Podcaster
Episoden
10.06.2026
27 Minuten
Du erlebst etwas Schönes, und eine Sekunde später taucht der Gedanke auf: Das könnte ich teilen. Von da an bist du geteilt — ein Teil erlebt, ein Teil schaut von der Tribüne zu.
In dieser Folge geht es um die Sehnsucht, gesehen zu werden. Sie ist so alt wie das Kind auf dem Sprungbrett, das ruft: „Guck mal!" Und sie ist heute der Rohstoff einer Industrie, die davon lebt, dass sie offen bleibt. Likes zählen dich. Gesehen wirst du dabei selten.
Marc erzählt, wie der Spiegel in unserer Hosentasche arbeitet, warum die Zählung die richtige Stelle mit dem falschen Stoff trifft, und wo die tantrische Tradition aus Kaschmir den Blick hindreht: zu dem in dir, das all dies bemerkt. Zu dem stillen Zeugnis, das auf keinem Foto erscheint.
Mit einer kleinen Übung für morgen, die nichts kostet und in keiner Statistik auftaucht.
Website: https://www.kamatantra.eu (https://www.kamatantra.eu/)
Marc van Daele
Music from Free To Use – Source: https://freetouse.com/music
Track by Artist Jeremiah Alves
Track by Artist Rukiye Boglu
In dieser Folge geht es um die Sehnsucht, gesehen zu werden. Sie ist so alt wie das Kind auf dem Sprungbrett, das ruft: „Guck mal!" Und sie ist heute der Rohstoff einer Industrie, die davon lebt, dass sie offen bleibt. Likes zählen dich. Gesehen wirst du dabei selten.
Marc erzählt, wie der Spiegel in unserer Hosentasche arbeitet, warum die Zählung die richtige Stelle mit dem falschen Stoff trifft, und wo die tantrische Tradition aus Kaschmir den Blick hindreht: zu dem in dir, das all dies bemerkt. Zu dem stillen Zeugnis, das auf keinem Foto erscheint.
Mit einer kleinen Übung für morgen, die nichts kostet und in keiner Statistik auftaucht.
Website: https://www.kamatantra.eu (https://www.kamatantra.eu/)
Marc van Daele
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Track by Artist Jeremiah Alves
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10.05.2026
26 Minuten
Es gibt ein Buch, von dem fast jeder glaubt, es zu kennen. Und das fast niemand wirklich gelesen hat. In dieser Folge nehme ich dich mit auf eine Reise zum ursprünglichen Geist des Kamasutra – und zu dem, was es uns heute noch zu sagen hat.
Denn im Kamasutra geht es um viel mehr als nur um Sexstellungen. Es ist ein Text über Sehnsucht, Atmosphäre, Schönheit und die Kunst der Begegnung. Darüber, wie Erotik schon lange vor dem Akt beginnt. Darüber, wie der Geist Teil der Sexualität ist. Über weibliche Lust als vollwertige Kraft. Darüber, was eine langfristige Beziehung am Leben erhält.
Wir reisen ins Indien des vierten Jahrhunderts, in die Stadt Pataliputra, in die Welt von Vātsyāyana – dem Gelehrten, der das Kamasutra verfasste. Und wir schlagen eine Brücke zum heutigen Leben: zu Liebenden, zu Körpern, zur Sprache und zu den kleinen Dingen, die eine sexuelle Begegnung tiefer und reichhaltiger machen.
Eine Folge über Lebenskunst. Über Achtsamkeit. Über die Begegnung, die man wirklich zu leben lernen kann.
Website: https://www.kamatantra.eu (https://www.kamatantra.eu/)
Marc van Daele
Music from Free To Use – Source: https://freetouse.com/music
Track by Artist Jeremiah Alves
Track by Artist Rukiye Boglu
Denn im Kamasutra geht es um viel mehr als nur um Sexstellungen. Es ist ein Text über Sehnsucht, Atmosphäre, Schönheit und die Kunst der Begegnung. Darüber, wie Erotik schon lange vor dem Akt beginnt. Darüber, wie der Geist Teil der Sexualität ist. Über weibliche Lust als vollwertige Kraft. Darüber, was eine langfristige Beziehung am Leben erhält.
