Podcaster
Episoden
24.02.2026
1 Stunde 7 Minuten
An vielen Stellen greift der Koran Geschichten auf, die auch in
der Bibel, im Tanach und anderen Quellen vorkommen. Vieles wird
nur angedeutet und vieles ganz anders erzählt – oder mit einer
anderen Aussage. Das Wissen um diese Andeutungen und Hinweise,
ihre Quellen und die Zusammenhänge hilft uns, den Koran zu
verstehen. Das zeigen die beiden Koranwissenschaftler Tuğrul Kurt
und Dirk Hartwig an verschiedenen Beispielen.
Koranrezitationen: Aisha Sastra und Peter Gößwein
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23.02.2026
51 Minuten
Auf seinen Bildern ist nicht zu erkennen, dass sie auch vom Koran
inspiriert sind – und genau das ist Absicht. Denn für Alper
Emeklier würde eine allzu eindeutige Lesart sowohl den Blick des
Betrachters als auch die Größe Gottes begrenzen. Warum uns ein
Bild dennoch berührt, bleibt ein Geheimnis. Aber wie bringt man
eine Koransure auf die Leinwand? Und welche Farbe hat das
Paradies?
Koranrezitationen: Aisha Sastra und Peter Gößwein
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22.02.2026
40 Minuten
Noch bevor sie in Sarajevo in die Schule kam, hat Saima
Mirvic-Rogge den Koran auf Arabisch lesen, schreiben und lieben
gelernt – heimlich jedoch. Denn Religion war in Jugoslawien unter
Tito nicht erwünscht. Erst als 30-Jährige hatte sie Zugang zu
Übersetzungen. Das war, während sie und so viele andere im
belagerten Sarajevo zu überleben versuchten. Von dieser Zeit sagt
sie: „Nur beim Beten hatte ich keine Angst.“ Und auch, als sie
später in Berlin mit traumatisierten Frauen aus Srebrenica
zusammenarbeitete, half der Klang des Korans ihr, dem Gehörten
und Erlebten nicht das letzte Wort zu geben.
Koranrezitationen: Aisha Sastra und Peter Gößwein
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21.02.2026
59 Minuten
Vier von fünf muslimischen Gläubigen können kein Arabisch – oder
nicht so gut. Deswegen ist die wörtliche Bedeutung des Korans gar
nicht die einzig wichtige. Bei Rap, zeigt uns Sercan Üstündağ,
ist das genauso: bei manchen Raps geht es um den Beat. Bei
anderen um Stichworte, die einen Kontext herstellen oder
Andeutungen machen, und die nur Insider verstehen. Und wie bei
allen Texten ist es natürlich so, dass jeweils das anspricht,
wofür man gerade empfänglich bin. Bleibt die Frage: Wie sehr darf
der Exeget zulassen, sich auch persönlich vom koranischen Text
angesprochen zu fühlen?
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21.02.2026
56 Minuten
Halil ist Online-Streetworker. Auf TikTok, Discord und Instagram
kümmert er sich um Jugendliche. Dabei spielt auch der Koran eine
Rolle – zum Beispiel dann, wenn es um Fragen geht, ob bestimmte
Sachen erlaubt sind oder nicht. Auch in die Kommentarspalten
salafistischer Prediger bringt er sich ein und zeigt, wie komplex
und vielfältig der Koran ist und eben nicht so schwarz-weiß, wie
diese behaupten. All das kann Halil aus zwei Gründen: Er hat
Theologie studiert. Und er versteht die jungen Leute sehr gut,
weil er selbst als Jugendlicher beinahe in den Krieg gezogen
wäre. Dem, der ihn davon abgehalten hat, ist er heute noch
dankbar.
Koranrezitationen: Aisha Sastra und Peter Gößwein
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Über diesen Podcast
Der Koran ist nicht nur ein Buch zum Lesen und Verstehen, sondern
er klingt auch. Und dies bei jedem Menschen anders. Der Wortsinn
ist dabei gar nicht immer das Wichtigste. Wir haben unsere Gäste
gebeten, von ihren Hör- und Leseerfahrungen und ihren Erlebnissen
mit dem Koran zu erzählen. Es antworten: Ein Schriftsteller, ein
Online-Streetworker, eine Erzieherin, ein Schauspieler, eine
Lehrerin, ein bildender Künstler und verschiedene Koranforschende.
Eine Kooperation der Alhambra Gesellschaft e.V. und der
Katholischen Akademie in Berlin e.V. Gefördert die Berliner
SenKultGZ im Jahr 2025
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