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Beschreibung
vor 1 Woche
Die Havelländische Malerkolonie war in den 1920er Jahren rund um
den Maler Karl Hagemeister entstanden der aus dem nahen Werder
stammte und seit den 1870er Jahren das damals sehr abgelegene
Fischerdorf Ferch besuchte, um hier zu arbeiten. Wenig später lud
er dazu zunächst seinen Freund Carl Schuch aus Wien ein. Viele
der folgenden Malerinnen und Maler der Kolonie gehörten zur
Landschaftsklasse an der Berliner Akademie der Künste. Ihnen
allen ging es darum, unabhängig von akademischen Vorgaben
Landschaftsbilder zu malen: den Schwielowsee, Dörfer, Wälder und
Felder sowie das Bauern- und das Fischer-Leben, bei Sonnenaufgang
und -untergang, in der Dämmerung und bei Nebel. Viele siedelten
sich in Ferch an. Um diese Zeit herum entstanden übrigens in ganz
Deutschland rund 30 Malerkolonien, auch in Ahrenshoop an der
Ostsee und auf der Insel Hiddensee, so gut wie immer in
romantischer ländlicher Umgebung als Gegenpol zum städtischen
Leben. Spuren der Havelländischen Malerkolonie sind in Ferch bis
heute erhalten.
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