Wir reisen ins Indien des vierten Jahrhunderts, in die Stadt Pataliputra, in die Welt von Vātsyāyana – dem Gelehrten, der das Kamasutra verfasste. Und wir schlagen eine Brücke zum heutigen Leben: zu Liebenden, zu Körpern, zur Sprache und zu den kleinen Dingen, die eine sexuelle Begegnung tiefer und reichhaltiger machen.
Eine Folge über Lebenskunst. Über Achtsamkeit. Über die Begegnung, die man wirklich zu leben lernen kann.
Website: https://www.kamatantra.eu (https://www.kamatantra.eu/)
Marc van Daele
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Track by Artist Jeremiah Alves
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02.04.2026
24 Minuten
In dieser Folge spreche ich über Missbrauch an Frauen, Grenzverletzungen, Frauenwut und männliche Verantwortung. Der unmittelbare Anlass ist der öffentliche Fall um Collien Fernandes und Christian Ulmen. Im Zentrum stehen Demütigung, Unsicherheit, Macht und verletzte weibliche Integrität. Ich spreche darüber, warum Wut eine schützende Kraft sein kann und was Männer konkret tun können: zuhören, Grenzen achten, Einwilligung ernst nehmen, die eigene Präsenz hinterfragen und andere Männer unterbrechen, wenn sie übergriffig oder abwertend werden.
Website: https://www.kamatantra.eu (https://www.kamatantra.eu/) Marc van DaeleMusic from Free To Use – Source: https://freetouse.com/musicTrack by Artist Jeremiah AlvesTrack by Artist Rukiye Boglu
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02.03.2026
23 Minuten
Für andere da sein, ohne zu verschwinden – eine Folge über das feine Gleichgewicht zwischen Geben und Selbsttreue.
Stell dir einen stillen See vor: Du siehst dich selbst im Wasser, und zugleich alles, was dich umgibt. So ähnlich kann es sich anfühlen, wenn wir für andere da sind: Wir spiegeln, tragen, helfen – und verlieren dabei manchmal den Kontakt zu uns selbst. Diese Episode lädt dich ein, genau diesen Moment zu erforschen: den Punkt, an dem Fürsorge kippt und Selbstaufopferung beginnt.
Aus tantrischer Perspektive schauen wir auf die inneren Muster, die uns „immer verfügbar“ machen – auf Vasanas, tief eingeprägte Neigungen, die wie unsichtbare Flussbetten unser Verhalten lenken. Wir sprechen über das Gift eines überstrengen Gewissens, das nicht nur Handlungen bewertet, sondern unser Menschsein verurteilt: „Wenn ich Nein sage, bin ich falsch.“ Und wir untersuchen das Paradox: Oft geben wir nicht aus Fülle, sondern aus einer inneren Leere heraus – aus dem Wunsch, gebraucht, gesehen oder geliebt zu werden. Das erschöpft, weil es ein Tauschhandel bleibt, der nie wirklich sättigt.
Du bekommst dabei konkrete innere Orientierung: Schuldgefühle dürfen als Gäste auftauchen, ohne die Führung zu übernehmen. Wir verweilen beim Herzraum – Anahata, der Ort einer Liebe, die nicht verdient werden muss. Und wir verbinden das mit zentralen Bildern tantrischer Spiritualität: Shiva und Shakti (Sein und Werden) sowie Spanda, die lebendige Schwingung zwischen Ausdehnung (Geben) und Kontraktion (Empfangen). Wenn wir nur noch „werden“, verlieren wir das „sein“. Wenn beides wieder tanzen darf, entsteht ein Geben, das nicht auslaugt.
Am Ende führt dich eine kurze Meditation in das Bild von Fluss und Ozean: du gibst, und du empfängst; du fließt, und du bist. Zwei Fragen begleiten dich in die Woche:
Wo gebe ich aus Leere heraus, statt aus Fülle?
Was verändert sich, wenn ich Schuld als alten Reflex sehe – und nicht als meinen moralischen Kompass?
Website: https://www.kamatantra.eu Marc van Daele Music from Free To Use – Source: https://freetouse.com/music Track by Artist Jeremiah Alves Track by Artist Rukiye Boglu
Stell dir einen stillen See vor: Du siehst dich selbst im Wasser, und zugleich alles, was dich umgibt. So ähnlich kann es sich anfühlen, wenn wir für andere da sind: Wir spiegeln, tragen, helfen – und verlieren dabei manchmal den Kontakt zu uns selbst. Diese Episode lädt dich ein, genau diesen Moment zu erforschen: den Punkt, an dem Fürsorge kippt und Selbstaufopferung beginnt.
