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Episoden
30.05.2026
45 Minuten
00:00:01 Anmoderation 00:03:40 Forethought 00:11:31 Theorien 00:14:31 Diskussion 00:26:38 Bottom-up-Ansätze 00:35:53 Konklusion Link zur ‘Folgenwebsite’ (Skript) Diese…
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10.05.2026
1 Stunde 11 Minuten
00:00:15 Forethought 00:09:12 Erste Notiz: Kritik der verkohlten Vernunft 00:37:31 Zweite Notiz: Mein Wahn nach Rationalität 00:46:31 Dritte Notiz: KI, die verkohlte Vernunft 00:50:21 Vierte Notiz: Kulturkampf und Männlichkeit 00:55:10 Fünfte Notiz: Dies ist kein Nachruf 01:07:51 Abmoderation Link zur ‘Folgenwebsite’ (Skript) Diese Folge wurde produziert, recherchiert und moderiert von Steven Xavier Cassimo. Die Intro- und Outro-Musik wurde komponiert und produziert von Jason Shaw (Creative Commons Music by Jason Shaw on Audionautix.com). Schickt mir eure Kritik an stevenxaviercassimo@protonmail.de Folgt mir auf Instagram, um auf dem Laufenden zu bleiben. Es gibt auch die Möglichkeit, meine Arbeit auf Steady zu unterstützen. Gott ist tot. Religion, Werte und Moral sind tot. Alle metaphysischen Gewissheiten tot. Sie atmen den Nihilismus, sie atmen das Nichts, weil sie das geduldige Gespräch mit den Dingen, den Ahnen, den unvollständigen Geschöpfen der Welten in ihrer Welt ablehnen. Sie sahen zu, wie die christliche Moral mit ihrer Leibfeindlichkeit, ihren Demutsidealen und ihrer Betonung des Mitleids ihre Kraft einbüßte, Sinn zu stiften, und sie erlebten, wie diese Moral das schlechte Gewissen und die Unterdrückung der Emotionen hervorbrachte. Sie haben die Vorstellungen von einer göttlichen Ordnung, einem jenseitigen Sinn des Lebens als überholt verworfen. Die Kosmologien und Ahnen jener Welten hörten alles, was sie sagten, und sahen alles, was sie taten. In ihrem Herrschaftswahn über ihr eigenes Schicksal bestimmen zu wollen, schluckten sie die Ideen von Gut und Böse einfach hinunter, als bedeuteten sie nichts. Nationalismus, Antisemitismus und Sozialismus wurden zu ihren neuen Religionen. Zwar war ihnen der Kapitalismus noch kein Begriff, dennoch erkannten sie sich an der Herrschaft des Geldes und des Erwerbs und machten sie zum Ausdruck ihrer eigensüchtigen Geldaristokratie. Die Ahnen hörten ihnen dabei zu, wie sie ihren Rassismus und Kolonialismus anbeteten. Während einige wenige von ihnen spürten, dass es seltsam war, was sie taten, verhielten sie sich ihrer Zeit entsprechend mehrzüngig zu ihrem Rassismus und Kolonialismus: Die wenigen verspotteten die Vorstellung eines spezifisch deutschen Rassebegriffs, sie taten ihn als Irrtum ab und sahen gerade im ‘Mischmasch-Europa’ den Ursprung großer Kulturen.1 Gleichzeitig griffen sie den Rassebegriff, ohne etwas zu sagen, auf, etwa in der Rede von einem ‘Herrenrasse'-Begriff, der naturgegeben an oberster Stelle stehe.2 Überkreuz mit jenem formulierten sie die Überzeugung, dass jede Kultur auf Sklaventum und der Ausbeutung einer leidenden Masse beruhe, deren Elend gar gesteigert werden müsse, um einer kleinen Elite ihre künstlerische Entfaltung zu ermöglichen.3 Schließlich forderten sie, ohne den Begriff Kolonialismus zu verwenden, eine expansive Weltpolitik und den Kampf um ‘Erdherrschaft’, entwarfen geopolitische Szenarien von russischer Dominanz über Europa und Asien bis hin zu kolonialen Fantasien einer deutschen Forstkultur in Mexiko.4 Ihre Kritik an den rassistischen Exzessen ihrer Zeit ist ein Januskopf: Die