Podcaster
Episoden
11.05.2026
49 Minuten
Heute geht es bei uns um ein etwas übergeordnetes Thema: den "Hype" um dystopische Geschichten und die Frage, was uns eigentlich so reizt an dieser Art der Literatur und natürlich auch von dystopischen Filmen. Es geht u.a. um den Umgang mit kollektiven, oft diffusen Ängsten und einer emotionalen und reflektiven Auseinandersetzung damit - aber ohne den eigenen sicheren Raum verlassen zu müssen. Hör rein und überleg mit uns, was uns an Dystopien fasziniert! Quellen: NDR Kultur. (2025, 27. Juli). SciFi-Expertin Hermann: Warum Anti-Dystopien Zukunft haben (Podcastfolge). In NDR Kultur – Das Gespräch. Collins, Suzanne (2009–2011): Die Tribute von Panem. Hamburg: Oetinger. Drei Bände Berger, Christina: „If we burn, you burn with us“. Gesellschafts- und Gerechtigkeitskonzeption von Suzanne Collins’ Hunger Games-Trilogie auf dem Hintergrund der christlichen Gesellschaftslehre. Graz: Univ. Dipl.arb. 2016. Clasen, Mathias & Kjeldgaard-Christiansen, Jens & Johnson, John. (2018). Horror, Personality, and Threat Simulation: A Survey on the Psychology of Scary Media. Evolutionary Behavioral Sciences. 14. 213-230. 10.1037/ebs0000152. Oosterwijk S (2017) Choosing the negative: A behavioral demonstration of morbid curiosity. PLoS ONE 12(7): e0178399. https://doi.org/10.1371/journal.pone.0178399 Sebastián-Martín, Miguel. (2021). The Beautification of Dystopias across Media: Aesthetic Ambivalence from We to Black Mirror. Utopian Studies. 32. 277-295. 10.5325/utopianstudies.32.2.0277. Wilhelm, B. (2019). Utopie und Dystopie in der zeitgenössischen Jugendliteratur – Zukunftsgestaltung und Gesellschaftskritik (Masterarbeit, Karl-Franzens-Universität Graz). https://de.readkong.com/page/utopie-und-dystopie-in-der-zeitgenossischen-jugendliteratur-6511288 Einige der benannten Bücher: - Ugly-Pretty-Special. Von Scott Westerfeld. - Der Report der Magd. Von Margret Atwood. - Die Bestimmung. Von Veronica Roth. - Die Gabe. Von Naomi Alderman. - Vox und Q. Von Christina Dalcher. ------------------ Wir sind beide ausgebildete Psychotherapeutinnen und unsere Analysen basieren u.a. auf psychologischen Theorien, aber wir erheben keinen Anspruch auf Wahrhaftigkeit und sie ersetzen keine Beratung geschweige denn eine Psychotherapie. Alles Gesagte sind nur unsere Interpretationen und Gedanken. Wenn ihr psychologische Unterstützung benötigt, wendet euch bitte an eine Fachkraft vor Ort oder telefonisch an die Terminvergabestelle der Kassenärztlichen Bundesvereinigung unter der -116117.
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28.04.2026
54 Minuten
Liebe Hörer*innen! Wir sind ja beim letzten Mal bereits in das Universum von Panem eingestiegen und machen heute da auch direkt weiter, aber mit einem etwas weiteren Blickwinkel. Wir sprechen über die gesellschaftliche Struktur von Panem und die Parallelen zum Nationalsozialismus, unter Bezugnahme auf die kluge Hannah Arendt. Natürlich interessiert uns auch der psychologische Aspekt, heute mehr der sozialpsychologische, als der klinisch psychologische. Vielleicht kennt ihr ja einige der besprochenen Experimente bereits. Außerdem hat uns beide die Frage beschäftigt: Inwiefern leben wir bereits im Capitol? Stichwort Desensibilierung, Stichwort Entmenschlichung. Aber gottseidank gibt es auch noch viele Sachen, die bei uns ganz anders laufen. Hört's euch an und gebt gerne euren Senf dazu! Arendt, H. (1951). The Origins of Totalitarianism. Harcourt, Brace & Company. Arendt, H. (1964). Eichmann in Jerusalem: Ein Bericht von der Banalität des Bösen. München: Piper. (Originalausgabe: Eichmann in Jerusalem: A Report on the Banality of Evil. New York: Viking Press, 1963.) Arendt, H. (1965). Über das Böse: Eine Vorlesung zu Fragen der Ethik. München: Piper. Darley, J. M., & Latané, B. (1968). Bystander intervention in emergencies: Diffusion of responsibility. Journal of Personality and Social Psychology, 8(4p1), 377–383. Milgram, S. (1963). Behavioral study of obedience. Journal of Abnormal and Social Psychology, 67(4), 371–378. Wisco, B. E., Marx, B. P., May, C. L., Martini, B., Krystal, J. H., Southwick, S. M., & Pietrzak, R. H. (2017). Moral injury in U.S. combat veterans: Results from the national health and resilience in veterans study. Depression and Anxiety. Zimbardo, P. G., Haney, C., Banks, W. C., & Jaffe, D. (1973). The mind is a form of prison: A study of prisoner and guard roles. Naval Research Reviews, 30(9), 4–17. ------------------ Wir sind beide ausgebildete Psychotherapeutinnen und unsere Analysen basieren u.a. auf psychologischen Theorien, aber wir erheben keinen Anspruch auf Wahrhaftigkeit und sie ersetzen keine Beratung geschweige denn eine Psychotherapie. Alles Gesagte sind nur unsere Interpretationen und Gedanken. Wenn ihr psychologische Unterstützung benötigt, wendet euch bitte an eine Fachkraft vor Ort oder telefonisch an die Terminvergabestelle der Kassenärztlichen Bundesvereinigung unter der -116117.