Aus tantrischer Perspektive schauen wir auf die inneren Muster, die uns „immer verfügbar“ machen – auf Vasanas, tief eingeprägte Neigungen, die wie unsichtbare Flussbetten unser Verhalten lenken. Wir sprechen über das Gift eines überstrengen Gewissens, das nicht nur Handlungen bewertet, sondern unser Menschsein verurteilt: „Wenn ich Nein sage, bin ich falsch.“ Und wir untersuchen das Paradox: Oft geben wir nicht aus Fülle, sondern aus einer inneren Leere heraus – aus dem Wunsch, gebraucht, gesehen oder geliebt zu werden. Das erschöpft, weil es ein Tauschhandel bleibt, der nie wirklich sättigt.
Du bekommst dabei konkrete innere Orientierung: Schuldgefühle dürfen als Gäste auftauchen, ohne die Führung zu übernehmen. Wir verweilen beim Herzraum – Anahata, der Ort einer Liebe, die nicht verdient werden muss. Und wir verbinden das mit zentralen Bildern tantrischer Spiritualität: Shiva und Shakti (Sein und Werden) sowie Spanda, die lebendige Schwingung zwischen Ausdehnung (Geben) und Kontraktion (Empfangen). Wenn wir nur noch „werden“, verlieren wir das „sein“. Wenn beides wieder tanzen darf, entsteht ein Geben, das nicht auslaugt.
Am Ende führt dich eine kurze Meditation in das Bild von Fluss und Ozean: du gibst, und du empfängst; du fließt, und du bist. Zwei Fragen begleiten dich in die Woche:
Wo gebe ich aus Leere heraus, statt aus Fülle?
Was verändert sich, wenn ich Schuld als alten Reflex sehe – und nicht als meinen moralischen Kompass?
Website: https://www.kamatantra.eu Marc van Daele Music from Free To Use – Source: https://freetouse.com/music Track by Artist Jeremiah Alves Track by Artist Rukiye Boglu
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07.02.2026
32 Minuten
In dieser Folge geht es um Männlichkeit – und um die Verwirrung, Sehnsucht und den inneren Druck, die viele Männer damit verbinden. Was bedeutet es heute, ein Mann zu sein, wenn alte Rollenbilder bröckeln, patriarchale Muster sichtbarer werden und gleichzeitig niemand so richtig zeigt, wie ein stimmiger Weg aussehen könnte?
Diese Folge richtet sich an Männer und Frauen. Wenn du als Mann zuhörst, findest du vielleicht Sprache für etwas, das du lange nur diffus gespürt hast. Wenn du als Frau zuhörst, bekommst du Hintergrund dafür, was im Inneren vieler Männer beim Erwachsenwerden und im Mannsein passiert – und warum sich manches Verhalten so widersprüchlich anfühlen kann. Wenn beides gelingt, kommen wir einander ein Stück näher.
Ich teile hier keine absolute Wahrheit und kein endgültiges „Statement“. Es ist meine Perspektive als Mann und Tantralehrer – geprägt durch viele Gespräche und Erfahrungen in Tantra-Gruppen. Ich öffne einen Raum jenseits von zwei Extremen: der Rückgriff auf konservative Konzepte von „echter Männlichkeit“ auf der einen Seite, und eine überangepasste, vorsichtige „Bravheit“ auf der anderen, die oft Lebendigkeit kostet.
Wir schauen auf eine typische frühe Dynamik: die ersten Jahre in einer weiblich geprägten Welt von Nähe und Fürsorge – und dann, mit der Pubertät, das subtile Herausfallen aus dieser Selbstverständlichkeit. Nähe wird komplizierter, Berührung bekommt Risiko, und ohne bewusste Übergänge entsteht leicht Verschlossenheit. Wo Initiation und echte Begleitung fehlen, wartet oft ein Männerkreis, in dem Konkurrenz, Leistung und „Zeig keine Schwäche“ den Ton angeben. Daraus können zwei Bewegungen entstehen: ein tiefes Heimweh nach Nähe – und Wut, die selten Raum bekommt.
In diesem Zusammenhang spreche ich über „toxische Männlichkeit“: als Hinweis auf destruktive Muster, die sich über einen ursprünglich lebendigen Kern legen können. Verantwortung bleibt wichtig – und gleichzeitig die Frage: Wie wird Veränderung möglich, ohne Männer in Scham festzuhalten?
