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1 Stunde 6 Minuten
David J. Becher ist Schauspieler beim Vollplaybacktheater, Mitgestalter bei Utopiastadt in Wuppertal, Unterhaltungskünstler und unerschütterlicher Optimist. Mit Humor und unkonventioneller Offenheit setzt er in einer von Verunsicherung geprägten Zeit auf das Fundament allen Handelns: Vertrauen.

In dieser Folge spricht Silke Otto mit ihm darüber, wie Vertrauen wächst, warum der Verlust des Gemeinwohls zu einer Misstrauensgesellschaft führt und weshalb ein bedingungsloser Vertrauensvorschuss jede Dynamik verändern kann.

Ein persönlicher Einblick zwischen der Bühne als sicherstem Ort der Welt, früheren Blockflöten-Vorspielen und der befreienden Erkenntnis, dass Solidarität eine Einbahnstraße sein muss.

Worüber gesprochen wird:

Die Bühne als sicherer Raum: Warum eine klare Bühnenkante Gestaltungshoheit schenkt und das Absurd-Komische vor Verletzlichkeit schützt.

Neoliberalismus & Gemeinwohl: Wie die Fixierung auf Zäune und Privatbesitz Vertrauen erodiert und was gesamtgesellschaftlichen Zusammenhalt stiftet.

Krise des Selbstvertrauens: Warum mehr individuelle Freiheit oft in permanenter Überforderung mündet und wie echte Eigenverantwortung gelingt.

Der Vertrauensvorschuss: Weshalb Solidarität keine Vorbedingungen kennt und Verträge kein Misstrauen, sondern gemeinsame Orientierung bedeuten.

Playlist zum Podcast: Bemerkenswert gehört

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Das Vollplaybacktheater

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Produktion: Silke Otto und Laura Schneider

Musik: aloe von terrarium.
55 Minuten
Helma Sick ist 85 Jahre alt, leidenschaftliche Feministin, Finanzberaterin und Buchautorin, die seit Jahrzehnten unermüdlich für die finanzielle und persönliche Unabhängigkeit von Frauen kämpft.

Sie beweist mit ihrer beeindruckenden Lebenserfahrung und ungebrochenen Leidenschaft, dass Selbstbestimmung kein Privileg ist, sondern die Grundvoraussetzung für ein freies Leben. In einer Zeit, in der gesellschaftliche Rollenbilder wieder rückwärtsgewandt diskutiert werden, setzt Helma Sick auf einen Wert, der für sie das Fundament jeder echten Freiheit bildet: Unabhängigkeit.

In dieser Folge spricht Silke Otto mit Helma Sick darüber, warum finanzielle Eigenständigkeit für Frauen über Lebensmöglichkeiten, Einfluss und Zukunftsaussichten entscheidet, welche historischen Hürden Frauen in Deutschland überwinden mussten und weshalb ihre Kernbotschaft „Ein Mann ist keine Altersvorsorge“ heute aktueller ist denn je. Sie gibt ganz persönliche, ungeschönte und aufrüttelnde Einblicke in ihre eigenen Prägungen, von drastischen Erlebnissen in ihrer Jugend und ihrer Arbeit im ersten bayerischen Frauenhaus bis hin zu den Gefahren finanzieller Passivität in der Gegenwart.

Worüber gesprochen wird:

Ein Mann ist keine Altersvorsorge: Warum Frauen eigenes Geld und einen eigenen Beruf brauchen, um in einer Beziehung bleiben zu können, aber nicht zu müssen.

Historische Hürden und politische Versäumnisse: Wie die Adenauer-Regierung ab 1950 die traditionelle Einverdiener-Ehe förderte, warum Deutschland bei Betreuungsinfrastruktur und Gleichberechtigung Jahrzehnte hinterherhinkt und welche rechtlichen Einschränkungen Frauen bis in die 1970er-Jahre erdulden mussten.

Tradwives und die Familienfalle: Eine scharfe Kritik an aktuellen Trends zur freiwilligen Abhängigkeit, der schleichenden Übernahme unbezahlter Haushaltspflichten durch gut ausgebildete Akademikerinnen und den Gefahren konservativer Familienbilder.

Faire Arbeitsteilung als Staatsziel: Warum Kinder zwei Elternteile haben, wie sich Erwerbs- und Sorgearbeit partnerschaftlich aufteilen lassen und weshalb die Vorbildfunktion berufstätiger Eltern für Töchter entscheidend ist.

Konkrete Finanztipps & Prävention: Weshalb man schon in jungen Jahren monatlich in Aktienfonds investieren sollte, warum Eheverträge und offene Finanzgespräche vor einem finanziellen Debakel schützen.

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Produktion: Silke Otto und Laura Schneider
46 Minuten
Skady Herkenrath ist eine engagierte junge Politikerin der SPD Sachsen-Anhalt, die zeigt, wie man mit Herz, Offenheit und einer klaren Haltung für das eigene Zuhause kämpft.

Sie beweist mitten im aktuellen Landtagswahlkampf, dass Politik nahbar, ehrlich und zutiefst menschlich sein kann.

