Krempel de Luxe

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Episoden

Villa Sand – Vom zugerümpelten Haus zur einzigartigen Ferienimmobilie
17.04.2026
22 Minuten
In dieser Folge bespricht Claudia, die Gastgeberin von „Krempel de Luxe“, mit Manuel Schneider, wie aus einem vollgestopften Haus in Bad Emstal (Nordhessen) die einzigartige Ferienunterkunft „Villa Sand 1935“ entstanden ist.


Manuel und sein Bruder Martin haben das Objekt kernsaniert, das Haus komplett entrümpelt und das Innere mit Upcycling und alten Fundstücken eingerichtet – statt mit Standard‑IKEA‑Möbeln.


Themen der Folge


Wie man ein altes Haus mit Inhalt kauft und entscheidet, was man behält, upcycelt oder entsorgt. Nachhaltige Verwertung: Wie man aus Holzschalung, Sandstein, alten Möbeln und Dokumenten individuelle Gestaltungselemente schafft. Praxis‑Tipps für andere, die ein volles Haus sanieren oder ein Upcycling‑Projekt planen.


Tipps von Manuel für andere


Holzmaterialien eignen sich besonders gut zum Upcycling – einfach zu bearbeiten, nicht zu wertvoll und am Ende noch gut als Brennholz. Behalten Sie alte Werkbänke oder Möbelstücke (z.B. Nähmaschinen), da sie oft in modernen Kontexten einsetzbar sind. Vermeiden Sie stark wurmstichige Holzteile. Wenn Sie nicht sicher sind: Das Möbelstück bei 90 °C in die Sauna stecken. Versuchen Sie, Dinge zu verschenken, bevor Sie sie entsorgen – es gibt immer jemanden, der sich freut.


Links & Weiterführendes


Instagram: Villa Sand: @villasand_1935 Krempel de Luxe: @krempel_de_luxe Websiten: Ferienimmobilie Villa Sand: www.villasand.de Ordnungscoach Claudia Knobloch: www.krempeldeluxe.de


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Downsizing im Alter: Weniger Dinge, mehr Lebensqualität
02.04.2026
32 Minuten
Im Gespräch mit Amelie Drews, Director Marketing & PR bei der Tertianum Premium Group, geht es um den Umzug ins kleinere Zuhause im Alter, um Loslassen, Erinnerungsstücke und die Frage, welche Dinge man im Alter noch braucht.





In dieser Folge erfährst du:


Warum man im Alter nur noch einen kleinen privaten Rückzugsort braucht, dafür aber viele Flächen mit anderen teilen kann. Welche Dinge Bewohnerinnen und Bewohner typischerweise beim Einzug in eine Seniorenresidenz mitbringen. Was im neuen Wohnumfeld einer Seniorenresidenz eher keinen Platz mehr hat. Wie Bewohnerinnen und Bewohner die Wohnungen zu ihrem individuellen Zuhause machen. Warum es sinnvoll ist, sich frühzeitig mit dem eigenen Wohnkonzept im Alter zu beschäftigen.


Über den Gast: Amelie Drews ist Director Marketing & PR bei der Tertianum Premium Group. Sie beschäftigt sich mit idealen Wohnformen für Menschen im Alter und hat die Informationen für diesen Podcast bei ihren Kolleginnen in den Tertianum Residenzen in Berlin, München und Konstanz eingeholt.





Links und Hinweise:


Tertianum Seniorenresidenzen: https://tertianum-premiumresidences.de


Krempel de Luxe Ordnungscoach für ein leichteres Leben: www.krempeldeluxe.de





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Ausmisten mit KI? Wie ReCircle Impact ungenutzte Dinge zurück in den Kreislauf bringt
20.03.2026
30 Minuten
Gast: Theresa Schuhmann, Gründerin und CEO von Recircle Impact


Folgenbeschreibung: Alle reden über künstliche Intelligenz — aber kann sie auch beim Aufräumen helfen?


In dieser Folge von Krempel de Luxe spricht Clau mit Theresa Schuhmann von ReCcircle Impact darüber, wie KI dabei unterstützen kann, ungenutzte Gegenstände zu erkennen, ihren Wert einzuschätzen und passende Wege für Weitergabe, Wiederverkauf oder Entsorgung zu finden.


