Der Tiergestützte Podcast

Der Tiergestützte Podcast

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Episoden

Körperkontakt in der TGI: Müssen Tiere sich streicheln lassen? Grenzen, Consent & Gewaltprävention
08.04.2026
22 Minuten
22. Folge: In dieser Folge von der tiergestützte Podcast sprechen wir über ein Thema, das viele kennen und oft falsch eingeschätzt wird: Körperkontakt mit Tieren in der tiergestützten Intervention.


Ausgangspunkt ist eine Alltagssituation: Katrin wird auf einem Geburtstag gefragt, warum sich ihre Hündin Feeli „so verhält“ – schließlich sei sie doch ein Therapiehund. Dahinter steckt eine weit verbreitete Annahme: Tiere im pädagogischen oder therapeutischen Setting müssten sich anfassen, streicheln oder knuddeln lassen.


Wir sprechen darüber, warum diese Erwartung nicht nur auf Hunde zutrifft, sondern auf viele Tierarten übertragen wird und warum sie problematisch ist. Denn jedes Tier ist ein Individuum mit eigenen Bedürfnissen, Grenzen und Ausdrucksformen.


Ein Schwerpunkt der Folge liegt auf der Frage: Wie sagen Tiere eigentlich „Nein“? Und warum ist dieses „Nein“ oft wertvoller als ein erzwungenes „Ja“?


Wir zeigen, wie wir als Fachkräfte mit solchen Erwartungen umgehen, wie wir Grenzen unserer Tiere klar kommunizieren und welche Rolle wir als Dolmetscher*innen der Tiere einnehmen.


Darüber hinaus geht es um einen wichtigen gesellschaftlichen Aspekt: Gewaltprävention und Consent im Kindesalter. Tiere können uns dabei helfen, Kindern zu vermitteln, dass Körperkontakt immer ein Einverständnis braucht und dass auch sie selbst Grenzen setzen dürfen.


Diese Folge richtet sich nicht nur an Fachkräfte der tiergestützten Intervention, sondern an alle, die sich mit Fragen rund um Körperkontakt, Grenzen und respektvolles Miteinander beschäftigen – zwischen Menschen und im Kontakt mit Tieren.
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Cornelia Drees über Haltung in der TGI: Vertrauen, Beziehung und Tierwohl
01.04.2026
37 Minuten
21. Folge: In dieser Folge von der tiergestützte Podcast sprechen wir mit Cornelia Drees, die seit über 26 Jahren als Fachkraft für tiergestützte Intervention arbeitet und als Dozentin zahlreiche angehende Fachkräfte geprägt hat. Auch heute inspiriert sie die tiergestützte Szene mit ihrer Haltung und Erfahrung.


Im Mittelpunkt steht die Frage: Wie entsteht Haltung in der tiergestützten Intervention (TGI)? Und wie bauen wir Vertrauen auf – in uns selbst, in unsere Tiere und in die Klient*innen?


Wir sprechen über Beziehung als Grundlage der TGI, darüber, wie wir Tiere wahrnehmen, ihre Bedürfnisse erkennen und daraus Sicherheit im Setting entwickeln. Dabei teilen wir auch Erfahrungen, in denen unsere Tiere uns überrascht und gezeigt haben, was ihnen wirklich Freude bereitet.


Ein weiterer Fokus liegt auf freien Begegnungen im tiergestützten Setting: Wie können wir den Druck vom Tier nehmen und echtes Miteinander ermöglichen? Und wie gestalten wir insbesondere im mobilen Einsatz Settings, in denen Empathie, Respekt und soziale Kompetenzen gefördert werden – bei gleichzeitigem Fokus auf Tierwohl?


Wir reflektieren außerdem unsere Rolle als Dolmetscher*innen der Tiere und sprechen darüber, wie wir Herausforderungen im Setting als Entwicklungschancen nutzen können.


Das Thema Enrichment ist ebenfalls Teil des Gesprächs – nicht als Zusatz, sondern im Kontext eines komplexen, artgerechten Lebens unserer Tiere.


Ein zentraler Gedanke: Tiere brauchen Fürsorge, aber keine Vermenschlichung – sondern Anerkennung als eigenständige Persönlichkeiten auf Augenhöhe.


Erwähnte Bücher in der Folge: Was machst du mit einem Problem? von Kobi Yamada Der kleine Hirtenjunge von Regina Linke
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Rückblick, Herzmomente & Zukunft der TGI – unsere Jubiläumsfolge 20
25.03.2026
27 Minuten
20. Folge: In dieser besonderen Folge feiern wir ein kleines Jubiläum: 20 Folgen von der tiergestützte Podcast.


Wir nehmen euch mit auf einen persönlichen Rückblick – unter anderem zur IEMT-Fachtagung in Basel (Schweiz), bei der wir mit unserem Podcast den Posteraward gewinnen durften. Ein Moment, der uns sehr bewegt hat – genauso wie die vielen Herzmomente, die wir durch den Podcast sammeln konnten.


Auch in dieser Folge darf ein Herzmoment nicht fehlen: Wir hören einen Beitrag von Karin Hediger und lassen uns von ihrer Perspektive berühren.


Für unsere Jubiläumsfolge haben wir uns etwas Besonderes überlegt: Wir spielen das Spiel "Darf ich dich das fragen?" vom Podcast Hotel Matze und stellen uns gegenseitig Fragen aufgeteilt in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.


