Podcaster
Episoden
25.02.2026
25 Minuten
16. Folge: „Warum haben wir eigentlich Esel und Kaninchen auf dem
Lernhof? Die machen doch gar nichts Sinnvolles wie die Hühner,
die Eier legen.“
Mit dieser ehrlichen Kinderfrage starten wir in die neue Folge
von der tiergestützte Podcast – und tauchen tief ein in
das Thema Leistung, Wert und bedingungslose Beziehung in der
tiergestützten Intervention.
Was bedeutet überhaupt „sinnvoll“? Warum muss ein Tier etwas
leisten? Und nach welchen Kriterien entscheiden wir, welche
Tierarten wir in unserer Arbeit einsetzen und mit uns leben
lassen?
Wir sprechen darüber, dass unsere Tiere nicht wegen besonderer
Fähigkeiten oder Leistungen bei uns sind, sondern aufgrund von
Beziehung, Bindung und Liebe. Wir werfen einen Blick auf kranke
Tiere oder Tiere mit Einschränkungen – und darauf, warum ihr Wert
niemals von ihrer „Nützlichkeit“ abhängt.
Gleichzeitig übertragen wir diese Gedanken auf unsere
Klient*innen, die in einer Leistungsgesellschaft aufwachsen, in
Schulen, die stark auf Bewertung und Funktion ausgerichtet sind.
Was bedeutet es für Kinder und Jugendliche, wenn Tiere einfach
sein dürfen – ohne etwas leisten zu müssen?
Und schließlich schauen wir auch auf uns als Fachkräfte: Wir
achten auf unsere Tiere, wir achten auf unsere Klient*innen –
aber achten wir auch auf uns selbst? Welchen Leistungsanspruch
leben wir vor? Und was vermitteln wir damit?
Eine sehr persönliche, reflektierte Folge über Haltung,
Wertschätzung und die Frage, was wirklich zählt – in der TGI und
darüber hinaus.
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18.02.2026
37 Minuten
15. Folge: In dieser Folge von der tiergestützte
Podcast beschäftigen wir uns mit einer zentralen
Frage der tiergestützten Intervention: Welche Tiere setzen wir
unter welchen Voraussetzungen, in welchen Rahmenbedingungen und
mit welchen Klient*innen ein?
Zunächst werfen wir einen Blick auf bestehende Richtlinien im
tiergestützten Bereich. Wir sprechen über das Qualitätsnetzwerk
Schulbegleithunde (QNS) und die dort veröffentlichten Broschüren
für den Einsatz von Schulbegleithunden. Außerdem schauen wir uns
die Merkblätter der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz
(TVT) genauer an: Welche Tierarten werden dort berücksichtigt?
Welche Inhalte sind besonders relevant? Und welche Aspekte halten
wir für besonders wertvoll?
Darüber hinaus stellen wir uns die ethische Frage: Welche Tiere
dürfen überhaupt in der TGI eingesetzt werden? Wo liegen
Unterschiede zwischen domestizierten Tieren und beispielsweise
Reptilien oder Fischen? Und warum sind frühere Praktiken, die
nicht tiergerecht waren, mit unserer heutigen professionellen
Haltung nicht mehr vereinbar?
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Praxis: Welche Bedürfnisse
bringen unsere Klientinnen mit? Welche Möglichkeiten eröffnen
unterschiedliche Tierarten? Welche Tiere eignen sich für mobile
Einsätze – und bei welchen Settings kommen die Klientinnen zum
Tier? Wir sprechen offen darüber, wie wir selbst unsere
Tierauswahl treffen und welche Verantwortung damit verbunden ist.
Im Kern geht es um Vertrauen: Vertrauen in die eigenen Tiere,
Vertrauen in die Klient*innen im Umgang mit ihnen – und Vertrauen
in sich selbst als Fachkraft. Denn neben allen Richtlinien und
Merkblättern bleibt das eigene Bauchgefühl ein wichtiger
Bestandteil professioneller, tierethisch verantwortlicher Arbeit.
Eine differenzierte, praxisnahe Folge über Tierauswahl, Ethik,
Rahmenbedingungen und Vertrauen in der tiergestützten
Intervention.
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11.02.2026
25 Minuten
14. Folge: In dieser Folge von der tiergestützte
Podcast sprechen wir über Bindung in der tiergestützten
Intervention – ihre Grundlagen, ihre Wirkung und ihre enorme
Bedeutung für Mensch und Tier. Zu Gast ist Dirk Emmrich,
Pflegewissenschaftler, Tierpsychologe, Verhaltensberater
(menschplushund), Ausbilder in der tiergestützten Arbeit und
Vorstandsmitglied im QNS.
Gemeinsam klären wir zunächst: Was ist Bindung überhaupt? Warum
ist sie bedingungslos – und wie verändert sie das Miteinander
zwischen Mensch und Tier? Wir sprechen über Bindungs- und
Kommunikationstheorien, wissenschaftliche Studien und die große
Bedeutung von Sprache und Körperkontakt im Mensch-Tier-Kontakt.
