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Was passiert, wenn eine Bibliothek fast rund um die Uhr offen ist
– ganz ohne Personal?

In dieser Episode packe ich meinen Schlafsack ein und verbringe
24 Stunden in der Bibliothek von Uster. Ich
erkunde ein Modell, das die Schweizer Bibliothekslandschaft
grundlegend verändert: Open Library.

Immer mehr Bibliotheken in der Schweiz sind 365 Tage im
Jahr zugänglich – frühmorgens, spätabends, nachts. Das
Credo ist klar: Eine geschlossene Bibliothek nützt
niemandem.

Mit einer Bibliothekskarte kann man in Uster deshalb die
Bibliothek bis zu 16 Stunden täglich selbständig
betreten – auch ohne Personal. Bücher, Spiele, Werkzeuge
oder sogar ein Waffeleisen lassen sich per
Self-Scanning ausleihen. Der Zugang ist
niederschwellig, anonym und effizient – und er wirkt:
rund 100 zusätzliche Besucher:innen pro Tag
nutzen so die Bibliothek.

Doch Offenheit hat ihren Preis. Wenn niemand mehr da ist, wird
der Ort auch missbraucht: Jugendliche nutzen die Bibliothek als
Treffpunkt vor dem Wochenende, stören Studierende und Familien.
In Härtefällen kommt es zu Aggressivität, Beschimpfungen
und Diebstahl – mit Interventionen der Jugendarbeit,
Hausverboten und vereinzelt sogar
Polizeieinsätzen.

Wie verändert sich unser Verhältnis zu Bibliotheken, wenn sie uns
alleine überlassen werden? Was braucht es, damit eine Open
Library funktioniert? Und was passiert ganz konkret an einem
ganzen Tag und in einer ganzen Nacht in einer Bibliothek?

In dieser Episode (u.a.): Roman Weibel – Leiter
Bibliothek Uster

Credits

Dieser Podcast wird präsentiert von der
sbd.bibliotheksservice ag.

Konzept, Produktion, Schnitt & Sounddesign: Laura
Bachmann

Themensetzung & Mitarbeit am Konzept: Jasmin Leuze,
Susanne Wäfler, Manu Aeberli, Andrea Fädi, Dani Landolf

Scripteditorin: Mirja Gabathuler

Auftrag & Abnahme: Martin Kelterborn

Sprachaufnahmen: Podcaststudio Bibliothek Winterthur

Musik: Blue Dot Sessions
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„24h in der Bibliothek Uster“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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