Orte. Menschen. Geschichten.

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OMG 11 Die Havelländische Malerkolonie in Ferch am Schwielowsee
05.06.2026
16 Minuten
Die Havelländische Malerkolonie war in den 1920er Jahren rund um den Maler Karl Hagemeister entstanden der aus dem nahen Werder stammte und seit den 1870er Jahren das damals sehr abgelegene Fischerdorf Ferch besuchte, um hier zu arbeiten. Wenig später lud er dazu zunächst seinen Freund Carl Schuch aus Wien ein. Viele der folgenden Malerinnen und Maler der Kolonie gehörten zur Landschaftsklasse an der Berliner Akademie der Künste. Ihnen allen ging es darum, unabhängig von akademischen Vorgaben Landschaftsbilder zu malen: den Schwielowsee, Dörfer, Wälder und Felder sowie das Bauern- und das Fischer-Leben, bei Sonnenaufgang und -untergang, in der Dämmerung und bei Nebel. Viele siedelten sich in Ferch an. Um diese Zeit herum entstanden übrigens in ganz Deutschland rund 30 Malerkolonien, auch in Ahrenshoop an der Ostsee und auf der Insel Hiddensee, so gut wie immer in romantischer ländlicher Umgebung als Gegenpol zum städtischen Leben. Spuren der Havelländischen Malerkolonie sind in Ferch bis heute erhalten. 
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OMG 10 „Die Spinner Gottes“: Warum der Priester Lorenzo Milani trotz Verbots die Schule von Barbiana gründete
16.05.2026
61 Sekunden
Das Dorf Barbiana liegt weit oben in den Bergen in der Toskana in Italien, knapp 40 Kilometer nordöstlich von Florenz. Wahrscheinlich wäre es heute so gut wie unbekannt, wenn es nicht die „Schule von Barbiana“ gegeben hätte. Und den, der diese Schule sozusagen erfunden hat: der katholische Priester Lorenzo Milani. Weil er sich in den 1950er Jahren auf seiner ersten Stelle als Lehrer betätigt hatte, wurde er von der Kirche „strafversetzt“, so muss man es sagen. Wegen seiner Erfolge als Lehrer in Barbiana kommen heute der italienische Staatspräsident und sogar der Papst hierher, um ihn zu ehren. Diese Geschichte hatte ich für den Deutschlandfunk erzählt. Link auf den Beitrag im Deutschlandfunk-Archiv: https://www.deutschlandfunk.de/die-spinner-gottes-der-priester-lorenzo-milani-und-seine-schule-von-barbiana-dlf-e3014f0c-100.html

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OMG 09 So hat der italienische Radrennfahrer Gino Bartali im Krieg Juden gerettet
02.05.2026
75 Sekunden
Gino Bartali war ein berühmter italienischer Radrennfahrer. Bis zum Ende des 2. Weltkriegs hatte er schon zweimal die Tour de France und einmal den Giro d’Italia gewonnen. Nach seinem Tod im Jahr 2000 wurde er noch berühmter. Man erfuhr, dass Bartali In der Zeit der deutschen Besatzung Mitglied einer katholischen Widerstandsgruppe war, die verfolgten Juden zur Flucht verhalf. 13 Jahre nach seinem Tod wurde er dafür von der israelischen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem als „ Gerechter unter den Völkern“ geehrt. 2018 startete der Giro d’Italia erstmals in seiner 101-jährigen Geschichte außerhalb Europas: Die erste Etappe fand in Jerusalem statt und war Bartali gewidmet. Bei dieser Gelegenheit wurde Bartali posthum die israelische Staatsbürgerschaft verliehen. Seit wenigen Jahren halten italienische Historiker den Bartali-Mythos aber für erfunden. Was stimmt nun? Diese Geschichte hatte ich für den Deutschlandfunk erzählt. Link auf den Beitrag im Deutschlandfunk-Archiv: https://www.deutschlandfunk.de/radrennfahrer-und-fluchthelfer-gino-bartali-held-oder-erfindung-dlf-256f7012-100.html

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OMG 011 Gab es den Birnbaum in Ribbeck im Havelland wirklich?
18.04.2026
9 Minuten
Der kleine Ort Ribbeck im Havelland liegt ungefähr 50 Kilometer westlich von Berlin im Land Brandenburg. Bekannt geworden ist er durch das Gedicht von Theodor Fontane aus dem Jah Jahr 1887 über den Herrn Ribbeck auf Ribbeck im Havelland. Darin geht es um einen in die Jahre gekommenen Grafen und dessen Birnbaum und darum, wie freigebig der alte Herr die reifen Birnen verschenkt. Immer noch und immer wieder kommen seither Besucher nach Ribbeck, auf der Suche nach dem sagenhaften Birnbaum. Den gibt es nicht mehr. Aber sie kommen trotzdem. 
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OMG 04 Gibt es den Balkon von Romeo und Julia in Verona tatsächlich?
12.04.2026
7 Minuten
Gegen Ende des 16. Jahrhunderts schrieb William Shakespeare die Tragödie Romeo and Juliet, Romeo und Julia. Es geht um die Liebesgeschichte eines Paares, dessen Familien verfeindet sind, und die die beiden jungen Leute in den Selbstmord treiben. Das Stück spielt in Verona. Eine seiner romantischsten Szenen spielt im Hof des Hauses der Julia, sie oben auf einem Balkon, er im Hof darunter. In der Reisesaison kommen massenweise Touristennach Verona, die das Haus und den Balkon sehen wollen. Dafür, dass sie beides zu sehen bekommen, hat man in Verona gesorgt. 
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Über diesen Podcast

„Orte-Menschen-Geschichte“ ist ein Podcast des Radiojournalisten Bernd Geisen. Jede Folge widmet sich einem Thema, das mit einem konkreten Ort oder mit besonderen Personen verbunden ist – in Deutschland und weltweit. Die Themen reichen von historischen Rätseln über überraschende kulturelle Zusammenhänge bis hin zu persönlichen Erinnerungen und Zeitgeschichte. Dabei kommen stets Menschen vor Ort, Zeitzeugen und Expertinnen und Experten zu Wort. 
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