Podcaster
Episoden
19.02.2026
29 Minuten
Der Humanist Helmut Fink und der Theologe Frank Vogelsang
diskutieren über berühmte Veröffentlichungen, die zu der Frage von
Religion, dem Christentum insbesondere, kritisch oder bejahend
Stellung bezogen haben. Ein besonders wirkmächtiges Buch, das die
Religionskritik in Deutschland maßgeblich geprägt hat, war das Buch
"Das Wesen des Christentums" von Ludwig Feuerbach. Das Buch ist
1841 erschienen, seine Thesen aber sind nach wie vor aktuell. Seine
zentrale These ist, dass die christliche Religion nichts anderes
sei, als die Projektion menschlicher Eigenschaften und Sehnsüchte
in einen imaginären Himmel. Das Wesen der Theologie ist
Anthropologie.
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11.12.2025
27 Minuten
Es geht um die Frage, was wir feiern, wenn wir Weihnachten feiern.
Die klassische Antwort des Christentums lautet, dass wir die Geburt
Jesu von Nazareth, des Sohnes Gottes, feiern. Doch viele Menschen
haben heute keinen Bezug mehr zu diesem religiösen Verständnis.
Gibt es alternative Deutungen? Kann man das Weihnachtsfest auch als
ein modifiziertes Sonnenwendefest, als ein Friedensfest im Winter
feiern? Was spricht für die neue Deutung, was dagegen?
Wahrscheinlich ist keine Deutung in einer pluralistischen
Gesellschaft unumstritten. Einig sind sich die beiden Kontrahenten
dagegen darin, dass Weihnachten festlich begangen werden soll. In
diesem Sinne wünschen beide Gesprächspartner am Ende ein frohes
Weihnachtsfest!
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11.12.2025
28 Minuten
Es geht um die Frage, was genau mit dem Wort Himmel bezeichnet
wird. Astrophysikalisch scheint die Antwort eindeutig: Der Himmel
ist das Universum, so wie es für Wesen, die auf der Erde stehen, zu
sehen ist. Im christlichen Kontext dagegen meint der Himmel die
Sphäre Gottes, ein für Menschen unzugänglicher Bereich. Kann man
einfach wie im Englischen zwischen heaven und sky unterscheiden?
Haben nicht auch säkulare Astrophysiker Ehrfurcht vor dem Himmel?
Ist nicht auch in der Bibel dagegen schon der Himmel
entmythologisiert, dass die Gestirne nur Geschöpfe und nichts
Göttliches sind?
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11.12.2025
21 Minuten
Es geht um die Frage, ob es so etwas wie eine „Transzendenz“, ein
„Jenseits“ gibt. Religiöse Aussagen, so die allgemeine Vermutung,
handeln von transzendenten, von jenseitigen Dingen. Doch kann man
etwas radikal Transzendentes überhaupt wissen? Doch was genau meint
der Begriff Transzendenz? Gibt es eine klare Grenze zwischen dem
Bekannten und dem nicht Bekannten und wo verläuft sie? Wie könnten
wir überhaupt von der Grenze wissen? Wenn es keine klare Grenze
gibt, kann man sich dem immer weniger Bekannten annähern?
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11.12.2025
27 Minuten
Es geht um die Frage, ob der Mensch eine Seele hat. Die Rede von
der Seele scheint veraltet. Biologische und neurowissenschaftliche
Forschungen haben keinerlei Anhaltspunkt dafür geliefert, dass es
zusätzlich zu dem untersuchten Körper so etwas wie eine Seele geben
könne. Ist also die Seele eine antiquierte Vorstellung? Bleiben nur
neuronale Netze und deren Funktionsweise? Eigentümlicherweise
gebrauchen auch gut informierte Menschen unserer Zeit im Alltag
immer wieder den Begriff der Seele, der Begriff ist nicht
verschwunden. Offenkundig weist er auf etwas hin, was jenseits
naturwissenschaftlicher Beschreibungen liegt. Wenn allerdings das
alte Konzept einer einer Seelensubstanz untauglich geworden ist,
worauf bezieht sich der Begriff dann?
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Über diesen Podcast
Der Humanist Helmut Fink und der Theologe Frank Vogelsang
diskutieren kontrovers zu Grundfragen der menschlichen Existenz. So
zum Beispiel "Braucht der Mensch einen Glauben?", "Gibt es ein
Leben nach dem Tod" oder auch "Widerlegt das Leid der Welt die
Existenz Gottes?". Das Talkformat "Doppelblick" ist eine
Kooperation der Evangelischen Akademie im Rheinland und der
Akademie für säkularen Humanismus. Die Folgen 1–14 wurden im
Zeitraum Mai 2024 bis November 2025 bereits auf dem YouTube-Kanal
eair-Diskurse als Videos veröffentlicht und sind ab Dezember 2025
auch als Podcast zu hören.
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