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13.07.2026
5 Minuten
Wie stark wird die Zahl der Menschen mit Demenz in Deutschland bis 2060 ansteigen – und welche Rolle spielen regionale Unterschiede für Prävention und Versorgung? In dieser Folge von „KurzGefasst“ stellen wir eine aktuelle Studie aus dem European Journal of Epidemiology vor, die erstmals kleinräumige Prognosen zur Entwicklung von Demenzerkrankungen in Deutschland liefert. Grundlage der Analyse ist ein Mikrosimulationsmodell auf Basis von Routinedaten von 27 Millionen AOK-Versicherten aus den Jahren 2017 bis 2019. Die Forschenden kombinierten regionale Prävalenzdaten mit nationalen Inzidenz- und Mortalitätsraten, um Projektionen für alle 400 Landkreise in Deutschland zu berechnen. Modelliert wurden verschiedene Szenarien – von steigender Lebenserwartung bei konstanter Demenzinzidenz bis hin zu Präventionsannahmen mit jährlich sinkender Inzidenz. Die Ergebnisse zeigen: Im Hauptszenario steigt die Zahl der Menschen mit Demenz in Deutschland von 1,4 Millionen im Jahr 2018 auf 2,1 Millionen im Jahr 2060. Gleichzeitig nehmen die regionalen Unterschiede deutlich zu. Während Großstädte vergleichsweise niedrige Prävalenzen aufweisen, könnten in einzelnen ostdeutschen Landkreisen bis zu sechs Prozent der Bevölkerung betroffen sein. Auch die Belastung der erwerbsfähigen Bevölkerung durch Pflege- und Versorgungsaufgaben dürfte deutlich zunehmen. Wir besprechen, warum diese Daten für die regionale Versorgungsplanung so relevant sind, welchen Einfluss Prävention auf die künftige Fallzahl haben könnte und welche Schlussfolgerungen sich für ärztliche Praxis, Gesundheitswesen und Public Health ergeben. Quelle: Schüssel K, Brückner G, Ernst J, Caratiola C, Schröder H, Münnich R, Doblhammer G, Jessen F. Forecast of dementia prevalence in Germany and subnational regions until 2060 using microsimulation. Eur J Epidemiol. 2026. doi: 10.1007/s10654-026-01392-4 Dieser Podcast wird mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz erstellt. Sie möchten auf dem neuesten Stand bleiben? Auf mgo-medizin.de finden Sie aktuelle News, Fachartikel, zertifizierte CME-Fortbildungen, praxisrelevante Studien, Videos, Podcasts und vieles mehr. Jetzt registrieren und entdecken!
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08.07.2026
20 Minuten
Fachredakteurin Cornelia Weber spricht mit Prof. Dr. Ute Seeland – Inhaberin des ersten bundesweiten Lehrstuhls für geschlechtersensible Medizin – und Dr. Claus Haeser, niedergelassener Hausarzt, darüber, warum geschlechtersensible Medizin weit mehr ist als ein Randthema und welche zentrale Rolle sie für Diagnostik, Therapie und Patientenversorgung in der Praxis spielt. Warum ist geschlechtersensible Medizin gerade jetzt so relevant? Welche Unterschiede zwischen Frauen und Männern sind in Diagnostik und Therapie besonders bedeutsam? Und welche Folgen hat der Gender Data Gap für Studien, Medikamentenwirkung und die Versorgung im Praxisalltag? Freuen Sie sich auf ein Gespräch, das die Bedeutung geschlechtersensibler Medizin aus wissenschaftlicher und hausärztlicher Perspektive beleuchtet – und zeigt, warum eine differenzierte Betrachtung entscheidend für präzisere Diagnosen, individuellere Therapien und eine bessere Patientenversorgung ist. Sie möchten auf dem neuesten Stand bleiben? Auf mgo-medizin.de finden Sie aktuelle News, Fachartikel, zertifizierte CME-Fortbildungen, praxisrelevante Studien, Videos, Podcasts und vieles mehr. Jetzt registrieren und entdecken!
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08.07.2026
36 Minuten
Was verraten Mitochondrien über unsere Stoffwechselgesundheit – und warum rücken sie bei Typ-2-Diabetes immer stärker in den Fokus der Forschung? Birgit Schulze spricht mit Dr. Stephan Barth, Mediziner, Stoffwechselexperte und Autor des Buches „Die heimlichen Heldinnen des Stoffwechsels“, über die weitreichende Bedeutung der Mitochondrien für Energiehaushalt, Organfunktion und Krankheitsentstehung. Warum sind Mitochondrien weit mehr als nur die „Kraftwerke der Zelle“? Wie beeinflussen sie Pankreas, Leber, Muskulatur, Herz und Nervensystem? Und weshalb können Überernährung, Bewegungsmangel und chronischer Stress die mitochondriale Funktion so stark belasten, dass ein folgenreicher Teufelskreis aus Dysfunktion und Insulinresistenz entsteht? Freuen Sie sich auf ein Gespräch, das aktuelle Erkenntnisse aus der Stoffwechselforschung verständlich einordnet und zeigt, welche Rolle Bewegung, Ernährung und Stressmanagement für die mitochondriale Gesundheit spielen könnten. Für alle, die besser verstehen möchten, warum die „Dirigentinnen des Zellorchesters“ eine Schlüsselrolle bei Prävention und Therapie metabolischer Erkrankungen einnehmen. Sie möchten auf dem neuesten Stand bleiben? Auf mgo-medizin.de finden Sie aktuelle News, Fachartikel, zertifizierte CME-Fortbildungen, praxisrelevante Studien, Videos, Podcasts und vieles mehr. Jetzt registrieren und entdecken!
