Episoden
12.05.2026
19 Minuten
"Bis wann ist das fertig?" Vier Wörter. Und trotzdem kriegen viele Entwickler bei dieser Frage sofort Schweißperlen. Nicht weil der Stakeholder droht - sondern weil der Reflex greift: Ich muss eine Antwort geben, eine gute, eine die gefällt. Also: zwei Wochen. Dann dauert es acht.
In dieser Folge geht es nicht um schwierige Stakeholder. Es geht darum, wie wir uns die falschen Erwartungen an sie einreden - und was wirklich hinter ihrer Frage steckt.
Die meisten Stakeholder wollen kein perfektes Datum. Sie wollen wissen: Kann ich mich auf dich verlassen? Das ist eine andere Frage - mit einer anderen Antwort.
Was diese Folge behandelt:
Warum falsche Zusagen Micromanagement erzeugen (und nicht umgekehrt) Warum Entwickler und Stakeholder dasselbe Spiel mit verschiedenen Interface-Einstellungen spielen Was Radical Candor, psychologische Sicherheit und Dopamin gemeinsam haben Warum Nein eine vollständige Antwort ist - wenn es mit Kontext geliefert wird Und was zu tun ist, wenn das Datum wirklich unverhandelbar ist: Nein zum Scope, Ja zum Datum
Quellen & Buchempfehlungen:
Kim Scott: Radical Candor - https://www.radicalcandor.com Amy Edmondson: The Fearless Organization - https://amyedmondson.com Anna Lembke: Dopamine Nation (Kapitel 8: Radical Honesty) - https://annalemke.com
Co-op Mode - Gaming trifft Leadership. Für alle, die Teams bauen, nicht nur Prozesse verwalten.
Mehr von Georg: https://hofmann-freiburg.de
Auf LinkedIn vernetzen: https://www.linkedin.com/in/georghofmann-digitalleadership
In dieser Folge geht es nicht um schwierige Stakeholder. Es geht darum, wie wir uns die falschen Erwartungen an sie einreden - und was wirklich hinter ihrer Frage steckt.
Die meisten Stakeholder wollen kein perfektes Datum. Sie wollen wissen: Kann ich mich auf dich verlassen? Das ist eine andere Frage - mit einer anderen Antwort.
Was diese Folge behandelt:
Warum falsche Zusagen Micromanagement erzeugen (und nicht umgekehrt) Warum Entwickler und Stakeholder dasselbe Spiel mit verschiedenen Interface-Einstellungen spielen Was Radical Candor, psychologische Sicherheit und Dopamin gemeinsam haben Warum Nein eine vollständige Antwort ist - wenn es mit Kontext geliefert wird Und was zu tun ist, wenn das Datum wirklich unverhandelbar ist: Nein zum Scope, Ja zum Datum
Quellen & Buchempfehlungen:
Kim Scott: Radical Candor - https://www.radicalcandor.com Amy Edmondson: The Fearless Organization - https://amyedmondson.com Anna Lembke: Dopamine Nation (Kapitel 8: Radical Honesty) - https://annalemke.com
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28.04.2026
1 Stunde 1 Minute
Friendly Fire OFF. In dieser Sonderfolge spricht Georg mit Katja Seibert-Bolz — Agile Coach und langjährige Gamerin — über das Thema, das in vielen Teams ständig präsent ist, aber selten beim Namen genannt wird: psychologische Sicherheit.
Warum verwechseln so viele Teams psychologische Sicherheit mit Harmonie? Was sind die vier Stufen — und woran erkenne ich als Lead, auf welcher mein Team gerade steht? Und was kann ich schon morgen früh im nächsten One-on-One konkret anders machen?
Was wir besprechen: was psychologische Sicherheit wirklich bedeutet, die vier Stufen nach Timothy R. Clark, das Warnsignal wenn alle nur nicken, die One-on-One-Struktur mit drei Fragen, Retros als Werkzeug, die Gebrauchsanleitung für Menschen, und warum Geduld zählt.
Meine Gästin: Katja Seibert-Bolz Co-op Mode — Gaming trifft Leadership. Für alle, die Teams bauen, nicht nur Prozesse verwalten.
Vernetz dich mit mir: Du hast Feedback zur Folge oder möchtest dich über Leadership austauschen? Lass uns auf LinkedIn connecten:
https://www.linkedin.com/in/georghofmann-digitalleadership
Warum verwechseln so viele Teams psychologische Sicherheit mit Harmonie? Was sind die vier Stufen — und woran erkenne ich als Lead, auf welcher mein Team gerade steht? Und was kann ich schon morgen früh im nächsten One-on-One konkret anders machen?
