Podcaster
Episoden
23.01.2026
25 Minuten
Ein Weg ist nach ihr und ihrer Mutter benannt: Der
Irena-Błażejewska-und-Anastasja-Młynarczyk-Weg. Irena Błażejewska
ist eine Überlebende des Lagers. Wie viele andere Frauen musste
ihre Mutter sie im Krankenlager zur Welt bringen. Irena Błażejewska
lebt heute in Polen. Mirjam besucht sie.
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23.01.2026
24 Minuten
Die nahegelegen Autobahn soll ausgebaut werden. Dagegen regt sich
Widerstand. In den Kreisen der Klimatschützer*innen interessiert
sich eine Arbeitsgruppe für das Gedenken. Sie wollen an die Opfer
des Krankenlagers erinnern.
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23.01.2026
27 Minuten
Im Jar 1949 wird die Bundesrepublik gegründet. Die Untersuchungen
der Alliierten zu Verbrechen gegen die Menschlichkeit werden an die
deutschen Gerichte übergeben. Doch für das Massaker im Gremberger
Wäldchen wird niemand zur Rechenschaft gezogen. Dennoch erinnern
sich einige und es will kein Gras über die Sache wachsen.
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23.01.2026
27 Minuten
Kurz vor Kriegsende erlässt Alfons Schaller den Befehl das Lager zu
räumen. Volkssturmmänner schießen durch die Barackenfenster und
treiben die Inhaftierten aus dem Lager. Diejenigen, die nicht
laufen können, verbrennen sie bei lebendigem Leibe. Dieses
schreckliche Verbrechen untersuchen die Briten drei Jahre später
als Cologne Case IV.
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23.01.2026
23 Minuten
Iwan Manschilin hatte eine Knieentzündung, Lidija Kiwwa litt an
Malaria und Tamara Stafitschuk kam im Krankenlager zur Welt. Sie
alle waren aus unterschiedlichen Gründen im Gremberger Wäldchen und
mussten dort unter schrecklichen Bedingungen leben. In Interviews
haben sie davon erzählt.
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Über diesen Podcast
„Sie öffneten die Fensterläden und schossen durch die Scheiben“ -
so erzählt Sergej Stepanow, einer der Überlebenden von der Räumung
des Krankenlagers. Am 8. April 1945 ereignete sich im
rechtsrheinischen Köln wenige Tage vor der Befreiung ein Massaker
an erkrankten Zwangsarbeiter:innen. Sie alle hatte das Arbeitsamt
ins Krankenlager im Gremberger Wäldchen geschickt. Dort fristeten
sie ihr Dasein. Der Podcast erzählt die weitgehend unbekannte
Geschichte des einzigen Krankenlagers für Zwangsarbeiter:innen im
Rheinland und dem letzten großen NS-Verbrechen auf Kölner
Stadtgebiet. Obwohl die Täter bekannt waren, wurde das Verbrechen
nie juristisch verfolgt. Bis heute ist der Ort und dessen
Geschichte kaum im öffentlichen Bewusstsein verankert. Erst 2024
wurde das Lager offiziell als Bodendenkmal anerkannt. Der
Jugendclub Courage Köln e.V. blättert in sechs Kapiteln die
Geschichte des Lagers und des mühsamen Kampfes gegen das Vergessen
auf. Im Zentrum stehen dabei die Perspektiven der Opfer und
Überlebenden, die anhand von Interviewmaterial mit ehemaligen
Zwangsarbeiter:innen zum ersten Mal hörbar gemacht werden.
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