Wir sprechen darüber: • welche Tiere und Erlebnisse uns in unserer Kindheit geprägt haben • warum uns manche Dinge vielleicht aus anderen Perspektiven „merkwürdig“ erscheinen • worauf wir stolz sein dürfen • wie wir zu unserem Unternehmensnamen gekommen sind • was uns in Zukunft erwartet und worauf wir uns freuen • und was oder wer uns immer wieder glücklich macht


Eine sehr persönliche Folge über Entwicklung, Haltung und die Verbindung zu unseren Tieren – damals, heute und in Zukunft.


Danke, dass DU uns auf diesem Weg begleitest
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IAHAIO & tiergestützte Intervention weltweit: Ethik, Netzwerke und Zukunft der TGI
18.03.2026
26 Minuten
19. Folge: In dieser Folge von der tiergestützte Podcast sprechen wir erneut mit Michael Kaufmann – diesmal mit einem klaren Fokus auf die internationale Vernetzung der tiergestützten Intervention.


Michael ist Interimspräsident der IAHAIO (International Association of Human-Animal Interaction Organizations)und gibt uns einen umfassenden Einblick in die Arbeit dieser weltweiten Organisation. Wir sprechen darüber, welche Rolle IAHAIO für die Entwicklung und Professionalisierung der tiergestützten Arbeit spielt und welche Bedeutung die internationalen White Paper für fachliche Standards haben.


Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der ethischen Grundhaltung der IAHAIO sowie auf den Möglichkeiten, sich selbst weiterzubilden – zum Beispiel durch kostenlose Webinare, die auch für Einzelpersonen zugänglich sind.


Michael bringt zudem viele Beispiele aus seiner internationalen Arbeit mit und zeigt auf, wie unterschiedlich die Rahmenbedingungen für tiergestützte Intervention in verschiedenen Ländern und Kontinenten sein können – und welche Auswirkungen das auf die praktische Arbeit hat.


Gleichzeitig wird deutlich: Trotz wachsender Professionalisierung bleibt die finanzielle Situation im Bereich der tiergestützten Arbeit eine große Herausforderung.


Zum Abschluss richten wir den Blick nach vorne: Es geht um die Frage, wie wir als Fachkräfte weltweit stärker zusammenarbeiten können. Statt Unterschiede in den Vordergrund zu stellen, plädieren wir dafür, uns auf unsere Gemeinsamkeiten zu besinnen und das internationale Netzwerk weiter zu stärken – für eine TGI, die global vernetzt ist und voneinander lernt.


Eine Folge über Ethik, Austausch, internationale Perspektiven und die gemeinsame Zukunft der tiergestützten Intervention.
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Tiergestützte Therapie in den USA: Michael Kaufmann über Green Chimneys, Natur & Tiere
11.03.2026
42 Minuten
18. Folge: In dieser Folge von der tiergestützte Podcast ist Michael Kaufmann zu Gast. Er lebt und arbeitet in den USA und ist seit über 20 Jahren Leiter von Green Chimneys im Bundesstaat New York – einer Einrichtung, die Schule, Natur und tiergestützte Arbeit miteinander verbindet.


Michael nimmt uns mit auf seinen persönlichen Weg zur tiergestützten Arbeit und erzählt, wie sich dieses Arbeitsfeld in den letzten Jahrzehnten entwickelt hat. Als er begann, stand tiergestützte Therapie noch am Anfang – heute eröffnet sie viele neue Möglichkeiten in pädagogischen und therapeutischen Berufsfeldern.


Wir sprechen über die Geschichte und die Strukturen von Green Chimneys, über den Schulalltag der Kinder, die dort betreut werden, und über die verschiedenen Formen der Unterstützung, die sie erhalten. Ein zentraler Bestandteil der Arbeit ist die Verbindung von Natur, Tieren und Menschen: Auf der Farm leben zahlreiche Tiere, die in die pädagogische Arbeit einbezogen werden.


Michael berichtet außerdem über die große Bedeutung von Vertrauen zwischen Mensch und Tier, über die Entscheidung, bei Green Chimneys nicht mehr mit Pferden zu reiten, und über seine besondere Arbeit mit einer außergewöhnlichen Tierart: Trampeltieren.


Wir sprechen auch über Verantwortung – gegenüber den Kindern, den Mitarbeitenden und den rund 300 Tieren, die auf der Farm leben. Dazu gehört auch die schwierige Entscheidung, sich von Tieren zu trennen, die sich im tiergestützten Setting nicht wohlfühlen oder für die Arbeit mit Kindern nicht geeignet sind, und ihnen ein gutes neues Zuhause zu ermöglichen.


Ein weiterer Einblick gilt der Finanzierung der Einrichtung, die zu großen Teilen durch Spenden unterstützt wird und so die Versorgung der Tiere und die pädagogische Arbeit ermöglicht.


Wenn ihr mehr über Green Chimneys erfahren oder mit Michael Kaufmann in Kontakt treten möchtet, könnt ihr ihn direkt erreichen unter: mkaufmann@greenchimneys.org


Eine spannende Folge über tiergestützte Arbeit, Naturpädagogik und die besondere Verbindung zwischen Mensch, Tier und Umwelt.
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Über diesen Podcast

"der tiergestützte Podcast" nimmt dich mit in die Welt der tiergestützten Intervention (TGI) – zwischen Praxis, Beziehung und echter Begegnung. Wir sprechen über tiergestützte Pädagogik und Therapie, über Haltung, Tierwohl, Vertrauen und den Alltag mit Tieren und Menschen. Dich erwarten persönliche Einblicke, Interviews mit Fachkräften und Expert*innen sowie Herzmomente aus der Community. Ein Podcast für alle, die tiergestützte Arbeit verstehen und weiterentwickeln möchten.

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