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Episoden
09.02.2026
31 Minuten
Digitale praktische Gesellenprüfung: Was bringt die Simulation
wirklich und wo bleibt das Handwerk?
Wer den Werkstatt Insider Podcast zum ersten Mal hört, merkt
sofort: Hier geht es nicht um Hochglanz-Sprech, sondern um
Werkstatt-Realität. In der ersten regulären Folge nehmen Jens,
Michael und Moritz ein Thema auseinander, das viele Betriebe
gleichzeitig neugierig und skeptisch macht: digitale Elemente in
der praktischen Gesellenprüfung. Anlass ist ein Modellversuch in
Dresden. Dort absolvieren rund 100 angehende Kfz-Mechatroniker
einen Teil der praktischen Prüfung an einer digitalen
Prüfungsstation. Es geht um Fehlerdiagnostik, also um genau den
Bereich, der im Alltag längst digital begleitet wird, aber eben
nicht digital gelöst ist.
Warum kommt das Thema jetzt und was ist daran neu?
In Dresden soll eine Computersimulation praxisnahe Fehlerbilder
abbilden. Der entscheidende Punkt ist dabei weniger die
Technik-Spielerei, sondern die Vergleichbarkeit. Wenn Prüflinge
an verschiedenen Fahrzeugen mit unterschiedlichen Fehlern
arbeiten, wird die Bewertung schnell schief. Nicht weil Prüfer
unfair sind, sondern weil die Ausgangslage nicht identisch ist.
Eine Simulation kann definierte Störungsbilder bereitstellen, für
alle gleich, jederzeit reproduzierbar. Das klingt erstmal sauber,
fair und modern.
Michael bremst direkt die Revolution. Digital in Prüfungen ist
kein Neuland. In Bochum läuft die schriftliche Prüfung seit
Jahren online. Das ist etabliert und organisatorisch sinnvoll.
Aber die praktische Prüfung ist bewusst weiterhin praktisch, weil
man sehen will, ob jemand das Handwerk beherrscht und Handwerk
bedeutet eben nicht nur klicken, sondern anfassen, messen,
beurteilen, sauber arbeiten.
Diagnose ist nicht Stecker rein und fertig!
Ein Kernmoment der ersten richtigen Podcast Folge ist die klare
Abgrenzung zwischen Fehlerspeicher und Diagnose. Der Tester
liefert keine Wahrheit, er übersetzt nur Symptome aus dem
Steuergerät in eine Sprache, die wir lesen können. Michael bringt
dafür den Vergleich mit dem Arzt: Der Patient sagt Kopfschmerzen
und mehr nicht. Ob das von Stress, Alkohol, einem Stoß oder
falscher Belastung kommt, muss erst herausgefunden werden. Genau
so ist es am Auto: Der Fehlereintrag sagt dir, wo es wehtut!
Nicht, was kaputt ist.
Das ist auch eine Erwartungsfalle bei Kunden. Viele glauben,
Werkstatt heißt Stecker dran – Bauteil tauschen – Rechnung
schreiben. In der Realität beginnt die Arbeit nach dem Auslesen
erst richtig: prüfen, messen, eingrenzen, Ursachen voneinander
trennen. Und manchmal steckt die Ursache da, wo niemand sie
vermutet. Zum Beispiel ein Massefehler in der Rückleuchte, der
vorne das Lichtkino auslöst. Diagnose ist Systematik, nicht
Lotto.
Was die Simulation besser kann als das echte Auto
Trotz aller Skepsis hat die digitale Prüfungsstation echte
Vorteile. Der wichtigste: Komplexe und sicherheitskritische
Szenarien lassen sich darstellen, ohne dass man an realen
Fahrzeugen gefährliche oder extrem aufwendige Setups bauen muss.