Was wir besprechen: was psychologische Sicherheit wirklich bedeutet, die vier Stufen nach Timothy R. Clark, das Warnsignal wenn alle nur nicken, die One-on-One-Struktur mit drei Fragen, Retros als Werkzeug, die Gebrauchsanleitung für Menschen, und warum Geduld zählt.
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14.04.2026
43 Minuten
Hybrid ist kein schlechterer Präsenz-Modus. Hybrid ist ein eigener Spielmodus mit eigenen Regeln.
In dieser Tandem-Episode mit Wiebke Wölfle, Business Coach für Hybrid Leadership, reden wir darüber, warum diese Erkenntnis alles verändert. Weil wenn du verstehst, dass Hybrid ein Spielmodus ist und nicht nur eine Notlösung, fängst du an, komplett anders zu leiten.
Wiebke hat Teams durch hybride Transformationen begleitet. Sie weiß, was funktioniert: Daily Check-ins, die kein Kontrollinstrument sind, sondern Respekt. Der Erfolgsbaum, bei dem jede Woche ein Post-it mit einem Erfolg für die ganze Gruppe landet — im Dezember sind es 52 Stück. Das ist kein Gamification. Das ist Erinnerung. Dass die Gruppe zusammen wächst, auch wenn sie nicht im gleichen Zimmer sitzt.
Sie weiß auch, was nicht funktioniert: Das Freitags-Feierabendbier online ist genauso schiefgelaufen wie überambitionierte Scrum-Experimente. Aber die größte Erkenntnis ist eine andere: Im Remote kommen Führungsfehler schneller zum Vorschein. Es gibt keine Körpersprache, die dich rettet. Wenn du eine Regel nicht explizit machst, wird sie fehlen.
Die Hand-heben-Regel, Stimmungsbarometer, automatisierte Wochenberichte — all das sind kleine Mechaniken, die Hybrid-Teams funktionsfähig machen. Nicht weil sie agil sind. Sondern weil sie transparent sind.
Und am Ende geht es um die Extraaufgabe, die im Hybrid entsteht: Raum für Beziehung schaffen. Nicht nebenbei. Sondern als Feature der Leaderschaft. Nicht als Nice-to-have, sondern als Grundregel. Weil Individualität endet dort, wo die Gruppe leidet.
Der Loot dieser Folge: – Rahmen explizit machen: Was ist die Regel? Warum diese Regel? – Beziehungsräume schaffen: Das ist deine Extraaufgabe im Hybrid. – Arbeit sichtbar machen: Erfolge dokumentieren, Stimmung abfragen, Berichte automatisieren. – Aufgabenorientiert wählen: Präsenz, wenn es inhaltlich braucht. Remote, wenn es das Problem löst. – Hilfe holen: Die beste Leaderschaft ist nicht Kontrolle. Das ist Zusammenarbeit.
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Wiebke Wölfle: wiebke-woelfle.de | linkedin.com/in/wiebkewoelfle
In dieser Tandem-Episode mit Wiebke Wölfle, Business Coach für Hybrid Leadership, reden wir darüber, warum diese Erkenntnis alles verändert. Weil wenn du verstehst, dass Hybrid ein Spielmodus ist und nicht nur eine Notlösung, fängst du an, komplett anders zu leiten.
Wiebke hat Teams durch hybride Transformationen begleitet. Sie weiß, was funktioniert: Daily Check-ins, die kein Kontrollinstrument sind, sondern Respekt. Der Erfolgsbaum, bei dem jede Woche ein Post-it mit einem Erfolg für die ganze Gruppe landet — im Dezember sind es 52 Stück. Das ist kein Gamification. Das ist Erinnerung. Dass die Gruppe zusammen wächst, auch wenn sie nicht im gleichen Zimmer sitzt.
Sie weiß auch, was nicht funktioniert: Das Freitags-Feierabendbier online ist genauso schiefgelaufen wie überambitionierte Scrum-Experimente. Aber die größte Erkenntnis ist eine andere: Im Remote kommen Führungsfehler schneller zum Vorschein. Es gibt keine Körpersprache, die dich rettet. Wenn du eine Regel nicht explizit machst, wird sie fehlen.
Die Hand-heben-Regel, Stimmungsbarometer, automatisierte Wochenberichte — all das sind kleine Mechaniken, die Hybrid-Teams funktionsfähig machen. Nicht weil sie agil sind. Sondern weil sie transparent sind.