Dabei geht es auch um die großen Hürden im Secondhand-Markt, um Informations-Asymetrien, um die Grenzen von KI und um die Frage, wie Kreislaufwirtschaft wirtschaftlich skalierbar werden kann.





Links und Hinweise:


Gast: Recircle Impact Podcast: Krempel de Luxe Ordnungscoach
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Kleiderspenden mit Wert und Wirkung
06.03.2026
31 Minuten
Beim Ausmisten von Kleiderschränken fallen Berge vonBekleidung an. Viele gemeinnützige Organisationen sammeln und verteilen Kleiderspenden an Bedürftige oder finanzieren mit dem Verkauf von gebrauchterKleidung ihre Programmarbeit. Eine dieser Organisationen ist die Berliner Stadtmission. In dieser Folge habe ich mit Annett Kaplow diskutiert, wie man Bekleidung so spendet, dass die gemeinnützigen Organisationen davon profitieren.


Annett Kaplow ist die Co-Leiterin des TEXTILHAFENS von Komm & Sieh, dem Inklusionsunternehmen der Berliner Stadtmission. Der Textilhafen sammelt und sortiert Bekleidung, gibt sie an Bedürftige weiter oder verkauft sie in eigenen Second-Hand-Läden. 460 TonnenBekleidung hat der Textilhafen 2024 in Berlin bewegt.


Für mich waren die wichtigsten Einsichten:


Kleiderspenden sind im Prinzip wie Geldspenden: sie unterstützendie Arbeit der gemeinnützigen Organisationen. Daher müssen sie entweder 100%auf die Zielgruppe der Organisation passen oder sie müssen so hochwertig/modisch/Marke sein, dass sie in Second-Hand-Läden verkauft werden können. Ausgeleierte, vergilbte, löchrige, muffige und verwaschene Kleidung gehört nicht in dieKleiderspende.


Als Daumenregel gilt: Kleiderspenden sollte in so guter Verfassung sein, dass man sie auch an Freunde und Freundinnen weitergeben würde. Daher eignen sich alte Bekleidung aus Kunstfasern und Kunstleder oder Schuheaus Kunststoff oft nicht für die Spenden: die Weichmacher sind nach spätestens 10 Jahren entwichen, die Stücken zerfallen.


Kleiderspenden sollten saisonal passend sein: Im Winter keine kurzen Hosen, im Sommer keine Daunenjacken spenden. Die Lagerkapazitäten der Kleiderkammern sind beschränkt, lieber die aussortierten Sachen bei sich zuhause lagern, bis sie zur Saison passen.


Kleiderspenden für Obdachlose sollten in etwa so sein wie Kleidung für einen Camping-Ausflug: feste Schuhe, eine wasserdichte Jacke, eine gute Hose, ein wärmender Pulli. Alles einfach waschbar und schnell trocknend. Der Bedarf an Männerbekleidung ist viel höher als der für Frauen.


Wenn man etwas spenden will, sollte man mit den Organisationen telefonisch Kontakt aufnehmen, um zu klären, welche Spenden sie gerade brauchen. Viele Organisationen haben Bedarfslisten auf ihren Webseiten. Man sollte nicht enttäuscht sein, wenn Sachspenden nicht angenommen werden.


Seriöse Altkleider-Container erkennt man daran, dass die aufstellende Organisation mit Kontaktdaten klar zu erkennen ist. Oft sind diese Container auf dem Gelände von Gemeinden, Museen oder Liegenschaften der Organisationen aufgestellt. Auch das Siegel von FairWertung oder dem Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V.  weisen auf seriöse Abnehmer hin.


Aktuell gibt es eine „Altkleiderkrise“. Kleidung, die die gemeinnützigen Organisationen nicht direkt an Bedürftige abgeben oder in ihrenSecond-Hand-Läden verkaufen können, werden nicht mehr von Großhändlern abgekauft. Der Export in osteuropäische oder afrikanische Länder ist quasi zum Erliegen gekommen. Daher verwenden die Organisation Geldspenden, um diese Textilien zu entsorgen. Geld, dass in der Programmarbeit viel besser verwendetwerden könnte.


Die Politik arbeitet daran, die Hersteller von Kleidung auch für deren Recycling oder Entsorgung verantwortlich zu machen. In der EU sollein Gesetz zur Herstellerverantwortung verabschiedet werden. 