Hier bringt Tantra eine klare Landkarte ins Spiel. In der śaiva Tradition begegnen wir Śiva und Śakti: Bewusstsein und Energie, Stille und Bewegung. Prinzipien, die in jedem Menschen lebendig sind. Begriffe wie svabhāva (eigene Natur) und svātantrya (innere Freiheit) führen zu einer einfachen, radikalen Idee: Männlichkeit ist kein Ideal am Horizont. Sie beginnt als Erfahrung von innen.
Am Ende gibt es eine kurze Meditation: ein paar Minuten, um zu spüren, wer du bist, wenn niemand zuschaut – mit deinem Körper, deinem Atem, deinem Leben. Vielleicht ist das der stillste Teil der Folge. Und vielleicht genau der Moment, in dem etwas in dir wieder einfacher wird.
Website: https://www.kamatantra.eu Marc van DaeleMusic from Free To UseSource: https://freetouse.com/musicTrack by Artist Jeremiah Alves Track by Artist Rukiye Boglu
Diese Folge richtet sich an Männer und Frauen. Wenn du als Mann zuhörst, findest du vielleicht Sprache für etwas, das du lange nur diffus gespürt hast. Wenn du als Frau zuhörst, bekommst du Hintergrund dafür, was im Inneren vieler Männer beim Erwachsenwerden und im Mannsein passiert – und warum sich manches Verhalten so widersprüchlich anfühlen kann. Wenn beides gelingt, kommen wir einander ein Stück näher.
Ich teile hier keine absolute Wahrheit und kein endgültiges „Statement“. Es ist meine Perspektive als Mann und Tantralehrer – geprägt durch viele Gespräche und Erfahrungen in Tantra-Gruppen. Ich öffne einen Raum jenseits von zwei Extremen: der Rückgriff auf konservative Konzepte von „echter Männlichkeit“ auf der einen Seite, und eine überangepasste, vorsichtige „Bravheit“ auf der anderen, die oft Lebendigkeit kostet.
Wir schauen auf eine typische frühe Dynamik: die ersten Jahre in einer weiblich geprägten Welt von Nähe und Fürsorge – und dann, mit der Pubertät, das subtile Herausfallen aus dieser Selbstverständlichkeit. Nähe wird komplizierter, Berührung bekommt Risiko, und ohne bewusste Übergänge entsteht leicht Verschlossenheit. Wo Initiation und echte Begleitung fehlen, wartet oft ein Männerkreis, in dem Konkurrenz, Leistung und „Zeig keine Schwäche“ den Ton angeben. Daraus können zwei Bewegungen entstehen: ein tiefes Heimweh nach Nähe – und Wut, die selten Raum bekommt.
In diesem Zusammenhang spreche ich über „toxische Männlichkeit“: als Hinweis auf destruktive Muster, die sich über einen ursprünglich lebendigen Kern legen können. Verantwortung bleibt wichtig – und gleichzeitig die Frage: Wie wird Veränderung möglich, ohne Männer in Scham festzuhalten?
Hier bringt Tantra eine klare Landkarte ins Spiel. In der śaiva Tradition begegnen wir Śiva und Śakti: Bewusstsein und Energie, Stille und Bewegung. Prinzipien, die in jedem Menschen lebendig sind. Begriffe wie svabhāva (eigene Natur) und svātantrya (innere Freiheit) führen zu einer einfachen, radikalen Idee: Männlichkeit ist kein Ideal am Horizont. Sie beginnt als Erfahrung von innen.
Am Ende gibt es eine kurze Meditation: ein paar Minuten, um zu spüren, wer du bist, wenn niemand zuschaut – mit deinem Körper, deinem Atem, deinem Leben. Vielleicht ist das der stillste Teil der Folge. Und vielleicht genau der Moment, in dem etwas in dir wieder einfacher wird.
Website: https://www.kamatantra.eu Marc van DaeleMusic from Free To UseSource: https://freetouse.com/musicTrack by Artist Jeremiah Alves Track by Artist Rukiye Boglu
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Über diesen Podcast
Eine Serie über tantrische Transformation, lebendige Spiritualität
und bewusste Lebenskunst im Alltag des 21. Jahrhunderts.
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