Podcaster
Episoden
16.02.2026
32 Minuten
Zum Abschluss der Staffel trifft Host Laura Bachmann den
Schriftsteller Pedro Lenz in der Bibliothek Olten. Dort ist er
Stammgast. Zwischen Bücherregalen erzählt er von seiner Kindheit,
von den Bibliotheken, die ihn geprägt haben – und von seinem Weg
vom Maurerlehrling zum Schriftsteller.
Warum ist Lesen für ihn so zentral? Warum zeigt er seinen Kindern
Bibliotheken? Und weshalb gilt Literatur für viele noch immer als
elitär?
Ausserdem: Die letzte Reportage dieser Staffel. Der Lesehund und
die schwindende Lesekompetenz in der Schweiz.
In der Schweiz nimmt die Lesekompetenz ab. Digitale
Ablenkung, weniger vertieftes Lesen – mit Folgen für Bildung,
Berufschancen und demokratische Teilhabe. Leseförderung sei
deshalb wichtiger denn je, sagt Carlotta Binder vom Schweizer
Institut für Kinder- und Jugendmedien (SIKJM).
Darum braucht es Leseförderprojekte wie der „Lesehund“ Samu. In
der ganzen Schweiz besuchen speziell ausgebildete Hunde
Bibliotheken, wo Kinder ihnen vorlesen. Mireille (9) erzählt,
warum ihr das Vorlesen so leichter fällt.
Eine Episode über Lesebiografien, über Scham und Zugehörigkeit -
und darüber, warum Lesen Welten öffnet, Fantasie fördert und für
eine Demokratie unverzichtbar ist.
u. a. Stimmen in dieser Episode:
Pedro Lenz, Schweizer Schriftsteller und Mundart Lyriker
Carlotta Binder, Schweizer Institut für Kinder- und
Jugendmedien (SikJm)
Mireille, Teilnehmerin Lesehund
Stefanie, Lesehundteam Bibliothek Uster
Credits
Dieser Podcast wird präsentiert von der
sbd.bibliotheksservice ag.
Konzept, Produktion, Schnitt & Sounddesign: Laura Bachmann
Themensetzung & Mitarbeit am Konzept: Jasmin Leuze, Susanne
Wäfler, Manu Aeberli, Andrea Faedi, Dani Landolf
Scripteditorin: Mirja Gabathuler
Auftrag & Abnahme: Martin Kelterborn
Sprachaufnahmen: Podcaststudio Bibliothek Winterthur
Musik: Blue Dot Sessions
Mehr
09.02.2026
25 Minuten
In der Living Library «Geflüchtet in die Schweiz» werden in der
Pestalozzi Bibliothek Zürich für einmal keine
Bücher, sondern Menschen ausgeliehen. Geflüchtete und
Fachpersonen aus dem Asylbereich teilen ihre Geschichten im
persönlichen Gespräch - jeweils für 20 Minuten. Ziel des Formats:
Vorurteile abbauen, Empathie fördern und Begegnungen ermöglichen,
die im Alltag selten stattfinden.
Im Zentrum dieser Episode steht Afsaneh, eine Frau aus dem Iran,
die nach sieben Jahren Trennung durch Familiennachzug in die
Schweiz kam. Sie erzählt vom Ankommen in einem neuen Land, vom
Deutschlernen in der Bibliothek, von Büchern in ihrer
Muttersprache Farsi - und davon, warum sie heute lieber vom Jetzt
und vom Dazugehören spricht als von der schwierigen
Vergangenheit.
Warum passen Living Libraries gut zum Selbstverständnis
öffentlicher Bibliotheken? Sie sind Orte der Demokratieförderung,
des interkulturellen Austauschs und des Zuhörens.
Eine Episode über Bildungsgerechtigkeit, Vielfalt - und darüber,
wie Bibliotheken Menschen miteinander ins Gespräch bringen.
u.a. Stimmen in dieser EP:
Felix Hüppi, Direktor PBZ Bibliotheken
Rebekka Salm, Organisatorin Living Library, AOZ
Credits
Dieser Podcast wird präsentiert von der
sbd.bibliotheksservice ag.
Konzept, Produktion, Schnitt & Sounddesign: Laura Bachmann
Themensetzung & Mitarbeit am Konzept: Jasmin Leuze, Susanne
Wäfler, Manu Aeberli, Andrea Faedi, Dani Landolf
Scripteditorin: Mirja Gabathuler
Auftrag & Abnahme: Martin Kelterborn
Sprachaufnahmen: Podcaststudio Bibliothek Winterthur
Musik: Blue Dot Sessions
Mehr
02.02.2026
32 Minuten
Im Jura gibt es kaum Bibliotheken in den Dörfern. Stattdessen
kommt die Bibliothek zu den Menschen – im Bibliobus Jurassiene et
Grand Chasseral.
Einmal im Monat fährt der Bus durch abgelegene Gemeinden, hält
auf Dorfplätzen und wird für ein paar Stunden zum Treffpunkt: für
Kinder, ältere Menschen, Familien und Stammkund:innen. Wenn sich
die Türen öffnen, stehen die Menschen manchmal bereits Schlange.