In einer aufgeheizten politischen Situation und angesichts einer spürbaren gesellschaftlichen Polarisierung setzt Skady auf einen Wert, der im politischen Diskurs oft schmerzhaft vermisst wird: Empathie.

In dieser Folge spricht Silke Otto mit Skady Herkenrath darüber, warum echtes Zuhören gerade bei weit auseinanderliegenden Positionen unverzichtbar ist, wie sich Empathie von bloßer Zustimmung unterscheidet und wie sie als junge Frau den Haustürwahlkampf im emotionalen Turbogang erlebt.

Sie gibt ganz persönliche und ungeschönte Einblicke in die Herausforderungen vor Ort. Von gezielten rechtsextremen Anfeindungen und Hasskommentaren bis hin zu den Momenten, in denen der enge Zusammenhalt überparteilicher Initiativen und treuer Freunde ihr die Kraft gibt, unermüdlich weiterzumachen.

Worüber gesprochen wird:

Empathie als Brücke, nicht als Meinung: Warum Verstehenwollen der Schlüssel ist, um unzufriedene und frustrierte Menschen an der Haustür zu erreichen, und wo die Empathie bei bewusster Hetze und Funktionären an ihre klare Grenze stößt.

Sachsen-Anhalt ist viel zu schön: Über den Umgang mit einem schwierigen kulturellen Erbe, einseitige Medienbilder und die innovative, lebenswerte Seite eines Bundeslandes, das man nicht kampflos der AfD überlassen darf.

Wahlkampf im Turbogang: Wie die Rückkehr aus dem Ausland Skady innerhalb eines Jahres emotional erwachsen gemacht hat und warum es die beste Entscheidung war, das anfängliche Verstellen gegen absolute Authentizität und Herz einzutauschen.

Zukunftsperspektiven für die Jugend: Was passieren muss, um die Abwanderung junger Menschen zu stoppen, warum günstige Mieten allein nicht reichen und wie EU-Fördergelder durch weniger Bürokratie endlich unkompliziert vor Ort ankommen können.

Zusammenhalt und die Hoffnung auf ein Signal: Warum die Bedrohung von rechts beispiellose überparteiliche Allianzen schmiedet und wie Sachsen-Anhalt zum positiven Vorreiter für ganz Deutschland werden kann

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49 Minuten
Micha Fritz ist konzeptioneller Aktivist, Mitgründer von Viva con Agua und ein Mensch, der seit Jahren zeigt, wie aus einer Vision eine weltweite Bewegung wird. In Hamburg hat er mit der Villa Viva einen Ort geschaffen, der soziales Unternehmertum neu definiert und beweist, dass Business und Gemeinnützigkeit keine Gegensätze sein müssen.

In einer Zeit, in der Krisennachrichten oft dominieren, setzt Micha Fritz auf einen Wert, der für ihn weit mehr als nur eine positive Einstellung ist: Optimismus.

In dieser Folge spricht Silke Otto mit Micha Fritz darüber, wie man Aktivismus mit Freude statt mit dem moralischen Zeigefinger betreibt, warum „Self-Efficacy“ (Selbstwirksamkeit) der beste Schutz vor dem Ausbrennen ist und wie er sein Leben mit der Diagnose ADHS zwischen radikaler Kreativität und notwendigen Pausen navigiert.

Er gibt ehrliche Einblicke in die Widersprüche seines Tuns, vom Verkauf von Flaschenwasser für den Bau von Brunnen bis hin zum Privileg, in einem System zu arbeiten, das auf tiefem Vertrauen und Liebe basiert.

Worüber gesprochen wird:

Optimismus als Werkzeug: Warum eine positive Grundhaltung notwendig ist, um die „Sisyphusarbeit“ im sozialen Sektor durchzuhalten.

Aktivismus ohne Zeigefinger: Wie Kunst, Musik und Sport als universelle Sprachen Menschen verbinden und zum Handeln motivieren.

Neurodivergenz im Fokus: Wie die Diagnose ADHS Michas Blick auf die Welt verändert hat und warum sein Kopf „immer an“ ist.

Paradigmenwechsel Unternehmertum: Warum Firmen eigentlich der Gesellschaft gehören sollten und was hinter dem Konzept „Simple, Social, Sexy, Structural“ steckt.

Verantwortung und Zukunft: Warum Nichtstun keine Option ist und weshalb wir gerade jetzt für demokratische Werte einstehen müssen

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Timecodes:

00:00:00 - 00:01:45 Bemerkenswert zu Gast in der Villa Viva

00:01:46 - 00:06:20 Optimismus die Basis für echten Wandel ist

00:06:21 - 00:10:30 Schutz vor dem Burnout

00:10:31 - 00:14:15 Diagnose ADHS: Den eigenen Kopf verstehen und Betäubungsstrategien hinterfragen

00:14:16 - 00:20:45 Das System Viva con Agua

00:20:46 - 00:27:15 Leben in Widersprüchen: Soziales Business zwischen Flaschenwasser und Kapitalismuskritik

00:27:16 - 00:30:50 Narrative und Algorithmen: Warum schlechte Nachrichten unser Gehirn dominieren

00:30:51 - 00:34:20 Simple, Social, Sexy, Structural: Die Formel für erfolgreiche Bewegungen

00:34:21 - 00:37:45 Systemkritik: Warum unsere Städte für Autos und nicht für Menschen designt sind

00:37:46 - 00:42:50 Rückkehr zum Kern: Dankbarkeit, Demut und der Umgang mit Krisen

00:42:51 - 00:47:30 Erziehung und Vorbilder

00:47:31 - 00:58:12 Gemeinsam aktiv werden: Ein Plädoyer für Engagement und demokratische Wachsamkeit

Musik: aloe - terrarium.