Hier die Links dieser Folge:


Textilhafen: https://www.berliner-stadtmission.de/sachspenden


Materialpool:https://www.berliner-stadtmission.de/textilhafen/materialpool


Komm und Sieh gGmbH: https://www.berliner-stadtmission.de/komm-sieh


HanseaticHelp: https://hanseatic-help.org/


Fairwertung: https://fairwertung.de/


bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V. https://www.bvse.de/qualitaetssiegel/transparenz-und-qualitaetskontrolle.html


Wohin damit: https://www.wohindamit.org/
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KUNST-STOFFE – Material retten statt wegwerfen
20.02.2026
32 Minuten
Wohin mit übrig gebliebenem Baumaterial? Wer brauchteigentlich alte Stoffe, Holzreste oder Lochbleche? Und warum sind Nägel vielleicht besser in Kunstwerken aufgehoben als im Werkzeugkasten?


In dieser Folge von Krempel de Luxe spreche ich mitDr. Corinna Vosse von KUNST-STOFFE e.V. über Materialkreisläufe, Ressourcenverschwendung – und darüber, wie aus „Abfall“ wieder Wertstoffe werden.


Seit 2006 betreibt KUNST-STOFFE ein Umverteilungszentrum für wiederverwendbare Materialien. In ihren Materialmärkten finden Holz, Stoffe, Metall, Kurzwaren und vieles mehr ein zweites Leben. Dazu kommen Upcycling-Workshops, Werkstätten und ein Repair-Café – ein echtes Paradies fürSelbermacherinnen, Künstlerinnen und alle, die nachhaltiger leben wollen.


Die interessantestens Einsichten dieser Folge:


Materialströme neu denken In unserer Wirtschaft ist Material oft billig, Arbeit dagegen teuer. Deshalb wird viel zu schnell entsorgt. KUNST-STOFFE übernimmt die aufwendige, aber sehr sinnvolle Arbeit, Materialien und Menschen zusammenzubringen – besonderswichtig in Großstädten, wo privater Lagerraum knapp ist.


Warum so viel übrig bleibt Bei Bauprojekten und in Unternehmen wird großzügig eingekauft – Material ist schließlich günstiger als zusätzliche Arbeitszeit. Für echte Veränderungen braucht es politische Rahmenbedingungen wie eine CO₂-Bepreisung. Bei privaten Projekten empfiehlt Corinna: gut planen, erst die eigenen Bestände checken – und ruhig anfangen, auch wenn noch nicht alles da ist. Fehlendes Material? Erst im Freundeskreis oder über Netzwerke wie nebenan.de nachfragen.


Was es aktuell bei KUNST-STOFFE zu kaufen gibt Tolle Lochbleche, lange Samtvorhänge, viel Holz und jede Menge Stoffe – ein Besuch lohnt sich (Stand: Februar 2025).


Was gespendet werden kann – und was nicht Gut erhaltene, zeitgemäße Materialien mit einer gewissen Mindestgröße sind willkommen, besonders Holz und Stoffe. Nägel dagegen werden kaum noch gebraucht – heute wird fast alles geschraubt. Corinnas kreative Alternative für die Verwendung von Nägeln: Kunst a la Günther Uecker daraus machen!


Reparieren statt neu kaufen Im Repair-Café gibt es Hilfe zur Selbsthilfe für Elektronik, Textilien und Papier. Werkzeug, Know-how und Austausch inklusive. Neben funktionierenden Geräten nehmen viele Besucher*innen vor allem eines mit: neues Selbstvertrauen.Außerdem zeigt eine „Zero Waste Musterwohnung“, wie nachhaltiges Wohnen konkret aussehen kann – von aufgearbeiteten Möbeloberflächen bis zu praktischenAlltagstipps.





Hier die erwähnten Links aus der Folge:


Kunst-Stoffe https://kunst-stoffe-berlin.de/


Verband der Initiativen der Materialkreisläufe: https://material-initiativen.org/


Nebenan.de https://nebenan.de/
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Über diesen Podcast

Krempel de Luxe ist ein Podcast über das Ausmisten und das Weitergeben von Dingen. Die Geschichten hinter den Sachen und wie man ihnen ein zweites Leben gibt.
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