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07.04.2026
56 Minuten
Wir beginnen ein neues Kapitel unseres Podcasts und wenden uns den Hunger Games zu! Ob wir das jetzt in den nächsten Folgen direkt weiter führen oder erst einmal über etwas anderes sprechen, wissen wir noch nicht, lasst euch also überraschen (oder gebt uns eine Rückmeldung, was ihr wollt!). Auf jeden Fall besprechen wir heute Haymitch, der in der ursprünglichen Trilogie Katniss' Mentor ist und der Hauptcharakter des Buches Sunrise on the Reaping. Uns beschäftigt dabei die Frage, wieso Menschen überhaupt alkoholabhängig werden und vor Allem, wieso sie sich aus einer solchen Sucht schwer lösen können. Aber gerade bei Haymitch kann man ja gut beobachten, dass es eben doch einen Grund geben kann, mit dem Trinken aufzuhören, ein höheres Ziel, eine Aufgabe, aber auch eine Verantwortung. Wir sprechen ein bisschen über Prognosen und Therapie von Alkoholabhängigkeiten und worunter die Kinder von alkoholabhängigen Eltern leiden. **ACHTUNG**: Es wird Spoiler geben! Tine hat sich nicht dran gestört, aber wer Sunrise on the Reaping noch ungespoilert lesen will, muss sich zwischendrin die Ohren zuhalten. Quellen: https://www.lemonde.fr/en/science/article/2026/02/16/a-drunk-woman-is-shameful-why-women-face-greater-risks-but-receive-less-support-for-alcohol-addiction_6750521_10.html Finney JW, Moos RH. The long-term course of treated alcoholism: I. Mortality, relapse and remission rates and comparisons with community controls. J Stud Alcohol. 1991 Jan;52(1):44-54. Goh, C.M.J., Asharani, P.V., Abdin, E. et al. Gender Differences in Alcohol Use: a Nationwide Study in a Multiethnic Population. Int J Ment Health Addiction 22, 1161–1175 (2024). John U, Rumpf HJ, Hoffmann S, Meyer C, Kiefer F. Langzeitverläufe der Alkoholabhängigkeit [Long-term courses of alcohol dependence]. Nervenarzt. 2025 Jan;96(1):31-36. Linn BK, Zhao J, Stasiewicz PR, LaBarre C, Wilding GE, Bradizza CM. Relationship of negative emotionality, NIAAA recovery, and 3- and 6-month drinking outcomes among adults in treatment for alcohol use disorder. Drug Alcohol Depend. 2023 Jan 1;242:109695.
