem wird relevant: Bei sensiblen Kundendaten, Plänen und ERP-Zugriff kann eine lokale LLM-Strategie (NIS2/Compliance) sinnvoll sein.

Kapitelmarken

00:00 – Einstieg & wer Patrick Schleich ist

02:13 – Einstieg bei Cleanroom Technology Austria

02:26 – Studium, schneller Pivot & McKinsey

06:20 – Arbeitsrealität in der Beratung: Mythos vs. Praxis

08:00 – Warum der Exit kam: Freiheit, Unternehmertum, kleinere Strukturen

10:42 – Unternehmensnachfolge: Kaufen statt gründen

12:20 – So läuft eine Übernahme ab (LOI, Due Diligence, Finanzierung)

17:32 – Was Cleanroom Technology Austria macht: Reinräume erklärt

22:12 – Märkte, Regionalität & Qualitätsanspruch

24:05 – KI im Unternehmen: die drei großen Hebel

36:09 – On-Prem vs. Cloud, Compliance & kritische Infrastruktur

41:30 – Wunsch-Use-Case: Planung „auf Knopfdruck“ + Dokumentation

43:53 – Kurzfragen: Regulierung, Chance/Risiko, Hype vs. Impact

Themenüberblick

Patrick erklärt, warum er Unternehmensnachfolge attraktiver findet als ein Start-up und wie so ein Kaufprozess praktisch abläuft. Danach gibt er einen Einblick in Reinräume (Pharma, Halbleiter, Medizintechnik) und warum Qualität und Regionalität in der Umsetzung entscheidend sind. Im KI-Teil geht es um drei Hebel: Wissen kodifizieren (interne Academy), Angebote/Planung schneller und verständlicher machen (Customer Experience) sowie Automatisierung im Overhead bis zur Dokumentation. Zum Schluss diskutieren wir On-Prem-LLMs im Kontext von NIS2/Compliance und die nächsten großen Use Cases.

Gast

Patrick Schleich – Geschäftsführer, Cleanroom Technology Austria

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Cleanroom Technology Austria

Keywords

KI, Industrie, Reinraum, Unternehmensnachfolge, Anlagenbau, Angebotskalkulation, Customer Experience, Automatisierung, On-Prem, NIS2, Compliance

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