Produktion: Silke Otto und Laura Schneider
47 Minuten
Dennis Rehbein ist Oberbürgermeister der Stadt Hagen und tritt sein Amt mit einem klaren Fokus auf das Machbare an. Nach einer Karriere im Bankensektor führt ihn sein Weg nun an die Spitze der Stadtverwaltung seiner Heimatstadt, die vor strukturellen und finanziellen Herausforderungen steht.

In einer Zeit, in der politische Versprechen oft kritisch hinterfragt werden, setzt Dennis Rehbein auf einen ganz bestimmten Wert: Realismus.

In dieser Folge von Bemerkenswert spricht Silke Otto mit Dennis Rehbein darüber, wie man durch einen nüchternen Blick auf die Fakten Vertrauen zurückgewinnt, warum Transparenz über politische Grenzen hinweg entscheidend ist und wie er den Spagat zwischen einer schwierigen Haushaltslage und mutigen Zukunftsvisionen meistert.

Er gibt ehrliche Einblicke in die Herausforderungen seines Amtes, von der Priorisierung knapper Mittel über die Komplexität bürokratischer Zuständigkeiten bis hin zum persönlichen Preis, den ein solches Amt im Privatleben fordert.

Worüber gesprochen wird:

*Warum Realismus sein wichtigstes Werkzeug ist, um als „optimistischer Realist“ ehrliche Politik ohne falsche Erwartungen zu machen.

*Der Weg ins Rathaus: Wie die berufliche Herkunft aus der Wirtschaft den Blick auf die Effizienz und die Probleme einer Stadtverwaltung prägt.

*Realitätscheck Rathaus: Wie ein typischer Arbeitstag zwischen Bürgerdialogen, Repräsentationspflichten und Lobbyarbeit in Berlin aussieht.

*Verantwortung und Verzicht: Warum man für das Amt des Oberbürgermeisters selbst private Geburtstage und Treffen mit Freunden Wochen im Voraus planen muss.

*Das Potenzial von Hagen: Warum Sport, bürgerschaftliches Engagement und Projekte wie die IGA 2027 entscheidend für das neue Image der Stadt sind.

Timecodes:

00:00:00 - 00:01:54 Willkommen bei Bemerkenswert – Dennis Rehbein zu Gast

00:01:55 - 00:05:40 Wert des Tages: Warum „Realismus“ der Anker seiner Politik ist

00:05:41 - 00:10:45 Realistische Erwartungen: Wie man Enttäuschungen durch Ehrlichkeit vermeidet

00:10:46 - 00:15:58 Kommunikation & Sichtbarkeit: Wie Politik in der Lebenswirklichkeit ankommt

00:15:59 - 00:19:54 Aufbruchstimmung trotz Krisen: Das Beispiel IGA 2027 und bürgerschaftliches Engagement

00:19:55 - 00:23:45 Visionen für Hagen: Sport-Leuchttürme, Kultur und das Image der Stadt

00:23:46 - 00:27:43 Wirtschaftsstandort Hagen: Zwischen Gewerbesteuer und Fachkräftemangel

00:27:44 - 00:31:13 Der Mensch hinter dem Amt

00:31:14 - 00:34:44 Grenzen der Gestaltung

00:34:45 - 00:39:46 Warum der Oberbürgermeister auch in Berlin präsent sein muss

00:39:47 - 00:42:30 Was wäre wenn? Visionen für Bildung, Kitas und Schulen bei unbegrenzten Mitteln

00:42:31 - 00:50:52 Gemeinsam die Stadt gestalten: Ein Plädoyer für mehr Eigenverantwortung und Zusammenhalt

SHOWNOTES

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Über diesen Podcast

Bemerkenswert ist der Podcast für Haltung in einer komplexen Welt. Silke Otto, Geschäftsführerin der Wertefabrik, spricht mit Menschen, die Verantwortung übernehmen und mit klarer Haltung Politik, Wissenschaft, Kultur, Wirtschaft oder ihre ganz eigenen Wirkungsfelder mitgestalten. Jede Folge nimmt einen Wert als Ausgangspunkt, doch es bleibt nicht bei der Theorie. Es geht um gelebte Erfahrung: um Entscheidungen, die etwas gekostet haben, um Mut, an Überzeugungen festzuhalten, wenn es unbequem wird. So entstehen Gespräche über Prinzipientreue, Zweifel und Orientierung in einer Zeit, die klare
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