In dieser Folge fahre ich mit. Ich spreche mit Julie
Greub, Direktorin des Bibliobus, über die Geschichte und
den Sinn dieses Modells – und mit der fahrenden Bibliothekarin
über ihren besonderen Arbeitsalltag: Bücher empfehlen, Bus fahren
und im Schnee unterwegs sein.
Diese Episode erzählt von Bildungsgerechtigkeit auf dem Land, von
Gemeinschaft in der Peripherie – und von einer Bibliothek, die
dorthin fährt, wo sie gebraucht wird.
Credits
Dieser Podcast wird präsentiert von der
sbd.bibliotheksservice ag.
Konzept, Produktion, Schnitt & Sounddesign: Laura Bachmann
Themensetzung & Mitarbeit am Konzept: Jasmin Leuze, Susanne
Wäfler, Manu Aeberli, Andrea Faedi, Dani Landolf
Scripteditorin: Mirja Gabathuler
Auftrag & Abnahme: Martin Kelterborn
Sprachaufnahmen: Podcaststudio Bibliothek Winterthur
Musik: Blue Dot Sessions
Mehr
30.01.2026
26 Minuten
Diese Bonus-Episode ergänzt die Reportage „24h in der
Bibliothek“ aus Uster. Denn was in
Uster zu hören ist, ist nur eines von vielen
Open-Library-Modellen.
Im Open-Library Round-Table sprechen Bibliotheksleiter:innen
offen über die Schattenseiten der Offenheit:
Jugendliche, die den Ort zweckentfremden, Lärm, Diebstahl,
Aggression – und die Frage, wo Vertrauen endet und Regeln
beginnen.
Diskutiert werden unterschiedliche
Sicherheitskonzepte, von Videoüberwachung über Securitas
bis hin zu eingeschränktem Zugang.
Zu Gast sind:
Roman Weibel - Leiter Bibliothek Uster
Jasmin Leuze - Leiterin Bibliothek Zug
Nicole Marquis - Leiterin Bibliothek
Volketswil
Marianna Portaluri - Leiterin Bibliothek
Geroldswil
Moderation und Schnitt: Laura Bachmann
Special Thanks: Noah Fend von Tamedia und Andi Wulschleger von
Ellie Media für die tolle technische Unterstützung.
Mehr
26.01.2026
32 Minuten
Was passiert, wenn eine Bibliothek fast rund um die Uhr offen ist
– ganz ohne Personal?
In dieser Episode packe ich meinen Schlafsack ein und verbringe
24 Stunden in der Bibliothek von Uster. Ich
erkunde ein Modell, das die Schweizer Bibliothekslandschaft
grundlegend verändert: Open Library.
Immer mehr Bibliotheken in der Schweiz sind 365 Tage im
Jahr zugänglich – frühmorgens, spätabends, nachts. Das
Credo ist klar: Eine geschlossene Bibliothek nützt
niemandem.
Mit einer Bibliothekskarte kann man in Uster deshalb die
Bibliothek bis zu 16 Stunden täglich selbständig
betreten – auch ohne Personal. Bücher, Spiele, Werkzeuge
oder sogar ein Waffeleisen lassen sich per
Self-Scanning ausleihen. Der Zugang ist
niederschwellig, anonym und effizient – und er wirkt:
rund 100 zusätzliche Besucher:innen pro Tag
nutzen so die Bibliothek.
Doch Offenheit hat ihren Preis. Wenn niemand mehr da ist, wird
der Ort auch missbraucht: Jugendliche nutzen die Bibliothek als
Treffpunkt vor dem Wochenende, stören Studierende und Familien.
In Härtefällen kommt es zu Aggressivität, Beschimpfungen
und Diebstahl – mit Interventionen der Jugendarbeit,
Hausverboten und vereinzelt sogar
Polizeieinsätzen.
Wie verändert sich unser Verhältnis zu Bibliotheken, wenn sie uns
alleine überlassen werden? Was braucht es, damit eine Open
Library funktioniert? Und was passiert ganz konkret an einem
ganzen Tag und in einer ganzen Nacht in einer Bibliothek?
In dieser Episode (u.a.): Roman Weibel – Leiter
Bibliothek Uster
Credits
Dieser Podcast wird präsentiert von der
sbd.bibliotheksservice ag.
Konzept, Produktion, Schnitt & Sounddesign: Laura
Bachmann
Themensetzung & Mitarbeit am Konzept: Jasmin Leuze,
Susanne Wäfler, Manu Aeberli, Andrea Fädi, Dani Landolf
Scripteditorin: Mirja Gabathuler
Auftrag & Abnahme: Martin Kelterborn
Sprachaufnahmen: Podcaststudio Bibliothek Winterthur
Musik: Blue Dot Sessions
Mehr
Über diesen Podcast
Lieblingsort Bibliothek ist ein Reportage-Podcast über Schweizer
Bibliotheken. In sechs Folgen besucht Audio-Journalistin Laura
Bachmann Bibliotheken, die boomen – und solche, die um ihre Zukunft
kämpfen. Jede Bibliothek erzählt eine Geschichte. Von Menschen, die
dort mehr finden als Bücher: Gemeinschaft, Bildung, Zugehörigkeit -
und manchmal ein zweites Zuhause. Präsentiert von der
SBD.bibliotheksservice ag 🎧 Neue Folgen ab Januar 2026 ·
www.sbd.ch/Podcast
Kommentare (0)