Argumentation dagegen dient zeitgleich als Apologie, um die eigene Vorherrschaft sowie die Aufrechterhaltung der Ausbeutungsverhältnisse moralisch abzusichern. Hinter dem gleißenden Licht modern geglaubter Ideologien verbirgt sich der Verlust der Metaphysik, den auch das lauteste Versprechen von Sinn und Identität nicht zu füllen vermag. Wie kann eine Identität das Gewicht der Geschichte tragen, wenn ihr ideologisches Gewebe entleert ist? Der eurozentrische Mensch bleibt ein Isolierter, weil er Sinn nur dort sucht, wo er sein Privileg nicht gefährdet – indem er versucht, sich autark vom Rest der Welt zu schöpfen. Er ist ein Verdammter seiner eigenen Welt. Seine Verdammnis ist die Unfähigkeit, sich ohne sein Privileg zu denken. Solange er sich weigert, nach den vielen Welten in der Welt zu suchen, muss er ständig neue Ismen und Ideologien produzieren, um den Riss zwischen seinem humanistischen Selbstbild und seinen Ausbeutungspraktiken zu überblenden. Vor fast 150 Jahren schrieb Friedrich Nietzsche sein Werk ‘Der Wille zur Macht’, dessen Worte letztlich zur Idee des Übermenschen kulminierten. Dann setzte eine unheilbare Krankheit ein. Nietzsche starb. pole pole, gerne auch mit den Augen rollen, aber nicht abschalten, denn ich möchte hier natürlich keinen romantisierenden Nachruf auf Nietzsche verfassen. Obwohl sein Gesamtwerk erstaunlich aktuell ist und viel über unsere Zeit zu erzählen hat und einiges davon zu Recht gewürdigt wird. Kritische Theoretiker*innen, Geschichtsphilosoph*innen und antike Philosoph*innen verdienen unsere Würdigung und sollten nicht vergessen werden. Gleichzeitig sollten wir sie aber auch mit den Ideen der Poststrukturalist*innen, dekolonialen und postkolonialen Theoretiker*innen, also der ideenreichen Epistemologie des Südens, konfrontieren. Wir müssen die Werke von Kant, Fichte, Hegel, Hildegard von Bin
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23.04.2026
37 Minuten
Eine neue Folge Black History! Heute der zweite: kein Nachruf, sondern ein Verlernen. Ich werde heute weiter in den aufgesprungenen und abgeplatzten Gewissheiten graben.…
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17.04.2026
38 Minuten
Eine neue Folge und auch ein neuer Blogeintrag von Black History! Jetzt fragst du dich zurecht, warum neuer Blogeintrag. Wo kann ich denn jetzt was lesen? Ja genau, ich…
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07.04.2026
49 Minuten
Eine neue Folge Black History! Zunächst ein Update. Ab sofort gibt es das Podcast-Skript zur Episode inklusive aller Quellen und Anmerkungen als Begleitmaterial zum…
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Über diesen Podcast
Black History ist ein Podcast, der sich der
Sichtbarmachung von Schwarzen Geschichten und Perspektiven in
Deutschland widmet. Im Zentrum stehen die Lebensrealitäten und
historischen Beiträge Schwarzer Menschen, die oft vergessen oder
übersehen wurden. Der Podcast beleuchtet sowohl historische
Ereignisse als auch aktuelle Kämpfe gegen Rassismus und für
Gerechtigkeit. Dabei werden Verbindungen zur globalen Schwarzen
Diaspora gezogen, um ein umfassendes Bild Schwarzer Erfahrungen
in Deutschland und weltweit zu vermitteln. Begleitet mich auf
meiner Reise, durch facettenreiche und spannende Reportagen und
Interviews eine Plattform für Schwarze Stimmen zu schaffen und
ihre Geschichten ein Stück weiter ins öffentliche Bewusstsein zu
rücken.
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