Ein zentraler Gedanke dabei ist Dirks Haltung:
„Es gibt überhaupt keinen vernünftigen Grund, mit meinem Tier
nicht zu sprechen – insbesondere, wenn ich nichts von ihm will.“
Außerdem geht es um die Frage, wie bindungs- und
bedürfnisorientiertes Training aufgebaut werden kann, welche
Rolle echte Beziehung dabei spielt und warum Bindung nicht mit
Kontrolle verwechselt werden darf. Zum Abschluss schlagen wir den
Bogen zur Resilienz: Was hat Bindung mit innerer Stabilität zu
tun – bei unseren Tieren, bei unseren Klient*innen und bei uns
selbst als Fachkräfte?
Eine tiefgehende, theoretisch fundierte und gleichzeitig sehr
praxisnahe Folge über Beziehung, Kommunikation und die Kraft von
Bindung in der tiergestützten Arbeit.
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04.02.2026
26 Minuten
13. Folge: In dieser Folge von der tiergestützte
Podcast sprechen wir über den Umgang mit
vermeintlich unerwünschten Tieren in der tiergestützten
Intervention. Wie gehen wir als Fachkräfte mit Parasiten um?
Welche Haltung haben wir gegenüber Tieren, die gesellschaftlich
oft als „Ungeziefer“ bezeichnet werden – wie Mäuse, Ratten,
Käfer, Zecken oder auch Waschbären im direkten Lebensumfeld?
Wir werfen einen ethischen Blick auf diese Tierarten und fragen:
Welche Verantwortung tragen wir als tiergestützte Fachkräfte im
Umgang mit allen Tieren – nicht nur mit denen, die wir bewusst in
unsere Arbeit einbinden? Wie können wir diese Themen alters- und
situationsgerecht mit Klient*innen aufgreifen und reflektieren?
Und wie gelingt es, auch vermeintlich unangenehme oder
angstbesetzte Tiere in einen pädagogischen oder therapeutischen
Kontext einzuordnen, ohne zu romantisieren oder zu
instrumentalisieren?
Gleichzeitig sprechen wir über klare Grenzen: Wie schützen wir
unsere eigenen Tiere? Wo endet pädagogische Arbeit und wo beginnt
Verantwortung für Gesundheit, Sicherheit und Tierwohl? Und wie
lassen sich ethische Haltung, fachliche Professionalität und
pragmatisches Handeln miteinander vereinbaren?
Eine differenzierte, reflektierte Folge über Tierethik,
Verantwortung und den professionellen Umgang mit allen Tieren im
Rahmen der tiergestützten Intervention – auch mit denen, die oft
übersehen oder abgelehnt werden.
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28.01.2026
22 Minuten
12. Folge: In dieser Folge von der tiergestützte
Podcast schauen wir in die Schweiz und sprechen
über Schulbegleithunde und tiergestützte Interventionen im
schulischen Kontext. Zu Gast ist Ulrike
Forth, die aus ihrer praktischen Arbeit mit
Schulbegleithunden berichtet und ihre Weiterbildung für
Schulbegleithunde-Teams vorstellt. Zudem bringt sie ihre
langjährige Erfahrung als ehemalige Vorständin
der GTTA – Gesellschaft für tiergestützte
Therapie und Aktivitätenein.
Gemeinsam vergleichen wir die Rahmenbedingungen für
Schulbegleithunde und tiergestützte Arbeit in der Schweiz und in
Deutschland. Wir sprechen darüber, welche Voraussetzungen
Fachkräfte in der Schweiz erfüllen müssen, um tiergestützt tätig
zu werden, und welche Qualifikationen für den Einsatz von
Schulbegleithunden relevant sind. Dabei wird deutlich, dass –
ähnlich wie in Deutschland – klare staatliche Vorgaben und
verbindliche Richtlinien fehlen.
Auch der Blick auf den Tierschutz spielt eine zentrale Rolle:
Welche Regelungen gibt es? Wo bestehen Lücken? Und wo braucht es
dringend Weiterentwicklung, um Tierwohl und Qualität langfristig
zu sichern?
Eine spannende Folge über internationale Perspektiven,
strukturelle Unterschiede und die Frage, wie professionelle,
verantwortungsvolle Arbeit mit Schulbegleithunden in Zukunft
gestaltet werden kann.
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Über diesen Podcast
Der tiergestützte Podcast nimmt dich mit in unseren TGI-Alltag:
unterschiedliche Tierarten, vielfältige Klientinnen und echte
Herzmomente. Wir sprechen über Themen, die uns in der Praxis
bewegen, holen Expertinnen aus der TGI ans Mikro und geben
Einblicke in Chancen, Herausforderungen und besondere Begegnungen.
Auch die Community wird aktiv einbezogen – für mehr Sichtbarkeit
und Austausch rund um tiergestützte Interventionen.
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