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16.03.2026
50 Minuten
In dieser Folge werfen wir einen psychologischen Blick auf eine der berühmtesten Liebesgeschichten der Literatur: Romeo und Julia. Wir sprechen über eine Beziehung, die sich in kürzester Zeit von intensiver Verliebtheit zu absoluter Eskalation entwickelt. Welche Dynamiken stecken hinter dieser scheinbar „großen Liebe“? Und was passiert, wenn starke Emotionen auf mangelnde Kommunikation sowie eine Tendenz zu extremen Kurzschlusshandlungen treffen? Natürlich kommen wir auch um das tragische Ende nicht herum: Wir sprechen über den gemeinsamen Suizid der beiden Figuren und darüber, wie solche extremen Handlungen im Kontext von Überforderung, jugendlicher Impulsivität und sozialem Druck verstanden werden können. Quelle: Shakespeare, W. (1597). Romeo and Juliet. London. zur Dreieckstheorie der Liebe: https://lexikon.stangl.eu/15509/dreieckstheorie-der-liebe ------------------ Wir sind beide ausgebildete Psychotherapeutinnen und unsere Analysen basieren u.a. auf psychologischen Theorien, aber wir erheben keinen Anspruch auf Wahrhaftigkeit und sie ersetzen keine Beratung geschweige denn eine Psychotherapie. Alles Gesagte sind nur unsere Interpretationen und Gedanken. Wenn ihr psychologische Unterstützung benötigt, wendet euch bitte an eine Fachkraft vor Ort oder telefonisch an die Terminvergabestelle der Kassenärztlichen Bundesvereinigung unter der -116117.
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02.03.2026
47 Minuten
Liebe Zuhörer*innen, heute gibt es eine Sonderfolge! Wir werden dem Harry Potter Universum vorübergehend untreu und besprechen andere literarische Phänomene, diesmal "Der seltsame Fall des Dr. Jekyll and Mr. Hyde" von Robert Louis Stevenson aus dem Jahr 1886. Wir beleuchten den Kontext (das viktorianische England) und was dieser mit der Geschichte zu tun hat, aber sprechen auch intensiv darüber, inwiefern das auf die heutige Zeit übertragbar ist. Im Speziellen geht es viel um den Begriff der Spaltung und psychologische Phänomene und Störungen, die damit assoziiert sind. Wie immer widmen wir uns auch der Frage: Wie wäre Dr. Jekyll so als Patient? Ach ja und ich sage am Anfang, wir reden später noch mal über den Trank und die Verbindung zu Alkohol, tatsächlich haben wir das anscheinend im Verlauf der Folge vergessen, also macht euch gerne selbstständig Gedanken dazu :-) Viel Spaß beim Hören und gebt uns gerne eine Rückmeldung, wie euch die Sonderfolge gefallen hat und ob ihr lieber mehr davon haben wollt, oder ob wir uns wieder Harry Potter zuwenden sollen! Schaut gern auf unserer Instagramseite - https://www.instagram.com/popkultur_auf_der_couch/ - vorbei oder lasst einen Kommentar auf Spotify da. Wir sind gespannt auf eure Meinungen! ------------------ Wir sind beide ausgebildete Psychotherapeutinnen und unsere Analysen basieren u.a. auf psychologischen Theorien, aber wir erheben keinen Anspruch auf Wahrhaftigkeit und sie ersetzen keine Beratung geschweige denn eine Psychotherapie. Alles Gesagte sind nur unsere Interpretationen und Gedanken. Wenn ihr psychologische Unterstützung benötigt, wendet euch bitte an eine Fachkraft vor Ort oder telefonisch an die Terminvergabestelle der Kassenärztlichen Bundesvereinigung unter der -116117.
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Über diesen Podcast
Bei "Popkultur auf der Couch" besprechen wir verschiedene
Charaktere und Themen aus Büchern, Buchreihen und Filmen, Serien
etc., die Teil der Popkultur geworden sind; und zwar aus
psychologischer Sicht. Wir (Bea und Tine) sind nämlich beide
psychologische Psychotherapeutinnen und bringen alle zwei Wochen am
Montag eine neue Folge raus. Das erste popkulturelle Phänomen, mit
dem wir uns beschäftigen, ist die Harry Potter-Reihe. Habt ihr euch
schon mal gefragt, was die Charaktere von Hogwarts wirklich
antreibt? Wie beeinflussen ihre Erfahrungen und Gefühle ihre
Entscheidungen? In jeder Episode besprechen wir verschiedene
psychologische Aspekte dieser magischen Welt. Von Harrys Kampf mit
seinen Ängsten und Unsicherheiten bis zu Hermines Streben nach
Perfektion – wir analysieren gemeinsam die komplexen Beziehungen
und Herausforderungen, die die Charaktere so durchleben. Wir
erkunden auch übergeordnete Themen wie Identität, Trauma,
Freundschaft und gesellschaftspolitische Überlegungen. Egal, ob du
ein eingefleischter Potterfan bist oder einfach nur neugierig auf
die psychologischen Hintergründe der Geschichten – dieser Podcast
bietet dir neue Blickwinkel, unterhaltsame Diskussionen und
vielleicht auch ein paar Denkanstöße. Unser Instagram zum
Mitdiskutieren: https://www.instagram.com/popkultur_auf_der_couch/
Musik Intro und Outro by Purple Planet Music
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