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35 Minuten
Christoph Nettesheim: 28 Jahre Unternehmensberatung, ein Burnout und ein neuer Blick auf Leistung

Christoph Nettersheim war fast drei Jahrzehnte bei einer der größten Unternehmensberatungen der Welt, mit Stationen in China, Singapur und einer globalen CEO-Rolle. 2018 kam der komplette Zusammenbruch. Im Gespräch erzählt er, wie sich sein Burnout ankündigte, warum er es erst im Nachhinein erkannt hat, und wie er heute, mit 60, sagt, dass er noch nie so leistungsfähig war wie jetzt.

Es geht um die Rolle von Perfektionismus und Konfliktscheu, um die Frage, warum Menschen ihre eigenen Grenzen oft erst durch eine Krise verstehen, und warum er es als Zeichen von Stärke sieht, offen über sein Burnout gesprochen zu haben, auch in einer extrem leistungsorientierten Branche. Christoph vergleicht seine Erfahrung mit einer Sportverletzung und erklärt, warum ein Rückschlag nicht automatisch das Ende der Leistungsfähigkeit bedeutet.
43 Minuten
Was ist Burnout wirklich, und was ist nur ein Mythos, der sich hartnäckig hält? Dr. Peter Langer, Psychiater und wiederkehrender Experte bei Unmuted, ordnet ein: Burnout ist kein plötzlicher Zusammenbruch, sondern ein schleichender Prozess über mehrere Phasen, von hoher Einsatzbereitschaft bis zur Erschöpfungsdepression.

Im Gespräch geht es um die Unterscheidung zwischen gutem und belastendem Stress, um Warnsignale, die viele zu lange ignorieren, und um das Helfersyndrom als einen der größten Risikofaktoren. Dr. Langer erklärt, warum ausgerechnet die zuverlässigsten und ambitioniertesten Menschen am stärksten gefährdet sind, warum Work-Life-Balance oft missverstanden wird, und warum Burnout sowohl ein persönliches als auch ein strukturelles Problem ist.

Im "Mythos oder Wahrheit"-Teil der Folge klärt er unter anderem, ob Burnout nur Menschen trifft, die zu viel arbeiten, ob man seinen Job lieben und trotzdem ausbrennen kann, und ob man nach einem Burnout je wieder so leistungsfähig wird wie zuvor.

Themen dieser Folge: Burnout und seine Phasen, Warnsignale am Arbeitsplatz, Helfersyndrom und Selbstwert, Work-Life-Balance, erste Schritte bei Verdacht auf Burnout, Gespräch mit dem Chef.
36 Minuten
Paul Pizzera ist Musiker, Kabarettist und einer der bekanntesten Namen Österreichs, wenn es um öffentliche Verletzlichkeit geht. In dieser Folge spricht er offen über seinen Weg in die Therapie vor rund zehn Jahren, über die Angst, dadurch seine Kreativität zu verlieren, und darüber, warum er heute glaubt, dass Therapie niemandem schadet, auch wenn nicht jeder sie braucht.

Wir reden über Leistungsdruck und Selbstwert, über seine Kindheit und wie körperliche und psychische Gewalt seine Wahrnehmung von Empathie geprägt hat, und darüber, warum gerade Männern das Zugeben von Hilfebedarf so schwerfällt. Paul erklärt, warum er Humor als Zugang zu schweren Themen wie Depression und Suizid für wichtig hält, was ihm als Warnsignal dient, wenn es zu viel wird, und was er Menschen rät, die gerade selbst unter Druck stehen.

Ein Gespräch über Männlichkeit, Bühne, Bewältigung und die Frage, ob Kunst selbst schon Therapie ist.

Themen dieser Folge: Therapie und Männlichkeit, Leistungsdruck, Kindheit und Gewalt, Resilienz, Humor als Bewältigungsstrategie, mentale Gesundheit im Kreativberuf.

Wenn es dir selbst gerade nicht gut geht: Telefonseelsorge 142 (kostenlos, anonym, rund um die Uhr) und Rat auf Draht 147.
39 Minuten
We are back!

Wir starten in Staffel 2, diesmal aus dem Wohnzimmer und mit einem neuen Format-Element: einem Thema, das wir uns in jeder Intro-Folge vornehmen. Diesmal: Therapie. Muss man? Sollte man? Und was, wenn das System es sich gar nicht leisten kann, dass alle es tun?

Wir sprechen über die drei Betroffenen dieser Staffel – erstmals ausschließlich Männer, ohne dass wir das geplant hätten, und die zwei ExpertInnen-Gespräche zu Burnout und Depression. Außerdem: warum Prävention in der Theorie allen einleuchtet und in der Praxis trotzdem niemand dafür zahlt, warum das österreichische Therapiesystem für Krisen gebaut ist und nicht für Vorbeugung, und warum "jeder muss in Therapie" eine Aussage ist, die wir beide für falsch halten, auch wenn wir Therapie selbst für enorm wertvoll halten.

Mit Zahlen zur psychischen Gesundheit in Österreich: von der Prävalenz psychiatrischer Diagnosen über Burnout-Symptome bis zu Wartezeiten und Kosten für Therapieplätze. Quellen wie immer in der Bio.

In zwei Wochen: das erste Interview der Staffel, mit Paul Pizzera.
2 Minuten
Wir verabschieden uns in eine kurze Pause. Die neue Staffel beginnt am 16.07.

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Über diesen Podcast

In offenen Gesprächen erzählen uns Führungspersönlichkeiten, Kreative, Unternehmer:innen, öffentlichen Stimmen und Expert:innen von mentaler Gesundheit zwischen Leistung, Druck und Verantwortung.
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„Unmuted Conversations“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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