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29.06.2026
5 Minuten
Wie genau verzweigt sich der dorsale Klitorisnerv – und welche Konsequenzen hat das für die rekonstruktive Chirurgie nach weiblicher Genitalverstümmelung oder bei geschlechtsangleichenden Operationen? In dieser Folge von „KurzGefasst" stellen wir eine aktuelle Studie aus dem Fachmagazin Folia Morphologica vor, in der erstmals eine detaillierte anatomische Kartierung der Nervenarchitektur der menschlichen Klitoris vorgelegt wird. Ein Team um Erstautor Dr. Michael Wolf-Vollenbröker vom Institut für Anatomie I der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf untersuchte neun Klitorispräparate von Körperspendern mithilfe einer modifizierten Silafärbung, die das Gewebe transparent macht und Nervenfaszikel sichtbar färbt. Dabei zeigen sich zwei anatomische Verzweigungshotspots: Im Bereich des Ligamentum suspensorium klitoridis zweigen im Durchschnitt 1,8 Nervenfaszikel ab, weiter distal im anterolateralen Bereich teilt sich der Nerv in durchschnittlich 3,7 größere Faszikel pro Seite auf – mit erheblicher interindividueller Variabilität. Die Innervation ist zudem nicht symmetrisch: Links und rechts können sich deutlich unterscheiden. Wir diskutieren, welche klinischen Implikationen sich aus diesen Befunden für die NMCS-Prozedur und andere rekonstruktive Eingriffe ergeben, warum das Ligamentum suspensorium als chirurgische Orientierungsstruktur und No-Touch-Area dienen kann, und welche Fragen zu funktionellen Korrelaten der anatomischen Varianten offen bleiben. Quelle: Wolf-Vollenbröker M, Piermaier L, Filler TJ, mon O'Dey D. Ramification of the dorsal clitoral nerve along its course on the human clitoris. Folia Morphologica. 2026. DOI: 10.5603/fm.107254 Dieser Podcast wird mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz erstellt. Sie möchten auf dem neuesten Stand bleiben? Auf mgo‑medizin.de finden Sie aktuelle News, Fachartikel, zertifizierte CME‑Fortbildungen, praxisrelevante Studien, Videos, Podcasts und vieles mehr. Jetzt registrieren und entdecken!
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15.06.2026
7 Minuten
Warum sprechen manche Patientinnen und Patienten mit diabetischer Retinopathie nicht ausreichend auf Anti-VEGF-Therapien an – und gibt es alternative Angriffspunkte für neue Behandlungsstrategien? In dieser Folge von „KurzGefasst" stellen wir eine aktuelle Studie aus Nature Communications vor, in der ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Prof. Jens Kroll von der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg einen bislang unbekannten Signalweg der pathologischen Gefäßneubildung im Auge identifiziert hat. Im Mittelpunkt steht das reaktive Lipidaldehyd 2-Hexadecenal (2-HD), ein Stoffwechselprodukt von Sphingosin-1-Phosphat (S1P). Normalerweise wird 2-HD durch das Enzym ALDH3B1 entgiftet – fehlt dieses Enzym, akkumuliert 2-HD und hemmt gezielt den S1P-Rezeptor 5 (S1PR5), was zu einer Fehlregulation der Gefäßbildung führt. Zudem stört 2-HD den Eisenhaushalt der Zellen und treibt sie in die Ferroptose. Diese Befunde wurden im Zebrafischmodell erhoben und in humanem Augengewebe mit diabetischer Retinopathie bestätigt. Wir diskutieren, welche therapeutischen Perspektiven sich aus dieser neu identifizierten 2-HD/S1PR5-Signalachse ergeben, warum bereits zugelassene S1PR5-Modulatoren aus der MS-Therapie hier besonders vielversprechend sind und welche Fragen klinische Studien noch klären müssen. Quelle: Qian X, Ge R, Chu Y et al. Nat Commun. 2026;17:3488. doi: 10.1038/s41467-026-71792-3 Dieser Podcast wird mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz erstellt. Sie möchten auf dem neuesten Stand bleiben? Auf mgo‑medizin.de finden Sie aktuelle News, Fachartikel, zertifizierte CME‑Fortbildungen, praxisrelevante Studien, Videos, Podcasts und vieles mehr. Jetzt registrieren und entdecken!
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Über diesen Podcast
Willkommen bei MGB MEDIZIN – Ihrem kompakten Wissens-Update für die
moderne Medizin! In unserem Podcast erwarten Sie zwei spannende
Formate: KurzGefasst: Hier erhalten Sie in wenigen Minuten
KI-gestützte, prägnante Zusammenfassungen aktueller medizinischer
Studien. Ideal für alle, die schnell und fundiert auf dem neuesten
Stand bleiben möchten. Expertentalk: In diesem Format sprechen wir
mit führenden Fachleuten aus verschiedenen medizinischen Bereichen
über relevante Themen, aktuelle Trends und zentrale
Herausforderungen. Freuen Sie sich auf fundierte Einblicke und
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