Damit ist die Brücke zum Elektroauto schnell geschlagen. Niemand
will Prüflinge in einer Prüfung an offenen Hochvolt-Komponenten
herumoperieren lassen. In der Praxis geht es bei Hochvolt-Themen
ohnehin oft um die korrekte Freischaltung nach Herstellervorgabe,
um sichere Abläufe, um Informationsbeschaffung und um saubere
Messungen wie die Isolationsprüfung. Das lässt sich zumindest
teilweise standardisieren und fair prüfen.
Der zweite Vorteil ist der Reset-Effekt. Eine Simulation kann
nach jedem Prüfling sauber zurückgesetzt werden. Am realen
Fahrzeug ist das deutlich aufwendiger, besonders wenn in einer
Stunde Diagnosezeit ein Fehlerbild gelöst werden soll und
anschließend der nächste bei null starten muss. Und ja: Man kann
in einer digitalen Umgebung theoretisch viel mehr Varianten
abbilden als an einem physischen Prüfstand mit zwei oder drei
umsteckbaren Fehlerquellen.
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02.02.2026
6 Minuten
Mit Werkstattinsider startet ein Podcast, der dorthin geht, wo
Automobiljournalismus, Technik und Alltag oft nur an der
Oberfläche bleiben: direkt in die Werkstatt. In Folge 0 geht es
noch nicht um konkrete Reparaturen, Fehlerspeicher oder
Stundensätze, sondern um die Menschen hinter dem Mikrofon und um
die Idee hinter diesem Format.
Michael Dittmar, Moritz Nolte und Jens Stratmann nehmen sich
Zeit, sich vorzustellen. Drei Perspektiven, drei Hintergründe,
ein gemeinsamer Nenner: die Leidenschaft fürs Automobil und der
klare Blick auf das, was im Werkstattalltag wirklich passiert. Es
geht um Werdegänge, Erfahrungen, Anekdoten aus dem echten Leben
zwischen Hebebühne, Diagnosegerät und Kundenberatung. Nicht
geschniegelt, nicht PR-glatt, sondern ehrlich und nah dran.
Gleichzeitig steckt diese erste Folge den thematischen Rahmen ab.
Werkstattinsider will erklären, einordnen und manchmal auch
entzaubern. Warum moderne Autos heute Fluch und Segen zugleich
sind. Warum Werkstätten unter massivem Druck stehen. Warum
Elektromobilität, Software, Assistenzsysteme und Regularien den
Alltag verändern und was das für Kundinnen und Kunden bedeutet.
Und ja, zwischendurch geht es auch um „dies, das und jenes“ –
genau so, wie Gespräche in einer guten Werkstatt eben laufen.
Folge 0 ist damit kein klassischer Auftakt, sondern eine
Einladung. Zum Zuhören, zum Mitdenken und zum Mitdiskutieren.
Werkstattinsider richtet sich an alle, die Autos nicht nur
fahren, sondern verstehen wollen! Egal ob Schrauber, Serviceprofi
oder einfach interessierter Autofahrer. Ab jetzt wird es
regelmäßig konkret, technisch, manchmal unbequem, aber immer
fundiert und ab der nächsten Folge auch mit einem extra
Schmankerl.
Weitere Informationen findet ihr auf der Webseite
werkstattinsider.de
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Über diesen Podcast
Werkstattinsider ist der Podcast für alle, die wissen wollen, was
hinter den Kulissen moderner Automobil-Werkstätten wirklich
passiert. Hier geht es nicht um Hochglanzbroschüren oder
Marketingversprechen, sondern um den echten Alltag zwischen
Hebebühne, Diagnosecomputer, Ersatzteilproblemen und
anspruchsvollen Kundenerwartungen. Michael Dittmar, Moritz Nolte
und Jens Stratmann sprechen offen über Technik, Trends und
Herausforderungen der Branche. Von klassischen Verbrennern über
Elektromobilität bis hin zu Software, Assistenzsystemen und den
Folgen neuer gesetzlicher Vorgaben.
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