Und am Ende geht es um die Extraaufgabe, die im Hybrid entsteht: Raum für Beziehung schaffen. Nicht nebenbei. Sondern als Feature der Leaderschaft. Nicht als Nice-to-have, sondern als Grundregel. Weil Individualität endet dort, wo die Gruppe leidet.
Der Loot dieser Folge: – Rahmen explizit machen: Was ist die Regel? Warum diese Regel? – Beziehungsräume schaffen: Das ist deine Extraaufgabe im Hybrid. – Arbeit sichtbar machen: Erfolge dokumentieren, Stimmung abfragen, Berichte automatisieren. – Aufgabenorientiert wählen: Präsenz, wenn es inhaltlich braucht. Remote, wenn es das Problem löst. – Hilfe holen: Die beste Leaderschaft ist nicht Kontrolle. Das ist Zusammenarbeit.
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31.03.2026
13 Minuten
Der Production-Server brennt. Panik breitet sich aus. Wer jetzt den Controller wirft, verliert das ganze Team.
Ich war Berater bei einem großen öffentlichen Arbeitgeber. Mehrere AIX-Hosts. Mehrere Terminalfenster offen – Testing, Staging, Production. Ich habe einen Befehl eingegeben. Falsches Fenster. Production.
Für einen Moment war es still. Dann der Schweiß. Dann die Scham.
Was danach passiert ist, hat mehr über Krisenmanagement gelehrt als jedes Buch: Mein Team Lead war die ruhigste Person im Raum. Kein Fingerzeig. Kein Verhör. Klare Koordination. Wir haben das System gemeinsam wiederhergestellt.
In dieser Folge geht es um den Bug-Invasion-Modus – wie Führungskräfte in Krisen reagieren, koordinieren und danach lernen. Wir schauen uns an, warum der Unterschied zwischen Bug und Krise so entscheidend ist, warum Ruhe eine trainierbare Kompetenz ist und keine Persönlichkeitseigenschaft – und warum die Frage "Wessen Schuld ist das?" in einer aktiven Krise die gefährlichste Frage überhaupt ist.
Krisen kommen. In jedem Team. Die Frage ist nicht, ob – sondern was danach passiert.
Der Loot dieser Folge:
Invasion-Modus erkennen: Rollen definieren, bevor der Server brennt, nicht währenddessen. Ruhe als aktive Führungskompetenz: Deine Ruhe skaliert auf dein ganzes Team. Panik auch, in die andere Richtung. Blameless First Response: Erst lösen. Die Schuldfrage kommt danach, als System-Frage, nicht als Personen-Anklage. Post-Invasion-Debriefing: Jeder Incident, der ordentlich debrieft wird, ist eine Krise, die sich nicht wiederholt.
Co-op Mode – Gaming trifft Leadership. Für alle, die Teams bauen, nicht nur Prozesse verwalten.
Georg Hofmann ist Speaker und Coach für Leadership in Tech-Teams.
Mehr über Georg: https://www.hofmann-freiburg.de
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Ich war Berater bei einem großen öffentlichen Arbeitgeber. Mehrere AIX-Hosts. Mehrere Terminalfenster offen – Testing, Staging, Production. Ich habe einen Befehl eingegeben. Falsches Fenster. Production.
Für einen Moment war es still. Dann der Schweiß. Dann die Scham.
Was danach passiert ist, hat mehr über Krisenmanagement gelehrt als jedes Buch: Mein Team Lead war die ruhigste Person im Raum. Kein Fingerzeig. Kein Verhör. Klare Koordination. Wir haben das System gemeinsam wiederhergestellt.
In dieser Folge geht es um den Bug-Invasion-Modus – wie Führungskräfte in Krisen reagieren, koordinieren und danach lernen. Wir schauen uns an, warum der Unterschied zwischen Bug und Krise so entscheidend ist, warum Ruhe eine trainierbare Kompetenz ist und keine Persönlichkeitseigenschaft – und warum die Frage "Wessen Schuld ist das?" in einer aktiven Krise die gefährlichste Frage überhaupt ist.
Krisen kommen. In jedem Team. Die Frage ist nicht, ob – sondern was danach passiert.
Der Loot dieser Folge:
Invasion-Modus erkennen: Rollen definieren, bevor der Server brennt, nicht währenddessen. Ruhe als aktive Führungskompetenz: Deine Ruhe skaliert auf dein ganzes Team. Panik auch, in die andere Richtung. Blameless First Response: Erst lösen. Die Schuldfrage kommt danach, als System-Frage, nicht als Personen-Anklage. Post-Invasion-Debriefing: Jeder Incident, der ordentlich debrieft wird, ist eine Krise, die sich nicht wiederholt.
