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  3. Doppelblick: Streitfragen aus christlicher und humanistischer Perspektive Podcast

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34 Minuten
In den aktuellen Ausgaben des Talkformats "Doppelblick" diskutieren der Humanist Helmut Fink und der Theologe Frank Vogelsang berühmte Veröffentlichungen, die zu der Frage von Religion, dem Christentum insbesondere, kritisch oder bejahend Stellung bezogen haben. In dieser Folge geht es um die Schrift "Über die Religion. Reden an die Gebildeten unter ihren Verächtern" von Friedrich Schleiermacher, 1799 erschienen. Es ist eine Schrift des jungen Theologen, der sich in dieser Zeit im Kreis der deutschen Frühromantik bewegt und mit Friedrich Schlegel, Henriette Herz und anderen im Austausch steht. Schleiermacher wirbt in der Schrift für die Religion, es ist keine nüchterne gelehrte Abhandlung, es sind Reden eines Begeisterten, der andere überzeugen möchte. Ein zentraler Satz lautet: "Anschauen des Universums, ich bitte, befreundet euch mit diesem Begriff, er ist der Angel meiner ganzen Rede..." Schleiermacher kommt es auf die religiöse Erfahrung an, die vor allem kontemplativ möglich ist. Was kann uns diese Schrift heute noch sagen? Erstaunlich ist schon ihr Titel, wenn man bedenkt, dass sie über 200 Jahre alt ist. So schwankt der Eindruck des Textes zwischen einem älteren historischen Zeugnis und einer überraschender Aktualität. Helmut Fink und Frank Vogelsang diskutieren ihn wie immer aus zwei sehr unterschiedlichen Perspektiven.
36 Minuten
In der aktuellen Folge geht es um die Schrift "Dialoge über die natürliche Religion" von David Hume, 1779 erschienen. Das Buch ist ein Hauptwerk des Aufklärers Hume und ist eine kritische Auseinandersetzung mit einer bestimmten Form des Gottesglaubens. Manche Theologen und Philosophen haben im 18. Jahrhundert geglaubt, die Existenz Gottes aus der Ordnung und Zweckhaftigkeit der Welt ableiten zu können. Dagegen bringt Hume klare Argumente vor, die zeigen, dass diese Verteidigung des Gottesglaubens nicht haltbar ist. Die Skepsis von Hume destruiert einen Gottesglauben, der meint, sich aus der Vernunft ableiten zu können. Doch ist das die einzig mögliche Weise, an Gott zu glauben? Ist nicht die heutige Theologie auch von dieser Skepsis gegenüber der Vernunft geprägt? Andererseits: Wenn man von der Vernunft im Glauben lässt: Wird dadurch der Glaube nicht zu einem irrationalen und rein mystischen Haltung? Über diese Fragen diskutieren Helmut Fink und Frank Vogelsang.
32 Minuten
Dietrich Bonhoeffer gehört zu den bekanntesten Theologen des 20. Jahrhunderts. Er war erst 39 Jahre alt, als er kurz vor Kriegsende im April 1945 von den Nationalsozialisten hingerichtet wurde. Seine Korrespondenz aus dem Gefängnis in Tegel hat eine große Wirkung entfaltet, sie ist dokumentiert in dem Buch "Widerstand und Ergebung". In einer neuen Ausgabe des Talkformats „Doppelblick“ diskutieren der Humanist Helmut Fink und der Theologe Dr. Frank Vogelsang über Bonhoeffers Überzeugungen. Was denkt ein Mensch, der nicht an Gott glaubt, heute über Bonhoeffers Aussagen und welche Bedeutung haben sie heute?
29 Minuten
Der Humanist Helmut Fink und der Theologe Frank Vogelsang diskutieren über berühmte Veröffentlichungen, die zu der Frage von Religion, dem Christentum insbesondere, kritisch oder bejahend Stellung bezogen haben. Ein besonders wirkmächtiges Buch, das die Religionskritik in Deutschland maßgeblich geprägt hat, war das Buch "Das Wesen des Christentums" von Ludwig Feuerbach. Das Buch ist 1841 erschienen, seine Thesen aber sind nach wie vor aktuell. Seine zentrale These ist, dass die christliche Religion nichts anderes sei, als die Projektion menschlicher Eigenschaften und Sehnsüchte in einen imaginären Himmel. Das Wesen der Theologie ist Anthropologie.
27 Minuten
Es geht um die Frage, was wir feiern, wenn wir Weihnachten feiern. Die klassische Antwort des Christentums lautet, dass wir die Geburt Jesu von Nazareth, des Sohnes Gottes, feiern. Doch viele Menschen haben heute keinen Bezug mehr zu diesem religiösen Verständnis. Gibt es alternative Deutungen? Kann man das Weihnachtsfest auch als ein modifiziertes Sonnenwendefest, als ein Friedensfest im Winter feiern? Was spricht für die neue Deutung, was dagegen? Wahrscheinlich ist keine Deutung in einer pluralistischen Gesellschaft unumstritten. Einig sind sich die beiden Kontrahenten dagegen darin, dass Weihnachten festlich begangen werden soll. In diesem Sinne wünschen beide Gesprächspartner am Ende ein frohes Weihnachtsfest!
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Über diesen Podcast

Der Humanist Helmut Fink und der Theologe Frank Vogelsang diskutieren kontrovers zu Grundfragen der menschlichen Existenz. So zum Beispiel "Braucht der Mensch einen Glauben?", "Gibt es ein Leben nach dem Tod" oder auch "Widerlegt das Leid der Welt die Existenz Gottes?". Das Talkformat "Doppelblick" ist eine Kooperation der Evangelischen Akademie im Rheinland und der Akademie für säkularen Humanismus. Die Folgen 1–14 wurden im Zeitraum Mai 2024 bis November 2025 bereits auf dem YouTube-Kanal eair-Diskurse als Videos veröffentlicht und sind ab Dezember 2025 auch als Podcast zu hören.
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„Doppelblick: Streitfragen aus christlicher und humanistischer Perspektive“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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