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Episoden

38 Minuten
Im Podcast spricht Sabine Bonewitz von der Stiftung Lesen über frühkindliche Leseförderung. Vorlesen könne bereits bei Babys beginnen und fördere Sprache, Nähe, Aufmerksamkeit, Selbstvertrauen und soziale Kompetenzen. Das bundesweite Programm „Lesestart“ verteilt Bücher über Kinderarztpraxen, Bibliotheken und weitere Netzwerke, um besonders Familien mit wenig Buchkontakt zu erreichen. Trotz langsamer Verbesserungen werde in vielen Haushalten weiterhin zu selten vorgelesen. Bonnewitz plädiert für dialogisches, spielerisches und undogmatisches Vorlesen, das Interessen, Alter und Mehrsprachigkeit der Kinder berücksichtigt. Pädagogische Fachkräfte erhalten Fortbildungen und Materialien. Kinderbücher sollten Vielfalt abbilden und Identifikation ermöglichen.


Lesestart 1-2-3


Sabine Bonewitz Interview


 


 


Der MEduPod erscheint alle zwei Wochen mittwochs um 12 Uhr. 
43 Minuten
Das Gespräch mit Alessandro Barberi geht über das Erbe von Dieter Baacke, einer Gründungsfigur der Medienpädagogik. Durch die systematische Analyse seines Werks wird die Bedeutung der „kommunikativen Kompetenz“ herausgearbeitet, die als anthropologische Konstante unabhängig von technologischen Neuerungen verstanden wird. Der Diskurs verbindet medienpädagogische Theorie mit Germanistik, Systemtheorie und Aufklärungsideen. Ein zentraler Punkt ist die Abkehr von rein systemischen Funktionen hin zur individuellen Spontaneität und Emanzipation. In Bezug auf die Gegenwart reflektieren die Beteiligten die Herausforderungen durch digitalen Kapitalismus und künstliche Intelligenz (KI). Dabei wird betont, dass Maschinen keine „hermeneutische Tiefendimension“ besitzen. Baackes visionärer Ansatz dient als Grundlage, um menschliche Souveränität und Handlungsorientierung in einer digitalisierten Welt zu bewahren.


Alessandro Barberi


Dieter Baacke: Medienkompetenz als pädagogisches Konzept


Der MEduPod erscheint alle zwei Wochen mittwochs um 12 Uhr. 
38 Minuten
Im Podcast-Gespräch stellt Anneke Elsner ihre Dissertation zur problematischen Mediennutzung aus medienpädagogischer Perspektive vor. Sie erläutert den Begriff der Gaming Disorder (ICD-11), grenzt ihn vom Suchtbegriff ab und betont den Leidensdruck als zentrales Kriterium. In ihrer qualitativen Studie führt sie narrativ-biografische Interviews mit volljährigen Betroffenen und deren Zugehörigen (Eltern, Geschwister, Partner), ergänzt durch egozentrische Netzwerkkarten. Erste Befunde zeigen die große Bedeutung sozialer Beziehungen für die Entstehung und den Verlauf exzessiver Mediennutzung. Als medienpädagogische Empfehlung rät Elsner, nicht nur auf die Dauer der Mediennutzung zu achten, sondern vor allem auf die zugrundeliegenden Motive – also das ‚Warum‘ hinter dem Medienverhalten.


Anneke Elsner


DAK Mediensucht-Studie 2026


Klicksafe fragt...: Haben wir ein Problem mit Mediensucht? (Podcast)


Der MEduPod erscheint alle zwei Wochen mittwochs um 12 Uhr. 
39 Minuten
Claudia Lampert erläutert im Gespräch die Arbeit einer interdisziplinären Expertenkommission zum Kinder- und Jugendmedienschutz. Deren Bericht „Entwicklung stärken, Verantwortung übernehmen“ betrachtet digitale Medien nicht nur aus Schutzperspektive, sondern verbindet Schutz, Befähigung und Teilhabe. Im Gespräch wird betont, dass pauschale Social-Media-Verbote für Kinder und Jugendliche zu kurz greifen, weil Risiken nicht allein durch Accounts entstehen und Verbote leicht umgangen werden können. Stattdessen müssten Anbieter stärker über bestehende europäische Regelungen in Verantwortung genommen werden. Weitere zentrale Themen sind frühe Mediennutzung in Familien, Medienbildung über alle Altersphasen hinweg, Kommunikationsräume für Kinder, KI-Kompetenzen wie ein „KI-Seepferdchen“.  Weiterhin wird die Notwendigkeit von Forschung, Monitoring und gemeinsamer Umsetzung der im Bericht aufgestellten Handlungsempfehlungen durch Politik, Bildung, Gesundheitswesen, Eltern, Plattformen und Jugendliche.


Claudia Lampert


Bericht "Entwicklung stärken, Verantwortung übernehmen"


Der MEduPod erscheint alle zwei Wochen mittwochs um 12 Uhr. 
38 Minuten
Ulrike Krein erläutert, dass Daten per se nicht neutral sind, sondern stets kontextgebunden und performativ wirken – beeinflusst durch Annahmen, die in Technologien eingeschrieben sind. Datafizierung in Schule reicht von Noten bis zu Lern-Apps und wird oft mit Optimierungsversprechen verbunden. Anhand des EU-Erasmus-Projekts *Data Ready* (fünf Länder) zeigt Krein, dass Datenkompetenz im Schulbereich kaum breit verankert ist und vor allem als kritische Reflexionsfähigkeit verstanden wird. Sie plädiert für eine fächerübergreifende Implementierung von Data Literacy statt Delegation an einzelne Fächer. Lehrkräfte sollten lernen, professionell mit Ungewissheit umzugehen – ein strukturelles Merkmal pädagogischer Arbeit.


Ulrike Krein


Data-Ready EU Erasmus+-Projekt


Der MEduPod erscheint alle zwei Wochen mittwochs um 12 Uhr. 
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Über diesen Podcast

Ein Podcast der AG Medienbildung an der Universität Mainz zu den Themen Medien, Bildung und Gesellschaft mit Stefan Aufenanger und Madlen Glass. Neue Folgen erscheinen vierzehntäglich jeweils mittwochs um 12 Uhr. Folge uns auf Instagram!

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