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17.03.2026
16 Minuten
Als ich Führungskraft wurde, war ich Level 60 als Entwickler. Ich kannte jede Zone, jeden Boss, jeden Shortcut.Und dann fing das neue Game an. Ich war wieder auf Level 1 — und habe eine Weile gebraucht, um das zu merken.
Das ist kein persönliches Versagen. Das ist der blinde Fleck fast aller technischen Führungskräfte: Wir werden befördert, weil wir als Spezialisten exzellent sind. Und dann versuchen wir, diese Exzellenz in einer Rolle zu beweisen, die komplett andere Regeln hat.
In dieser Folge geht es um das Level-Up System — wie Kompetenzentwicklung in Teams wirklich funktioniert. Nicht als HR-Prozess, nicht als Jahresgespräch, sondern als tägliche Entscheidung. Wir schauen uns an, warum Skill-Trees besser sind als uniforme Jobbeschreibungen, was Co-op Grinding mit T-Shaped Profilen macht — und warum Kkoma nie versucht hat, besser zu spielen als Faker.
Der Ausweg aus dem Expertentum-Reflex ist nicht weniger Kompetenz. Es ist eine andere Definition davon: nicht was du selbst produzierst — sondern was andere durch dich möglich machen.
Der Loot dieser Folge:– Skill-Trees definieren: Was will jede Person als nächstes entwickeln — nicht was das Unternehmen gerade braucht.– Co-op Grinding einbauen: Wissen, das gemeinsam entsteht, reduziert den Bus-Faktor, stärkt den Zusammenhalt und erweitert das T-Profil in beide Richtungen gleichzeitig.– Level-Reset akzeptieren: Als neue Führungskraft bist du auf Level 1. Coaching und Mentoring einzufordern ist kein Zeichen von Schwäche — es ist das einzig sinnvolle Verhalten.– Fehler als Bonus-Level nutzen: Jeder Incident ist eine Lernqueste. Wer sie mit Neugier öffnet statt mit Kritik schließt, bekommt XP, die kein Training ersetzen kann.
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Das ist kein persönliches Versagen. Das ist der blinde Fleck fast aller technischen Führungskräfte: Wir werden befördert, weil wir als Spezialisten exzellent sind. Und dann versuchen wir, diese Exzellenz in einer Rolle zu beweisen, die komplett andere Regeln hat.
In dieser Folge geht es um das Level-Up System — wie Kompetenzentwicklung in Teams wirklich funktioniert. Nicht als HR-Prozess, nicht als Jahresgespräch, sondern als tägliche Entscheidung. Wir schauen uns an, warum Skill-Trees besser sind als uniforme Jobbeschreibungen, was Co-op Grinding mit T-Shaped Profilen macht — und warum Kkoma nie versucht hat, besser zu spielen als Faker.
Der Ausweg aus dem Expertentum-Reflex ist nicht weniger Kompetenz. Es ist eine andere Definition davon: nicht was du selbst produzierst — sondern was andere durch dich möglich machen.
Der Loot dieser Folge:– Skill-Trees definieren: Was will jede Person als nächstes entwickeln — nicht was das Unternehmen gerade braucht.– Co-op Grinding einbauen: Wissen, das gemeinsam entsteht, reduziert den Bus-Faktor, stärkt den Zusammenhalt und erweitert das T-Profil in beide Richtungen gleichzeitig.– Level-Reset akzeptieren: Als neue Führungskraft bist du auf Level 1. Coaching und Mentoring einzufordern ist kein Zeichen von Schwäche — es ist das einzig sinnvolle Verhalten.– Fehler als Bonus-Level nutzen: Jeder Incident ist eine Lernqueste. Wer sie mit Neugier öffnet statt mit Kritik schließt, bekommt XP, die kein Training ersetzen kann.
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Über diesen Podcast
Co-op Mode – Gaming trifft Leadership Die meisten Leads spielen
Singleplayer. Entscheidungen alleine, Wissen horten, den besten
Move selbst machen. Problem: So gewinnt man keinen Raid. Co-op Mode
übersetzt Leadership in Gaming-Logik: Warum 5 Damage-Dealer wipen.
Was Blameless Post-Mortems mit Teamkultur machen. Und warum
Rechthaben der ultimative Friendly Fire ist. Neue Folge alle zwei
Wochen — dienstags. 🌐 hofmann-freiburg.de 🔗
linkedin.com/in/georghofmann-digitalleadership #CoopMode
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